{"id":139241,"date":"2025-05-25T19:06:17","date_gmt":"2025-05-25T19:06:17","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/139241\/"},"modified":"2025-05-25T19:06:17","modified_gmt":"2025-05-25T19:06:17","slug":"sperre-gegen-spitzenathleten-hiller-erst-ard-recherchen-machen-dopingsperre-fuer-kanu-weltmeister-publik","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/139241\/","title":{"rendered":"Sperre gegen Spitzenathleten Hiller: Erst ARD-Recherchen machen Dopingsperre f\u00fcr Kanu-Weltmeister publik"},"content":{"rendered":"<p class=\"metatextline\">Stand: 25.05.2025 19:21 Uhr<\/p>\n<p class=\"textabsatz columns twelve  m-ten  m-offset-one l-eight l-offset-two\">\n        <strong>Einer der f\u00fchrenden deutschen Kanuten wurde heimlich f\u00fcr vier Jahre wegen Dopings gesperrt, nachdem er positiv auf drei verschiedene Anabolika getestet worden war, wie die ARD-Dopingredaktion exklusiv erfuhr.<\/strong>\n    <\/p>\n<p>Von Hajo Seppelt, Lea L\u00f6ffler, Nick Butler, J\u00f6rg Winterfeldt\n                        <\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nMartin Hiller, einer der besten Kanuten Deutschlands und Bronzemedaillengewinner bei der Weltmeisterschaft im vergangenen Jahr, fehlt seit Beginn der neuen Saison stillschweigend im Kader der Nationalmannschaft. Der Vorgang wurde nicht \u00f6ffentlich gemacht, obwohl der 25-J\u00e4hrige im Februar rechtskr\u00e4ftig wegen Dopings in einem schweren Fall f\u00fcr vier Jahre gesperrt wurde.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nEs ist der erste Name eines \u00fcberf\u00fchrten Dopers, der durch Recherchen der ARD aus einer anzunehmenden Gesamtzahl von bis zu 130 bisher anonym gehaltenen Betr\u00fcgern \u00f6ffentlich wird. Sie alle wurden seit M\u00e4rz 2020 von der Nationalen Anti-Doping-Agentur (NADA) wegen Dopings verurteilt, ihre Namen aber aus Datenschutzgr\u00fcnden nicht publiziert.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nHiller war 2022 Weltmeister und Europameister und belegte im August vergangenen Jahres bei den Weltmeisterschaften in Samarkand, Usbekistan, gewann Bronze im K2 \u00fcber 1000 Meter. Doch nur wenige Wochen sp\u00e4ter wurde der Potsdamer Sportler bei einer Dopingkontrolle au\u00dferhalb des Wettkampfs im Oktober positiv getestet. Eine weitere Kontrolle im folgenden Monat fiel erneut positiv aus.<\/p>\n<p>    Vierj\u00e4hrige Sperre akzeptiert<\/p>\n<p class=\"textabsatz--contains-image  m-six l-five textabsatz columns twelve\">\nHiller legte Anfang 2025 keine Berufung gegen die endg\u00fcltige Entscheidung der NADA ein. Er akzeptierte die vierj\u00e4hrige Sperre, und am 14. Februar war der gesamte Fall abgeschlossen.<\/p>\n<p class=\"absatzbild__info__text\">\n                        Kanute Martin Hiller, fr\u00fcheren Welt- und Europameister\n                    <\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\n&#8222;Es sind drei anabole Wirkstoffe gefunden worden, was f\u00fcr uns in der Bewertung des Falles dazu f\u00fchrte, dass wir sogenannte erschwerende Umst\u00e4nde festgestellt haben, sodass wir bei einer Gesamtstrafe oder Gesamtsanktionierung von vier Jahren sind&#8220;, best\u00e4tigte der NADA-Vorstandsvorsitzende Lars Mortsiefer auf Anfrage der ARD-Sportschau. Die positiven Befunde wiesen die Steroide Methandrostenolon und Methandienon nach \u2013 ein verbreitetes hochwirksames Dopingmittel \u2013 sowie Ostarin, ein eher neuartiges Produkt mit \u00e4hnlicher Wirkung und muskelaufbauenden Eigenschaften.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nNach Informationen der Sportschau hat die Staatsanwaltschaft Potsdam strafechtliche Ermittlungen durchgef\u00fchrt. Sie hat vor wenigen Tagen unter dem Aktenzeichen 426 JS 46545\/24 einen Strafbefehl gegen Hiller wegen Versto\u00dfes gegen das Anti-Doping-Gesetz in H\u00f6he von 30 Tagess\u00e4tzen a 70 Euro beantragt. Hiller war kurzfristig f\u00fcr eine Stellungnahme nicht erreichbar.<\/p>\n<p>    &#8222;Wir gehen davon aus, dass die NADA ver\u00f6ffentlicht&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDer Sportdirektor des Deutschen Kanu-Verbandes, Jens Kahl, best\u00e4tigte den Fall auf Anfrage w\u00e4hrend des Weltcups am Wochenende in Posen und f\u00fcgte hinzu: &#8222;Wir gehen davon aus, dass die NADA solche Dinge dann ver\u00f6ffentlicht.\u201c Hillers Klub, der KC Potsdam, hat das Profil des Dopings\u00fcnders offenbar klammheimlich von seiner Webseite aus einer Biografien-\u00dcbersicht der Athleten gel\u00f6scht.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDie NADA teilte mit, dass sie die zust\u00e4ndigen Institutionen \u00fcber den Fall informiert habe, darunter die Welt-Anti-Doping-Agentur und &#8222;die relevanten nationalen und internationalen Sportverb\u00e4nde\u201c. Sie selbst h\u00e4tte den Dopingfall vermutlich erst im Sommer 2025 in ihrem Bericht ver\u00f6ffentlicht \u2013 als reine Zahl in der Statistik und als namenlose Zeile in einer \u00dcbersicht. Bislang war jedoch nichts davon an die \u00d6ffentlichkeit gelangt \u2013 was im Widerspruch zu den oft als Grundpfeiler der Dopingbek\u00e4mpfung genannten Prinzipien der Transparenz und Abschreckung steht.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nWie weit die Geheimhaltung geht, wurde in diesem Fall auch deutlich, als Sportschau-Rechercheure die deutsche Mannschaft beim Weltcup in Posen befragten. &#8222;\u00c4h, ja, genau, Martin Hiller ist nicht da, dass, \u00e4h, was soll ich sagen, ich sage jetzt nichts, ja\u201c, sagte der Kanute Anton Winkelmann. Andere sagten nur, dass sie glaubten, er habe seine Karriere beendet.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 25.05.2025 19:21 Uhr Einer der f\u00fchrenden deutschen Kanuten wurde heimlich f\u00fcr vier Jahre wegen Dopings gesperrt, nachdem&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":139242,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[5],"tags":[39682,331,332,3364,29,5392,30,13,14,50695,15,12],"class_list":{"0":"post-139241","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-nachrichten","8":"tag-kanu","9":"tag-aktuelle-nachrichten","10":"tag-aktuelle-news","11":"tag-de","12":"tag-deutschland","13":"tag-doping","14":"tag-germany","15":"tag-headlines","16":"tag-nachrichten","17":"tag-nada","18":"tag-news","19":"tag-schlagzeilen"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114570040875693276","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/139241","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=139241"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/139241\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/139242"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=139241"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=139241"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=139241"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}