{"id":141470,"date":"2025-05-26T16:32:09","date_gmt":"2025-05-26T16:32:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/141470\/"},"modified":"2025-05-26T16:32:09","modified_gmt":"2025-05-26T16:32:09","slug":"1999-als-star-wars-zurueckkehrte-campierten-fans-weltweit-vor-den-kinos","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/141470\/","title":{"rendered":"1999 \u2013 Als \u201eStar Wars\u201c zur\u00fcckkehrte, campierten Fans weltweit vor den Kinos"},"content":{"rendered":"<p>Die zehnteilige Zeitreise zum 30. Jubil\u00e4um von WELT.de \u2013 was bewegte die Menschen in den ersten Jahren unserer Online-Zeitung? Heute: 1999. Ein neues Kapitel in George Lucas\u2018 Sternenkriegs-Saga. Das Columbine-Massaker. Und eine neue Handy-Technologie als gro\u00dfe Innovation.<\/p>\n<p class=\"is-first-paragraph\" data-external=\"Article.FirstParagraph\">Vor 30 Jahren ging WELT.de online, und das Jubil\u00e4um nehmen wir bei WELTGeschichte zum Anlass, auf die Ereignisse zur\u00fcckzublicken, welche die ersten zehn Jahre pr\u00e4gten: Was waren in der ersten WELT.de-Dekade jeweils der <b>Lichtblick<\/b>, der <b>Schock<\/b> und die <b>Innovation<\/b> des Jahres?<\/p>\n<p>Heute: 1999. Viele Themen machten jenes Jahr zu einer ereignisreichen Zeit, darunter das Eingreifen der Nato im Kosovo-Krieg, bei dem ausgerechnet <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/geschichte\/article245054790\/Zeitenwenden-der-Bundeswehr-Ausgerechnet-ein-Gruener-schickte-deutsche-Truppen-erstmals-wieder-zum-Kaempfen-ins-Ausland.html\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/geschichte\/article245054790\/Zeitenwenden-der-Bundeswehr-Ausgerechnet-ein-Gruener-schickte-deutsche-Truppen-erstmals-wieder-zum-Kaempfen-ins-Ausland.html&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">ein Gr\u00fcner erstmals seit dem Zweiten Weltkrieg deutsche Truppen zum K\u00e4mpfen ins Ausland schickte.<\/a><\/p>\n<p>Auch die Parteispendenaff\u00e4re der CDU, die Wahl von Hugo Ch\u00e1vez zum Staatspr\u00e4sidenten von Venezuela, der Milit\u00e4rputsch von Pervez Musharraf in Pakistan und die Nato-Osterweiterung, bei der Polen, Ungarn und Tschechien dem westlichen Milit\u00e4rb\u00fcndnis beitraten, fanden viel Aufmerksamkeit.<\/p>\n<p>Doch am meisten blieb das Jahr wohl als das letzte des 20. Jahrhunderts in Erinnerung, bei dem alle Augen auf das anstehende \u201eMillenniums-Silvester\u201c gerichtet waren. Obwohl das neue Jahrtausend ja aufgrund des Nichtvorhandenseins eines Jahres Null eigentlich erst 2001 und nicht schon im Jahr 2000 begann, was aber 1999 keinen davon abhielt, aufwendige Millenniumsfeiern akribisch vorzubereiten.<\/p>\n<p>In die allgemeine Partystimmung mischten sich allerdings auch gro\u00dfe Sorgen, vor allem unter Informatikern. Denn sie trieb <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/geschichte\/article254743126\/Silvester-1999-Als-Experten-vor-25-Jahren-eine-weltweite-Computer-Apokalypse-verhinderten.html\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/geschichte\/article254743126\/Silvester-1999-Als-Experten-vor-25-Jahren-eine-weltweite-Computer-Apokalypse-verhinderten.html&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">der \u201eY2K\u201c-Bug<\/a> um, der drohte, beim Jahreswechsel von 1999 zu 2000 weltweit Computer lahmzulegen und so ein globales Chaos anzurichten. <\/p>\n<p>Milliarden wurden in die Hand genommen, um Rechner umzur\u00fcsten und die Computer-Apokalypse zu verhindern \u2013 mit Erfolg: Gr\u00f6\u00dfere Zwischenf\u00e4lle blieben aus. Fr\u00f6hlich feierte die \u201eSpa\u00dfgesellschaft\u201c den Anbruch eines neuen Jahrtausends. Nicht ahnend, dass dieses <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/geschichte\/article254833062\/Silvester-1999-zu-2000-Als-die-Spassgesellschaft-endete-und-die-Krisenzeiten-begannen.html\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/geschichte\/article254833062\/Silvester-1999-zu-2000-Als-die-Spassgesellschaft-endete-und-die-Krisenzeiten-begannen.html&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">sehr bald gro\u00dfe Verwerfungen mit sich bringen w\u00fcrde<\/a>.