{"id":140542,"date":"2025-05-26T08:05:09","date_gmt":"2025-05-26T08:05:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/140542\/"},"modified":"2025-05-26T08:05:09","modified_gmt":"2025-05-26T08:05:09","slug":"grassi-museum-leipzig-sexismus-debatte-um-nackte-skulptur","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/140542\/","title":{"rendered":"Grassi Museum Leipzig: Sexismus-Debatte um nackte Skulptur"},"content":{"rendered":"<p><a name=\"Kunsthistorisch\">Kunsthistorisch<\/a> gilt nackte Venus nicht als sexistisch<\/p>\n<p class=\"text\">\nDer Museumsdirektor warnte davor, heutige moralische Ma\u00dfst\u00e4be auf historische Kunstwerke zu \u00fcbertragen. &#8222;Wenn Sie in die Kunstgeschichte schauen, so ist die Auseinandersetzung mit dem menschlichen K\u00f6rper \u2013 gleich welchen Geschlechts \u2013 etwas, was sich \u00fcber alle Zeiten vollzieht. Daran eine Diskriminierung festzumachen, halte ich f\u00fcr verfehlt.&#8220;\n<\/p>\n<p class=\"text\">\nDie Skulptur im Grassi Museum stehe exemplarisch f\u00fcr die Auseinandersetzung mit der Antike im Klassizismus und f\u00fcge sich, so Thormann weiter, hervorragend in das Ausstellungskonzept des Hauses ein.\n<\/p>\n<p>Skulptur wird im Grassi Museum <a name=\"wuerdevoll\">w\u00fcrdevoll<\/a> pr\u00e4sentiert<\/p>\n<p class=\"text\">\nVon dem Vorwurf des Sexismus habe das Museum im Vorfeld nichts gewusst, betonte der Direktor. Man sei lediglich dar\u00fcber informiert worden, dass die Skulptur zuvor im Eingangsbereich einer Beh\u00f6rde stand.\n<\/p>\n<p class=\"text\">\nAls Museum habe man sich bewusst f\u00fcr eine neue Pr\u00e4sentation entschieden: &#8222;Als wir die Plastik \u00fcbernommen haben, stand sie auf einem sehr flachen und unansehnlichen Sandsteinsockel, nur zehn Zentimeter hoch. Damit war ihre W\u00fcrde und Ausstrahlung nicht wirklich gegeben&#8220;, erkl\u00e4rte Thormann.\n<\/p>\n<blockquote>\n<p class=\"text\">Wenn man ein Kunstwerk nicht gut pr\u00e4sentiert, kann die Wahrnehmung fehlgeleitet werden, vielleicht in einer Art und Weise, die solche Anw\u00fcrfe beg\u00fcnstigt<\/p>\n<p>Olaf Thormann, Direktor des Grassi Museums f\u00fcr Angewandte Kunst<\/p>\n<\/blockquote>\n<p class=\"text\">\nDie Skulptur stehe nun auf einem deutlich h\u00f6heren Sockel und werde gezielt ausgeleuchtet. Ziel sei es, die Figur &#8222;w\u00fcrdig und sch\u00f6n&#8220; erlebbar zu machen. &#8222;Wenn man ein Kunstwerk nicht gut pr\u00e4sentiert, kann die Wahrnehmung fehlgeleitet werden \u2013 vielleicht in einer Weise, die solche Anw\u00fcrfe beg\u00fcnstigt&#8220;, so der Museumsdirektor.\n<\/p>\n<p>Geh\u00f6rte einst zur Sammlung von Hermann<a name=\"Goering\"> G\u00f6ring<\/a><\/p>\n<p class=\"text\">\nDie Bronze-Skulptur ist eine Kopie der ber\u00fchmten Venus Medici aus Florenz und wurde im fr\u00fchen 18. Jahrhundert gefertigt. Laut Grassi Museum geh\u00f6rte sie einst zur Kunstsammlung des <a href=\"https:\/\/www.mdr.de\/geschichte\/ns-zeit\/holocaust\/wannseekonferenz-roland-freisler-reinhard-heydrich-adolf-eichmann-judenfrage100.html\" title=\"Die Logistiker des Todes: Wannsee-Konferenz\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">nationalsozialistischen Politikers Hermann G\u00f6ring<\/a>. Nach Kriegsende sei sie in einem See versenkt und erst 1990 geborgen worden. Heute befinde sie sich im Besitz der Kunstverwaltung des Bundes.\n<\/p>\n<p class=\"text\">\nZuletzt stand die Skulptur im Berliner Bundesamt f\u00fcr zentrale Dienste und offene Verm\u00f6gensfragen, wo sie auf Wunsch der Gleichstellungsbeauftragten entfernt wurde.\n<\/p>\n<p class=\"text\">\nQuellen: MDR AKTUELL, Grassi Museum f\u00fcr Angewandte Kunst, Kunstverwaltung des Bundes, redaktionelle Bearbeitung: vp<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Kunsthistorisch gilt nackte Venus nicht als sexistisch Der Museumsdirektor warnte davor, heutige moralische Ma\u00dfst\u00e4be auf historische Kunstwerke zu&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":140543,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1832],"tags":[3364,29,30,66,71,81,859],"class_list":{"0":"post-140542","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-leipzig","8":"tag-de","9":"tag-deutschland","10":"tag-germany","11":"tag-kulturnachrichten","12":"tag-leipzig","13":"tag-mdr","14":"tag-sachsen"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114573103863538311","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/140542","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=140542"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/140542\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/140543"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=140542"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=140542"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=140542"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}