{"id":139289,"date":"2025-05-25T19:32:14","date_gmt":"2025-05-25T19:32:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/139289\/"},"modified":"2025-05-25T19:32:14","modified_gmt":"2025-05-25T19:32:14","slug":"diese-koelner-traditionsgeschaefte-sind-geschlossen-aber-unvergessen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/139289\/","title":{"rendered":"Diese K\u00f6lner Traditionsgesch\u00e4fte sind geschlossen, aber unvergessen"},"content":{"rendered":"<p>Jeans Palast, geschlossen 2016 nach 38 Jahren<img decoding=\"async\" width=\"3587\" height=\"2394\" alt=\"Der Jeans Palast in der Schildergasse\" loading=\"lazy\" onerror=\"this.setAttribute('data-error', 1)\" class=\"current-image dm-figure__image dm-figure__image--undefined undefined\" data-nuxt-pic=\"\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/85932c72-e789-4bcb-919c-ea0543293d47.jpeg\"  \/><\/p>\n<p class=\"dm-figure__subline\" data-v-72e429ff=\"\">Der Jeans Palast in der Schildergasse<\/p>\n<p class=\"dm-figure__copyright\" data-v-72e429ff=\"\">Copyright: Uwe Weiser<\/p>\n<p class=\"dm-paragraph my-8 dm-article-content-width\" index=\"2\" should-collapse-on-mobile=\"true\" has-padding=\"\" data-v-586984a4=\"\">F\u00fcr Generationen von jungen K\u00f6lnerinnen und K\u00f6lnern und Besuchern aus dem Umland war es ein Highlight, in das schlauchf\u00f6rmige Kellergew\u00f6lbe des sehr sch\u00f6nf\u00e4rberisch \u201eJeans Palast\u201c genannten Gesch\u00e4fts auf der Schildergasse hinunterzutauchen. Dort gab es eine schier unermessliche Auswahl an neuesten Modellen, die dann sp\u00e4ter an der Schule oder der Uni stolz pr\u00e4sentiert wurden. Eltern verzweifelten ob der F\u00fclle des Angebotes \u2013 in der Dimension nur noch vergleichbar mit dem Schallplatten- und CD-Angebot im  Saturn. Doch 2016 war Schluss: Das Haus wurde f\u00fcr den Bau des Antoniterquartiers rund um die benachbarte Antoniterkirche abgebrochen, der Jeans-Keller verschwand. \u201eJeans Palast\u201c war eine Kette, dem Gr\u00fcnder geh\u00f6rten auch \u201eKult\u201c und \u201eOlymp &amp; Hades\u201c \u2013 aber die K\u00f6lner hatten es als k\u00f6lsches Traditionsgesch\u00e4ft vereinnahmt.<\/p>\n<p>Wolkenaer, 2008 geschlossen nach fast 100 Jahren<img decoding=\"async\" width=\"2661\" height=\"4000\" alt=\"K\u00fcnstlerbedarf Wolkenaer auf der Ehrenstra\u00dfe\" loading=\"lazy\" onerror=\"this.setAttribute('data-error', 1)\" class=\"current-image dm-figure__image dm-figure__image--undefined undefined\" data-nuxt-pic=\"\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/7ba49a22-fd4a-4649-b3b6-1924def01778.jpeg\"  \/><\/p>\n<p class=\"dm-figure__subline\" data-v-72e429ff=\"\">K\u00fcnstlerbedarf Wolkenaer auf der Ehrenstra\u00dfe<\/p>\n<p class=\"dm-figure__copyright\" data-v-72e429ff=\"\">Copyright: Alexander Roll<\/p>\n<p class=\"dm-paragraph my-8 dm-article-content-width\" index=\"5\" should-collapse-on-mobile=\"true\" has-padding=\"\" data-v-586984a4=\"\">Der K\u00fcnstlerbedarf-Spezialist Wolkenaer auf der Ehrenstra\u00dfe, 1910 