{"id":141442,"date":"2025-05-26T16:17:12","date_gmt":"2025-05-26T16:17:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/141442\/"},"modified":"2025-05-26T16:17:12","modified_gmt":"2025-05-26T16:17:12","slug":"aus-dem-euro-industriepark-in-muenchen-soll-ein-wohngebiet-werden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/141442\/","title":{"rendered":"Aus dem Euro-Industriepark in M\u00fcnchen soll ein Wohngebiet werden"},"content":{"rendered":"<p><strong><a href=\"https:\/\/www.abendzeitung-muenchen.de\/muenchen\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">M\u00fcnchen<\/a> \u2013\u00a0<\/strong>Mit dem Auto auf den gro\u00dfen Parkplatz direkt vor den Supermarkt rollen. Den Kofferraum vollschichten, dann wieder schnell nach Hause, wo man nichts sieht von den einst\u00f6ckigen M\u00e4rkten, den gro\u00dfen Asphaltfl\u00e4chen. Heute gilt das als Platzverschwendung. In den 60er Jahren war es modern.<\/p>\n<p>Genau darum kaufte der Gesch\u00e4ftsmann Anton Ditt damals ein 215 Hektar gro\u00dfes Gel\u00e4nde im M\u00fcnchner Norden. Die Fl\u00e4che ist gr\u00f6\u00dfer als f\u00fcnf Theresienwiesen. Er wollte dort einen Gewerbepark nach amerikanischem Vorbild entwickeln. Heute kennen die M\u00fcnchner das Gel\u00e4nde als Euro-Industriepark.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/muc_silhouette_short.svg.svg+xml\"\/><\/p>\n<p>Das M\u00fcnchner Rathaus hat schon l\u00e4nger den Plan, aus diesen Fl\u00e4chen ein Quartier zu machen, in dem Menschen nicht nur einkaufen, sondern auch wohnen sollen. F\u00fcr einen Teil der Fl\u00e4che, wo heute die Metro steht, wird das jetzt konkret. Planungsreferentin Elisabeth Merk (parteilos) schl\u00e4gt dem Stadtrat vor, in der n\u00e4chsten Ausschusssitzung Anfang Juni den Fl\u00e4chennutzungsplan zu \u00e4ndern, damit dort 700 bis 1000 Wohnungen gebaut werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>&#8222;Wir wollen keine reinen Gewerbegebiete mehr&#8220;<\/p>\n<p>Die SPDlerin Simone Burger begr\u00fc\u00dft das: \u201eWir wollen keine reinen B\u00fcro- oder Gewerbegebiete mehr.\u201c Aus dem Euro-Industriepark soll ein sogenanntes \u201eurbanes Gebiet\u201c werden \u2013 also ein Quartier mit Wohnungen, aber auch Arbeitspl\u00e4tzen \u2013 und zwar, wie Burger sagt, nicht nur mit teuren B\u00fcros. Platz f\u00fcr Handwerker und H\u00e4ndler soll bleiben. Denn auch die erleben laut der SPDlerin gerade, was Gentrifizierung bedeutet.<\/p>\n<p>Um Ideen zu bekommen, wie so ein Quartier aussehen k\u00f6nnte, haben die Stadt und die Firma HWB 39, der das Metro-Grundst\u00fcck geh\u00f6rt, einen Architekturwettbewerb durchgef\u00fchrt. Beteiligen konnten sich Architekten aus ganz Europa. Ein deutsch-spanisches Team erhielt damals den ersten Platz \u2013 mit ihrem Entwurf \u201eMETROpolis\u201c. Schon vor \u00fcber einem Jahr wurde er pr\u00e4miert. Danach haben Architekten, Stadt und Eigent\u00fcmer weiter daran gearbeitet. Jetzt bildet er die Grundlage f\u00fcr den Bebauungsplan.<\/p>\n<p>Aus der Beschlussvorlage geht hervor, dass an der Maria-Probst-Stra\u00dfe ein dichtes Quartier mit 700 bis 1000 Wohnungen entstehen soll. Der Wohnanteil w\u00fcrde damit auf dem Gebiet bei 70 Prozent liegen. Aber auch Einzelhandel, Gastro, Manufakturen, Handwerksbetriebe soll es dort geben.