{"id":137970,"date":"2025-05-25T07:33:12","date_gmt":"2025-05-25T07:33:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/137970\/"},"modified":"2025-05-25T07:33:12","modified_gmt":"2025-05-25T07:33:12","slug":"grundstein-fuer-hamburger-telemichel-vor-60-jahren-gelegt-ndr-de-geschichte","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/137970\/","title":{"rendered":"Grundstein f\u00fcr Hamburger &#8222;Telemichel&#8220; vor 60 Jahren gelegt | NDR.de &#8211; Geschichte"},"content":{"rendered":"<p>\nStand: 25.05.2025 05:00 Uhr\n<\/p>\n<p class=\"preface\">Der Fernsehturm ist ein Wahrzeichen Hamburgs. Der Grundstein wurde am 25. Mai 1965 gelegt. Seit 2001 ist der Turm geschlossen, doch er soll wieder f\u00fcr die \u00d6ffentlichkeit zug\u00e4nglich gemacht werden. Wann, das ist unklar.<\/p>\n<p class=\"textauthor\">von <a href=\"https:\/\/www.ndr.de\/nachrichten\/aktuell-team\/heikoblock100.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Heiko Block, NDR.de<\/a><\/p>\n<p>Der Hamburger Fernsehturm &#8211; im Volksmund auch &#8222;Telemichel&#8220; genannt &#8211; geh\u00f6rt zu den wichtigsten Wahrzeichen der Stadt. Er wurde von 1965 bis 1968 erbaut und ist nach dem Hamburger Physiker Heinrich Hertz benannt, der Ber\u00fchmtheit mit dem Nachweis elektromagnetischer Wellen erlangte. Die Baukosten des Turms betrugen 57,2 Millionen D-Mark. Der Turm, der unter Denkmalschutz steht, hat heute eine Gesamth\u00f6he von 279,2\u00a0Meter. Es ist das h\u00f6chste Geb\u00e4ude der Stadt. Zudem ist er der sechsth\u00f6chste Fernsehturm Deutschlands. Das Gesamtgewicht betr\u00e4gt 43.000 Tonnen. Der Fernsehturm dient nach wie vor als Tr\u00e4ger von Telekommunikations- und Sendeeinrichtungen von Rundfunk und Fernsehen.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"184\" height=\"104\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/fernsehturm276_v-einspaltig.jpg\" alt=\"Eine Visualisierung von ingenhoven architects zeigt, wie der Eingangsbereich des Hamburger Fernsehturms gestaltet werden k\u00f6nnte. \u00a9 ingenhoven architects \" title=\"Eine Visualisierung von ingenhoven architects zeigt, wie der Eingangsbereich des Hamburger Fernsehturms gestaltet werden k\u00f6nnte.\" style=\"display:none\"\/><\/p>\n<p><b>AUDIO:<\/b> Neues vom Hamburger Fernsehturm (2024) (1 Min)<\/p>\n<p>Seit Januar 2001 geschlossen<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/screenshot354122_v-contentgross.jpg\" class=\"zoomimage\" title=\"Attraktion des Fernsehturms war ein drehbares Restaurant in luftiger H\u00f6he. \u00a9 NDR\"><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/screenshot354122_v-contentgross.jpg\" alt=\"Restaurant-G\u00e4ste auf dem Hamburger Fernsehturm. \u00a9 NDR \" title=\"Restaurant-G\u00e4ste auf dem Hamburger Fernsehturm.\" class=\"responsive\"\/><\/p>\n<p><\/a><br \/>\nAttraktion des Fernsehturms war ein drehbares Restaurant in luftiger H\u00f6he.<\/p>\n<p>Bis zu seiner Schlie\u00dfung am 1. Januar 2001 wegen Asbestbelastung hatten Hamburger und Touristen die M\u00f6glichkeit, mit einem Fahrstuhl hochzufahren. Die Gastronomie-Plattform drehte sich binnen einer Stunde um die eigene Achse. Die untere Aussichtsplattform liegt auf 124 Metern H\u00f6he, die Restaurantplattform mit Platz f\u00fcr 340 G\u00e4ste auf 127 Metern.<\/p>\n<p>In einer H\u00f6he von 204 Metern endet der Stahlbetonteil des Turms. Dar\u00fcber ist der st\u00e4hlerne Gittermast mit der aufmontierten Rundfunk- und Fernseh-Sendeantenne errichtet. Der Mast und die Antenne erreichen zusammen eine L\u00e4nge von 75,2 Metern.<\/p>\n<p>&#8222;Telemichel&#8220; soll wieder f\u00fcr Besucher \u00f6ffnen<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/screenshot354066_v-contentgross.jpg\" class=\"zoomimage\" title=\"Diesen atemberaubenden Blick k\u00f6nnen Hamburger und Touristen wohl bald wieder genie\u00dfen. \u00a9 NDR\"><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/screenshot354066_v-contentgross.jpg\" alt=\"Restaurant-G\u00e4ste auf dem Hamburger Fernsehturm. \u00a9 NDR \" title=\"Restaurant-G\u00e4ste auf dem Hamburger Fernsehturm.