gegr\u00fcndet, war vor allem in den <a href=\"https:\/\/www.ksta.de\/koeln\/koelner-galerie-osper-auf-der-pfeilstrasse-schliesst-nach-60-jahren-969180\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">1960er Jahren, als K\u00f6ln ein Zentrum der internationalen Kunstszene wurde<\/a>, wichtigste Anlaufstelle f\u00fcr K\u00fcnstler. Gerhard Richter, Sigmar Polke, Markus L\u00fcpertz, C. O. P\u00e4ffgen und Joseph Beuys kauften hier ihr Material. Und weil sie den teuren Rotmarderpinsel f\u00fcr 300 Mark nicht immer sofort bezahlen konnten, tauschten sie manchmal Kunst gegen Material. Inhaber-Ehepaar Monika und Bruno Wolkenaer trugen so eine exquisite Sammlung zusammen, die die K\u00f6lner Kunstgeschichte von den 1950er Jahren bis ins Jahr 2000 spiegelt.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" width=\"2000\" height=\"1334\" alt=\"Gespr\u00e4ch mit Bruno und Monika Wolkenaer&#10;&#10;Redaktion Kultur&#10;01.02.2018 K\u00f6ln&#10;&#10;&#10;BILD: ARTON KRASNIQI&#10;&#10;&#10;K\u00f6lner Stadt-Anzeiger&#10;Fotograf&#10;&#10;01627678086&#10;&#10;arton.krasniqi@dumont.de&#10;ksta.de\" loading=\"lazy\" onerror=\"this.setAttribute('data-error', 1)\" class=\"current-image dm-figure__image dm-figure__image--undefined undefined\" data-nuxt-pic=\"\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/76c47fdc-8ae1-407a-b49f-957df11ddc17.jpeg\"  \/><\/p>\n<p class=\"dm-figure__subline\" data-v-72e429ff=\"\">Bruno und Monika Wolkenaer sammelten Kunst.<\/p>\n<p class=\"dm-figure__copyright\" data-v-72e429ff=\"\">Copyright: Arton Krasniqi<\/p>\n<p class=\"dm-paragraph my-8 dm-article-content-width\" index=\"7\" should-collapse-on-mobile=\"true\" has-padding=\"\" data-v-586984a4=\"\">Doch dann wurde die Absatzlage schwieriger, das Haus wurde verkauft und die Wolkenaers wollten sich zur Ruhe setzen. \u201eUns tut das sehr leid, aber aus wirtschaftlicher Sicht hatten wir keine andere Wahl\u201c, sagte Bruno Wolkenaer 2008. Ein langj\u00e4hriger Angestellter gr\u00fcndete mit einem \u00e4hnlichen Sortiment einen Laden in der Kleinen Brinkgasse, inzwischen hat ein Nachfolger das Gesch\u00e4ft \u00fcbernommen, es hei\u00dft jetzt \u201ePuedes\u201c \u2013 Spanisch f\u00fcr \u201eDu kannst\u201c. Der Schriftzug \u201eWolkenaer\u201c am Haus in der Ehrenstra\u00dfe blieb erhalten.<\/p>\n<p>Feldhaus, geschlossen 2006 nach 167 Jahren<img decoding=\"async\" width=\"4000\" height=\"2010\" alt=\"Der gro\u00dfe B\u00e4r stand am Eingang von Feldhaus auf der Schildergasse.\" loading=\"lazy\" onerror=\"this.setAttribute('data-error', 1)\" class=\"current-image dm-figure__image dm-figure__image--undefined undefined\" data-nuxt-pic=\"\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/67f86a8c-9fea-4005-a2c2-efe4efea8254.jpeg\"  \/><\/p>\n<p class=\"dm-figure__subline\" data-v-72e429ff=\"\">Der gro\u00dfe B\u00e4r stand am Eingang von Feldhaus auf der Schildergasse.