{"id":136570,"date":"2025-05-24T18:25:10","date_gmt":"2025-05-24T18:25:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/136570\/"},"modified":"2025-05-24T18:25:10","modified_gmt":"2025-05-24T18:25:10","slug":"laeuse-drogen-kreischen-medwedew-teilt-selbst-fuer-seine-massstaebe-vulgaer-aus","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/136570\/","title":{"rendered":"L\u00e4use, Drogen, Kreischen: Medwedew teilt selbst f\u00fcr seine Ma\u00dfst\u00e4be vulg\u00e4r aus"},"content":{"rendered":"<p>                    L\u00e4use, Drogen, Kreischen<br \/>\n                Medwedew teilt selbst f\u00fcr seine Ma\u00dfst\u00e4be vulg\u00e4r aus<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t              \tVon Maximilian Perseke<br \/>\n\t\t\t\t              24.05.2025, 18:04 Uhr<\/p>\n<p><strong>Nach dem gro\u00dfangelegten russischen Angriff auf Kiew mit Drohnen und Raketen holt der russische Ex-Pr\u00e4sident Medwedew mal wieder zum Rundumschlag gegen die europ\u00e4ischen Unterst\u00fctzer der Ukraine aus. In seinem vulg\u00e4ren Ausdruck zeigt sich, was er Putin bringt.<\/strong><\/p>\n<p>Der russische Ex-Pr\u00e4sident Dmitri Medwedew bringt in seinem j\u00fcngsten Online-Beitrag relativ viel unter &#8211; vor allem an Verachtung. Sein Beitrag auf X besteht aus zwei S\u00e4tzen und lautet wie folgt: &#8222;Jetzt werden die armseligen Arschl\u00f6cher, die Drogenservietten in Z\u00fcgen verstecken, wieder \u00fcber Russlands unverh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfige Angriffe auf Milit\u00e4rziele in Kiew kreischen und einen 30-t\u00e4gigen Waffenstillstand und Sanktionen fordern. Zerst\u00f6rt zuerst die widerlichen, blutsaugenden Nissen auf euren dreckigen K\u00f6rpern!&#8220;<\/p>\n<p>Medwedew ledert verbal immer wieder insbesondere gegen die EU. Bisweilen in gem\u00e4\u00dfigter, oft in extremer Sprache. Was ihn f\u00fcr seinen Pr\u00e4sidenten Wladimir Putin so wichtig macht, ist, dass er eine Sprache spricht, die dem russischen Pr\u00e4sidenten so nicht \u00fcber die Lippen kommt. Denn dieser legt Wert auf sachliche und n\u00fcchterne Sprache, oder eben auf einen Austausch, der &#8222;business-like&#8220; ist, wie es bisweilen in russischen Nachrichtenagenturen hei\u00dft. <\/p>\n<p>Medwedews letzte Beitr\u00e4ge auf X erfolgten meist im Abstand von rund einer Woche &#8211; abgesehen von besonderen Ereignissen und Jahrestagen. Er d\u00fcrfte damit eine verl\u00e4ssliche, weil regelm\u00e4\u00dfige rhetorische St\u00fctze innerhalb von Wladimir Putins System sein &#8211; und eben eine im Sprachstil extreme.<\/p>\n<p>X-Beitrag mit vier Teilen<\/p>\n<p>Dieses Mal ist Medwedews Online-Beitrag selbst f\u00fcr seine Ma\u00dfst\u00e4be vulg\u00e4r. Er l\u00e4sst sich in vier Inhaltsteile aufdr\u00f6seln. Einer einf\u00fchrenden Beleidigung (&#8222;armselige Arschl\u00f6cher&#8220;) folgt in einem Nebensatz (&#8222;die Drogenservietten in Z\u00fcgen verstecken&#8220;) die etwas abgewandelte Wiedergabe der von Bloggern vor allem in den USA und Russland verbreiteten Falschnachricht, dass Frankreichs Pr\u00e4sident Emmanuel Macron, der britische Premier Keir Starmer und Bundeskanzler Friedrich Merz auf ihrer Zugfahrt nach Kiew vor rund zwei Wochen <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/mediathek\/videos\/politik\/Russland-verbreitet-Drogen-Luege-ueber-Merz-und-Macron-article25762145.html\" rel=\"Follow nofollow noopener\" target=\"_blank\">ein P\u00e4ckchen Kokain auf einem Konferenztisch liegen gehabt h\u00e4tten<\/a>.<\/p>\n<p>Es war &#8211; wie schnell klar wurde &#8211; ein wei\u00dfes Taschentuch, das Macron vor den Kameras vom Tisch abr\u00e4umte. Dazu brauchte es im \u00dcbrigen nicht einmal eine Klarstellung des \u00c9lys\u00e9e-Palasts, die dennoch erfolgte. Zahlreiche Nutzer in den Sozialen Medien merkten bereits an, dass es sich eben nicht um ein P\u00e4ckchen Kokain handelte. Das ist es f\u00fcr Medwedew nun anscheinend auch nicht mehr &#8211; er macht &#8222;Drogenservietten&#8220; daraus &#8211; und h\u00e4lt an der grunds\u00e4tzlichen Erz\u00e4hlung also fest.