{"id":138937,"date":"2025-05-25T16:20:09","date_gmt":"2025-05-25T16:20:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/138937\/"},"modified":"2025-05-25T16:20:09","modified_gmt":"2025-05-25T16:20:09","slug":"us-praesident-trump-macht-sein-amt-zu-geld-politik","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/138937\/","title":{"rendered":"US-Pr\u00e4sident Trump macht sein Amt zu Geld &#8211; Politik"},"content":{"rendered":"<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1ylqqlw\">Das mehr als 300 000 Dollar teure Abendessen mit <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/Donald_Trump\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Donald Trump<\/a> hatte sich Nicholas Pinto anders vorgestellt. Auf einem Teller mit goldenem Trump-Logo lagen ein winziges Filet mignon und etwas gebratener Heilbutt neben vier verkochten Karotten, zwei Zucchini-St\u00fccken und einer Kugel Kartoffelp\u00fcree. Appetitlich wirkte es nicht auf den Bildern, die Teilnehmer in den sozialen Medien ver\u00f6ffentlichten. Pinto nannte es \u201edas schlechteste Essen, das ich je auf einem Trump-Golfplatz hatte\u201c.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1ylqqlw\">Der 25 Jahre alte Influencer war einer von 220 G\u00e4sten Trumps bei einem Dinner auf dem Golfplatz des Pr\u00e4sidenten am vergangenen Donnerstag. Zu dem Anwesen am Potomac-Fluss unweit von Washington fuhr Pinto mit seinem Lamborghini Urus. Die Einladung wurde zum Symbol f\u00fcr die problematische Vermischung von Amt und Gesch\u00e4ft.<\/p>\n<p>Hunderttausende Kleinanleger verloren viel Geld mit Trumps Meme-Coin<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1ylqqlw\">Auf die G\u00e4steliste f\u00fcr den Anlass vom vergangenen Donnerstag setzte der US-Pr\u00e4sident jene Personen, die am meisten digitale M\u00fcnzen mit dem Namen $Trump gekauft hatten. $Trump geh\u00f6rt zu einer hochspekulativen Gattung von <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/Kryptow%C3%A4hrungen\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Kryptow\u00e4hrungen<\/a>, den Meme-Coins, vermarktet als Sammlerobjekt ohne irgendwelchen realen Gegenwert.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1ylqqlw\">Trump hatte sein Meme-Coin kurz vor seiner zweiten Amtseinf\u00fchrung lanciert. Innerhalb weniger Stunden explodierte der Marktwert auf 27 Milliarden Dollar, um danach gleich wieder abzust\u00fcrzen. Einige wenige verdienten damit eine Menge Geld, die Verlierer waren Hunderttausende Kleinanleger. Der Wert der $Trump-Coins stieg noch einmal deutlich an, als die Herausgeberin im April verk\u00fcndete, die 220 gr\u00f6\u00dften Investoren w\u00fcrden zu einem Gala-Dinner mit dem Republikaner eingeladen. Den 25 Bestplatzierten winkte demnach \u201eein ultra-exklusiver privater VIP-Empfang beim Pr\u00e4sidenten\u201c.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1ylqqlw\">Eine Einladung zur Korruption sei das, wandten Kritiker ein. Am Donnerstag demonstrierten vor dem Anwesen auch etwa 100 Personen mit Protestschildern. Donald Trump profitiert direkt davon, wenn der Kurs seines Meme-Coins steigt. Herausgeberin ist eine Firma namens \u201eFight Fight Fight LLC\u201c, die zum Firmenimperium des Pr\u00e4sidenten geh\u00f6rt; sie h\u00e4lt 80 Prozent der Coins. \u00dcberdies sp\u00fclt jede Transaktion Geb\u00fchren in die Kassen der Trumps. Mehr als 300 Millionen Dollar waren es Sch\u00e4tzungen zufolge bereits.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1ylqqlw\">Die Mehrheit der G\u00e4ste am Gala-Dinner vom Donnerstag hatten ihre digitalen Brieftaschen auf Handelspl\u00e4tzen au\u00dferhalb der <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/USA\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">USA<\/a> eingerichtet. Das verdeutlicht die Sorge von Kritikern, dass Geldgeber aus dem <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/Ausland\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Ausland<\/a> versuchen k\u00f6nnten, sich die Gunst des m\u00e4chtigsten Politikers der Welt zu kaufen. Seine Sprecherin wies jeden Verdacht weit von sich. \u201eDer Pr\u00e4sident h\u00e4lt sich an alle Gesetze \u00fcber Interessenkonflikte, die auf den Pr\u00e4sidenten anwendbar sind\u201c, sagte Karoline Leavitt. Trump selbst hat allerdings l\u00e4ngst klargemacht, dass er in seiner Lesart keinen Einschr\u00e4nkungen unterworfen ist. Im Zweifelsfall k\u00f6nnte er sich immer noch darauf berufen, dass der Supreme Court dem Pr\u00e4sidenten eine weitreichende Immunit\u00e4t vor Strafverfolgung erteilt hat.