<\/p>\n<p>     <img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/1566691_metro_artikelbild-75proz_1Ed8k__wwP5aN.jpg\" alt=\"Wo sich heute in M\u00fcnchen die Metro befindet, soll ein neues urbanes Quartier entstehen.\" title=\"Wo sich heute in M\u00fcnchen die Metro befindet, soll ein neues urbanes Quartier entstehen.\" width=\"609\" height=\"457\"\/><\/p>\n<p>      Wo sich heute in M\u00fcnchen die Metro befindet, soll ein neues urbanes Quartier entstehen.<br \/>\n      \u00a9 Daniel Loeper<\/p>\n<p>    Wo sich heute in M\u00fcnchen die Metro befindet, soll ein neues urbanes Quartier entstehen.<\/p>\n<p>von Daniel Loeper <\/p>\n<p>&#8222;}&#8220;&gt; <\/p>\n<p>Vorgesehen ist in dem Entwurf ein zentraler Platz mit Freiluftb\u00fchne und Marktst\u00e4nden. Auch mehrere, bis zu 70 Meter hohe Geb\u00e4ude, sogenannte Hochpunkte, sind geplant. Noch sind die Pl\u00e4ne relativ grob. Bis wirklich gebaut wird, k\u00f6nnen nach den Einsch\u00e4tzungen von Simone Burger noch bestimmt f\u00fcnf, sechs Jahre vergehen.<\/p>\n<p>Ihr ist aber wichtig: Das Rathaus macht sich auf den Weg, solche Gebiete mit gro\u00dfen Fachm\u00e4rkten und riesigen Parkpl\u00e4tzen zu \u00fcberplanen und neu zu strukturieren. Zum Beispiel gibt es Ideen, die Wasserburger Landstra\u00dfe umzugestalten. Auch f\u00fcr das Gewerbeband am Frankfurter Ring existieren Pl\u00e4ne, dort Wohnungen zu bauen.<\/p>\n<p>     <img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/1566694_metro-gelaende_artikelbild-75proz_1Ed8lT_yEK0iG.jpg\" alt=\"Gelb umrandet ist das Gebiet des Projektumgriffs. Dahinter entsteht das Neubaugebiet Neufreimann.\" title=\"Gelb umrandet ist das Gebiet des Projektumgriffs. Dahinter entsteht das Neubaugebiet Neufreimann.\" width=\"609\" height=\"406\"\/><\/p>\n<p>      Gelb umrandet ist das Gebiet des Projektumgriffs. Dahinter entsteht das Neubaugebiet Neufreimann.<br \/>\n      \u00a9 LHM\/ Planungsreferat<\/p>\n<p>    Gelb umrandet ist das Gebiet des Projektumgriffs. Dahinter entsteht das Neubaugebiet Neufreimann.<\/p>\n<p>von LHM\/ Planungsreferat <\/p>\n<p>&#8222;}&#8220;&gt; <\/p>\n<p>Burger hofft, dass es der Stadt gelingt, auch leerstehende B\u00fcros zu Wohnungen umzuwandeln. Vor Kurzem hat sie dazu einen Antrag gestellt. Denn: Laut einer Studie des Ifo-Instituts stehen in M\u00fcnchen fast acht Prozent der B\u00fcrofl\u00e4chen leer, vor allem au\u00dferhalb des Mittleren Rings. W\u00fcrden die B\u00fcros umgewandelt, k\u00f6nnten dort 14.000 Wohnungen f\u00fcr 24.000 Menschen entstehen, rechnete das Ifo-Institut aus.<\/p>\n<p>Auch g\u00fcnstige Wohnungen sollen entstehen<\/p>\n<p>So eine Umwandlung ist jedoch anspruchsvoll, wei\u00df Burger. Es br\u00e4uchte zum Beispiel aus ihrer Sicht dringend neue L\u00e4rmschutzregeln. Au\u00dferdem m\u00fcsse die Stadt darauf achten, dass aus den B\u00fcrofl\u00e4chen am Ende nicht nur teure Lofts werden \u2013 wie im Olympia Tower im <a href=\"https:\/\/www.abendzeitung-muenchen.de\/thema\/olympiapark\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Olympiapark<\/a>. Dort war zuerst die Zentrale des <a href=\"https:\/\/www.abendzeitung-muenchen.de\/organisation\/internationales-olympisches-komitee\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">IOC<\/a>, dann ein IT-Standort von <a href=\"https:\/\/www.abendzeitung-muenchen.de\/organisation\/bmw\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">BMW<\/a> und heute kann man dort Apartments mit Concierge-Service mieten. F\u00fcr 33 Quadratmeter zahlt man dort 1245 Euro warm.