<\/p>\n<p>Es folgt als drittes Medwedews konkretes Eingehen auf Kriegshandlungen. In sp\u00f6ttischer Art sagt er eine europ\u00e4ische Reaktion auf den j\u00fcngsten russischen Gro\u00dfangriff auf Kiew mit Drohnen und Raketen voraus. Eben jene, die er als Drogenkonsumenten diffamiert, w\u00fcrden nun wieder kreischen \u00fcber die Unverh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfigkeit der Angriffe und eine Waffenruhe und Sanktionen fordern. <\/p>\n<p>Durch die Wortwahl &#8222;kreischen&#8220; stempelt er Europas Reaktion auf die russischen Kriegshandlungen als schwach ab. Er greift damit einen argumentativen Punkt auf, der bei seinen Unterst\u00fctzern fruchten d\u00fcrfte &#8211; zumal ja selbst der die Ukraine unterst\u00fctzende Westen gespalten ist in der Frage, ob die Ma\u00dfnahmen zur Verteidigungshilfe der Ukraine ausreichen.<\/p>\n<p>Unterschied zu Putin: die Sprache<\/p>\n<p>Medwedew geht dann abschlie\u00dfend wieder zur Beleidigung \u00fcber &#8211; aber in radikaler Sprache. Russlands Opponenten sollten sich erst einmal die blutsaugenden Nissen vom K\u00f6rper holen. Nissen sind Eier von L\u00e4usen, die nat\u00fcrlich nicht Blut saugen k\u00f6nnen. <a href=\"https:\/\/tass.com\/politics\/1962935\" rel=\"Follow nofollow noopener\" target=\"_blank\">Eine Meldung der russischen Nachrichtenagentur TASS erm\u00f6glicht<\/a> eine weitere Kontextualisierung, was Medwedew mit den Nissen meint. Dort hei\u00dft es, Medwedew fordere Paris, Berlin und London auf, &#8222;Banderas &#8218;Parasiten'&#8220; auf ihren K\u00f6rpern zu zerst\u00f6ren. Damit d\u00fcrften f\u00fcr ihn die Ukrainer gemeint sein bzw. solche mit nationalistischen Ansichten.<\/p>\n<p>Stepan Bandera (1909-1959) war ideologischer F\u00fchrer des radikalen Fl\u00fcgels der Organisation Ukrainischer Nationalisten (OUN). Nationalistische Partisanen aus dem Westen der Ukraine waren 1943 f\u00fcr ethnisch motivierte Vertreibungen verantwortlich, bei denen Zehntausende polnische Zivilisten ermordet wurden. J\u00fcngst <a href=\"https:\/\/www.nzz.ch\/international\/polen-und-ukraine-leben-streit-um-exhumierung-der-opfer-von-wolhynien-bei-ld.1859815\" rel=\"Follow nofollow noopener\" target=\"_blank\">erlaubte Kiew Warschau \u00fcberraschend<\/a>, in der Ukraine hierzu weitere Nachforschungen anzustellen inkl. Exhumierungen.<\/p>\n<p>Vor allem in der Version als &#8222;Banderas &#8218;Parasiten'&#8220; nutzt Medwedew hier rhetorisch wieder die Argumentation, auf die &#8211; in n\u00fcchterner belehrender Sprache &#8211; auch Wladimir Putin immer wieder zur\u00fcckgreift. Eine Entnazifizierung solle in der Ukraine vorangetrieben werden. Er wird auch hier bei seinen Anh\u00e4ngern, und bei Menschen im Westen, verfangen k\u00f6nnen. Dass mit Bandera und auch mit dessen Stellenwert in der Ukraine kritisch umgegangen werden sollte, ist keine Frage. Aber Polen kann der Ukraine bei dem Thema auch seit Jahren auf den Zahn f\u00fchlen &#8211; und das Land trotzdem unterst\u00fctzen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"L\u00e4use, Drogen, Kreischen Medwedew teilt selbst f\u00fcr seine Ma\u00dfst\u00e4be vulg\u00e4r aus Von Maximilian Perseke 24.05.2025, 18:04 Uhr Nach&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":136571,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3],"tags":[661,309,775,13,14,15,3917,16,307,12,10,8,9,11,317,3081,103,306,104],"class_list":{"0":"post-136570","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-welt","8":"tag-angriff-auf-die-ukraine","9":"tag-dmitri-medwedew","10":"tag-friedrich-merz","11":"tag-headlines","12":"tag-nachrichten","13":"tag-news","14":"tag-polen","15":"tag-politik","16":"tag-russland","17":"tag-schlagzeilen","18":"tag-top-news","19":"tag-top-meldungen","20":"tag-topmeldungen","21":"tag-topnews","22":"tag-ukraine","23":"tag-ukraine-konflikt","24":"tag-welt","25":"tag-wladimir-putin","26":"tag-world"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114564217304528615","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/136570","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=136570"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/136570\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/136571"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=136570"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=136570"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=136570"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}