\" class=\"responsive\"\/><\/p>\n<p><\/a><br \/>\nDiesen atemberaubenden Blick k\u00f6nnen Hamburger und Touristen wohl bald wieder genie\u00dfen.<\/p>\n<p>Nach der Asbestsanierung fand die Eigent\u00fcmerin Deutsche Funkturm GmbH (DFMG), eine Tochtergesellschaft der Deutschen Telekom, keine neuen Mieter. Mehrmals gab es Versuche, den Turm wieder zu \u00f6ffnen, aber regelm\u00e4\u00dfig scheiterten die Pl\u00e4ne &#8211; vor allem am Denkmalschutz und den hohen Sanierungskosten.<\/p>\n<p>Mit einem Finanzierungskonzept gab es bereits seit November 2016 wieder Hoffnung, dass Hamburger und Touristen den imposanten Blick \u00fcber die D\u00e4cher der Stadt in Zukunft wieder genie\u00dfen k\u00f6nnen. Urspr\u00fcnglich war das Comeback des Wahrzeichens schon f\u00fcr Ende 2023 geplant gewesen &#8211; 55 Jahre nach der Er\u00f6ffnung. Allerdings kam es mehrfach zu Verz\u00f6gerungen. Anfang 2024 wurde die Wiederer\u00f6ffnung auf unbestimmte Zeit verschoben. Im Januar 2025 gab es endlich positive Nachrichten: Bund und Land haben f\u00fcr die Sanierung des Wahrzeichens F\u00f6rdergelder in H\u00f6he von 37 Millionen Euro bewilligt. Inzwischen plant die Deutsche Funkturm GmbH, die Eigent\u00fcmerin des Fernsehturms, den <a href=\"https:\/\/www.ndr.de\/nachrichten\/hamburg\/Plaene-fuer-den-Hamburger-Fernsehturm-kommen-offenbar-voran,fernsehturm278.html\" title=\"Zum Artikel: Pl\u00e4ne f\u00fcr den Hamburger Fernsehturm kommen offenbar voran\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Bauantrag<\/a> Mitte 2025 einzureichen. Erst wenn dieser genehmigt ist, ist mit einem Baustart zu rechnen. Das wird nicht vor 2026 sein. Wann der Turm mit der Aussichtsplattform in 120 Metern H\u00f6he wieder ge\u00f6ffnet sein wird, ist unklar.<\/p>\n<p>Grundsteinlegung f\u00fcr den Fernsehturm am 25. Mai 1965<\/p>\n<p>Erbaut wurde der Turm aus Stahl und Beton durch die Architekten Fritz Trautwein und Rafael Behn. Ihr Entwurf konnte sich in der Endrunde des ausgeschriebenen Architekturwettbewerbs gegen sechs andere Vorschl\u00e4ge durchsetzen. Die Stadtplaner w\u00fcnschten sich ein Turm-Restaurant und eine \u00f6ffentliche Aussichtsplattform. Mit dem Bau wurde im April 1965 begonnen. Die Grundsteinlegung fand am 25. Mai 1965 durch den damaligen Bundespostminister Richard St\u00fccklen statt. Am 23. Juni 1967 wurde Richtfest gefeiert.<\/p>\n<p>Er\u00f6ffnung des &#8222;Telemichels&#8220; am 11. Mai 1968<\/p>\n<p>Die offizielle Er\u00f6ffnung fand am 11. Mai 1968 statt. &#8222;Erdbeertorte 1 Mark, Kaffee f\u00fcr 95 Pfennig &#8211; Kuchen und Kaffee satt&#8220; waren damals bei der feierlichen Einweihung eine der Attraktionen. Unter den Ehreng\u00e4sten war auch B\u00fcrgermeister Herbert Weichmann und seine Frau Elsbeth&#8220;, berichtete das NDR Hamburg Journal 1993 in einem R\u00fcckblick zum <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=C4mbTm4CfxQ\" title=\"Link: 25. Geburtstag Hamburger Fernsehturm\" rel=\"noopener nofollow\" target=\"_blank\">25. Geburtstag des Fernsehturms<\/a>. Die Hamburger fieberten demnach dem Ereignis entgegen: &#8222;Und als sich die Aufzugt\u00fcren das erste Mal \u00f6ffnen, stehen Tausende Schlange, um sich auf die 130 Meter hohe Aussichtsplattform katapultieren zu lassen.&#8220;<\/p>\n<p>Zweites und drittes Programm f\u00fcr noch mehr Familien<\/p>\n<p>Bis in die <a href=\"https:\/\/www.ndr.de\/geschichte\/Die-60er-Jahre,sechzigerjahre158.html\" title=\"Zum Artikel: 60er-Jahre: Sturmflut, Proteste, Vertreibung\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">1960er-Jahre<\/a> war der Bunker am Heiligengeistfeld noch der Schwerpunkt des Fernmeldeverkehrs in Hamburg gewesen. Die zunehmende Zahl an Antennen konnte das Bauwerk jedoch nicht mehr aufnehmen. Die Deutsche Bundespost, die damals f\u00fcr die Ausstrahlung des zweiten und dritten Fernsehprogramms zu sorgen hatte, entschied sich deshalb daf\u00fcr, einen leistungsf\u00e4higen Fernmeldeturm bauen zu lassen. Im November 1968 nahm Bundespostminister Werner Dollinger die Sendeanlagen des neuen Turms in Betrieb. 