{"id":139766,"date":"2025-05-26T00:32:18","date_gmt":"2025-05-26T00:32:18","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/139766\/"},"modified":"2025-05-26T00:32:18","modified_gmt":"2025-05-26T00:32:18","slug":"hatten-ein-sehr-nettes-gespraech-trump-verschiebt-zusaetzliche-eu-zoelle-bis-zum-9-juli","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/139766\/","title":{"rendered":"\u201eHatten ein sehr nettes Gespr\u00e4ch\u201c \u2013 Trump verschiebt zus\u00e4tzliche EU-Z\u00f6lle bis zum 9. Juli"},"content":{"rendered":"<p>Nach einem Telefonat mit Ursula von der Leyen verk\u00fcndet Donald Trump, die Einf\u00fchrung von Extraz\u00f6llen in H\u00f6he von 50 Prozent f\u00fcr die Europ\u00e4ische Union bis zum 9. Juli zu verschieben. Der US-Pr\u00e4sident lobt zudem das Gespr\u00e4ch mit der EU-Kommissionspr\u00e4sidentin.<\/p>\n<p class=\"is-first-paragraph\" data-external=\"Article.FirstParagraph\">Im globalen Handelsstreit zeichnet sich eine erste Ann\u00e4herung zwischen der EU und den USA ab. US-Pr\u00e4sident Donald Trump will die Einf\u00fchrung der von ihm f\u00fcr Anfang Juni angek\u00fcndigten neuen Z\u00f6lle auf Einfuhren aus der EU um gut einen Monat verschieben. Der Start der geplanten zus\u00e4tzlichen Importgeb\u00fchren in H\u00f6he von 50 Prozent werde auf den 9. Juli verschoben, teilte Trump nach einem Gespr\u00e4ch mit EU-Kommissionspr\u00e4sidentin Ursula von der Leyen mit. \u201eWir hatten ein sehr nettes Gespr\u00e4ch und ich habe zugestimmt, es zu verschieben\u201c, sagte Trump Reportern am Sonntag (Ortszeit) auf seinem R\u00fcckweg nach Washington.<\/p>\n<p>Trump \u00e4u\u00dferte sich im US-Bundesstaat New Jersey kurz vor seinem Abflug mit der Pr\u00e4sidentenmaschine Air Force One. Von der Leyen habe ihn angerufen und um eine Verl\u00e4ngerung der Frist gebeten. \u201eSie hat gesagt, dass sie ernsthafte Verhandlungen beginnen m\u00f6chte\u201c, sagte Trump. Er habe nach dem \u201esehr guten Gespr\u00e4ch\u201c zugestimmt, das Datum \u201eauf den 9. Juli zu verschieben\u201c. \u201eIch habe zugestimmt und sie hat mir gesagt, dass wir uns schnell treffen werden und schauen, ob wir eine L\u00f6sung finden k\u00f6nnen.\u201c<\/p>\n<p>Von der Leyen erkl\u00e4rte am Sonntag in einem Beitrag auf X, Europa sei bereit, die Gespr\u00e4che rasch und entschlossen voranzutreiben, doch werde \u201eviel Zeit bis zum 9. Juli\u201c ben\u00f6tigt. An diesem Datum h\u00e4tte Trumps 90-t\u00e4gige Aussetzung seiner sogenannten gegenseitigen Z\u00f6lle enden sollen. Im Rahmen der im April angek\u00fcndigten gegenseitigen Zolls\u00e4tze h\u00e4tte die EU einen Zoll von 20 Prozent erheben sollen. <\/p>\n<p>Doch Trump drohte am Freitag mit der <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/ausland\/article256161350\/Ab-Juni-Trump-droht-EU-mit-Zoellen-in-Hoehe-von-50-Prozent.html\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/politik\/ausland\/article256161350\/Ab-Juni-Trump-droht-EU-mit-Zoellen-in-Hoehe-von-50-Prozent.html&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Einf\u00fchrung h\u00f6herer Z\u00f6lle von 50 Prozent <\/a>gegen die EU, nachdem er sich dar\u00fcber beschwert hatte, dass die EU die Verhandlungen verschleppe und US-Unternehmen mit Klagen und Regulierungen unfair ins Visier nehme. \u201eIch bin nicht auf der Suche nach einem Deal\u201c, sagte Trump im Wei\u00dfen Haus. <\/p>\n<p>Trumps j\u00fcngste Zolldrohung w\u00fcrde den Warenhandel zwischen den USA und der EU im Wert von 321 Milliarden Dollar treffen. Die zus\u00e4tzlichen Aufschl\u00e4ge w\u00e4ren f\u00fcnfmal so viel wie der derzeitige Zoll von zehn Prozent auf die meisten Produkte. F\u00fcr Autos oder Aluminium gilt dagegen bereits ein h\u00f6herer Satz von 25 Prozent. Das w\u00fcrde das US-Bruttoinlandsprodukt um fast 0,6 Prozent senken und die Preise um mehr als 0,3 Prozent in die H\u00f6he treiben, wie aus Berechnungen von Bloomberg Economics hervorgeht.