{"id":138197,"date":"2025-05-25T09:42:10","date_gmt":"2025-05-25T09:42:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/138197\/"},"modified":"2025-05-25T09:42:10","modified_gmt":"2025-05-25T09:42:10","slug":"fuenfter-jahrestag-tod-von-george-floyd-was-von-black-lives-matter-uebrig-blieb","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/138197\/","title":{"rendered":"F\u00fcnfter Jahrestag Tod von George Floyd: Was von &#8222;Black Lives Matter&#8220; \u00fcbrig blieb"},"content":{"rendered":"<p class=\"metatextline\">Stand: 25.05.2025 10:49 Uhr<\/p>\n<p class=\"textabsatz columns twelve  m-ten  m-offset-one l-eight l-offset-two\">\n        <strong>F\u00fcnf Jahre nach dem Tod von George Floyd ist in den USA von der einstige Massenbewegung &#8222;Black Lives Matter&#8220; kaum was \u00fcbrig. Unter US-Pr\u00e4sident Trump hat sich die Stimmung ge\u00e4ndert, das Thema rassistische Polizeigewalt verblasst.<\/strong>\n    <\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nAm 25. Mai 2020 starb George Floyd an den Folgen eines brutalen Polizeieinsatzes in der Stadt Minneapolis. Weil ihn der Mitarbeiter eines Gesch\u00e4fts beschuldigte, mit einem gef\u00e4lschten Geldschein bezahlt zu haben, nahm die Polizei den 46-J\u00e4hrigen Afroamerikaner in Gewahrsam. Er starb, nachdem ihm der wei\u00dfe Polizist Derek Chauvin rund neun Minuten lang das Knie in den Nacken dr\u00fcckte, w\u00e4hrend Floyd wiederholt klagte, er bekomme keine Luft mehr. Immer wieder rief Floyd: &#8222;I can&#8217;t breathe!&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDie Tat machte die US-Protestbewegung &#8222;Black Lives Matter&#8220; (Das Leben von Schwarzen z\u00e4hlt) weltweit bekannt. In den USA, aber auch in anderen L\u00e4ndern, wurde gegen Rassismus und Polizeigewalt demonstriert. F\u00fcnf Jahre sp\u00e4ter ist von den Protesten und der Bewegung jedoch wenig \u00fcbrig geblieben.<\/p>\n<p>    Nur in Minneapolis wird an die Tat erinnert<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDie <a href=\"https:\/\/blacklivesmatter.com\/\" title=\"Website von Black Lives Matters\" class=\"textlink--extern js-link-dialog\" rel=\"noopener noreferrer\" target=\"_blank\" data-type=\"external\">Website der Organisation<\/a> gibt es zwar noch, doch stammt das letzte \u00f6ffentliche Statement von Dezember. Zum f\u00fcnften Jahrestags der T\u00f6tung von George Floyd scheint nichts geplant zu sein. Der Slogan &#8222;Black Lives Matter&#8220;, der nach der Tat \u00fcberall in den USA zu lesen war &#8211; auf Schildern, auf T-Shirts, in Vorg\u00e4rten &#8211; ist weitgehend verschwunden.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nNur in Minneapolis selbst wird mit einer Reihe von Veranstaltungen, Konzerten und Gottesdiensten an George Floyd erinnert. F\u00fcr die allermeisten Amerikaner jedoch ist dieser 25. Mai einfach ein Sonntag an einem langen Wochenende &#8211; am arbeitsfreien Memorial Day am Montag wird der Kriegstoten gedacht.<\/p>\n<p class=\"absatzbild__info__text\">\n                        An George Floyd erinnern am f\u00fcnften Jahrestag seines gewaltsamen Todes in den USA noch viele Wandgem\u00e4lde, wie hier Minneapolis, Minnesota.\n                    <\/p>\n<p>    &#8222;Black Lives Matter&#8220; hat &#8222;sehr wenig erreicht&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nEs sei &#8222;sehr einfach, ein T-Shirt mit der Aufschrift zu tragen und den Slogan zu rufen&#8220;, sagt der Historiker Yohuru Williams von der Universit\u00e4t St. Thomas im US-Bundesstaat Minnesota. Die Bewegung habe aber &#8222;sehr wenig erreicht&#8220;, bilanziert der Autor, der selbst eine Initiative gegen Rassismus gegr\u00fcndet hat.