50.000 Familien mehr als bisher konnten nun das zweite und dritte Fernsehprogramm empfangen.<\/p>\n<p>Der 204 Meter hohe Schaft als kreisrunde Stahlbetonr\u00f6hre hat einen unteren Durchmesser von 16,5 Metern und einem oberen Durchmesser von sechs Metern. Im Kern befindet sich der Aufzugsschacht mit zwei Personenaufz\u00fcgen f\u00fcr je 18 Personen und einem kleineren Betriebsaufzug. Eine Nottreppe mit 1.100 Stufen aus Stahl verbindet den Keller des Bauwerks mit der Dachplattform im 33. Stockwerk. Sie beherbergt einen Kran zur Montage der Antennen.<\/p>\n<p>Umstellung auf digitale \u00dcbertragung<\/p>\n<p>Mit einer Gesamth\u00f6he von 271,5\u00a0Metern war er bei seiner Er\u00f6ffnung nach dem M\u00fcnchener Olympiaturm der zweith\u00f6chste der Bundesrepublik Deutschland. Auf dem 204\u00a0Meter hohen Stahlbetonturm war ein 67,5\u00a0Meter hoher Antennenmast aufgesetzt. Durch den Wechsel der Antennenspitze wuchs das Bauwerk noch um rund acht Meter. Im November 2004 wurden die meisten Analog-TV-Sender im Bereich Hamburg\/L\u00fcbeck abgeschaltet und die TV-Ausstrahlung ab dem 1. M\u00e4rz 2005  komplett auf digitale \u00dcbertragung umgestellt (DVB-T). Dazu wurden im September 2004 die drei rund drei Meter hohen Antennensegmente ausgetauscht.<\/p>\n<p>Turm weiterhin wichtiges Infrastrukturgeb\u00e4ude<\/p>\n<p>Eine der Hauptaufgaben, die Weiterleitung von Fernmeldeverbindungen, wird immer mehr von Lichtwellenleitern sowie Satellitenstrecken \u00fcbernommen, die direkt vom Nutzer abgehen. Trotzdem bleibt der Turm eines der wichtigsten Infrastrukturgeb\u00e4ude, ohne das in Hamburg der Mobilfunkverkehr, das Festnetz, Fernsehen, Polizei- und Zollfunk weitgehend lahmgelegt w\u00e4ren.<\/p>\n<p>Weitere Informationen<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/fernsehturm276_v-contentgross.jpg\" alt=\"Eine Visualisierung von ingenhoven architects zeigt, wie der Eingangsbereich des Hamburger Fernsehturms gestaltet werden k\u00f6nnte. \u00a9 ingenhoven architects \" title=\"Eine Visualisierung von ingenhoven architects zeigt, wie der Eingangsbereich des Hamburger Fernsehturms gestaltet werden k\u00f6nnte.\" class=\"responsive\"\/><\/p>\n<p>\nDer Entwurf f\u00fcr das neue Eingangsgeb\u00e4ude steht. F\u00fcr die Eigent\u00fcmerin DFMG ist damit ein Meilenstein geschafft.<br \/>\n<a title=\"Zum Artikel: Pl\u00e4ne f\u00fcr den Hamburger Fernsehturm kommen offenbar voran\" href=\"https:\/\/www.ndr.de\/nachrichten\/hamburg\/Plaene-fuer-den-Hamburger-Fernsehturm-kommen-offenbar-voran,fernsehturm278.html\" class=\"cta \" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">mehr<\/a>\n<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/wetterbild2747_v-contentgross.jpg\" alt=\"Blick von unten auf die Aussichtsplattformen des Fernsehturms in Hamburg. \u00a9 Renate Ridley Foto: Renate Ridley\" title=\"Blick von unten auf die Aussichtsplattformen des Fernsehturms in Hamburg.\" class=\"responsive\"\/><\/p>\n<p>\nVon 0 auf 124 Meter in nur 25 Sekunden: Besonderes Erlebnis war neben der spektakul\u00e4ren Aussicht die rasante Fahrstuhlfahrt.<br \/>\n<a title=\"Zum Artikel: &quot;Telemichel&quot;: Hamburger erobern 1968 den neuen Fernsehturm\" href=\"https:\/\/www.ndr.de\/geschichte\/chronologie\/Telemichel-Hamburger-erobern-1968-neuen-Fernsehturm,fernsehturm204.html\" class=\"cta \" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">mehr<\/a>\n<\/p>\n<p>Dieses Thema im Programm:<\/p>\n<p>NDR 90,3 |<br \/>\nNDR 90,3 Aktuell |<br \/>\n01.09.2024 | 13:00 Uhr<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/ndr_printlogo.gif\" alt=\"NDR Logo\" title=\"NDR Logo\"\/><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 25.05.2025 05:00 Uhr Der Fernsehturm ist ein Wahrzeichen Hamburgs. 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