<\/p>\n<p>Europas Vorschl\u00e4ge zur Beilegung des Zoll-Streits gingen Trump nicht weit genug<\/p>\n<p>Insgesamt sieht die EU Trumps Z\u00f6lle als nicht gerechtfertigt und unvereinbar mit den Regeln der Welthandelsorganisation (WTO) an. Sie betont, dass sie entschiedene Ma\u00dfnahmen gegen US-Z\u00f6lle einf\u00fchren wird, sollten die Verhandlungen scheitern. Dazu sollen unter anderem Gegenz\u00f6lle geh\u00f6ren.<\/p>\n<p>Trotz leiser Gegendrohungen setzt die EU-Kommission bislang jedoch <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article256163972\/Nach-US-Ankuendigung-Chef-Handelspolitiker-des-EU-Parlaments-droht-im-Zollstreit-mit-Trump-mit-Gegenzoellen.html\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article256163972\/Nach-US-Ankuendigung-Chef-Handelspolitiker-des-EU-Parlaments-droht-im-Zollstreit-mit-Trump-mit-Gegenzoellen.html&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">weiter auf Verhandlungen<\/a>, wie Pr\u00e4sidentin von der Leyen mit ihrem Anruf beim US-Pr\u00e4sidenten einmal mehr unterstreicht. Nach Monaten der Ignoranz ist die Trump-Regierung nun zumindest bereit, mit der EU zu verhandeln. Dieser Vorgang an sich d\u00fcrfte in Br\u00fcssel bereits als Fortschritt gewertet werden, bem\u00fchte sich von der Leyen seit dessen Wiederwahl doch lange vergeblich um einen Gespr\u00e4chstermin beim US-Pr\u00e4sidenten. <\/p>\n<p>Um den aktuellen Handelsstreit zu entsch\u00e4rfen, hat die EU den USA bereits eine Vereinbarung zur gegenseitigen Aufhebung aller Z\u00f6lle auf Industrieg\u00fcter angeboten. Die Trump-Regierung ist darauf bislang aber nicht eingegangen. <\/p>\n<p>Neben Zolldeals gelten auch neue Abkommen als eine Option. Nach Einsch\u00e4tzung der EU-Kommission k\u00f6nnten die EU und Trump etwa einen neuen Deal zum Ausbau amerikanischer Exporte von Fl\u00fcssiggas (LNG) schlie\u00dfen. Zudem w\u00e4re es m\u00f6glich, mehr Milit\u00e4rtechnik und Agrarg\u00fcter zu importieren, um das US-Handelsdefizit mit der EU abzubauen. <\/p>\n<p>Doch die EU hat nach wie vor Schwierigkeiten damit, zu verstehen, was Trump in den Zollverhandlungen tats\u00e4chlich anstrebt. \u201eUnsere Gespr\u00e4che f\u00fchren zu nichts!\u201c, beklagte Trump zuletzt auf Truth Social, nachdem nach Wochen der Verhandlungen zwischen den beiden Handels-Gro\u00dfm\u00e4chten kaum Fortschritte erzielt wurden. \u201eIch glaube, der Pr\u00e4sident ist der Ansicht, dass die Vorschl\u00e4ge der EU nicht die gleiche Qualit\u00e4t aufweisen wie die unserer anderen wichtigen Handelspartner\u201c, sagte US-Finanzminister Scott Bessent noch am Freitag dem US-Sender \u201eFox News\u201c.<\/p>\n<p>Trump st\u00f6rt sich an Mehrwertsteuer in Europa<\/p>\n<p>Regierungsvertreter beider Seiten haben bereits angedeutet, dass die EU und die USA ihre Z\u00f6lle auf viele Waren auf null senken k\u00f6nnten. So steht beispielsweise ein Freihandelsabkommen f\u00fcr Industrieg\u00fcter zur Diskussion. Doch Trump konzentriert sich in erster Linie auf das, was er als \u201enichttarif\u00e4re Handelshemmnisse\u201c bezeichnet. Der US-Pr\u00e4sident hat es laut der \u201e<a class=\"is-link c-block-items__link is-external c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.nytimes.com\/2025\/05\/24\/world\/europe\/europe-trade-trump-50-percent-threat.html\" title=\"(Link wird in einem neuen Tab ge\u00f6ffnet)\" rel=\"nofollow