{"id":139871,"date":"2025-05-26T01:37:22","date_gmt":"2025-05-26T01:37:22","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/139871\/"},"modified":"2025-05-26T01:37:22","modified_gmt":"2025-05-26T01:37:22","slug":"yoko-ono-performance-scheitert-an-berlin-kultur","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/139871\/","title":{"rendered":"Yoko Ono Performance scheitert an Berlin &#8211; Kultur"},"content":{"rendered":"<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1ylqqlw\">Am Freitagabend wurde in Berlin eine der bekanntesten Performances des 20. Jahrhunderts aufgef\u00fchrt, allerdings mit deutlichem Schlag ins 21. Jahrhundert. Die in Berlin lebende kanadische Elektromusikerin Peaches f\u00fchrte im Gropius Bau Yoko Onos \u201eCut Piece\u201c auf, dessen ungem\u00fctliche Handlungsanordnung das Publikum auffordert, sich mit einer bereitliegenden Schere an der Kleidung der performenden Person zu schaffen zu machen. Jeder, der will, darf ihr etwas vom K\u00f6rper schneiden und das ergatterte St\u00fcck Stoff dann auch behalten.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1ylqqlw\"><a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/projekte\/artikel\/kultur\/yoko-ono-90-geburtstag-john-lennon-wiki-e188302\/?reduced=true\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Als Yoko Ono<\/a> diese <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/Performance\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Performance<\/a> urauff\u00fchrte, 1964 in Kyoto, war das unerh\u00f6rt gewagt. Nacktheit auf der B\u00fchne war skandal\u00f6s, noch dazu in Japan. Aber die Frage war auch: Wie weit w\u00fcrde das Publikum gehen? Das Ganze ist eine bemerkenswerte Kreuzung aus Sit-in und Milgram-Experiment, und weil es eine Frau war, die sich hier vors\u00e4tzlich potenziell entkleiden lie\u00df, wurde die Performance als feministisch ausgelegt, auch wenn Yoko Ono sagte, so habe sie das gar nicht gemeint, es sei eher buddhistisch inspiriert. \u201eCut Piece\u201c ist seither ungez\u00e4hlte Male aufgef\u00fchrt worden, insgesamt sechsmal von Yoko Ono selbst, zuletzt 2003, im Alter von 70 Jahren, in Paris. Auch in Berlin war die Performance schon zu sehen, 2023 gab es in der Neuen Nationalgalerie mehrere Auff\u00fchrungen mit wechselnden Performern, \u00fcbrigens auch M\u00e4nnern.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/projekte\/artikel\/gesellschaft\/peaches-madonna-lost-in-translation-berlin-beyonc-e380155\/\" aria-label=\"Artikelverlinkung:\" data-track-szde=\"{&quot;event&quot;:&quot;teaser_clicked&quot;,&quot;teaser_clicked&quot;:{&quot;article_title&quot;:&quot;ich_war_da_und_dann_kam_der_mainstream_in_meine_richtung&quot;,&quot;doctype&quot;:&quot;&quot;,&quot;label&quot;:&quot;szplus&quot;,&quot;main_topic&quot;:&quot;promis&quot;,&quot;object_id&quot;:&quot;er.e380155&quot;,&quot;pcat&quot;:&quot;paid&quot;,&quot;section&quot;:&quot;gesellschaft&quot;,&quot;teaser_type&quot;:&quot;article_teaser_top&quot;}}\" data-manual=\"teaser-url\" data-tb-link=\"\" aria-labelledby=\"teaser-httpswwwsueddeutschedeprojekteartikelgesellschaftpeaches-madonna-lost-in-translation-berlin-beyonc-e380155\" class=\"css-14tg8sh\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/9b3a0ba8-0336-4d50-aca9-6e3f7739143a.jpeg\"   alt=\"\" loading=\"lazy\" class=\"css-8atqhb\"\/><\/p>\n<p>Feminismus<\/p>\n<p>:\u201eIch war da, und dann kam der Mainstream in meine Richtung\u201c<\/p>\n<p class=\"css-a6ecqs\" data-manual=\"teaser-text\" data-tb-description=\"\" data-schema-org-speakable=\"true\">Sie ist radikal, wild, und eigentlich immer vorne dran: Die S\u00e4ngerin Peaches \u00fcber Fans, denen sie die Finger brechen wollte, ihr Leben in Berlin \u2013 und dar\u00fcber, was sie inzwischen von Madonna h\u00e4lt.