<\/p>\n<p>Auch die anderen Mitglieder der Trump-Familie machen Krypto-Gesch\u00e4fte<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1ylqqlw\">Zudem haben Trump und seine Familie eine ganze Serie von \u00e4hnlichen Gesch\u00e4ften lanciert. Melania Trump lancierte ihr eigenes Meme-Coin, mit dem einige Insider Hunderte Millionen Dollar verdienten, bevor der Wert abst\u00fcrzte, wie die Financial Times aufdeckte. Trump und seine S\u00f6hne haben einen Krypto-Handelsplatz mit dem Namen \u201eWorld Liberty Financial\u201c gegr\u00fcndet, zusammen mit der Familie des Nahost-Sonderbeauftragten Steve Witkoff. Eine staatliche Investitionsgesellschaft von Abu Dhabi hat dort zwei Milliarden Dollar investiert.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1ylqqlw\">Trump hat die Gesch\u00e4fte seines Familienunternehmens \u201eThe Trump Organization, Inc.\u201c zwar an seine S\u00f6hne \u00fcbergeben, ebenso die F\u00fchrung jener Firmen, die das Gesch\u00e4ft mit Medien und Kryptow\u00e4hrungen f\u00fchren. Doch beteiligt ist der Vater immer noch, als Pr\u00e4sident kann er die Ertragskraft s\u00e4mtlicher Zweige des Imperiums direkt beeinflussen. Er hat angek\u00fcndigt, dass die Vereinigten Staaten eine Kryptow\u00e4hrungs-Reserve anlegen w\u00fcrden, was die Kurse in die H\u00f6he schnellen lie\u00df. Er nimmt Einfluss auf ein Kryptogesetz, das die Republikaner im Kongress einbrachten. Schon im Wahlkampf hatte er versprochen, Kryptogesch\u00e4fte weniger genau unter die Lupe zu nehmen, um der Industrie freie Hand zu lassen. Nach seinem Amtsantritt schw\u00e4chte er die daf\u00fcr zust\u00e4ndige B\u00f6rsenaufsicht SEC.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1ylqqlw\">An dem Dinner auf dem Trump-Golfplatz bei Washington nahm auch Justin Sun teil, ein Kryptomilliard\u00e4r chinesischer Herkunft, der 2023 von der SEC des Betrugs beschuldigt wurde. Die Ermittlungen wurden inzwischen eingestellt. Sun, im Kreis der 25 Investoren mit einer VIP-Behandlung, dokumentierte den Anlass auf der Plattform X.<\/p>\n<p>Plattform XDie SZ-Redaktion hat diesen Artikel mit einem Inhalt von X Corp. angereichert<\/p>\n<p class=\"css-kxe210\">Um Ihre Daten zu sch\u00fctzen, wurde er nicht ohne Ihre Zustimmung geladen.<\/p>\n<p>Inhalt jetzt laden<\/p>\n<p class=\"css-orh8zx\">Ich bin damit einverstanden, dass mir Inhalte von X Corp. angezeigt werden. Damit werden personenbezogene Daten an den Betreiber des Portals zur Nutzungsanalyse \u00fcbermittelt. Mehr Informationen und eine Widerrufsm\u00f6glichkeit finden Sie unter\u00a0<a href=\"https:\/\/datenschutz.sueddeutsche.de\/sz\" class=\"css-lqefuc\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">sz.de\/datenschutz<\/a>.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1ylqqlw\">Unter anderem schoss er ein Selfie von sich vor dem Rednerpult, an dem Trump sp\u00e4ter eine kurze Ansprache halten sollte, bei der er der Krypto-Industrie eine glorreiche Zukunft prophezeite. Das Pult trug das Siegel des Pr\u00e4sidenten, obwohl das Wei\u00dfe Haus geltend machte, Trump besuche den Anlass in seiner Freizeit.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1ylqqlw\">\u201eDie amerikanische \u00d6ffentlichkeit h\u00e4lt es f\u00fcr absurd, dass irgendjemand diesem Pr\u00e4sidenten unterstellen k\u00f6nnte, dass er von der Pr\u00e4sidentschaft profitiert\u201c, sagte Trumps Sprecherin Karoline Leavitt. \u201eDieser Pr\u00e4sident war schon unglaublich erfolgreich, bevor er alles aufgab, um unserem Land \u00f6ffentlich zu dienen.\u201c<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1ylqqlw\">Sie unterschlug dabei, dass der 47. Pr\u00e4sident der Vereinigten Staaten der erste ist, der als verurteilter Verbrecher in sein Amt gew\u00e4hlt wurde. Ihm drohten Strafzahlungen von Hunderten Millionen Dollar an den Staat New York, weil ihn die dortige Justizministerin Letitia James wegen diverser Immobiliengesch\u00e4fte vor Gericht stellte. Es war bereits die Rede davon, er m\u00fcsste einige seiner T\u00fcrme verkaufen. Mit der Wahl ist Trump alle Kriminalprozesse losgeworden. Inzwischen hat sein Justizministerium ein Strafverfahren gegen Letitia James eingeleitet.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1ylqqlw\">Das Verm\u00f6gen des Pr\u00e4sidenten \u00fcbersteigt laut der j\u00fcngsten Sch\u00e4tzung der Wirtschaftspublikation Forbes inzwischen f\u00fcnf Milliarden Dollar. Das liegt mehr als eine Milliarde Dollar \u00fcber dem Wert des Vorjahrs. \u201eEs macht sich bezahlt, K\u00f6nig zu sein\u201c, bemerkte Forbes dazu.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Das mehr als 300 000 Dollar teure Abendessen mit Donald Trump hatte sich Nicholas Pinto anders vorgestellt. 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