<\/p>\n<p class=\"dm-figure__copyright\" data-v-72e429ff=\"\">Copyright: Stefan Worring<\/p>\n<p class=\"dm-paragraph my-8 dm-article-content-width\" index=\"10\" should-collapse-on-mobile=\"true\" has-padding=\"\" data-v-586984a4=\"\">An der T\u00fcr ein riesiger Pl\u00fcschb\u00e4r, drinnen eine Rutsche und unendliche Regale mit Puppen, Spielen und Modellbaus\u00e4tzen auf mehreren Stockwerken \u2013 eine Kindheitserinnerung von Generationen. Besonders zu Weihnachten herrschte bei Feldhaus auf der Schildergasse regelm\u00e4\u00dfig Ausnahmezustand. Da gingen Eltern, Tanten, Opas ins Gesch\u00e4ft und fragten: \u201eHaben Sie Playmobil Nummer 3903?\u201c, oder \u201eIch brauche ein Geschenk f\u00fcr einen Achtj\u00e4hrigen, den ich kaum kenne\u201c, wie eine Verk\u00e4uferin dem \u201eK\u00f6lner Stadt-Anzeiger\u201c bei einer Weihnachtsreportage im Jahr 2000 berichtet. 167 Jahre lief das Gesch\u00e4ft mit dem Spielzeug. Doch dann \u00e4nderte sich das Kaufverhalten, es wurde online bestellt. Schon 1996 war das Familienunternehmen an die N\u00fcrnberger Vedes-Gruppe verkauft worden, die Eigent\u00fcmer-Familie hatte keinen Nachfolger gefunden. Doch auch der neue Besitzer musste aufgeben. Es war ein langes Zittern f\u00fcr die 36 Angestellten und die Feldhaus-Fans. Ein 1500 Quadratmeter gro\u00dfes Gesch\u00e4ft war wohl einfach nicht mehr zeitgem\u00e4\u00df.<\/p>\n<p>Gummi Gr\u00fcn, geschlossen 2022 nach 138 Jahren<img decoding=\"async\" width=\"1920\" height=\"1169\" alt=\"Gerhard Zilles f\u00fchrte zuletzt \u201eGummi Gr\u00fcn\u201c.\" loading=\"lazy\" onerror=\"this.setAttribute('data-error', 1)\" class=\"current-image dm-figure__image dm-figure__image--undefined undefined\" data-nuxt-pic=\"\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/c0feb907-0b41-4bb1-b786-4a9f9ca2e2ed.jpeg\"  \/><\/p>\n<p class=\"dm-figure__subline\" data-v-72e429ff=\"\">Gerhard Zilles f\u00fchrte zuletzt \u201eGummi Gr\u00fcn\u201c.<\/p>\n<p class=\"dm-figure__copyright\" data-v-72e429ff=\"\">Copyright: Peter Rakoczy<\/p>\n<p class=\"dm-paragraph my-8 dm-article-content-width\" index=\"13\" should-collapse-on-mobile=\"true\" has-padding=\"\" data-v-586984a4=\"\">Mit dem Begriff \u201eKult\u201c muss man sparsam umgehen, aber auf <a href=\"https:\/\/www.ksta.de\/koeln\/koelner-traditionsgeschaeft-gummi-gruen-muss-schliessen-166837\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Gummi Gr\u00fcn<\/a> in der Richmodstra\u00dfe trifft er zu. Der Laden stand sogar in Reisef\u00fchrern als Sehensw\u00fcrdigkeit, obwohl oder weil die Schaufensterdekoration sehr rudiment\u00e4r war: Gummistiefel, Badekappen, Schl\u00e4uche, Gie\u00dfkannen, W\u00e4rmflaschen und Fu\u00dfmatten lagen einfach so da. Und besonders sexy war das Sortiment nun wirklich nicht. Gegr\u00fcndet wurde das Unternehmen 1884 mit nur wenigen Artikeln in der Herzogstra\u00dfe, er gab unter anderem Utensilien f\u00fcr W\u00f6chnerinnen-Betten. Sp\u00e4ter gab es Keilriemen f\u00fcr Rolltreppen und P\u00f6mpel f\u00fcr verstopfte Rohre. Auf Wunsch wurde f\u00fcr Bastler und T\u00fcftler jedes St\u00fcck Gummi zurechtgeschnitten. Verzweifelten Hausbesitzern wurden passende Fensterdichtungen