{"id":140970,"date":"2025-05-26T12:05:10","date_gmt":"2025-05-26T12:05:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/140970\/"},"modified":"2025-05-26T12:05:10","modified_gmt":"2025-05-26T12:05:10","slug":"loesungen-fuer-das-altkleiderproblem-sind-nicht-in-sicht-%c2%b7-leipziger-zeitung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/140970\/","title":{"rendered":"L\u00f6sungen f\u00fcr das Altkleiderproblem sind nicht in Sicht \u00b7 Leipziger Zeitung"},"content":{"rendered":"<p>Wohin mit den alten, kaputten Textilien? Seit Januar gilt die EU-Novelle zum Kreislaufwirtschaftsgesetz, nach der Altkleider (bis auf wenige Ausnahmen) nichts mehr im Restm\u00fcll zu suchen haben. Sie m\u00fcssen also in den \u00f6ffentlich aufgestellten Altkleidercontainern entsorgt werden. Und berechtigterweise erwarteten mehrere Ratsfraktionen schon Anfang des Jahres, dass das zu ziemlich chaotischen Zust\u00e4nden f\u00fchren wird. Und genau so ist es auch gekommen. Weshalb die CDU-Fraktion im Stadtrat dazu noch einmal eine Anfrage stellte.<\/p>\n<p>Vor allem wollte die CDU-Faktion wissen, wie viele M\u00e4ngelanzeigen es mittlerweile gibt zu Kleidercontainern, neben denen sich die Textilienberge stapeln, weil sie nicht mehr in den Container passen. Aber <a href=\"https:\/\/ratsinformation.leipzig.de\/allris_leipzig_public\/vo020?VOLFDNR=2025300&amp;refresh=false\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">das Mobilit\u00e4ts- und Tiefbauamt, das die Fragen beantwortete<\/a>, hat dazu keine Zahlen: \u201eDie Anzahl der M\u00e4ngelanzeigen wird nicht erfasst, daher kann auch die Frage nach einer Steigerung nicht mit Zahlen beantwortet werden.\u201c<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/691615dbcd5f45d8b7280f398a0c0299.gif\" alt=\"\" width=\"https:\/\/www.l-iz.de\/wirtschaft\/verbraucher\/2025\/05\/1\" height=\"https:\/\/www.l-iz.de\/wirtschaft\/verbraucher\/2025\/05\/1\"\/><\/p>\n<p>Das Mobilit\u00e4ts- und Tiefbauamt (MTA) ist f\u00fcr die Kleidercontainer deshalb zust\u00e4ndig, weil die Container im \u00f6ffentlichen Stra\u00dfenraum stehen und die Fl\u00e4che \u00fcber die Sondernutzungssatzung verpachtet wird. Nur laufen die M\u00e4ngelanzeigen eben nicht alle im Mobilit\u00e4ts- und Tiebauamt ein, sondern auch \u00fcber den <a href=\"http:\/\/www.leipzig.de\/umwelt-und-verkehr\/abfall-und-sauberkeit\/maengelmelder#c228349\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">M\u00e4ngelmelder der Stadt<\/a> und auch direkt bei der Stadtreinigung.<\/p>\n<p>Niemand sammelt die Daten zentral. Aber als CDU-Stadtrat Marcus M\u00fcndlein am 21. Mai in der Ratsversammlung nachfragte, stellte Baub\u00fcrgermeister Thomas Dienberg in Aussicht, dass er mit Umweltb\u00fcrgermeister Heiko Rosenthal dazu ins Gespr\u00e4ch kommen will, wie man die Daten zusammenf\u00fchren kann.<\/p>\n<p>Denn man kann in Mockau und B\u00f6hlitz-Ehrenberg genauso wie in anderen Stadtteilen sehen, wie sich die Alttextilien neben den Containern h\u00e4ufen. Die Betreiber der Container sind zwar aufgefordert, den Missstand binnen 48 Stunden zu beseitigen. Aber einige schaffen das ganz offensichtlich nicht. Und faktisch sind es seit Jahresbeginn wachsende Kleidermengen, die in und an den Containern landen. Die Leipziger nehmen die neue EU-Verordnung ganz offensichtlich ernst.<\/p>\n<p>Und wer r\u00e4umt das alles nun weg?<\/p>\n<p>Nur steht \u2013 wie es auch die CDU-Fraktion formulierte \u2013 oft die Frage: \u201eIn wessen Verantwortung liegt die Reinigung dieser Standorte?