{"id":137008,"date":"2025-05-24T22:27:09","date_gmt":"2025-05-24T22:27:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/137008\/"},"modified":"2025-05-24T22:27:09","modified_gmt":"2025-05-24T22:27:09","slug":"apple-was-die-rueckkehr-von-fortnite-fuer-alle-anderen-apps-bedeutet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/137008\/","title":{"rendered":"Apple: Was die R\u00fcckkehr von &#8222;Fortnite&#8220; f\u00fcr alle anderen Apps bedeutet"},"content":{"rendered":"<p>    Inhalt<br \/>\n    <a class=\"article-toc__fullview z-text-button\" href=\"https:\/\/www.zeit.de\/digital\/mobil\/2025-05\/apple-app-store-anwendungen-fortnite\/komplettansicht\" data-ct-label=\"all\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><br \/>\n        Auf einer Seite lesen    <\/a><\/p>\n<p>                        Inhalt<\/p>\n<ol class=\"article-toc__list\">\n<li class=\"article-toc__list-item\">\n<p>Seite 1Was die R\u00fcckkehr von &#8222;Fortnite&#8220; f\u00fcr alle anderen Apps bedeutet<\/p>\n<\/li>\n<li class=\"article-toc__list-item\"><a class=\"article-toc__item article-toc__link\" href=\"https:\/\/www.zeit.de\/digital\/mobil\/2025-05\/apple-app-store-anwendungen-fortnite\/seite-2\" data-ct-label=\"2\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><br \/>\n                    Seite 2Das Comeback von &#8222;Fortnite&#8220; inspiriert bereits andere Dienste<br \/>\n                <\/a><\/li>\n<\/ol>\n<p class=\"paragraph article__item\">\nKinder, wie die Zeit vergeht. Fast f\u00fcnf Jahre ist es her, dass das Videospiel Fortnite aus Apples App Store verschwand. Seit<br \/>\ndieser Woche ist es wieder zur\u00fcck, und zwar sowohl in den USA als<br \/>\nauch in der EU. F\u00fcnf Jahre, in denen aus Jugendlichen<br \/>\nErwachsene wurden und sich viele Fortnite-Spielerinnen, die in<br \/>\nder Zwischenzeit dazu kamen, sich verwundert gefragt haben: Wie, das<br \/>\ngab&#8217;s auch mal f\u00fcrs Handy?\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Ja, das gab es. Und<br \/>\nes war erfolgreich: Als Fortnite 2018 erstmals f\u00fcr das mobile Apple-Betriebssystem iOS<br \/>\nerschien, soll es allein im ersten Monat <a href=\"https:\/\/web.archive.org\/web\/20180419120535\/http:\/\/www.gamasutra.com\/view\/news\/316698\/Fortnite_mobile_nabbed_25M_in_revenue_during_its_first_month.php\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">25<br \/>\nMillionen US-Dollar eingespielt haben<\/a>. Etwas l\u00e4nger als zwei<br \/>\nJahre war das Spiel auf mobilen Plattformen verf\u00fcgbar. Bis zum<br \/>\nAugust 2020. Danach folgte ein erbitterter Rechtsstreit<br \/>\nzwischen zwei Branchengr\u00f6\u00dfen, in dessen Verlauf sich mal die eine,<br \/>\nmal die andere Seite als Sieger w\u00e4hnte.\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Auch wenn dieser battle royale\u00a0der Techbranche noch nicht abschlie\u00dfend entschieden ist \u2013 im Moment sieht es so aus, als w\u00fcrde Epic gewinnen. Um zu verstehen, warum das auch iOS-Nutzerinnen und -Nutzer betrifft, die nichts mit<br \/>\nFortnite am Hut haben, muss man in die Vergangenheit dieses Streits blicken.\u00a0\u00a0\n<\/p>\n<p>        \u00c4rger mit Ansage        <\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Die ganze Sache<br \/>\nbeginnt mit einer gezielten Provokation von Epic Games, dem<br \/>\nSpieleunternehmen, das neben Spielen wie Fortnite und<br \/>\nGears of War auch die Unreal Engine zur Entwicklung von<br \/>\n3D-Inhalten betreibt. Am 13. August 2020 versto\u00dfen die<br \/>\nVerantwortlichen von Epic gegen die App-Store-Richtlinien von <a class=\"rtr-entity\" href=\"https:\/\/www.zeit.de\/thema\/apple\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Apple<\/a>.