herausgesucht, die sie im Baumarkt nie gefunden h\u00e4tten \u2013 viel zu kompliziert. Doch 2022 gab der letzte Inhaber Gerhard Zilles mit 67 Jahren auf. Der Umsatz reichte nicht mehr. \u201eJetzt rufen dauernd Kunden an und jammern, dass sie ihre Dichtung f\u00fcr die Espressomaschine nicht bekommen. Aber das ist zu wenig zum Leben\u201c, erz\u00e4hlte er damals dem \u201eK\u00f6lner Stadt-Anzeiger\u201c. Mit Kult allein l\u00e4sst sich kein Geld verdienen.<\/p>\n<p>Silber Becker, geschlossen 2014 nach 131 Jahren<img decoding=\"async\" width=\"3166\" height=\"4000\" alt=\"Der Silber-Becker-Schriftzug an der Fassade in der Hohe Stra\u00dfe\" loading=\"lazy\" onerror=\"this.setAttribute('data-error', 1)\" class=\"current-image dm-figure__image dm-figure__image--undefined undefined\" data-nuxt-pic=\"\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/051689fa-6736-423d-a118-9d434cae81c3.jpeg\"  \/><\/p>\n<p class=\"dm-figure__subline\" data-v-72e429ff=\"\">Der Silber-Becker-Schriftzug an der Fassade in der Hohe Stra\u00dfe<\/p>\n<p class=\"dm-figure__copyright\" data-v-72e429ff=\"\">Copyright: Max Gr\u00f6nert<\/p>\n<p class=\"dm-paragraph my-8 dm-article-content-width\" index=\"16\" should-collapse-on-mobile=\"true\" has-padding=\"\" data-v-586984a4=\"\">Hier kaufte die K\u00f6lner Gesellschaft ihr Tafelsilber, hier hinterlegten Paare ihre Hochzeitslisten f\u00fcr die Ausstattung. Auch Teile des Ratssilbers stammen aus dem Hause Becker, ebenso wie der silberne Handspiegel der Jungfrau im Dreigestirn. Prominente geh\u00f6rten zu den Kunden, Namen wurden aus Diskretionsgr\u00fcnden nat\u00fcrlich nie genannt. Bei Silber Becker, dem \u201eHaus der Tischkultur\u201c auf der Hohe Stra\u00dfe, gab es Edelmarken wie Robbe &amp; Berking und Royal Copenhagen ebenso wie Murano-Glas. 1882 wurde das Gesch\u00e4ft von Johann Heinrich Becker in Hannover gegr\u00fcndet. 1903 er\u00f6ffnete Sohn Paul die Zweigstelle in K\u00f6ln, die sp\u00e4ter Stammsitz wurde. 2014 gab die Familie das Gesch\u00e4ft aus Altersgr\u00fcnden auf. Renate Becker, damals 73, sagte damals: \u201eAlles hat seine Zeit.\u201c Fein und teuer gedeckte Tische, Hochzeitlisten, das war ein wenig aus der Mode gekommen. Und die Hohe Stra\u00dfe verlor eines der letzten inhabergef\u00fchrten Gesch\u00e4fte. <a href=\"https:\/\/www.ksta.de\/koeln\/schandfleck-in-koelner-city-wird-saniert-aber-nicht-vollstaendig-447627\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">An dem Haus ist der Schriftzug \u201eSilber Becker\u201c geblieben, es stand lange leer und wird demn\u00e4chst umgebaut.<\/a><\/p>\n<p>Zweitausendeins, geschlossen 2013 nach 35 Jahren<img decoding=\"async\" width=\"2200\" height=\"1576\" alt=\"Zweitausendeins pr\u00e4gte Jahrzehnte die Ehrenstra\u00dfe.\" loading=\"lazy\" onerror=\"this.setAttribute('data-error', 1)\" class=\"current-image dm-figure__image dm-figure__image--undefined undefined\" data-nuxt-pic=\"\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/b958d825-a4d3-4aad-8ece-796021f22e27.jpeg\"  \/><\/p>\n<p class=\"dm-figure__subline\" data-v-72e429ff=\"\">Zweitausendeins pr\u00e4gte Jahrzehnte die Ehrenstra\u00dfe.