\u201c<\/p>\n<p>Und da wird es eben zum Problem der Betreiber der Container, die oft einfach nicht schaffen, die angewachsenen Kleidermengen abzutransportieren.<\/p>\n<p>Das MTA erl\u00e4uterte dazu: \u201eAuf den von der Stadt vergebenen Standorten auf \u00f6ffentlichen Fl\u00e4chen ist der Betreiber des jeweiligen Standortes f\u00fcr die Sauberkeit verantwortlich. Dieser ist per Auflagen der Sondernutzungserlaubnis verpflichtet, die Umgebung in einem Umkreis von 5 m sowie die Alttextilcontainer selbst sauber zu halten.<\/p>\n<p>Nebenablagerungen aller Abfallfraktionen sind regelm\u00e4\u00dfig (sp\u00e4testens 48 Stunden nach Kenntniserlangung) zu entfernen. An gemischten Standorten (Glas- und Alttextilcontainer) endet der Umkreis zu den Glascontainern hin an der Au\u00dfenkante der Glascontainer, auch wenn der Abstand 5 m unterschreitet. F\u00fcr Textilabf\u00e4lle verbleibt es auch bei diesen Standorten bei einem Umkreis von 5 m.\u201c<\/p>\n<p>Das MTA spricht hier von Nebenablagerungen und deutet damit ein weiteres Problem an. Denn einige Leipziger betrachten die Container als Freibrief, auch noch ihren sonstigen Hausrat an den Containern zu entsorgen \u2013 von ausrangierten M\u00f6beln bis zu kompletten Kinderzimmereinrichtungen. Kein Wunder, dass das f\u00fcr viele Betreiber, die eigentlich Textilien einsammeln, zum Problem wird.<\/p>\n<p>Das Problem haben alle Kommunen<\/p>\n<p>Aber sie stehen in der Pflicht. Und Thomas Dienberg sprach am 21. Mai von \u201eernsten Gespr\u00e4chen\u201c, die da gef\u00fchrt werden m\u00fcssen.<\/p>\n<p>Auch das MTA hatte betont: \u201eEs werden regelm\u00e4\u00dfig Gespr\u00e4che mit den Betreibern gef\u00fchrt. Diese melden einen vermehrten Anfall von Alttextilien sowie Vandalismus an den Standorten (Aufbrechen der Container, Anz\u00fcnden von Containern, illegale Ablagerung von M\u00fcll).<\/p>\n<p>Der vermehrte Anfall ist zum einen auf die \u00c4nderung des Kreislaufwirtschaftsgesetzes zum 01.01.2025 und die damit einhergehende Pflicht des \u00f6ffentlich-rechtlichen Entsorgungstr\u00e4gers zur Getrenntsammlung von Alttextilien zur\u00fcckzuf\u00fchren (Alttextilien d\u00fcrfen seitdem nicht mehr im Restabfall entsorgt werden). Au\u00dferdem haben sich aufgrund der Insolvenz und damit dem Wegfall eines der gr\u00f6\u00dften Abnehmer von Alttextilien in Deutschland (Textilrecycling Firma Soex) viele Sammler von Alttextilien, die Alttextilcontainer auf Privatfl\u00e4chen bewirtschaftet haben, zur\u00fcckgezogen.\u201c<\/p>\n<p>Dienberg best\u00e4tigte aber in der sich sichtlich ausweitenden Fragerunde, dass nicht nur Leipzig dieses Problem hat, sondern alle Kommunen in Deutschland. Und dass das auf der Ebene des Deutschen St\u00e4dtetages schon besprochen wird. Denn ganz offensichtlich hat niemand damit gerechnet, welche Folgen die ge\u00e4nderte EU-Verordnung sofort haben k\u00f6nnte. Die Fragerunde drohte gar zur Fragestunde zu werden, das Problem bewegt ganz offensichtlich die Stadtgesellschaft. L\u00f6sungen sind erst einmal nicht in Sicht.<\/p>\n<p>Am Ende musste Gr\u00fcne-Stadtrat Dr. Tobias Peter ein Ende der Fragen allein zu diesem Thema beantragen, sonst w\u00e4re wohl die komplette Fragestunde allein f\u00fcr das Thema Altkleider draufgegangen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Wohin mit den alten, kaputten Textilien? 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