{"id":140759,"date":"2025-05-26T10:05:09","date_gmt":"2025-05-26T10:05:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/140759\/"},"modified":"2025-05-26T10:05:09","modified_gmt":"2025-05-26T10:05:09","slug":"sauberes-abwasser-bedeutet-mehr-sauberes-trinkwasser-und-lebensraum-fuer-tiere-und-pflanzen-ministerium-fuer-klimaschutz-umwelt-energie-und-mobilitaet-des-landes-rheinland-pfalz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/140759\/","title":{"rendered":"\u201eSauberes Abwasser bedeutet mehr sauberes Trinkwasser und Lebensraum f\u00fcr Tiere und Pflanzen\u201c . Ministerium f\u00fcr Klimaschutz, Umwelt, Energie und Mobilit\u00e4t des Landes Rheinland-Pfalz"},"content":{"rendered":"<p>\u201eWir m\u00fcssen alles daf\u00fcr tun, auch in Zukunft gen\u00fcgend sauberes Wasser f\u00fcr alle zu haben. In Rheinland-Pfalz wird der Gro\u00dfteil unseres Trinkwassers aus Grundwasser und Uferfiltrat gewonnen. Die Erderhitzung f\u00fchrt aber dazu, dass es immer weniger verf\u00fcgbares Wasser gibt und sich dort immer mehr Schadstoffe anreichern. Deshalb m\u00fcssen wir einerseits den Klimawandel aufhalten und gleichzeitig daf\u00fcr sorgen, dass unser Wasser sauber bleibt. Der Bau einer zus\u00e4tzlichen Reinigungsstufe in Kl\u00e4ranlagen ist dabei ein wichtiges Instrument\u201c, so Klimaschutzministerin Katrin Eder am heutigen Montag auf dem Gel\u00e4nde der Kl\u00e4ranlage Mainz. Dort \u00fcberreichte sie einen weiteren F\u00f6rderbescheid in H\u00f6he von vier Millionen Euro zum Ausbau einer vierten \u2013 und damit zus\u00e4tzlichen Reinigungsstufe. Die Mainzer Kl\u00e4ranlage ist dabei landesweit die gr\u00f6\u00dfte kommunale Kl\u00e4ranlage und gleichzeitig auch die erste, die eine solche baut. Insgesamt werden nach derzeitigem Stand 65 der 660 Kl\u00e4ranlagen in Rheinland-Pfalz eine solche vierte Reinigungsstufe ben\u00f6tigen. Diese Anlagen liegen vorrangig in St\u00e4dten oder dort, wo es gr\u00f6\u00dfere Abwassereintr\u00e4ge aus der Industrie gibt.<br \/>\u00a0<br \/>Der Bau einer solchen Reinigungsstufe ist teuer \u2013 rund 30 Millionen Euro wird diese in Mainz kosten. Etwa 30 Prozent der Kosten, also 10,5 Millionen Euro, \u00fcbernimmt das Land. \u201eF\u00fcr die Versorgung mit unserem Lebensmittel Nummer eins und f\u00fcr funktionierende \u00d6kosysteme in B\u00e4chen und Fl\u00fcssen, leisten Kl\u00e4ranlagen einen enorm wichtigen Beitrag. Die Investitionen sind n\u00f6tig, denn wir alle brauchen saubere Gew\u00e4sser und sauberes Trinkwasser\u201c, so die Klimaschutzministerin.\u00a0<br \/>Denn auch die Lebewesen im Wasser leiden, wenn die Wasserqualit\u00e4t nicht stimmt: Steigt die Wassertemperatur, schwindet unter anderem schneller \u00fcberlebenswichtiger Sauerstoff im Gew\u00e4sser. Gleichzeitig f\u00fchrt der Klimawandel aber nicht nur zu mehr Trockenheit, sondern auch zu einer Aufkonzentration von Schadstoffen in Gew\u00e4ssern. \u00a0Immer mehr Schadstoffe landen im Wasser: etwa R\u00fcckst\u00e4nde aus Putzmitteln, Medikamenten, Kosmetikprodukten und S\u00fc\u00dfstoffe aus Lebensmitteln. Diese k\u00f6nnen Pflanzen, Tieren und Mikroorganismen in Gew\u00e4ssern schaden. Verschwinden aber diese Lebewesen, sinkt auch die Wasserqualit\u00e4t. Viele von ihnen sorgen etwa daf\u00fcr, dass organische Stoffe zersetzt werden.\u00a0<\/p>\n<p>Jeanette Wetterling, Vorstandsvorsitzende des Wirtschaftsbetrieb Mainz sagte bei der F\u00f6rderbescheid\u00fcbergabe: \u201eWir als Wirtschaftsbetrieb Mainz sind nat\u00fcrlich schon ein wenig stolz darauf, dass wir mit dem Bau der vierten Reinigungsstufe nicht nur die gr\u00f6\u00dfte kommunale Kl\u00e4ranlage in Rheinland-Pfalz betreiben, sondern auch eine mit der besten Reinigungsleistung. Unseren Strom erzeugen wir schon heute gr\u00f6\u00dftenteils selbst und in Zukunft holen wir noch mehr Schadstoffe aus dem Abwasser heraus \u2013 n\u00e4mlich so viel, wie aktuell technisch m\u00f6glich ist. \u00dcbrigens: Die Entscheidung f\u00fcr den Bau der vierten Reinigungsstufe haben wir nicht getroffen, weil wir es mussten, sondern aus vollster \u00dcberzeugung f\u00fcr die Notwendigkeit dieses Schrittes.