{"id":141572,"date":"2025-05-26T17:26:10","date_gmt":"2025-05-26T17:26:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/141572\/"},"modified":"2025-05-26T17:26:10","modified_gmt":"2025-05-26T17:26:10","slug":"siegfried-in-dortmund-als-teil-des-konwitschny-rings-gefeiert-das-opernmagazin","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/141572\/","title":{"rendered":"\u201eSiegfried\u201c in Dortmund als Teil des Konwitschny-Rings gefeiert \u2013 DAS OPERNMAGAZIN"},"content":{"rendered":"<p>\t\t<a href=\"https:\/\/opernmagazin.de\/siegfried-in-dortmund-als-teil-des-konwitschny-rings-gefeiert\/siegfried-2\/\" rel=\"attachment wp-att-30571 noopener\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-30571\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/Siegfried_OHP_0434-300x200.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"200\"  \/><\/a>Theater Dortmund\/SIEGFRIED\/Jan Golebiowski, Daniel Frank\/Foto:(c) Thomas M. Jauk<\/p>\n<p><strong>Die beiden Zyklen von Wagners \u201eRing des Nibelungen\u201c im Mai und Juni 2025 in Dortmund zeigen das Geschick des Intendanten Heribert Germeshausen, mit kluger Konzeption \u00fcberregionales Publikum anzuziehen und zahlreiche namhafte Sponsoren f\u00fcr die Gesangsstars ins Boot zu holen. Flankiert mit einem Strau\u00df von Vortr\u00e4gen einschlie\u00dflich Festgottesdienst werden die vier Opern von den Dortmunder Philharmonikern unter Gabriel Feltz mit hochkar\u00e4tigen Solisten, teilweise mit Bayreuth-Erfahrung, in voller Besetzung aufgef\u00fchrt. Regisseur Peter Konwitschny ist als konsequenter Vertreter des von Bertolt Brecht entwickelten epischen Theaters bereits jetzt eine Legende. Er pr\u00e4sentiert hier seinen ersten kompletten \u201eRing\u201c, jede Oper mit einem anderen B\u00fchnen- und Kost\u00fcmbildner. (Gesehene Vorstellung am 23. Mai 2025)<\/strong><\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>Regisseur <strong>Peter Konwitschny<\/strong>s Inszenierung der \u201eG\u00f6tterd\u00e4mmerung\u201c in Stuttgart wurde 2000 von der Zeitschrift Opernwelt zur \u201eAuff\u00fchrung des Jahres\u201c gew\u00e4hlt, obwohl oder gerade weil der Verfremdungseffekt des epischen Theaters durch Offenlegung der Theatereffekte dazu f\u00fchrt, dass gewohnte Theaterillusionen, wie zum Beispiel ein Wald-Prospekt oder eine H\u00f6hle aus Pappmach\u00e9 nicht mehr gewahrt werden. Das f\u00fchrt dazu, dass Zuschauende die politische Dimension des Gezeigten eher erkennen. Die \u201eWalk\u00fcre\u201c (2022), Siegfried (2023), das \u201eRheingold\u201c (2024) wurden am 18.5.2025 durch die \u00dcbernahme und Neu-Einstudierung der Stuttgarter \u201eG\u00f6tterd\u00e4mmerung\u201c zum \u201eRing\u201c vervollst\u00e4ndigt, der in zwei Zyklen im Mai und im Juni 2025 in Dortmund gezeigt wird.<\/p>\n<p>\u201eSiegfried\u201c ist eigentlich eine sinfonische Dichtung des gro\u00dfen Orchesters mit Duetten im Sprechgesang und ein paar Ariosi wie dem Schmiedelied. Das meiste findet im Orchester statt, der Rest ist ein Konversationsst\u00fcck, in dem alle Beteiligten ihre Sicht der Dinge so darstellen, dass sie m\u00f6glichst vorteilhaft dabei aussehen. Der Drache Fafner in seiner H\u00f6hle, der sich mit dunkel-bedrohlichen Bl\u00e4serakkorden musikalisch durch die Erz\u00e4hlung zieht und den Mime mit drastischen Worten als hochgradig gef\u00e4hrlich beschreibt, ist kein anderer als der Bauunternehmer Fafner, der den unfassbar gro\u00dfen Schatz der Nibelungen einschlie\u00dflich Ring und Tarnkappe, den er mit seinem Bruder Fasolt gemeinsam als Honorar f\u00fcr die Erbauung Walhalls von G\u00f6ttervater Wotan erhalten hat, bewacht. Er hat seinen Bruder Fasolt im Streit um den von Alberich verfluchten Ring erschlagen. In seiner Angst, nun seinerseits bestohlen zu werden, verwandelte er sich in ein gef\u00e4hrliches Ungeheuer, das Mime und Alberich belauern, um wieder in den Besitz des Rings zu gelangen, der die Macht verleiht.