noopener\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.nytimes.com\/2025\/05\/24\/world\/europe\/europe-trade-trump-50-percent-threat.html&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" target=\"_blank\">New York Times<\/a>\u201c zum Beispiel auf die Mehrwertsteuer abgesehen. Die Verbrauchssteuer w\u00fcrde Trump in der EU gerne abgeschafft sehen  \u2013 eine Ma\u00dfnahme, die den Verhandlungsf\u00fchrern zufolge f\u00fcr die EU nicht zur Debatte steht. US-Regierungsvertreter deuteten laut der US-Zeitung zudem an, Europa solle die Hygienestandards f\u00fcr Lebensmittel \u00e4ndern, um mehr amerikanisches Rindfleisch zu importieren \u2013 bislang ein weiteres aussichtsloses Unterfangen.<\/p>\n<p>Der stellvertretende US-Finanzminister Michael Faulkender hatte am Sonntag einige Stunden vor Trumps Zoll-Kehrtwende in der Fox-Sendung \u201eSunday Morning Futures\u201c erkl\u00e4rt, die USA st\u00fcnden vor der \u201eHerausforderung\u201c, als Block mit der EU \u00fcber Z\u00f6lle zu verhandeln und gleichzeitig die meisten dieser \u201enichttarif\u00e4ren Handelshemmnisse\u201c in Gespr\u00e4chen mit einzelnen europ\u00e4ischen L\u00e4ndern anzugehen, was ein \u201eVerhandlungsproblem\u201c schaffe. Wie um genau diese These zu beweisen, unterzeichnete die Trump-Regierung im Mai ihr <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/ausland\/article256086856\/Donald-Trump-verkuendet-USA-schliessen-Handelsdeal-mit-Grossbritannien.html\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/politik\/ausland\/article256086856\/Donald-Trump-verkuendet-USA-schliessen-Handelsdeal-mit-Grossbritannien.html&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">erstes Handelsabkommen mit Gro\u00dfbritannien<\/a> \u2013 ausgerechnet mit der Nation, die aus der EU ausgetreten ist. <\/p>\n<p>Um die fest gefahrenen Gespr\u00e4che voranzutreiben, legte die EU den USA letzte Woche einen neuen Handelsvorschlag vor. Zudem telefonierte der Handelskommissar der EU, Maros Sefcovic, am Freitag mit seinem US-Amtskollegen Jamieson Greer. F\u00fcr den Moment, so scheint es, hat die EU zus\u00e4tzliche Zeit gewonnen, um weiter mit den USA zu verhandeln \u2013 und um zu zeigen, dass sie wirtschaftlich doch noch dieselbe Sprache sprechen.<\/p>\n<p>mit Bloomberg, dpa<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Nach einem Telefonat mit Ursula von der Leyen verk\u00fcndet Donald Trump, die Einf\u00fchrung von Extraz\u00f6llen in H\u00f6he von&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":139767,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[5],"tags":[114,7736,13,9497,14,15,110,12,49635,10,8,9,11,113,9498,49634],"class_list":{"0":"post-139766","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-nachrichten","8":"tag-donald-geb-1946","9":"tag-europaeische-union-eu","10":"tag-headlines","11":"tag-leyen","12":"tag-nachrichten","13":"tag-news","14":"tag-newsteam","15":"tag-schlagzeilen","16":"tag-strafzoelle-ks","17":"tag-top-news","18":"tag-top-meldungen","19":"tag-topmeldungen","20":"tag-topnews","21":"tag-trump","22":"tag-ursula-von-der","23":"tag-zoelle-ks"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114571322126471265","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/139766","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=139766"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/139766\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/139767"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=139766"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=139766"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=139766"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}