{"id":139300,"date":"2025-05-25T19:39:22","date_gmt":"2025-05-25T19:39:22","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/139300\/"},"modified":"2025-05-25T19:39:22","modified_gmt":"2025-05-25T19:39:22","slug":"berlin-am-nachmittag-des-9-mai-wird-es-unangenehm-vielleicht-sogar-gefaehrlich-auf-dem-gelaende","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/139300\/","title":{"rendered":"Berlin: &#8222;Am Nachmittag des 9. Mai wird es unangenehm, vielleicht sogar gef\u00e4hrlich auf dem Gel\u00e4nde&#8220;"},"content":{"rendered":"<p class=\"metatextline\">Stand: 09.05.2025 10:30 Uhr<\/p>\n<p class=\"textabsatz columns twelve  m-ten  m-offset-one l-eight l-offset-two\">\n        <strong>Rund um den 9. Mai ist das sowjetische Ehrenmal in Berlin-Treptow ein symbolisch aufgeladener Ort. Jana Heinze von der Organisation Memorial macht dort kritische F\u00fchrungen. Im Interview spricht sie von einer Instrumentalisierung des Gedenkortes.<\/strong>\n    <\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nJana Heinze engagiert sich ehrenamtlich f\u00fcr die Menschenrechtsorganisation Memorial. Seit drei Jahren macht sie F\u00fchrungen \u00fcber das sowjetische Ehrenmal in Berlin-Treptow. Das riesige Areal mit viel Beton, gro\u00dfen Statuen und ein wenig Wiese will sie den Teilnehmern ihrer F\u00fchrungen mit einem kritischen Blick erkl\u00e4ren.<br \/>\u00a0<br \/>Am Tag des Interviews findet auch eine statt, zu der sieben Teilnehmerinnen und Teilnehmer kommen. In dieser Woche bietet Memorial ein umfangreiches Programm rund um das Gedenken an das <a href=\"https:\/\/www.rbb24.de\/thema\/kriegsende\/index.html\" title=\"Kriegsende\" class=\"textlink--extern\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">Kriegsende<\/a> vor 80 Jahren an.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nrbb|24: Frau Heinze, Memorial bietet am sowjetischen Ehrenmal in Treptow sogenannte kritische F\u00fchrungen an. Was zeichnet diesen kritischen Blick auf das bekannte Bauwerk aus?<br \/>\u00a0<br \/>Jana Heinze: Salopp gesagt feiern wir diese sp\u00e4tstalinistische Architektur nicht, sondern wollen sie dekonstruieren. Unsere F\u00fchrungen sind kritisch, weil sie nicht nur die Architektur, die Kultur und die Geschichte des Zweiten Weltkrieges beschreiben, sondern weil wir uns auch ausgehend von diesen Dingen dem widmen, was es f\u00fcr die Menschen bedeutete und bedeutet.<br \/>\u00a0<br \/>Was also das damalige sowjetische System, der Krieg und die Art der anonymen Bestattung, die hier gew\u00e4hlt wurde, damals wie heute mit den Menschen macht. Wir f\u00fchren \u00fcber das Ehrenmal und versuchen mit den Teilnehmern zusammen, dieses zu dekonstruieren. Zum Beispiel weisen wir darauf hin, dass nicht ein einziger Name der 7.200 hier bestatteten Soldatinnen und Soldaten genannt ist, daf\u00fcr aber sechzehn Mal der Name Stalin auftaucht.<\/p>\n<p>            <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"ts-image\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/rbb-461994496-verbot-flagge-100.jpg\" alt=\"Ein Polizist sichert das Gedenken am Sowjetischen Ehrenmal im Treptower Park am 08.05.2024. (Quelle: dpa\/Christoph Soeder)\" title=\"Audio: rbb 88.8 | 07.05.2025 | Andreas Marschner  | dpa\/Christoph Soeder\"\/><\/p>\n<p>Verbot russischer Flaggen bei Gedenken zu Kriegsende in Berlin bleibt bestehen<\/p>\n<p>            Bei den Gedenkveranstaltungen zum Kriegsende in Berlin bleiben Fahnen mit Russland-Bezug verboten. Das hat ein Gericht entschieden, nachdem ein Verein gegen das Verbot der Polizei geklagt hatte.