<\/p>\n<p class=\"dm-figure__copyright\" data-v-72e429ff=\"\">Copyright: Alexander Schwaiger<\/p>\n<p class=\"dm-paragraph my-8 dm-article-content-width\" index=\"19\" should-collapse-on-mobile=\"true\" has-padding=\"\" data-v-586984a4=\"\">Das Bestell-Merkheft des Zweitausendeins-Verlages war ein Muss f\u00fcr die 68er-Generation und f\u00fcr Liebhaber von ausgefallenen B\u00fcchern, Schallplatten und sp\u00e4ter CDs. Arno Schmidt, Eckhard Henscheid, der Comic-Zeichner Robert Crumb und die Gerichtsreporterin Peggy Parnass waren die Stars. Das Heftchen war das Fenster zu Welt und auf der schon damals <a href=\"https:\/\/www.ksta.de\/koeln\/pionier-auf-der-ehrenstrasse-kultladen-traumstern-schliesst-nach-37-jahren-283244\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">wegen ihrer besonderen L\u00e4den angesagten Ehrenstra\u00dfe<\/a> gab es seit 1978 das alles sogar zum Anfassen. Das winzige Gesch\u00e4ft war stets vollgestopft mit Waren und Kunden. Doch die Online-Konkurrenz wurde immer st\u00e4rker, ausl\u00e4ndische B\u00fccher konnte man nun ganz einfach selbst bestellen und CDs kaufte kaum noch jemand. 2006 war der wirtschaftlich angeschlagene Verlag verkauft worden, doch die Modernisierung klappte nicht. Zweitausendeins schloss immer mehr Filialen, 2013 dann auch die K\u00f6lner Niederlassung.<\/p>\n<p>Hoss an der Oper, geschlossen 2019 nach mehr als 100 Jahren<img decoding=\"async\" width=\"4000\" height=\"2667\" alt=\"Petra Hoss-M\u00fcller im Feinkostladen \u201eHoss an der Oper\u201c\" loading=\"lazy\" onerror=\"this.setAttribute('data-error', 1)\" class=\"current-image dm-figure__image dm-figure__image--undefined undefined\" data-nuxt-pic=\"\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/e9434843-33f1-4092-a914-7024b9c6d56f.jpeg\"  \/><\/p>\n<p class=\"dm-figure__subline\" data-v-72e429ff=\"\">Petra Hoss-M\u00fcller 2019 im Feinkostladen \u201eHoss an der Oper\u201c<\/p>\n<p class=\"dm-figure__copyright\" data-v-72e429ff=\"\">Copyright: Max Gr\u00f6nert<\/p>\n<p class=\"dm-paragraph my-8 dm-article-content-width\" index=\"22\" should-collapse-on-mobile=\"true\" has-padding=\"\" data-v-586984a4=\"\">Feine H\u00e4ppchen wie Waldorfsalat, Wildpasteten, Lachsterrine, G\u00e4nselebermousse und Hummer-Cocktail einfach so zum Mitnehmen \u2013 einst der Inbegriff des kleinen Luxus. Vier Hoss-Generationen f\u00fchrten den Betrieb, 1900 noch als Tante-Emma-Laden auf der Ehrenstra\u00dfe gegr\u00fcndet und seit Anfang der 1960er Jahre im Neubau an der Breite Stra\u00dfe in Opernn\u00e4he. In der gro\u00dfen K\u00fcche arbeiteten bis zu acht K\u00f6che gleichzeitig, deren kleine Kunstwerke die Vitrinen f\u00fcllten. \u00a0F\u00fcr viele \u2013 gerade \u00e4ltere \u2013 K\u00f6lnerinnen und K\u00f6lner wurde Hoss an der Oper zum \u201eRestaurant f\u00fcr zu Hause\u201c. Doch das Kundenverhalten \u00e4nderte sich, immer mehr Sushi-L\u00e4den und kleine Imbisse er\u00f6ffneten in der Nachbarschaft. Fachkr\u00e4fte waren nur noch schwer zu finden. Und Petra Hoss-M\u00fcller klagte 2019 \u00fcber die Vielzahl an gesetzlichen Vorschriften und Verordnungen f\u00fcr kleine Betriebe. Die Weiterf\u00fchrung habe keine Perspektive mehr.