<\/p>\n<p>SZ PlusInterview von Johanna Adorj\u00e1n<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1ylqqlw\">Auch Peaches f\u00fchrte \u201eCut Piece\u201c schon einmal auf, 2013 in London. Yoko Ono war damals im Publikum und sagte anschlie\u00dfend, es sei die beste Performance von \u201eCut Piece\u201c gewesen, die sie je gesehen habe. Die Erwartungen an den Abend im Gropius-Bau, in dem gerade eine gro\u00dfe Yoko-Ono-Ausstellung zu sehen ist, waren also hoch. Die Veranstaltung war sofort ausverkauft, 700 Leute ergatterten eine Karte. Damit ist das Atrium, in dem ein Podium aufgestellt wurde, gesteckt voll. Das Publikum sieht gr\u00f6\u00dftenteils aus wie bei einem Peaches-Konzert, also auf schillernde Weise interessant oder jedenfalls irgendetwas darstellend, aber es sitzen auch v\u00f6llig normal angezogene Familien mit Kindern auf dem harten Steinkachelboden und Leute aus dem Berliner Kunstbetrieb.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1ylqqlw\">Mit doppelter akademischer Versp\u00e4tung betritt die Hauptperson die B\u00fchne. Sie sieht sehr theatralisch aus in einem knallpinken langen, vorn gewickelten Kleid mit Seitensch\u00e4rpe und so spitz aufragenden Schulterpolstern, dass sie den Kopf dazwischen tr\u00e4gt. Ihre F\u00fc\u00dfe stecken in strassverzierten Plastik-Plateauschlappen. Ihre Frisur sieht ohnehin aus, als h\u00e4tten sich bereits Leute mit Scheren rechts und links daran vergn\u00fcgt. Huldvoll nimmt Peaches auf dem Podest den Platz ein, den sie nun eineinhalb Stunden lang halten wird \u2013 mit einer Gewichtsverlagerung auf die andere Seite. Eine Hand aufgest\u00fctzt, die Beine seitlich angewinkelt sitzt sie da wie die kleine Meerjungfrau in Kopenhagen auf ihrem Stein. Ein kleines L\u00e4cheln umspielt ihre Mundwinkel, ihr Blick geht in die Ferne, als sehe sie in einen imaginierten Sonnenuntergang.<\/p>\n<p>Keine Scham, keine Scheu \u2013 aber klar, wir sind ja in Berlin<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1ylqqlw\">Los geht es, Stille senkt sich \u00fcber den Saal. Bestimmt eine Sekunde h\u00e4lt sie an, dann haben sich aus allen vier Himmelsrichtungen Schlangen vor dem Podium gebildet, und ehe man sich\u2019s versieht, sind auch schon die ersten Personen mit frisch abgeschnittenen pinken St\u00fcckchen Stoff wieder von der B\u00fchne abgegangen, und gerade schneidet ihr jemand ein bisschen was von der rechten Schulterspitze ab. Es geht wirklich sofort zur Sache. Ohne Scheu, H\u00f6flichkeit oder so etwas wie Scham. Aber das ist ja auch Berlin, hier wird nicht lang gefackelt, sondern der Berliner Performancebesucher will, zack zack, sein Gallery-Weekend-Souvenir.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1ylqqlw\">Mit beachtlicher Zielstrebigkeit schneiden die ersten zwanzig, drei\u00dfig Leute Peaches St\u00fccke von ihrem bestimmt teuren Designerkleid. Und es sind alles Leute, die definitiv aussehen, als w\u00fcssten sie, was der neuerdings dauernd zu h\u00f6rende Begriff holding space bedeutet. Aber niemand nimmt sich einen Moment, es kommt null Spannung auf zwischen den Akteuren auf der B\u00fchne, es ist einfach ganz platt, so, als g\u00e4be es da was umsonst. Man sieht Leuten dabei zu, wie sie was erledigen. Oder eben auch nicht. Die Stimmung im Atrium wird unkonzentriert und verliert sich im Albernen.