<a href=\"https:\/\/www.rbb24.de\/panorama\/beitrag\/2025\/05\/berlin-verbot-russischer-flaggen-sowjetunion-russland-gedenken-kriegsende.html\" title=\"mehr\" class=\"textlink--extern\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">mehr<\/a><\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nSteht das also im Zentrum Ihrer Kritik: Stalin ist sehr pr\u00e4sent und die gefallenen Soldatinnen und Soldaten kaum?<br \/>\u00a0<br \/>Seit mehreren Jahren ist Memorial Deutschland dabei, Politiker und die Gesellschaft darauf hinzuweisen, dass diese Anlage hier so wie sie ist, eigentlich nur Stalin abfeiert und sich um die Toten nicht bem\u00fcht. Wir fordern beispielsweise, die Stalin-Zitate hier zu kontextualisieren. Und dann muss man eben auch sagen: Viele Menschen, die hier her kommen, wissen gar nicht, dass das Ehrenmal \u00fcberhaupt eine Grabst\u00e4tte ist. In der F\u00fchrung suchen wir deshalb gemeinsam die Grabst\u00e4tten. Und ich kann Ihnen sagen: Nur bei zwei von zwanzig F\u00fchrungen, die wir in den letzten Jahren gemacht haben, haben die Teilnehmer die Grabst\u00e4tten tats\u00e4chlich selbst identifizieren k\u00f6nnen.<\/p>\n<blockquote class=\"zitat\">\n<p>\n                    Im letzten Jahr konnte eine meiner F\u00fchrungen von der Polizei nicht mehr abgesichert werden, weil die Polizei damit besch\u00e4ftigt war, die &#8222;Nachtw\u00f6lfe&#8220; \u00fcber das Gel\u00e4nde zu geleiten.<\/p>\n<\/blockquote>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nSie als Verein setzen sich auch daf\u00fcr ein, die Namen der hier bestatteten Menschen zu recherchieren und bekannt zu machen. Wie schwer ist das?<br \/>\u00a0<br \/>Es wurde immer gesagt, dass die Namen, die von den hier bestatteten Menschen bekannt sind, in einem roten Ehrenbuch unter der Soldatenstatue stehen sollen. Das sollte in einer Krypta auf einer Stehle stehen. Bei all meinen F\u00fchrungen gingen wir dorthin und versuchten, durch das Gitter schauend, das Buch zu entdecken. Bislang ist es uns noch nicht gelungen.<br \/>\u00a0<br \/>Wir haben also Politikerinnen und Politiker im Land Berlin angeschrieben und gefragt, wo das Totenbuch ist. Tats\u00e4chlich bekamen wir jetzt, am 23. April, Zugang zu dem Totenbuch in der zust\u00e4ndigen Senatsverwaltung. Da liegt es in einem gut verschlossenen Tresor. Wir durften es mit Baumwollhandschuhen vorsichtig \u00f6ffnen, umbl\u00e4ttern und Fotos machen. Uns wurden au\u00dferdem schon vorbereitete Listen mit den Namen der Toten von Treptow gegeben.<br \/>\u00a0<br \/>In dem Buch sind 2.300 Namen, dann gibt es noch eine Zusatzliste, mit Schreibmaschine getippt, auch die hat etwa zweieinhalb Tausend Namen. So kommen wir auf knapp 5.000 bekannte Namen von den 7.200 Bestatteten. Diese Namen, die in kyrillischer Schrift vorliegen, schreiben wir jetzt in lateinische Schrift um und werden einen Teil davon am 8. Und 9. Mai laut vorlesen auf der Anlage, um den Toten ihre Namen zur\u00fcckzugeben.<\/p>\n<p>            <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"ts-image\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/1748201960_639_rbb-14550494-100.jpg\" alt=\"Hissen der sowjetischen Flagge auf dem Reichstag in Berlin vom 2. Mai 1945 (Quelle: dpa\/Jewgeni Chaldej)\" title=\"14550494 | tass\"\/><\/p>\n<p>&#8222;Es ist sicherlich das ber\u00fchmteste manipulierte Foto der Weltgeschichte&#8220;<\/p>\n<p>            Ein Rotarmist hisst eine Sowjetflagge auf dem Reichstag vor dem zerst\u00f6rten Berlin: Das ikonische Foto vom 2. Mai 1945 symbolisiert den Sieg \u00fcber Nazideutschland. Obwohl das Bild gestellt war, liegt ihm eine tiefe Wahrheit zugrunde, sagt Historiker Hanno Hochmuth.