\u201c<\/p>\n<p><strong>Wasser wird mittels Ozon und Aktivkohle gereinigt<\/strong><\/p>\n<p>Die vierte Reinigungsstufe wird ab Anfang 2027 in Betrieb gehen und dann mittels Ozonierung und Aktivkohlefilter arbeiten. \u201eMit dem Bau der vierten Reinigungsstufe leistet der Wirtschaftsbetrieb der Landeshauptstadt Mainz einen gewichtigen Beitrag zum Gew\u00e4sserschutz. Durch den Bau der vierten Reinigungsstufe werden wir eine deutlich verbesserte Reinigung der Abw\u00e4sser erzielen. Das wirkt sich nicht nur positiv auf den Lebensraum von Tieren und Pflanzen aus, die am und ihm Rhein leben, sondern f\u00f6rdert die Lebensqualit\u00e4t der Menschen vor Ort. Unser Dank geht an das rheinland-pf\u00e4lzische Umweltministerium f\u00fcr die finanzielle F\u00f6rderung\u201c, so Janina Steinkr\u00fcger, Mainzer Umweltdezernentin und Verwaltungsratsvorsitzende Wirtschaftsbetrieb Mainz.<\/p>\n<p>Klimaschutzministerin Katrin Eder betonte, dass sie nun auch auf eine baldige Umsetzung der Europ\u00e4ischen Kommunalabwasserrichtlinie in Deutschland hoffe, die auch die Hersteller von Produkten, die problematische Stoffe in Bezug auf das Wasser enthalten, in die Pflicht nimmt. \u201eEs kann nicht sein, dass die Gesellschaft die Kosten tragen muss und die Unternehmen auf ein Weiter-So setzen. Einige Beispiele zeigen, dass nicht alle Spurenstoffe n\u00f6tig sind, durch andere ersetzt werden und Rezepturen ge\u00e4ndert werden k\u00f6nnen, das betrifft beispielsweise die Verwendung von S\u00fc\u00dfungsmitteln.\u201c Laut EU sollen mindestens 80 Prozent der Kosten der vierten Reinigungsstufe (Investitionen und Betrieb) durch die sogenannte erweiterte Herstellerverantwortung von den Verursachern der Schadstoffeintr\u00e4ge \u00fcbernommen werden. Wann und wie dies konkret von den Mitgliedstaaten umgesetzt wird, ist bislang noch unklar.\u00a0<\/p>\n<p><strong>Jede und jeder kann helfen, damit das Wasser sauber ist<\/strong><\/p>\n<p>Aber auch jede und jeder Einzelne k\u00f6nne, so Eder, etwas zum Schutz unserer Gew\u00e4sser beitragen. So geh\u00f6ren Medikamente in den M\u00fcll und nicht ins Klo, wer ein Schmerzgel auftr\u00e4gt, sollte sich die H\u00e4nde an einem Tuch abwischen und dieses im M\u00fcll entsorgen, ehe man sich die H\u00e4nde w\u00e4scht, damit Medikamentenr\u00fcckst\u00e4nde nicht ins Wasser gelangen und Putzmittel sollten m\u00f6glichst keine Duftstoffe enthalten. Auch auf Mikroplastik kann man achten. Dieses kann zwar schon jetzt zu \u00fcber 90 Prozent mit den herk\u00f6mmlichen Reinigungsstufen aus dem Abwasser entfernt werden, ein Teil verbleibt aber dennoch im Wasser \u2013 und schadet damit der Umwelt.\u00a0<\/p>\n<p><strong>Kommunen erhalten Beratung f\u00fcr Kl\u00e4ranlagen-Ausbau<\/strong><\/p>\n<p>Kommunen, die sich in Rheinland-Pfalz f\u00fcr den Bau einer vierten Reinigungsstufe interessieren, sollten sich mit dem MKUEM f\u00fcr das weitere Vorgehen abstimmen. Sie k\u00f6nnen sich zudem kostenfrei bei der kommunalen Abwasserberatung des MKUEMs, die an der RPTU Kaiserslautern-Landau ans\u00e4ssig ist, beraten lassen. Denn nicht jedes Reinigungsverfahren ist f\u00fcr jeden Standort geeignet. So gibt es unter anderem neben der Ozonierung und der Anwendung von Aktivkohle zahlreiche Varianten und Kombinationsm\u00f6glichkeiten dieser beiden Verfahren sowie naturnahe Ans\u00e4tze, zum Beispiel mittels bepflanzter Bodenfiltern.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"\u201eWir m\u00fcssen alles daf\u00fcr tun, auch in Zukunft gen\u00fcgend sauberes Wasser f\u00fcr alle zu haben. 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