<\/p>\n<p>Gefl\u00fcgel Brock, geschlossen 2017 nach 111 Jahren<img decoding=\"async\" width=\"1536\" height=\"1056\" alt=\"Hans Georg Rochow beim Verkaufen\" loading=\"lazy\" onerror=\"this.setAttribute('data-error', 1)\" class=\"current-image dm-figure__image dm-figure__image--undefined undefined\" data-nuxt-pic=\"\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/99e64d2a-69fc-47cf-8213-6484b635092c.jpeg\"  \/><\/p>\n<p class=\"dm-figure__subline\" data-v-72e429ff=\"\">Hans Georg Rochow beim Verkaufen<\/p>\n<p class=\"dm-figure__copyright\" data-v-72e429ff=\"\">Copyright: Uwe Weiser<\/p>\n<p class=\"dm-paragraph my-8 dm-article-content-width\" index=\"25\" should-collapse-on-mobile=\"true\" has-padding=\"\" data-v-586984a4=\"\">An Wochenenden und vor Feiertagen bildeten sich vor dem Laden auf der Apostelnstra\u00dfe regelm\u00e4\u00dfig lange Schlangen. Kunden holten ihre vorbestellten Enten, Wachteln oder Kaninchen ab. Und lie\u00dfen sich vom Inhaber-Ehepaar Hans Georg und Karin Rochow beraten, das trotz des Trubels immer geduldig Tipps f\u00fcr die Zubereitung gab. Den beiden lagen die Kunden so sehr am Herzen, dass sie nie gemeinsam im Urlaub waren, damit sich immer jemand k\u00fcmmern konnte. Irgendwann waren sie ersch\u00f6pft \u2013 aber es fand sich kein Nachfolger f\u00fcr das anspruchsvolle Metier. Das nur 4,06 Meter breite typische rheinische Dreifensterhaus stand danach lange leer.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" width=\"2644\" height=\"4000\" alt=\"K\u00f6ln - Wild und Gefl\u00fcgel Brock in der Apostelnstra\u00dfe\" loading=\"lazy\" onerror=\"this.setAttribute('data-error', 1)\" class=\"current-image dm-figure__image dm-figure__image--undefined undefined\" data-nuxt-pic=\"\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/37b79005-c306-45a3-842b-54abd4ae2420.jpeg\"  \/><\/p>\n<p class=\"dm-figure__subline\" data-v-72e429ff=\"\">Die Fassade mit Hirschkopf und dem gro\u00dfen Schaufenster<\/p>\n<p class=\"dm-figure__copyright\" data-v-72e429ff=\"\">Copyright: Max Gr\u00f6nert<\/p>\n<p class=\"dm-paragraph my-8 dm-article-content-width\" index=\"27\" should-collapse-on-mobile=\"true\" has-padding=\"\" data-v-586984a4=\"\">Das gr\u00f6\u00dfte Problem: Nur durch den Verkaufsraum konnte man in die oberen Stockwerke gelangen. <a href=\"https:\/\/www.ksta.de\/koeln\/koelner-innenstadt\/koeln-dieser-laden-zieht-in-die-raeume-von-gefluegel-brock-773935\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Nach einem aufw\u00e4ndigen Umbau er\u00f6ffnete 2024 ein Smoothie-Laden im ehemaligen Brock.<\/a> Von der vertrauten Einrichtung mit Tresen, Marmorregalen, Geweihen und altert\u00fcmlicher Waage ist nichts mehr geblieben. Auch das gro\u00dfe Schaufenster mit der Auslage, die Fleischliebhaber entz\u00fcckte und so manchem Vegetarier erschreckte, ist verschwunden.