<a href=\"https:\/\/www.rbb24.de\/politik\/beitrag\/2025\/05\/2--mai-reichstag-flaggenhissung-foto-ikonisch-chaldej-kriegsfoto.html\" title=\"mehr\" class=\"textlink--extern\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">mehr<\/a><\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nWieso muss man \u00fcberhaupt nach den Grabstellen suchen, wieso sind sie nicht in den Mittelpunkt ger\u00fcckt worden, als das Ehrenmal errichtet wurde?<br \/>\u00a0<br \/>Das ist Teil des Konzeptes und dar\u00fcber machen wir uns auch in der F\u00fchrung Gedanken. Dass sie nicht im Mittelpunkt der Anlage stehen, kann man schon der Ausschreibung von 1946 entnehmen, da geht es um ein gro\u00dfes, heroisches Mahnmal der sowjetischen Befreiungsaktion f\u00fcr ganz Europa. Da ging es eigentlich darum, das System der Siegermacht Sowjetunion zu feiern und nicht die Leistung oder das Opfer der Einzelnen, die das vollbracht haben, indem sie im Befreiungskampf ihr Leben lie\u00dfen. Die meisten waren 19 bis 25 Jahre alt.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDas <a href=\"https:\/\/www.rbb24.de\/thema\/kriegsende\/\" title=\"Gedenken in Deutschland am 8. und 9. Mai\" class=\"textlink--extern\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">Gedenken in Deutschland am 8. und 9. Mai<\/a> hat sich in den letzten Jahren ver\u00e4ndert, seit Russland die Ukraine im Fr\u00fchjahr 2022 angegriffen hat. <a href=\"https:\/\/www.rbb24.de\/panorama\/beitrag\/2025\/05\/berlin-verbot-russischer-flaggen-sowjetunion-russland-gedenken-kriegsende.html\" title=\"Russische Fahnen und Symboliken sind an diesen Tagen verboten\" class=\"textlink--extern\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">Russische Fahnen und Symboliken sind an diesen Tagen verboten<\/a> an den Ehrenm\u00e4lern, auch Staatsg\u00e4ste nicht eingeladen. F\u00fcr Ihre Arbeit sind die Daten dennoch wichtig, weil die Aufmerksamkeit besonders gro\u00df ist. Wie sehen Sie die Ambivalenz?<br \/>\u00a0<br \/>Dass Staatsg\u00e4ste nicht eingeladen und Symboliken verboten sind, das halte ich f\u00fcr selbstverst\u00e4ndlich. Dass es aber genug russischst\u00e4mmige Privatpersonen am 8. und 9. Mai in Treptow gibt und in den letzten Jahren gab, die dort gedenken, das ist nicht zu \u00fcbersehen.<br \/>\u00a0<br \/>Wenn man sich an die Regeln h\u00e4lt, ist jedem der Zugang gew\u00e4hrt, sogar die sogenannten &#8222;Nachtw\u00f6lfe&#8220; kriegen ja jedes Jahr Zutritt. Im letzten Jahr konnte da sogar eine meiner F\u00fchrungen von der Polizei nicht mehr abgesichert werden, weil die Polizei damit besch\u00e4ftigt war, die &#8222;Nachtw\u00f6lfe&#8220; \u00fcber das Gel\u00e4nde zu geleiten. Man hat mir dann gesagt: Wenn es kritisch wird, dann m\u00fcssten wir uns lauthals melden \u2013 und es wird immer kritisch am 9. Mai.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nWas meinen Sie damit, dass es kritisch wird?<br \/>\u00a0<br \/>Wenn Sie da unterwegs sind und als Unterst\u00fctzer der Ukraine zu erkennen sind, dann werden sie als Faschistin beschimpft und auch die Bespuckung ist nicht fern. Da halten die sich nur zur\u00fcck, wenn Polizei in der N\u00e4he ist. Das ist unangenehm und latent liegt eine Aggression in der Luft. Das ist mindestens seit drei Jahren am 9. Mai so.