{"id":141234,"date":"2025-05-26T14:28:09","date_gmt":"2025-05-26T14:28:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/141234\/"},"modified":"2025-05-26T14:28:09","modified_gmt":"2025-05-26T14:28:09","slug":"palaeontologie-megalodon-der-urzeit-hai-mit-dem-grossem-appetit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/141234\/","title":{"rendered":"Pal\u00e4ontologie: Megalodon &#8211; Der Urzeit-Hai mit dem gro\u00dfem Appetit"},"content":{"rendered":"<p class=\"metatextline\">Stand: 26.05.2025 14:26 Uhr<\/p>\n<p class=\"textabsatz columns twelve  m-ten  m-offset-one l-eight l-offset-two\">\n        <strong>Er war der gr\u00f6\u00dfte Raubfisch, der in den Meeren umherschwamm. Nun haben Forscher herausgefunden, wovon er sich wohl ern\u00e4hrt hat. Ergebnis: Er fra\u00df zur Not auch kleine Fische.<\/strong>\n    <\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDer riesige Urzeit-Hai Megalodon hat einer neuen Analyse zufolge nicht nur Meeresgetier aus der Spitze der Nahrungskette gefressen. Der gr\u00f6\u00dfte Raubfisch der Erdgeschichte habe wahrscheinlich eine gro\u00dfe Bandbreite an Beutetieren gehabt, berichtet ein Forschungsteam um Jeremy McCormack von der Goethe-Universit\u00e4t Frankfurt.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nZudem waren unterschiedliche Populationen der Riesenhaie mit dem Fachnamen Otodus megalodon wohl auf unterschiedliche Beute spezialisiert. Die typische Nahrung waren demnach wohl keineswegs vor allem gro\u00dfe Wale, wie bisher angenommen wurde, sondern verschiedene zwei bis acht Meter gro\u00dfe marine S\u00e4ugetiere.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\n&#8222;Es ist unwahrscheinlich, dass Megalodon viel kleinere Beute aktiv gejagt hat&#8220;, erkl\u00e4rt McCormack. Wie gro\u00df die typische Beute im Einzelfall war, h\u00e4nge vermutlich auch davon ab, ob es sich um ein Megalodon-Junges oder ein gut 20 Meter langes ausgewachsenes Tier handelte.<\/p>\n<p>    Substanz im Zahn als Tippgeber<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDas Team hatte Z\u00e4hne der ausgestorbenen Haiart untersucht &#8211; speziell das Element Zink darin. Zink wird mit der Nahrung aufgenommen und im K\u00f6rper gespeichert. Das Spurenelement tritt in verschieden schweren Atomvarianten (Isotopen) auf. Das leichtere Zink-64 wird im Gewebe mehr eingespeichert als das schwere Zink-66. Fisch fressende Fische bekommen in der Folge weniger Zink-66 zum Einbauen, und wer wiederum sie als Beute erlegt, baut noch weniger davon ein.\u00a0<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nTiere auf oberen Stufen der Nahrungskette haben also besonders wenig Zink-66 im Gewebe. Otodus megalodon und sein enger Verwandter Otodus chubutensis hatten an der Spitze der Kette das niedrigste Verh\u00e4ltnis von Zink-66 zu Zink-64, wie die Forschenden erl\u00e4utern. Beim Vergleich der Z\u00e4hne verschiedener pr\u00e4historischer und heutiger Hai-Arten lie\u00df sich aus dem Zink-Isotopen-Verh\u00e4ltnis ableiten, dass wahrscheinlich nicht nur gro\u00dfe Wale und andere Meeresriesen Megalodon-Beute waren, sondern auch kleinere Tiere.<\/p>\n<p>    Zur Not auch Kleingetier<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\n&#8222;Megalodon war durchaus flexibel genug, um sich von Meeress\u00e4ugern und gro\u00dfen Fischen zu ern\u00e4hren &#8211; je nach Verf\u00fcgbarkeit sowohl von der Spitze der Nahrungspyramide als auch von den unteren Stufen&#8220;, fasst McCormack die Hinweise zusammen. Die Vorstellung von einer strikt spezialisierten Ern\u00e4hrungsweise m\u00fcsse wohl revidiert werden.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\n&#8222;Unsere Untersuchung zeichnet von Megalodon eher das Bild eines \u00f6kologisch vielseitigen Generalisten.&#8220; Der Megalodon war ein Gigant &#8211; nach k\u00fcrzlich vorgestellten Ergebnissen konnte er gut 24 Meter lang werden, etwa sechsmal so lang wie ein Wei\u00dfer Hai im Mittel. Seine Gr\u00f6\u00dfe entspr\u00e4che damit etwa der eines Blauwals, und mit einem gesch\u00e4tzten Gewicht von knapp 100 Tonnen w\u00e4re er auch ann\u00e4hernd so schwer. &#8222;Gewaltig wie seine Dimensionen war wohl sein Kalorienbedarf&#8220;, hie\u00df es von der Universit\u00e4t. &#8222;Sch\u00e4tzungen zufolge ben\u00f6tigte er rund 100.000 Kilokalorien pro Tag.&#8220;<\/p>\n<p>    An einem wirklich guten Fund mangelt es noch<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nVon der Art, die vor rund 15 bis 3,6 Millionen Jahren lebte und die fast weltweit in den Meeren verbreitet war, wurden bislang allerdings keine vollst\u00e4ndigen Skelette gefunden, sondern vor allem einzelne riesige Z\u00e4hne und Wirbel. F\u00fcr die Bestimmung von Gr\u00f6\u00dfe und Form sind Wissenschaftler daher auf Sch\u00e4tzungen angewiesen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 26.05.2025 14:26 Uhr Er war der gr\u00f6\u00dfte Raubfisch, der in den Meeren umherschwamm. Nun haben Forscher herausgefunden,&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":141235,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[5],"tags":[331,332,3364,29,30,31751,13,51217,14,15,51216,12,16672],"class_list":{"0":"post-141234","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-nachrichten","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-de","11":"tag-deutschland","12":"tag-germany","13":"tag-hai","14":"tag-headlines","15":"tag-megalodon","16":"tag-nachrichten","17":"tag-news","18":"tag-palaeontologie","19":"tag-schlagzeilen","20":"tag-urzeit"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114574610028485626","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/141234","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=141234"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/141234\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/141235"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=141234"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=141234"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=141234"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}