<\/p>\n<p>Der Wanderer, Wotan, wie das Orchester verr\u00e4t, der nach Br\u00fcnnhildes Insubordination resigniert hat, folgt diesem Spiel mit mildem Interesse und beobachtet die Fortschritte seines Enkels Siegfried, der von Mime, Alberichs Bruder, der seinerzeit Ring und Tarnkappe schmiedete, isoliert von Menschen in einer Waldh\u00fctte unweit der Drachenh\u00f6hle mehr schlecht als recht aufgezogen wurde. \u201eAls zullendes Kind zog ich dich auf.\u201c<\/p>\n<p>B\u00fchnenbild und Kost\u00fcme von <strong>Johannes Leiacker<\/strong> sind denkbar stilisiert und auf ein Minimum reduziert: drei Container, ein bisschen Feuerzauber aus flatterndem rot angeleuchtetem Papier. Siegfried tr\u00e4gt kurze Hose, T-Shirt und Stirnband, Mime einen Kittel, wie ihn fr\u00fcher Hausfrauen zum Putzen trugen, Alberich einen Frack, Wotan Wanderkleidung und Sonnenbrille, Fafner Proletentr\u00e4gerhemd mit Goldkette und dickem Ring. Br\u00fcnnhilde hat ein richtiges sch\u00f6nes Damenkleid unter ihrer R\u00fcstung an, rot wie die Liebe. Das sch\u00f6nste Kost\u00fcm hat das zierliche Waldv\u00f6glein, das schwerelos tanzt und zur gr\u00fcnen Corsage ein fedriges gr\u00fcnes Tutu tr\u00e4gt, herzallerliebst!<\/p>\n<p>Jeder der drei Container steht f\u00fcr einen Akt. Mimes H\u00f6hle steht in der Mitte der ansonsten leeren B\u00fchne. Der Wald kommt nur als Tapete im Inneren der H\u00f6hle vor, dazu gibt es das Schmiedefeuer vom B\u00fchnenboden und als Amboss einen Elektroherd, auf dem Mime und Siegfried h\u00e4mmern. Der Akt endet damit, dass Siegfried aus den Tr\u00fcmmern Nothungs sein Schwert geschmiedet hat, mit dem er furchtlos Fafner angreifen m\u00f6chte. Mime sinnt derweil schon, wie er Siegfried vergiften kann, um danach in den Besitz des Rings zu gelangen. Eine wahrhaft dysfunktionale Familie!<\/p>\n<p>Siegfried zieht in die N\u00e4he der Drachenh\u00f6hle \u2013 der zweite Container. Nachdem er sein Horn-Motiv gelernt hat und den Drachen aufst\u00f6rt, \u00f6ffnet sich der Container. Fafner sitzt mit dem Waldv\u00f6glein in einer goldenen Badewanne und l\u00e4sst es sich gut gehen. \u201eIch sitz\u00b4 und besitz, lass mich schlafen!\u201c hatte ich mir eigentlich anders vorgestellt. Die Szene erinnert an Playboys aus der Geldaristokratie, die mit schnellen Autos, legalen und illegalen Drogen und sch\u00f6nen Frauen das Verm\u00f6gen ihrer V\u00e4ter genie\u00dfen. Mit vergoldeten W\u00e4nden, vergoldeter Sektflasche und haufenweise Goldbarren in den Ecken wirklich ein tolles Bild f\u00fcr obsz\u00f6nen Reichtum! Durch keine Skrupel wie Ehrfurcht vor dem Leben getr\u00fcbt ersticht Siegfried Fafner mit seinem Schwert und wird vom Waldv\u00f6glein in ein Gespr\u00e4ch verwickelt. Sie verr\u00e4t ihm, dass er auf einem Felsen seine k\u00fcnftige Frau finden werde. Vorher killt er noch Mime, bevor dieser ihn seinerseits vergiften kann.