<\/p>\n<p>            <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"ts-image\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/rbb-kriegsende-berlin-1945-100.jpg\" alt=\"Aus den Fenstern unzerst\u00f6rter Wohnh\u00e4user in einer Stra\u00dfe in\u00a0Berlin h\u00e4ngen als Zeichen der Kapitulation wei\u00dfe T\u00fccher, aufgenommen Ende April 1945. (Quelle: dpa-Zentralbild\/Jewgeni Chaldej)\" title=\"Kriegsende Berlin 1945 | dpa-Zentralbild\/Jewgeni Chaldej\"\/><\/p>\n<p>Kriegsende 8. Mai 1945<\/p>\n<p>            Kriegsende 8. Mai 1945 &#8211; Ende des zweiten Weltkriegs in Deutschland &#8211; Aktuelle Nachrichten zum Thema aus Berlin und Brandenburg bei rbb24.de<a href=\"https:\/\/www.rbb24.de\/thema\/kriegsende\/index.html\" title=\"mehr\" class=\"textlink--extern\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">mehr<\/a><\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nMemorial steht als unabh\u00e4ngige Menschenrechtsorganisation logischerweise in Opposition zu Vladimir Putin. In Russland wurde Memorial 2022 gerichtlich aufgel\u00f6st, mit dem Vorwurf, die Kennzeichnungspflicht f\u00fcr sogenannte &#8222;ausl\u00e4ndische Agenten&#8220; verletzt zu haben. Russische Einfl\u00fcsse reichen immer wieder auch nach Deutschland. Sp\u00fcren sie den Hass aus Russland hier?<br \/>\u00a0<br \/>Wir verstecken uns nicht, egal wie es ist. Wir gehen raus mit unseren F\u00fchrungen. Wir wollen und m\u00fcssen die Auseinandersetzung aushalten, wer eine kritische F\u00fchrung an so einem Ehrenmal anbietet, umgeht sie ja nicht. In diesem Sinne provozieren wir die Diskussionen geradezu. Wir werden aber best\u00e4rkt, indem es stetigen Zulauf gibt. Man bekommt schon b\u00f6se E-Mails, aber wir kriegen auch viel Zuspruch.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nSehen Sie denn in Bezug auf den 9. Mai auch die Gefahr, dass das Gedenken von russischen Nationalisten instrumentalisiert wird?<br \/>\u00a0<br \/>Nicht nur die Gefahr. Das ist bereits seit Jahren auf dem Gel\u00e4nde des Ehrenmals in Treptow Realit\u00e4t. Auf unseren F\u00fchrungen kl\u00e4ren wir auf, dass der 9. Mai in den ersten Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg in der Sowjetunion nicht einmal ein Feiertag war. Die Militarisierung inklusive des Kults um den alleinigen Sieg, also ohne die Alliierten und die polnischen Truppenteile, begann erst zehn Jahre sp\u00e4ter.<br \/>\u00a0<br \/>Und erst nach dem Ende der Sowjetunion kamen die Menschen dann wieder zu pers\u00f6nlichem, zivilen Gedenken, \u00fcbrigens auch an die zivilen Opfer. Heute, in Putins Russland, wird alles wieder staatlich gelenkt was Erinnerungskultur betrifft. Beispielsweise war zum letzten 9. Mai das Mit-sich-Tragen von Fotos der im Krieg Verstorbenen in Russland pl\u00f6tzlich verboten. Die Jahre davor war es noch staatlich gepusht worden, 2024 aber hatte man vermutlich Angst, dass manche auch die im Krieg gegen die Ukraine Verstorbenen mit sich herumtragen k\u00f6nnten.<\/p>\n<blockquote class=\"zitat\">\n<p>\n                    Besucher, die am 9. Mai still gedenken wollen, die m\u00fcssen mittlerweile vormittags kommen, denn am Nachmittag wird es unangenehm, vielleicht sogar gef\u00e4hrlich auf dem Gel\u00e4nde.<\/p>\n<\/blockquote>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nIn Treptow allerdings waren diese Portraits im letzten Jahr wieder zu sehen. Ich habe da pers\u00f6nlich einen \u00e4lteren Herren angesprochen, wen er denn da vor sich herum tr\u00e4gt und er sagte: Seinen Vater. Wir haben uns dann gewundert, dass der altersm\u00e4\u00dfig gar nicht im Zweiten Weltkrieg gewesen sein konnte. War er auch nicht, stellte sich dann heraus. Der Vater war in Afghanistan eingesetzt von der Sowjetunion. Wir haben Informationen von unseren Partnerorganisationen in Russland, dass diese Leute sogar Geld bekommen aus Russland, wenn solche Verwirrungsfotos hier gezeigt werden.