{"id":140882,"date":"2025-05-26T11:14:09","date_gmt":"2025-05-26T11:14:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/140882\/"},"modified":"2025-05-26T11:14:09","modified_gmt":"2025-05-26T11:14:09","slug":"moeglicher-zwergplanet-himmelskoerper-mit-extremem-orbit-hinter-neptun-entdeckt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/140882\/","title":{"rendered":"M\u00f6glicher Zwergplanet: Himmelsk\u00f6rper mit extremem Orbit hinter Neptun entdeckt"},"content":{"rendered":"<p>      <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/imgs\/18\/4\/8\/6\/0\/7\/1\/2\/Cheng_release_image__2_-2a550e02a8bb16ed.png\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><\/p>\n<p>  <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" alt=\"\" height=\"482\" src=\"data:image\/svg+xml,%3Csvg xmlns='http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg' width='696px' height='391px' viewBox='0 0 696 391'%3E%3Crect x='0' y='0' width='696' height='391' fill='%23f2f2f2'%3E%3C\/rect%3E%3C\/svg%3E\" style=\"aspect-ratio: 575 \/ 482; object-fit: cover;\" width=\"575\"\/><\/p>\n<p>      <\/a><\/p>\n<p>Darstellung der anerkannten Zwergplaneten und eine Aufnahme von 2017 OF201<\/p>\n<p class=\"a-caption__source\">\n      (Bild:\u00a0NASA\/JPL-Caltech; Sihao Cheng et al.)\n    <\/p>\n<p>Ein Forschungsteam aus den USA hat mit 2017 OF201 einen extremen Himmelsk\u00f6rper am Rand des Sonnensystems entdeckt, der darauf hindeutet, dass es dort noch zahlreiche weitere geben k\u00f6nnte, die gegenw\u00e4rtig nicht entdeckt werden k\u00f6nnen. Das hat <a href=\"https:\/\/www.ias.edu\/news\/extreme-cousin-pluto-possible-dwarf-planet-discovered-solar-systems-edge\" rel=\"external noopener\" target=\"_blank\">das Institute for Advanced Study (IAS) publik gemacht<\/a> und erkl\u00e4rt, dass 2017 OF201 mit einem Durchmesser von 700 km gro\u00df genug sein k\u00f6nnte, um als Zwergplanet anerkannt zu werden. Die Umlaufbahn, auf der das Objekt die Sonne uml\u00e4uft, sei au\u00dferdem eine Herausforderung f\u00fcr Theorien, die einen <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/Hypothetischer-neunter-Planet-womoeglich-schon-vor-fast-40-Jahren-abgebildet-6268347.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">gro\u00dfen neunten Planeten am Rand des Sonnensystems<\/a> postulieren, schreibt das Team noch.<\/p>\n<p>Auf Gro\u00dfteil der Umlaufbahn nicht nachweisbar<\/p>\n<p>Wie das Team um Sihao Cheng erl\u00e4utert, ist der sonnenn\u00e4chste Punkt (Perihel) der Umlaufbahn von 2017 OF201 etwa 44,5 Astronomische Einheiten (AE) von unserem Heimatstern entfernt, das ist etwa die Distanz zwischen Pluto und Sonne. Der sonnenfernste Punkt (Aphel) liegt demnach aber bei 1600 AE und der Himmelsk\u00f6rper ben\u00f6tigt etwa 25.000 Erdenjahre f\u00fcr einen Umlauf. Nur w\u00e4hrend eines Prozents dieses Umlaufs ist 2017 OF201 uns \u00fcberhaupt nah genug, um mit gegenw\u00e4rtiger Technik noch nachweisbar zu sein. Das lege nahe, dass es dort drau\u00dfen noch etwa 100 \u00e4hnlicher Objekte gibt, die gegenw\u00e4rtig nicht gefunden werden k\u00f6nnen. Es gibt also noch einiges zu entdecken am Rand des Sonnensystems.<\/p>\n<p>Entdeckt wurde der m\u00f6gliche Zwergplanet in Aufnahmen des Victor M. Blanco Telescopes und des Canada France Hawaii Telescopes unter Zuhilfenahme eines neu entwickelten Algorithmus, schreibt das Team. Die Entdeckung habe signifikante Folgen f\u00fcr das Verst\u00e4ndnis jener Gebiete im Sonnensystem hinter der Bahn des Neptun. Denn bislang sei man davon ausgegangen, dass es dort zwar den Kuiperg\u00fcrtel gibt, es dahinter aber &#8222;im Wesentlichen leer&#8220; ist. Der Fund lege jetzt nahe, dass das nicht der Fall ist. Stattdessen k\u00f6nnte es etwa 100 weitere Objekte geben, die 2017 OF201 bei ihrer Gr\u00f6\u00dfe und Umlaufbahn gleichen.