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nIn den ersten Wochen gab es Bem\u00fchungen, bestimmte Polizeihandlungen wie den W\u00fcrgegriff oder das Dr\u00fccken des Knies in den Nacken, wie bei George Floyd geschehen, zu verbieten. F\u00fcr die Bundespolizei, in einigen <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/usa-proteste-tote-105.html\" title=\"Nach Tod von George Floyd: Minnesota untersucht eigene Polizei\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Bundesstaaten<\/a> sowie in <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/georgefloyd-polizei-usa-101.html\" title=\"Minneapolis verbietet Polizei-W\u00fcrgegriffe\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Minneapolis<\/a> ist das auch durchgesetzt worden. Auch die Ausbildung der Polizisten ist angepasst worden.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nAu\u00dferdem werden in Minneapolis gelegentlich Sozialarbeiter statt Polizisten zu einem Einsatz geschickt, wenn es vor allem um Deeskalation geht &#8211; also darum, einen Streit zu schlichten.<\/p>\n<p>    Gegenwind von der Trump-Regierung<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nAber die Trump-Regierung hat weitere Ermittlungen zu der grunds\u00e4tzlichen Frage, ob es an Polizeidirektionen landesweit ein Gewalt &#8211; und Rassismus-Problem gibt, einstellen lassen. Das sei zu teuer und man wolle sich von Bundesebene aus da nicht einmischen, so die Begr\u00fcndung.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nMedaria Arradondo f\u00fcrchtet &#8222;ernsthafte Konsequenzen&#8220; durch die auf Eis gelegte nationale Polizeireform. Er war der erste schwarze Polizeichef in Minneapolis, als Floyd starb. Lediglich einige Bundesstaaten und Kommunen h\u00e4tten Programme eingef\u00fchrt, damit Polizisten bei Eins\u00e4tzen nicht mehr so schnell ihre Waffe ziehen und auf physische Gewalt gegen Verd\u00e4chtige verzichten. &#8222;Ich hoffe und bete, dass wir als Nation nicht in die n\u00e4chste Krise schlafwandeln&#8220;, sagt Arradondo.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDie Forderungen von 2020 h\u00e4tten sich &#8222;nicht in ausreichendem politischen Mut niedergeschlagen&#8220;, sagt auch Phillip Solomon, Professor f\u00fcr afroamerikanische Studien an der Yale-Universit\u00e4t nord\u00f6stlich von New York. Ein nach George Floyd benannter Gesetzentwurf f\u00fcr eine Polizeireform sei unter Pr\u00e4sident Joe Biden im Kongress gescheitert. Unter Trump sei die Protestbewegung nun scharfem Gegenwind ausgesetzt, sagt Solomon.<\/p>\n<p>    Wird Polizist Chauvin gar begnadigt?<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDerek Chauvin, der Polizist, der Floyd sein Knie in den Nacken dr\u00fcckte, wurde im Juni 2021 <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/chauvin-haftstrafe-floyd-prozess-101.html\" title=\"George-Floyd-Prozess: Ex-Polizist Chauvin muss 22,5 Jahre ins Gef\u00e4ngnis\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">zu 22 Jahren und sechs Monaten Haft verurteilt<\/a>. Trump-Anh\u00e4nger, wie etwa der einflussreiche ultrarechte Kommentator Ben Shapiro, fordern jedoch die Begnadigung Chauvins. Auch Tech-Milliard\u00e4r und Pr\u00e4sidentenberater Elon Musk sagte, dar\u00fcber m\u00fcsse nachgedacht werden. Als Trump neulich selbst nach Chauvin befragt wurde, behauptete er lediglich, er kenne den Fall nicht.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nZu &#8222;Black Lives Matter&#8220; hat sich Trump schon l\u00e4nger nicht mehr \u00f6ffentlich ge\u00e4u\u00dfert. Vor f\u00fcnf Jahren warf er den Demonstranten noch vor, &#8222;Hass&#8220; zu s\u00e4en und ihrer eigenen Sache zu schaden, weil es bei Protesten gegen Polizeigewalt Tote gab.