<\/p>\n<p>Auf dem Metro-Gel\u00e4nde d\u00fcrften hingegen auf jeden Fall auch g\u00fcnstige Wohnungen entstehen. Der Eigent\u00fcmer muss sich dort n\u00e4mlich an die Regeln f\u00fcr eine \u201eSozialgerechte Bodennutzung\u201c halten \u2013 und um die 60 Prozent gef\u00f6rderte und preisged\u00e4mpfte Wohnungen schaffen.\u00a0\u00a0<\/p>\n<p>In Erding soll ein &#8222;urbanes Dorf&#8220; entstehen<\/p>\n<p>Nicht nur in M\u00fcnchen werden Gewerbegebiete umgestaltet. Der Erdinger Immobilienentwickler J\u00fcrgen Freiwald will aus seinem Gewerbegebiet ein Quartier mit Wohnungen, Arbeitspl\u00e4tzen und Einkaufsm\u00f6glichkeiten machen, ein \u201eurbanes Dorf\u201c, wie er es ausdr\u00fcckt. Das Projekt ist \u00e4hnlich wie der Euro-Industriepark, nur ein paar Nummern kleiner.<\/p>\n<p>\u201eIch wollte keinen Neubau auf der gr\u00fcnen Wiese, sondern das bestehende Gewerbegebiet mit Einkaufsm\u00e4rkten sinnvoll weiterentwickeln\u201c, sagt Freiwald. Sein Grundst\u00fcck liegt nah an der S-Bahnstation Erding-Aufhausen. Leerstand gebe es dort keinen, zu den Mietern z\u00e4hlen zum Beispiel ein Fitnessstudio, Kik und Woolworth.<\/p>\n<p>     <img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/1566695_gewerbegebiet-erding_artikelbild-75proz_1Ed8mN_deK5D9.jpg\" alt=\"Direkt an der S-Bahn befindet sich heute in Erding ein Gewerbegebiet. Der Eigent\u00fcmer will dort auch Wohnungen bauen.\" title=\"Direkt an der S-Bahn befindet sich heute in Erding ein Gewerbegebiet. Der Eigent\u00fcmer will dort auch Wohnungen bauen.\" width=\"609\" height=\"342\"\/><\/p>\n<p>      Direkt an der S-Bahn befindet sich heute in Erding ein Gewerbegebiet. Der Eigent\u00fcmer will dort auch Wohnungen bauen.<br \/>\n      \u00a9 Yes Architekture<\/p>\n<p>    Direkt an der S-Bahn befindet sich heute in Erding ein Gewerbegebiet. Der Eigent\u00fcmer will dort auch Wohnungen bauen.<\/p>\n<p>von Yes Architekture <\/p>\n<p>&#8222;}&#8220;&gt; <\/p>\n<p>Ein Gro\u00dfteil der Geb\u00e4ude stamme aus den 60er Jahren, ist nur ein Stockwerk hoch, auch gro\u00dfe Parkpl\u00e4tze gibt es dort. Schon seit vielen Jahren stehe er mit der Stadt Erding in Kontakt, wie er das Gebiet umgestalten k\u00f6nnte, sagt Freiwald. Vor Kurzem hat der Stadtrat den Aufstellungsbeschluss getroffen. Auf 70 Prozent der Fl\u00e4chen werden nun zirka 180 neue Wohnungen entstehen.<\/p>\n<p>Architekt Tobias Golz vom B\u00fcro Drees &amp; Sommer hat den Investor bei seinen Pl\u00e4nen unterst\u00fctzt. Er ist \u00fcberzeugt, dass es rund um M\u00fcnchen noch viele Gewerbegebiete gibt, die sich umwandeln lassen: etwa Heimstetten, Grafing, Eching, wo \u00fcberall auch die S-Bahn h\u00e4lt \u2013 und wo heute vor allem viele Fachm\u00e4rkte stehen.\u00a0<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"M\u00fcnchen \u2013\u00a0Mit dem Auto auf den gro\u00dfen Parkplatz direkt vor den Supermarkt rollen. 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