<\/p>\n<p>      <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/imgs\/18\/4\/8\/6\/0\/7\/1\/2\/tno-ac87fa9b033be1df.jpg\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><\/p>\n<p>  <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" alt=\"\" height=\"585\" src=\"data:image\/svg+xml,%3Csvg xmlns='http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg' width='696px' height='391px' viewBox='0 0 696 391'%3E%3Crect x='0' y='0' width='696' height='391' fill='%23f2f2f2'%3E%3C\/rect%3E%3C\/svg%3E\" style=\"aspect-ratio: 1040 \/ 585; object-fit: cover;\" width=\"1040\"\/><\/p>\n<p>      <\/a><\/p>\n<p>Darstellung der extremen Umlaufbahn<\/p>\n<p class=\"a-caption__source\">\n      (Bild:\u00a0Jiaxuan Li and Sihao Cheng)\n    <\/p>\n<p>Der extreme Orbit des Himmelsk\u00f6rpers deute darauf hin, dass er einen engen Kontakt zu einem Gasriesen im Sonnensystem hinter sich hatte, bei dem er in die Umlaufbahn geschleudert wurde, meint das Team. Es k\u00f6nnte sogar mehrere Schritte gedauert haben, bis der Himmelsk\u00f6rper seine jetzige Bahn erreicht hat. Gleichzeitig passt die aber nicht zu einer Reihe von anderen sogenannten transneptunischen Objekten. Deren Gruppierung war als Hinweis daf\u00fcr gesehen worden, <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/Hypothetischer-neunter-Planet-Astronomen-grenzen-Suchgebiet-deutlich-ein-6228631.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">dass sich dort drau\u00dfen noch ein gro\u00dfer neunter Planet versteckt<\/a>. Dass die Bahn von 2017 OF201 nicht dazu passt, k\u00f6nnte gegen die Hypothese sprechen. Vorgestellt wird der Fund in einem <a href=\"https:\/\/arxiv.org\/abs\/2505.15806\" rel=\"external noopener\" target=\"_blank\">vorab verf\u00fcgbar gemachten Forschungsartikel<\/a>.<\/p>\n<p>(<a class=\"redakteurskuerzel__link\" href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/mailto:mho@heise.de\" title=\"Martin Holland\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">mho<\/a>)<\/p>\n<p>\n      Dieser Link ist leider nicht mehr g\u00fcltig.\n    <\/p>\n<p>Links zu verschenkten Artikeln werden ung\u00fcltig,<br \/>\n      wenn diese \u00e4lter als 7\u00a0Tage sind oder zu oft aufgerufen wurden.\n    <\/p>\n<p><strong>Sie ben\u00f6tigen ein heise+ Paket, um diesen Artikel zu lesen. Jetzt eine Woche unverbindlich testen \u2013 ohne Verpflichtung!<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Darstellung der anerkannten Zwergplaneten und eine Aufnahme von 2017 OF201 (Bild:\u00a0NASA\/JPL-Caltech; Sihao Cheng et al.) Ein Forschungsteam aus&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":140883,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[135],"tags":[3251,29,30,51103,190,189,194,191,51104,193,192,51105],"class_list":{"0":"post-140882","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-wissenschaft-technik","8":"tag-astronomie","9":"tag-deutschland","10":"tag-germany","11":"tag-kuiperguertel","12":"tag-science","13":"tag-science-technology","14":"tag-technik","15":"tag-technology","16":"tag-tno","17":"tag-wissenschaft","18":"tag-wissenschaft-technik","19":"tag-zwergplanet"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114573847106325501","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/140882","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=140882"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/140882\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/140883"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=140882"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=140882"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=140882"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}