{"id":13818,"date":"2025-04-07T19:29:11","date_gmt":"2025-04-07T19:29:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/13818\/"},"modified":"2025-04-07T19:29:11","modified_gmt":"2025-04-07T19:29:11","slug":"bvg-tarifstreit-beendet-fahrer-sollen-20-prozent-mehr-lohn-erhalten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/13818\/","title":{"rendered":"BVG-Tarifstreit beendet \u2013 Fahrer sollen 20 Prozent mehr Lohn erhalten"},"content":{"rendered":"<p class=\"tspCAmw tspCAmx\">Die Schlichtung war erfolgreich. Es wird mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit keine Streiks mehr bei den Berliner Verkehrsbetrieben (BVG) geben. Am Montagabend pr\u00e4sentierten BVG und Verdi einen mit den Schlichtern ausgearbeiteten Einigungsvorschlag. Er sieht deutliche Lohnsteigerungen von 20 Prozent f\u00fcr die Fahrer vor, 15 Prozent im Schnitt f\u00fcr alle 16.600 Besch\u00e4ftigten der BVG. Das ist deutlich mehr als in anderen Tarifkonflikten aktuell. <\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/abo.tagesspiegel.de\/tagesspiegel-app?icid=single-topic_13503091___\" data-gtm-class=\"article-mzt-link\" class=\"tspCGnc\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Die Tagesspiegel-App Aktuelle Nachrichten, Hintergr\u00fcnde und Analysen direkt auf Ihr Smartphone. Dazu die digitale Zeitung. Hier gratis herunterladen.  <\/a><\/p>\n<p class=\"tspCAmw\">\u201eWir haben das Maximale herausgeholt f\u00fcr die Besch\u00e4ftigten\u201c, sagte Verdi-Chefverhandler Jeremy Arndt bei einer kurzfristig angesetzten Pressekonferenz am Montagabend. Bei dieser stellten Arndt, BVG-Vorst\u00e4ndin Jenny Zeller-Grothe und die beiden Schlichter Matthias Platzeck (SPD) und Bodo Ramelow (Linke) den Einigungsvorschlag vor. <\/p>\n<p class=\"tspCAmw\">Dieser muss noch von den Verdi-Mitgliedern und dem Aufsichtsrat der BVG abgesegnet werden. Die Annahme des Vorschlags gilt auch bei Verdi als sicher. Arndt sagte, er werde die Annahme des Vorschlags empfehlen. <\/p>\n<p> Die BVG hat ihre wirtschaftliche Schmerzgrenze \u00fcberschritten <\/p>\n<p class=\"tspCAmw\">Knapp zwei Wochen hatten die beiden Ex-Ministerpr\u00e4sidenten von Brandenburg und Th\u00fcringen versucht, den seit Januar immer mehr eskalierenden Konflikt zu l\u00f6sen. Verdi hatte den Linken-Politiker Ramelow bestimmt, die BVG Platzeck. Das Duo hatte es 2017 geschafft, den Streit zwischen Deutscher Bahn und der Gewerkschaft der Lokf\u00fchrer zu schlichten. <\/p>\n<p class=\"tspAAfh\">Empfohlener redaktioneller Inhalt<\/p>\n<p> An dieser Stelle finden Sie einen von unseren Redakteuren ausgew\u00e4hlten, externen Inhalt, der den Artikel f\u00fcr Sie mit zus\u00e4tzlichen Informationen anreichert. 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Aktuell liegt Berlin auf dem letzten Platz. <\/p>\n<p class=\"tspCAmw\">Die BVG ist Verdi weiter entgegengekommen als urspr\u00fcnglich beabsichtigt. Die wirtschaftliche Schmerzgrenze wurde \u00fcberschritten. BVG-Verhandlungsf\u00fchrerin Jenny Zeller-Grothe sagte, dass die BVG anstrebe, die finanzielle Belastung ohne Einschr\u00e4nkungen f\u00fcr den Fahrgast zu stemmen. <\/p>\n<p class=\"tspCAmw\">Genau diese Einschr\u00e4nkungen, vor allem im Busbetrieb, hatte die BVG in den letzten Wochen zunehmend offensiv in Aussicht gestellt. Wie die BVG die 140 Millionen Euro zus\u00e4tzlich pro Jahr stemmen will, ist offen. Das Land Berlin hat keine Zusagen gemacht. Dennoch sagte Zeller-Grothe am Abend: \u201eHeute ist ein guter Tag.