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/kultur\/yoko-ono-tate-modern-london-ausstellung-1.6359292\" aria-label=\"Artikelverlinkung:\" data-track-szde=\"{&quot;event&quot;:&quot;teaser_clicked&quot;,&quot;teaser_clicked&quot;:{&quot;article_title&quot;:&quot;jenseits_von_beatles_und_bed_ins&quot;,&quot;doctype&quot;:&quot;&quot;,&quot;label&quot;:&quot;szplus&quot;,&quot;main_topic&quot;:&quot;kunst&quot;,&quot;object_id&quot;:&quot;sz.1.6359292&quot;,&quot;pcat&quot;:&quot;paid&quot;,&quot;section&quot;:&quot;kultur&quot;,&quot;teaser_type&quot;:&quot;article_teaser_top&quot;}}\" data-manual=\"teaser-url\" data-tb-link=\"\" aria-labelledby=\"teaser-httpswwwsueddeutschedekulturyoko-ono-tate-modern-london-ausstellung-16359292\" class=\"css-14tg8sh\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/467049cb-565b-48ae-a42e-7ce10af174d9.jpeg\"   alt=\"\" loading=\"lazy\" class=\"css-8atqhb\"\/><\/p>\n<p>Ausstellung von Yoko Ono in London<\/p>\n<p>:Jenseits von &#8222;Beatles&#8220; und &#8222;Bed-ins&#8220;<\/p>\n<p class=\"css-a6ecqs\" data-manual=\"teaser-text\" data-tb-description=\"\" data-schema-org-speakable=\"true\">Zum 90. Geburtstag widmet die Tate Modern der K\u00fcnstlerin Yoko Ono eine Werkschau, die auch den Briten endg\u00fcltig ihre kunsthistorische Bedeutung beweisen soll.<\/p>\n<p>SZ PlusVon Alexander Menden<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1ylqqlw\">Das ist nat\u00fcrlich schade bei einer der bedeutendsten Performances der Performancegeschichte. Das Genre lebt ja von einem gewissen Ernst, der einer solchen Interaktion eine, irgendeine Bedeutung verleiht. Andererseits l\u00e4sst sich dar\u00fcber nachdenken, ob es nicht ein positives Zeichen f\u00fcr den gesellschaftlichen Fortschritt ist, wenn nichts Bedrohliches mehr darin mitschwingt, Menschen dabei zuzusehen, wie sie einer Frau auf einer B\u00fchne Kleider vom Leib schneiden.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1ylqqlw\">Vielleicht wird die Frau als solche ja nicht l\u00e4nger als ausgeliefert und schwach gelesen wie noch in den Sechzigerjahren, vor sechzig Jahren also, als die gesamte New Yorker Carnegie Hall den Atem anhielt, als ein Mann aus dem Publikum der unbewegt dasitzenden Yoko Ono erst das Unterhemd, dann die BH-Tr\u00e4ger durchschnitt. Hinzu kommt nat\u00fcrlich, dass Peaches als K\u00fcnstlerin selbst offensiv mit Nacktheit spielt. Sie ist oben ohne aufgetreten, als Vagina verkleidet und mit umgeschnallter Penisprothese. Das Publikum mag in dem Umstand, dass ihr Fremde die Kleidung wegschneiden, also weniger etwas Gewaltvolles sehen als vielmehr ein fr\u00f6hliches Happening. Denn schlie\u00dflich: Was bedeutet Nacktheit heute schon noch, zumal f\u00fcr eine Ikone queerer Bodypositivity?<\/p>\n<p>Die Stimmung kippt ins schwer erziehbare Fach<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1ylqqlw\">Das Publikum geht so eifrig zur Sache, dass das Ganze etwas von Grabbeltisch hat. Dabei verhalten sich erst mal alle betont gewaltfrei, schnibbeln jeweils nur ein winziges Fitzelchen Stoff ab, bevorzugt von der Sch\u00e4rpe, die mit Peaches so viel zu tun hat wie ein neben ihr liegender Teppich. So geht das eine wahnsinnig lange Weile. Interessanterweise ist es dann eine Frau, die Peaches irgendwann eine Brust entbl\u00f6\u00dft. Eine andere Frau wird sp\u00e4ter mit chirurgischer Pr\u00e4zision das Oberteil entfernen und den Stoff unterhalb des Bauchnabels drastisch minimieren. Aber vielleicht ist das auch gar nicht interessant, sondern einfach nur logisch im heutigen Klima. Wie s\u00e4he das aus, wenn ein Mann so was t\u00e4te, und welcher Mann w\u00fcrde das wagen? Ist ja vielleicht auch gut so. Oder spielt keine Rolle mehr.