{"id":136707,"date":"2025-05-24T19:36:26","date_gmt":"2025-05-24T19:36:26","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/136707\/"},"modified":"2025-05-24T19:36:26","modified_gmt":"2025-05-24T19:36:26","slug":"was-die-britische-schriftstellerin-olivia-laing-liest","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/136707\/","title":{"rendered":"Was die britische Schriftstellerin Olivia Laing liest"},"content":{"rendered":"<p>Was lesen Sie?<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-e9f390a5=\"\" data-v-d588441d=\"\">Ich hatte eine Lungenentz\u00fcndung, also habe ich in letzter Zeit viel gelesen. Wenn man krank ist, w\u00fcnscht man sich ein dickes Buch, in dem man sich verliert. Gl\u00fccklicherweise hatte ich vor ein paar Jahren \u201eAuf der Suche nach der verlorenen Zeit\u201c angefangen. Ich habe die einzelnen B\u00e4nde schnell gelesen, aber gro\u00dfe Pausen dazwischen gelassen. Jetzt las ich also \u201eGuermantes\u201c, den dritten Band. Er schlie\u00dft mit einer au\u00dfergew\u00f6hnlichen Szene, in der Swanns Versuch, der Herzogin seinen nahenden Tod zu er\u00f6ffnen, unterbrochen wird von ihrer Erkenntnis, dass sie immer noch schwarze Schuhe zu einem Ensemble tr\u00e4gt, das nach roten verlangt. Ich bin dann schnell weiter zum vierten Band, \u201eSodom und Gomorrah\u201c, der mit der fabelhaften Szene beginnt, in der Marcel eine unerwartete Begegnung zwischen Baron de Charlus und einem Arbeiter beobachtet. An Proust liebe ich die radikalen Wechsel von Ton und Handlung. Gosh, eben noch steckt man in einer langen und ziemlich einschl\u00e4fernden Passage \u00fcber aristokratische Abstammungstafeln, dann arbeitet Proust schockierenden Klatsch ein oder eine Beobachtung, die so bei\u00dfend und seltsam ist, dass man blitzartig wieder wach ist. Ich lese gerade auch \u201eElectric Spark\u201c, eine Biographie von Muriel Spark, einer meiner Lieblingsautorinnen, so streng, so witzig. Und gestern habe ich endlich mit \u201eGliff\u201c angefangen, dem neuen Roman von Ali Smith. Die Dystopie aus einer nahen Zukunft, die furchteinfl\u00f6\u00dfend vertraut wirkt \u2013 verzweifelte Gefl\u00fcchtete in Internierungslagern, permanente \u00dcberwachung, Obsession mit Grenzen \u2013, aber zugleich seltsam durchflutet von Hoffnung.<\/p>\n<p>Welches Buch haben Sie im B\u00fccherschrank, das Sie bestimmt nie lesen werden?<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-e9f390a5=\"\" data-v-d588441d=\"\">Ich kann mit kein Buch vorstellen, das ich nie lesen w\u00fcrde. Es gibt allerdings viele B\u00fccher, von denen ich genug gelesen habe. Mich reizt es nicht, \u201eDie 120 Tage von Sodom\u201c zu beenden, auch wenn ich finde, dass de Sade heute noch ein relevanter Autor f\u00fcr die Komplexit\u00e4t der Freiheit ist.<\/p>\n<p><strong>Die britische Autorin Olivia Laing<\/strong> ver\u00f6ffentlichte gerade \u201eDer Garten und die Zeit. Auf der Suche nach einem Paradies auf Erden\u201c (Fischer, 384 Seiten, 26 Euro)<\/p>\n<p><strong>In der Sonntagszeitung vom 25. Mai<\/strong> finden sich zus\u00e4tzlich die Antworten von Olivia Laing auf die Fragen, was sie sieht, was sie h\u00f6rt \u2013 und wann sie zuletzt ihre Meinung ge\u00e4ndert hat.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Was lesen Sie? Ich hatte eine Lungenentz\u00fcndung, also habe ich in letzter Zeit viel gelesen. 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