<\/p>\n<p>Musikhaus Tonger, geschlossen 2024 nach 202 Jahren<img decoding=\"async\" width=\"4000\" height=\"2666\" alt=\"Zuletzt war das Musikhaus an der Zeughausstra\u00dfe zuhause.\" loading=\"lazy\" onerror=\"this.setAttribute('data-error', 1)\" class=\"current-image dm-figure__image dm-figure__image--undefined undefined\" data-nuxt-pic=\"\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/734fac0d-9f55-4cc3-97dc-473ea94835b5.jpeg\"  \/><\/p>\n<p class=\"dm-figure__subline\" data-v-72e429ff=\"\">Zuletzt war das Musikhaus an der Zeughausstra\u00dfe zuhause.<\/p>\n<p class=\"dm-figure__copyright\" data-v-72e429ff=\"\">Copyright: Martina Goyert<\/p>\n<p class=\"dm-paragraph my-8 dm-article-content-width\" index=\"30\" should-collapse-on-mobile=\"true\" has-padding=\"\" data-v-586984a4=\"\">Wer Noten oder Instrumente brauchte, der ging 202 Jahre lang zum Musikhaus Tonger. Das Gesch\u00e4ft war bundesweit bekannt. Dessen Geschichte begann mit der Gr\u00fcndung eines Notenhandels durch den Antiquit\u00e4tenh\u00e4ndler Josef Tonger in der Stra\u00dfe Am Hof gegen\u00fcber vom Dom. Der letzte Standort war an der Zeughausstra\u00dfe. Doch die Zeiten, in denen es zum guten Ton geh\u00f6rte, ein Instrument zu spielen, sind l\u00e4ngst vorbei. 2019 wurde Tonger an den Notengro\u00dfh\u00e4ndler Loib verkauft, 2024 wurde das Gesch\u00e4ft geschlossen. Der Stellenwert von Musik habe sich ver\u00e4ndert, sagte eine Verk\u00e4uferin dem \u201eK\u00f6lner Stadt-Anzeiger\u201c. \u201eHeute wissen Eltern nicht, ob die Kinder wirklich bei ihrem Instrument bleiben oder doch lieber etwas anderes ausprobieren wollen.\u201c Deshalb w\u00fcrden kaum noch hochwertige Instrumente gekauft. Es mangele au\u00dferdem an Musiklehrern und die Gro\u00dfh\u00e4ndler bestimmten die Preise. Musikverlage verkaufen ihre Noten mittlerweile direkt an den Kunden \u2013 da musste man nicht mehr zu Tonger.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Jeans Palast, geschlossen 2016 nach 38 Jahren Der Jeans Palast in der Schildergasse Copyright: Uwe Weiser F\u00fcr Generationen&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":139290,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1828],"tags":[29,30,1420,1209],"class_list":{"0":"post-139289","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-koeln","8":"tag-deutschland","9":"tag-germany","10":"tag-koeln","11":"tag-nordrhein-westfalen"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114570143328155527","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/139289","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=139289"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/139289\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/139290"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=139289"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=139289"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=139289"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}