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1ylqqlw\">Das Publikum entscheidet dar\u00fcber, wie \u201eCut Piece\u201c wird. Je nachdem, wie es sich verh\u00e4lt, ger\u00e4t die Performance. In Berlin kippt die Stimmung nun bald ins schwer erziehbare Fach. Es beginnt damit, dass jemand sich sein Hemd auszieht, einen Streifen davon abtrennt und diesen der zu diesem Zeitpunkt noch fast g\u00e4nzlich bekleideten Peaches um den Hals h\u00e4ngt. Danach setzt ihr jemand ein Baseballcap auf. Dann schneidet sich jemand selbst eine Haarstr\u00e4hne ab und legt diese Peaches vor die F\u00fc\u00dfe. Die Performance hat sp\u00e4testens hier jeden Rest von W\u00fcrde verloren. Auf dem Podium geht es nun zu wie in einem Hort f\u00fcr Kinder. Die meisten, die jetzt die B\u00fchne betreten, wollen nur zeigen, dass auch sie Performer sind. Jemand klebt Peaches einen Aufkleber auf die Brust. Jemand malt mit Lippenstift ein Herz daneben. Jemand klemmt Peaches mit einer Haarspange die Kleiderreste vor der Brust zusammen. Peaches hat jetzt mehr an als vorher. Was da performed wird, ist weniger \u201eCut Piece\u201c als vielmehr \u201eHey Leute, wir dekorieren einen Star!\u201c.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"Das Publikum entscheidet dar\u00fcber, wie \u201eCut Piece\u201c wird. In diesem sehr spezifisch berlinerischen Fall wird es einfach nur peinlich \u2013 nicht f\u00fcr Yoko Ono, nicht f\u00fcr Peaches, aber f\u00fcr das Publikum.\" data-manual=\"overline, headerImageCaption, headerImageSrc, headerImageSrcSet\" data-testid=\"responsive-image\" loading=\"lazy\"  src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/6d1fbc47-c2f3-41ec-bb5e-bf0bd7e87b15.jpeg\"  role=\"button\" tabindex=\"0\" class=\"css-y4bre2\"\/>Das Publikum entscheidet dar\u00fcber, wie \u201eCut Piece\u201c wird. In diesem sehr spezifisch berlinerischen Fall wird es einfach nur peinlich \u2013 nicht f\u00fcr Yoko Ono, nicht f\u00fcr Peaches, aber f\u00fcr das Publikum. (Foto: Holger Talinski\/Gropius Bau)<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1ylqqlw\">Jemand entwendet die Schere. (Ja, wirklich!) Jemand setzt Peaches Kopfh\u00f6rer auf. Jemand wirft sich vor sie und entl\u00e4sst einen gezielten Furz. Peaches nimmt das alles g\u00fctig l\u00e4chelnd hin. Vielleicht st\u00f6rt es sie, vielleicht nicht, vielleicht sind das genau die Menschen, die sie mag, crazy Privatperformer, zu Hause in ihrem eigenen Sub-Universum. Vielleicht st\u00f6rt es sie auch nicht, dass ihr eine Frau ein schlammfarbenes Tuch in den Scho\u00df wirft, das jemand in der ersten Reihe als Pal\u00e4stinensertuch erkennt, woraufhin diese Person emp\u00f6rt \u201eFrom Hamas!\u201c rufend den Saal verl\u00e4sst. Es folgt nat\u00fcrlich das im Kunstumfeld obligatorische \u201eFree Palestine\u201c-Gepl\u00e4rre. Sp\u00e4testens jetzt ist die Performance ein Kasperletheater. H\u00fcllen wir das Tuch des Vergessens \u00fcber alles, was noch folgt, inklusive des Traumt\u00e4nzers mit dem Stirnband, der seiner inneren Stimme folgend auf der B\u00fchne sein Oberteil auszieht und sich neben Peaches in den Schneidersitz setzt. Sekunden sp\u00e4ter sitzen weitere Zuschauer hinter den beiden. Einer von ihnen tr\u00e4gt ein T-Shirt, auf dem \u201eBratwurst\u201c steht.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1ylqqlw\">Egal, egal, egal. Irgendwann ist auch diese Pr\u00fcfung vor\u00fcber. \u00dcbrigens nicht, wie es Onos Instruktion vorsieht, weil die Performerin oder der Performer das beschlie\u00dft, sondern hier startet das Publikum irgendwann von ganz allein den durchaus begeisterten Schlussapplaus. Peaches performt da eigentlich noch. Man hat sie inzwischen der \u00fcber sie geworfenen Altkleidersammlung wieder entledigt und sie sitzt nackt auf der B\u00fchne \u2013 mit Sticker auf der Brust, neuer Flechtfrisur und ein paar Malereien auf der Haut. Auf ein Zeichen hin bekommt sie einen Kimono und Schlappen gebracht. Sie schl\u00fcpft hinein, erhebt sich huldvoll wie eine K\u00f6nigin, \u00fcber den ganzen l\u00e4cherlichen Berliner Ego-Zirkus um Klassen erhaben, und schreitet von der B\u00fchne.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Am Freitagabend wurde in Berlin eine der bekanntesten Performances des 20. 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