<\/p>\n<p>Lichtblick des Jahres: \u201eStar Wars \u2013 Episode I\u201c<\/p>\n<p>Nicht nur f\u00fcr SciFi-Nerds war es das Highlight des Jahres, ach was, des Jahrzehnts! Auch \u201eNormalos\u201c konnten sich dem globalen Hype kaum entziehen: Nach einer f\u00fcr Fans allzu langen Durststrecke hatte sich \u201eStar Wars\u201c-Sch\u00f6pfer George Lucas dazu durchgerungen, seine <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/geschichte\/article254745266\/Star-Wars-Die-Ur-Trilogie-war-fuer-George-Lucas-ein-enormer-Kraftakt.html\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/geschichte\/article254745266\/Star-Wars-Die-Ur-Trilogie-war-fuer-George-Lucas-ein-enormer-Kraftakt.html&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">1983 vorerst vollendete epochale Weltraum-Saga<\/a> um eine neue Trilogie zu erweitern, die den Weg zum Krieg der Sterne erz\u00e4hlen sollte.<\/p>\n<p>In vielen St\u00e4dten campierten Kino-Fans bereits Tage vor dem Start von \u201eStar Wars \u2013 Episode I: Die dunkle Bedrohung\u201c vor Kinos, um die besten Pl\u00e4tze zu ergattern, manche erschienen in entsprechenden Kost\u00fcmierungen. Nach dem Kinobesuch wurden die L\u00e4den gest\u00fcrmt, um sich mit neuem \u201eStar Wars\u201c-Merchandise einzudecken.<\/p>\n<p>An dem Film schieden sich jedoch die Geister. Etliche waren rundum zufrieden, viele andere monierten indes k\u00fcnstlich wirkende Computereffekte oder herbeikonstruierte und holprig erz\u00e4hlte Handlungsstr\u00e4nge und erkl\u00e4rten \u201eThe Matrix\u201c zum gelungeneren SciFi-Fantasyfilm des Jahres. <\/p>\n<p>Dem kommerziellen Erfolg von \u201eStar Wars\u201c tat dies keinen Abbruch, \u201eEpisode I\u201c wurde ein globaler Hit. Ebenso die beiden weiteren Filme in Lucas\u2018 Prequel-Trilogie in den Jahren 2002 und 2005.<\/p>\n<p>Schock des Jahres: das Massaker an der Columbine High School<\/p>\n<p>Die blutige Wahnsinnstat sorgte in aller Welt f\u00fcr Entsetzen: An der Columbine High School im US-Bundesstaat Colorado erschossen am 20. April 1999 ein 17- und ein 18-J\u00e4hriger zw\u00f6lf Sch\u00fcler und einen Lehrer, verwundeten 21 weitere Menschen, bevor die T\u00e4ter nach Schusswechseln mit der Polizei Selbstmord ver\u00fcbten.<\/p>\n<p>Die beiden Teenager hatten ihre Tat ein Jahr lang geplant und auch Sprengs\u00e4tze vorbereitet, die aber nicht z\u00fcndeten. Vor dem Blutbad waren sie durch Gewaltfantasien aufgefallen. Was sie letztlich zu Massenm\u00f6rdern machte, blieb r\u00e4tselhaft.<\/p>\n<p>Es war nicht das erste tragische und verst\u00f6rende Schul-Massaker der US-Geschichte, und es sollte nicht das letzte bleiben. Dutzende weitere Blutb\u00e4der gab es bis in die Gegenwart. <\/p>\n<p>Jedes Mal \u00e4u\u00dfern sich US-Politiker \u201ebetroffen\u201c, senden \u201ethoughts and prayers\u201c, und einige von ihnen fordern, endlich die laxen Waffengesetze Amerikas zu versch\u00e4rfen. Besitzer von (Maschinen-)Pistolen und Gewehren pochen derweil auf ihr verfassungsm\u00e4\u00dfiges Recht, Waffen zu tragen. Und dann passiert: nichts. Bis sich der Wahnsinn alsbald wiederholt. <\/p>\n<p>Innovation des Jahres: das erste WAP-Handy<\/p>\n<p>Die Technologie gilt als der Anfang des mobilen Internets f\u00fcr jedermann: Nach ersten Entwicklungen in den sp\u00e4ten 1990ern wurden 1999 der 1.1-Standard und dessen Nachfolger 1.2 des Wireless Application Protocol (WAP) ver\u00f6ffentlicht und setzten sich im Markt durch.<\/p>\n<p>In Zeiten langsamer \u00dcbertragungsraten und winziger, teils monochromer Handy-Displays optimierte WAP die Webseiten derart, dass sie unterwegs (zumindest einigerma\u00dfen) nutzbar waren. Ein Risikofaktor war dabei, dass \u00fcber WAP auch Bezahldienste ausgef\u00fchrt wurden, was viele damals unge\u00fcbte Nutzer nicht durchschauten: Sie handelten sich teils hohe ungewollte Kosten ein.<\/p>\n<p>Bald waren die meisten Handys mit WAP-Browsern ausgestattet. Mancher verspottete WAP aber als Abk\u00fcrzung f\u00fcr \u201eWarten auf Besseres\u201c. Nicht ganz zu Unrecht: Die Technologien des mobilen Internets entwickelten sich rasant, und in heutigen Zeiten von Smartphones mit gro\u00dfen Displays und 5G sind die Handys von damals l\u00e4ngst Museumsst\u00fccke.<\/p>\n<p><a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/autor\/martin-klemrath\/\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/autor\/martin-klemrath\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><b>Martin Klemrath<\/b><\/a><b> ist Managing Editor bei WELTGeschichte. Zu seinen Themenschwerpunkten z\u00e4hlen die Geschichte der USA, Technikgeschichte, Kulturgeschichte und Zeitgeschichte.<\/b><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die zehnteilige Zeitreise zum 30. 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