<br \/>\u00a0<br \/>Die Instrumentalisierung Treptows ist also in vollem Gange. Besucher, die am 9. Mai still gedenken wollen, die m\u00fcssen mittlerweile vormittags kommen, denn am Nachmittag wird es unangenehm, vielleicht sogar gef\u00e4hrlich auf dem Gel\u00e4nde.<\/p>\n<p>            <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"ts-image\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/1748201960_221_rbb-audio-rbb-88-8-08-05-2025-swetlana-oheim-100.jpg\" alt=\"Besucher und Polizeibeamte gehen am 08.05.2025 im sowjetischen Sowjetischen Ehrenmal Treptow in Richtung der haushohen Statue eines sowjetischen Soldaten. (Quelle: dpa-Bildfunk\/Sebastian Gollnow) \" title=\"Video: rbb|24 Abendschau | 08.05.2025 | Dorit Knieling | dpa-Bildfunk\/Sebastian Gollnow\"\/><\/p>\n<p>Tausende Besucher und einige Polizeieins\u00e4tze bei Gedenkveranstaltungen in Berlin<\/p>\n<p>            Mit vielen Gedenkveranstaltungen in Berlin und Brandenburg ist am Donnerstag an das Ende des Zweiten Weltkriegs in Europa vor 80 Jahren erinnert worden. Mit einem Gro\u00dfaufgebot sicherte die Polizei Orte und Veranstaltungen in der Hauptstadt &#8211; und hatte mehrere Eins\u00e4tze.<a href=\"https:\/\/www.rbb24.de\/panorama\/beitrag\/2025\/05\/1-900-polizisten-bei-gedenken-an-kriegsende-in-berlin-im-einsatz.html\" title=\"mehr\" class=\"textlink--extern\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">mehr<\/a><\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nHat sich denn infolge des Krieges etwas ver\u00e4ndert am Interesse und der Akzeptanz f\u00fcr die Erinnerungsarbeit, die Sie machen, hier in Deutschland?<br \/>\u00a0<br \/>Es ist da so wie mit der politischen Haltung zu Putins Russland im Allgemeinen. Alle sind f\u00fcr das Thema erstmal aktiviert und damit nimmt das Interesse zu. In die eine oder andere Richtung: Wir wollen ja Aufkl\u00e4rung leisten \u00fcber Stalinismus, Diktaturen und wie das heutige russische Regime konkret das Denkmal in Treptow benutzt. Wir als Memorial Deutschland standen von Anfang an f\u00fcr die Unterst\u00fctzung der Ukraine in diesem Krieg.<br \/>\u00a0<br \/>Nat\u00fcrlich haben wir viele Teilnehmer, die wollen dahingehend aufgekl\u00e4rt werden. Es gibt aber auch Teilnehmer, die wollen sich ihre Sowjetunion und ihre DDR m\u00f6glichst weich waschen. Dazu bietet diese Anlage auch Ansatzpunkte. Insgesamt macht es die F\u00fchrung aber auch interessanter, weil sich die Teilnehmer untereinander austauschen.<br \/>\u00a0<br \/>Vielen Dank f\u00fcr das Gespr\u00e4ch.<br \/>\u00a0<br \/>Das Interview f\u00fchrte Simon Wenzel.<\/p>\n<p>                                        <a class=\"backlink__link\" href=\"https:\/\/www.rbb24.de\/politik\/beitrag\/2025\/05\/gedenken-80-jahre-kriegsende-ehrenmal-treptow-fuehrungen-berlin-memorial-interview.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p>                                                <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" alt=\"Rundfunk Berlin-Brandenburg\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/1745108282_195_lra-rbb-logo-100.svg.svg+xml\" height=\"40\" width=\"40\"\/><\/p>\n<p>                                        <\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 09.05.2025 10:30 Uhr Rund um den 9. 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