<br \/>\nSie haben n\u00e4mlich innerhalb von Fortnite eine weitere<br \/>\nBezahloption eingef\u00fchrt, \u00fcber die Spielerinnen und Spieler direkt<br \/>\nInhalte im Spiel kaufen konnten, ohne bei jeder Transaktion 30<br \/>\nProzent an Apple abtreten zu m\u00fcssen. Apple wirft Fortnite<br \/>\ndaraufhin aus dem App Store, mit der Aufforderung, die \u00c4nderung<br \/>\nr\u00fcckg\u00e4ngig zu machen.\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Epic hat mit der<br \/>\nReaktion gerechnet und <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=euiSHuaw6Q4\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">einen<br \/>\nVideoclip vorbereitet<\/a>, in dem man, in Anlehnung an Apples<br \/>\nlegend\u00e4ren Superbowl-Werbespot aus dem Jahr 1984, zum Widerstand<br \/>\naufrief: #FreeFortnite hie\u00df es dort. Gleichzeitig reicht Epic Klage<br \/>\nsowohl gegen Apple als auch Google ein. Der Vorwurf:<br \/>\nwettbewerbssch\u00e4digendes Verhalten.\u00a0\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">In den folgenden<br \/>\nJahren inszeniert sich Epic Games nicht nur als Besch\u00fctzer von<br \/>\nFortnite, sondern  aller App-Entwicklerinnen und Entwickler,<br \/>\ndie den \u00fcberm\u00e4chtigen Torw\u00e4chtern Apple und Google mutma\u00dflich<br \/>\nhilflos ausgeliefert sind. Im Mittelpunkt: Die Provision zwischen 15<br \/>\nund 30 Prozent, die Apple f\u00fcr jeden Kauf innerhalb einer App erhebt.<br \/>\nDas Unternehmen sagt, man erhebe diese Geb\u00fchr auch, um die Kosten des App Stores<br \/>\nzu decken, und <a href=\"https:\/\/www.apple.com\/newsroom\/2023\/05\/developers-generated-one-point-one-trillion-in-the-app-store-ecosystem-in-2022\/#:~:text=year%20over%20year-,CUPERTINO%2C%20CALIFORNIA%20Apple%20today%20announced%20the%20App%20Store%20ecosystem%20facilitated,for%20digital%20goods%20and%20services.\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">betont<\/a>,<br \/>\ndass der Gro\u00dfteil der Ums\u00e4tze dennoch direkt und ohne Provision an<br \/>\ndie Entwicklerinnen und Entwickler flie\u00dfe.\n<\/p>\n<p>                            \u00a9\u00a0ZEIT ONLINE<\/p>\n<p>\n                    Newsletter<\/p>\n<p>                    ZEIT Geldkurs<\/p>\n<p class=\"newsletter-signup__text\">Tsch\u00fcss, Finanzchaos: In acht Wochen erkl\u00e4ren wir Schritt f\u00fcr Schritt, wie Sie bessere Geldroutinen aufbauen und das mit den ETFs endlich angehen. 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In der <a href=\"https:\/\/cdn2.unrealengine.com\/apple-complaint-734589783.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">urspr\u00fcnglichen<br \/>\nKlage<\/a> steht, dass Apple ein Monopol auf den Vertrieb und die<br \/>\nMonetarisierung von Software habe: App-Anbieter h\u00e4tten keine andere<br \/>\nWahl, als sich deren Regeln zu beugen, und k\u00f6nnten nicht frei<br \/>\nentscheiden, wie ihre Kunden f\u00fcr die Dienste bezahlen. Mehr noch,<br \/>\nsie d\u00fcrften noch nicht einmal innerhalb ihrer Apps auf alternative<br \/>\nBezahlm\u00f6glichkeiten, etwa mit einem Link auf die eigene Website, wo<br \/>\nman K\u00e4ufe abseits des App Stores t\u00e4tigen kann, hinweisen. Denn das<br \/>\nverbieten die sogenannten Anti-Steering-Regeln. Apple reagiert<br \/>\nmit einer Gegenklage.\n<\/p>\n<p>                        9:1 f\u00fcr Apple im Hinspiel        <\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Ein knappes Jahr<br \/>\nsp\u00e4ter, im September 2021, f\u00e4llt das erste Urteil \u2013 und es sieht<br \/>\nauf den ersten Blick nach einem klaren Sieg f\u00fcr Apple aus. Die<br \/>\nkalifornische Richterin entscheidet in neun von zehn Punkten<br \/>\nzugunsten des iPhone-Herstellers. Weder habe dieser ein illegales Monopol, noch sei die Provision ein unerlaubtes Mittel bei<br \/>\nIn-App-Verk\u00e4ufen. Au\u00dferdem  muss Epic 3,6 Millionen US-Dollar<br \/>\nSchadensersatz an Apple zahlen f\u00fcr das mutwillige Umgehen der<br \/>\nApp-Store-Richtlinien und die dadurch verlorenen Einnahmen.