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDoch erst Mitte dieser Woche k\u00fcndigte das Justizministerium an, Ermittlungen gegen eine Reihe von Polizisten wegen rassistisch motivierter Gewalt einzustellen. Unter dem Demokraten Biden sei den Vollzugskr\u00e4ften f\u00e4lschlicherweise eine &#8222;vors\u00e4tzliche Diskriminierung&#8220; von Schwarzen unterstellt worden, hie\u00df es zur Begr\u00fcndung. Anw\u00e4lte get\u00f6teter Schwarzer sprechen von einer &#8222;Ohrfeige&#8220; f\u00fcr Floyds Familie und andere Opfer von Polizeigewalt.<\/p>\n<p class=\"absatzbild__info__text\">\n                        Der Schriftzug &#8222;Black Lives Matter&#8220; in Washington wurde mittlerweile auf Anordnung der B\u00fcrgermeisterin \u00fcbermalt. An anderen Orten in den USA ist das Gedenken noch sichtbar.\n                    <\/p>\n<p>    Kunstwerk &#8222;Black Lives Matter Plaza&#8220; wurde \u00fcbermalt<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nMit am auff\u00e4lligsten war die &#8222;Black Lives Matter&#8220;-Bewegung in Washington in Erscheinung getreten: Ein riesiger gelber &#8222;Black Lives Matter&#8220;-Schriftzug schm\u00fcckte eine Stra\u00dfe nahe dem Wei\u00dfen Haus. Nach Trumps erneutem Amtsantritt in diesem Jahr lie\u00df die schwarze B\u00fcrgermeisterin von Washington, Muriel Bowser, den Schriftzug entfernen. Das Pr\u00e4sidentenlager hatte ihr andernfalls mit dem Entzug von Zusch\u00fcssen gedroht.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDer Schriftzug habe &#8222;Millionen Menschen inspiriert und unserer Stadt durch eine schmerzhafte Zeit geholfen&#8220;, sagte sie. Eine der an der &#8222;Black Lives Matter Plaza&#8220; beteiligte K\u00fcnstlerin, Keyonna Jones, \u00e4u\u00dfert Verst\u00e4ndnis f\u00fcr Bowsers Vorgehen. Die Entfernung des Schriftzugs mindere nicht dessen historische Bedeutung, sagt sie: &#8222;Zu sehen, wie die Schrift damals innerhalb von 24 Stunden auf der ganzen Welt reproduziert wurde, zeugt f\u00fcr mich wirklich von der Macht der Kunst, und deshalb ist das mein liebster Teil der ganzen Erfahrung.&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDie &#8222;Black Lives Matter Plaza&#8220; in Washington ist zwar \u00fcbermalt. Doch laut der Datenbank <a href=\"https:\/\/georgefloydstreetart.omeka.net\/\" title=\"Black Lives Matters auf Urban Art Mapping\" class=\"textlink--extern js-link-dialog\" rel=\"noopener noreferrer\" target=\"_blank\" data-type=\"external\">Urban Art Mapping<\/a>, einem Verzeichnis \u00f6ffentlicher Streetart, gibt es allein in den USA noch mehr als 500 Wandgem\u00e4lde und Kunstaktionen, die an den Tod von George Floyd erinnern.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Mit Informationen von Julia Kastein, ARD-Studio Washington<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 25.05.2025 10:49 Uhr F\u00fcnf Jahre nach dem Tod von George Floyd ist in den USA von der&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":138198,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[5],"tags":[331,332,50404,3364,29,50403,30,13,14,15,12,64],"class_list":{"0":"post-138197","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-nachrichten","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-black-lives-matter","11":"tag-de","12":"tag-deutschland","13":"tag-george-floyd","14":"tag-germany","15":"tag-headlines","16":"tag-nachrichten","17":"tag-news","18":"tag-schlagzeilen","19":"tag-usa"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114567822911302503","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/138197","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=138197"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/138197\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/138198"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=138197"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=138197"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=138197"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}