\u201c <\/p>\n<p> Besch\u00e4ftigte erhalten mehr Lohn und h\u00f6here Zulagen <\/p>\n<p class=\"tspCAmw\">Alle BVG-Besch\u00e4ftigten sollen ab dem 1. Juni 380 Euro mehr Lohn erhalten und ab 1. Juni 2026 nochmal 50 Euro mehr, also in der Summe 430 Euro. F\u00fcr das erste Halbjahr gibt es pauschal 1500 Euro. Verdi hatte im Januar 750 Euro mehr pro Monat gefordert. Diese hohe Forderung hatte die BVG als unfinanzierbar bezeichnet. <\/p>\n<p class=\"tspCAmw\">Deutlich st\u00e4rker noch sollen in den kommenden beiden Jahren der Laufzeit die Zulagen steigen, von denen vor allem die Fahrer profitieren (die H\u00e4lfte aller Besch\u00e4ftigten). Die Schichtzulage soll ab dem 1. Juni 2025 von 75 Euro auf 130 Euro im Monat steigen. Die Wechselschichtzulage soll von 130 Euro auf 225 Euro steigen, die Fahrdienstzulage von 100 Euro auf 225 bzw. 255 Euro.<\/p>\n<p class=\"tspCAmw\">In der Schlichtung wurde vereinbart, dass die Tarifparteien in einem n\u00e4chsten Schritt die Arbeitszeit flexibilisieren wollen. Ziel sei eine 35-Stunden-Woche an vier Tagen. Fahrer sollen aber weitgehend selbst bestimmen, wie viel sie arbeiten wollen und wie. Schon vor Jahren hatte der BVG-Vorstand angek\u00fcndigt, dass eine Vier-Tage-Woche n\u00f6tig sei, um Fahrer zu gewinnen. Bundesweit ist der Personalmangel so gro\u00df, dass sich die Unternehmen gegenseitig die Leute abwerben. <\/p>\n<p class=\"tspCAmw\">Seit Mitte Januar hatte es f\u00fcnf Warnstreiks gegeben, von ein bis zwei Tagen Dauer. W\u00e4hrend der Schlichtung galt eine Friedenspflicht. Am Donnerstag wollen beide Seiten den Schlichtervorschlag in einen Tarifvertrag umformulieren. <\/p>\n<p> Mehr zum Thema: <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/berlin\/bin-zufrieden-wenn-ich-nur-den-mittelfinger-gezeigt-krieg-so-stehen-berliner-busfahrer-zu-einem-weiteren-bvg-streik-13491898.html?icid=topic-list_13503091___\" data-gtm-class=\"article-mzt-link\" class=\"tspCGnc\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">\u201eBin zufrieden, wenn ich nur den Mittelfinger gezeigt krieg\u201c So stehen Berliner Busfahrer zu einem weiteren BVG-Streik <\/a><a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/berlin\/die-woche-der-entscheidung-im-bvg-tarifstreit-die-plus-1000-euro-illusion-13497079.html?icid=topic-list_13503091___\" data-gtm-class=\"article-mzt-link\" class=\"tspCGnc\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Entscheidende Woche im BVG-Tarifstreit 1000 Euro mehr sind eine Illusion <\/a><a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/berlin\/verbietet-das-privatauto-eine-radikal-vernunftige-idee-fur-berlin-und-brandenburg-13466395.html?icid=topic-list_13503091___\" data-gtm-class=\"article-mzt-link\" class=\"tspCGnc\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Verbietet das Privatauto! Eine radikal vern\u00fcnftige Idee f\u00fcr Berlin (und Brandenburg) <\/a><\/p>\n<p class=\"tspCAmw\">Bis zum Mittag sah es noch nach einem Scheitern der Verhandlungen aus, dann h\u00e4tten unbefristete Streiks im Berliner Nahverkehr gedroht. Dazu hatten sich 95 Prozent der Verdi-Mitglieder am vergangenen Freitag in einer Urabstimmung bereit erkl\u00e4rt. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die Schlichtung war erfolgreich. 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