\u00a0\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">In einem Punkt aber<br \/>\ngibt die Richterin dem Spielestudio recht: Apple d\u00fcrfe nicht<br \/>\nunterbinden, dass App-Anbieter innerhalb der App auf andere<br \/>\nBezahlm\u00f6glichkeiten hinweisen. Das schr\u00e4nke die Wahlm\u00f6glichkeiten<br \/>\nder Verbraucherinnen in unzul\u00e4ssiger Weise ein. Sie weist Apple<br \/>\ndeshalb an, die Einschr\u00e4nkungen innerhalb von 90 Tagen aufzuheben.<br \/>\nDie Sache geht in Berufung und wird zweieinhalb Jahre zwischen<br \/>\nUS-Gerichten hin- und hergespielt und schlie\u00dflich im Januar 2024 vom<br \/>\nObersten Gerichtshof abgewiesen, wodurch das urspr\u00fcngliche Urteil<br \/>\naufrechterhalten bleibt.\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Eigentlich sollte<br \/>\nApple seinen App Store nun f\u00fcr externe Links \u00f6ffnen. Das<br \/>\nUnternehmen tut das auch, aber auf, nun ja, kreative Art und Weise.<br \/>\nZwar d\u00fcrfen App-Entwickler ab sofort auf Bezahlungen au\u00dferhalb der<br \/>\nApp verweisen, aber es muss weiterhin eine In-App-Bezahlm\u00f6glichkeit<br \/>\ngeben. Au\u00dferdem f\u00e4llt weiterhin eine Provision an, die zwischen 12<br \/>\nund 27 Prozent liegt, wenn Nutzer auf eine externe Seite geleitet<br \/>\nwerden. Apple <a href=\"https:\/\/9to5mac.com\/2024\/01\/16\/apple-revises-us-app-store-rules-to-let-developers-link-to-outside-payment-methods-but-it-will-still-charge-a-commission\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">verpflichtet<br \/>\nEntwickler<\/a>, \u00fcber solche K\u00e4ufe Buch zu f\u00fchren<br \/>\nund die entsprechenden Provisionen zu \u00fcberweisen. Wer das also<br \/>\nanbietet, muss nicht nur weiterhin einen Teil der Einnahmen an Apple<br \/>\nabtreten, sondern hat auch noch mehr Arbeit.\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Epic Games geht<br \/>\ndaraufhin im April 2024 einmal mehr vor Gericht <a href=\"https:\/\/x.com\/TimSweeneyEpic\/status\/1782967502244343895\" target=\"_blank\">und<br \/>\nwirft Apple vor<\/a>, das bestehende Gerichtsurteil wissentlich zu<br \/>\numgehen. Wieder vergeht ein Jahr.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Inhalt Auf einer Seite lesen Inhalt Seite 1Was die R\u00fcckkehr von &#8222;Fortnite&#8220; f\u00fcr alle anderen Apps bedeutet Seite&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":137009,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[135],"tags":[6844,231,29,5680,3329,30,5553,190,189,194,191,5685,193,192],"class_list":{"0":"post-137008","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-wissenschaft-technik","8":"tag-app","9":"tag-apple","10":"tag-deutschland","11":"tag-digital","12":"tag-fortnite","13":"tag-germany","14":"tag-iphone","15":"tag-science","16":"tag-science-technology","17":"tag-technik","18":"tag-technology","19":"tag-videospiel","20":"tag-wissenschaft","21":"tag-wissenschaft-technik"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114565168707760425","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/137008","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=137008"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/137008\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/137009"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=137008"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=137008"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=137008"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}