<\/p>\n<p>Im dritten Container steht eine Art Sarkophag, aus dem sich Erda, Br\u00fcnnhildes Mutter, von Wotan gerufen, erhebt. Aber sie kann Wotan keinen Rat mehr geben und verschwindet wieder. Siegfried, der keinen Respekt vor dem Alter gelernt hat, nimmt Wotan, den Wanderer, seinen Gro\u00dfvater, in einem ziemlich taktlosen Gespr\u00e4ch nicht ernst und zerschl\u00e4gt seinen Speer. Damit ist Wotans Macht endg\u00fcltig gebrochen. Siegfried zieht weiter, bis er auf einer leeren B\u00fchne die schlafende Br\u00fcnnhilde mit Helm und R\u00fcstung liegen sieht. Sie erwacht aus tiefem Schlaf und erkennt Siegfried. F\u00fcr kurze Zeit scheint mit dem \u00fcberbordenden Liebesduett ein Happy End gekommen: \u201eLachende Liebe, leuchtender Tod!\u201c<\/p>\n<p>Das Ende ist offen, denn Siegfried wei\u00df nicht, welche Macht der Ring verleiht, den er Fafner abgenommen hat, und Br\u00fcnnhilde ist nun eine normale Menschenfrau, die sich traut, sich auf ihre entbrannte Liebe zu Siegfried einzulassen.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/opernmagazin.de\/siegfried-in-dortmund-als-teil-des-konwitschny-rings-gefeiert\/siegfried-3\/\" rel=\"attachment wp-att-30573 noopener\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-30573\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/Siegfried_GP_0706-300x200.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"200\"  \/><\/a>Theater Dortmund\/SIEGFRIED\/Alina Wunderlin, Denis Velev\/Foto: (c) Thomas M. Jauk<\/p>\n<p>Schl\u00fcsselszene ist f\u00fcr mich das Bild von Fafner in der goldenen Badewanne. Er besitzt zwar den Reichtum, ist aber nicht qualifiziert, davon Gebrauch zum Allgemeinwohl zu machen. Wotan hat mit der Zerschlagung des Speers, den er aus der Weltesche schlug, seine Macht verloren und spielt keine Rolle mehr, und Siegfried besitzt zwar den Ring, der Macht verleiht, wei\u00df aber nicht, dass auf diesem Ring ein Fluch liegt, der ihn vernichten wird. Die Weltesche, bl\u00fchend und stark, aus der Wotan seinen Speer geschnitzt hatte, ist von Siegfried verkohlt und verheizt worden, um Nothung neu zu schmieden, ist also vernichtet. Sie steht f\u00fcr die Natur, die bereits Alberich verletzte, indem er den Rheint\u00f6chtern das Rheingold raubte.<\/p>\n<p>Das homogene Ensemble aus hochkar\u00e4tigen Wagner-S\u00e4ngern und S\u00e4ngerinnen \u00fcberzeugte auf der ganzen Linie. <strong>Rinnat Moriah<\/strong> als Waldv\u00f6glein, das eigentlich laut Wagners Partitur aus dem Off singt, weil Br\u00fcnnhilde die erste Frau sein soll, die Siegfried sieht, t\u00e4nzelte schwebend als Ballerina wie ein V\u00f6gelchen \u00fcber die B\u00fchne und verriet mit silbrigem Sopran Siegfried die Geheimnisse, die er wissen musste. Als Fafners Party-Girl \u00e1 la Holly Golightly \u2013 vermutlich brauchte sie das Geld \u2013 teilte sie l\u00e4ssig seine goldene Badewanne. Eine echte Sympathietr\u00e4gerin!<\/p>\n<p>Sch\u00f6n b\u00f6s gestaltete <strong>KS<\/strong> <strong>Matthias Wohlbrecht<\/strong> den Mime. Er, der aus dem von Alberich geraubten Gold Ring und Tarnkappe schmiedete, w\u00e4hnt sich als legitimer Besitzer und hat nur deshalb Siegfried unter seine Obhut genommen, um ihn als Bezwinger Fafners zu instrumentalisieren. Seine Pl\u00e4ne, Siegfried, nachdem er den Ring hat, zu t\u00f6ten, um in den Besitz des Rings zu gelangen: \u201eZum ew\u00b4gen Schlaf schlie\u00df ich dir die Augen bald\u201c, im zuckers\u00fc\u00dfen Parlando vorgetragen, waren eine Glanzleistung des Charaktertenors.<\/p>\n<p>Der Bayreuth-erfahrene <strong>Thomas<\/strong> <strong>Johannes Mayer<\/strong> gab dem Wanderer, dem Gott Wotan, der vollends scheitert, als Siegfried mit seinem Schwert seinen Speer zerschl\u00e4gt, abgekl\u00e4rte Kontur. <strong>St\u00e9phanie\u00a0M\u00fcther<\/strong>\u00a0als Br\u00fcnnhilde, die die nach jahrelangem Schlaf endlich von Siegfried, der als furchtloser Held als einziger das von Wotan um sie gelegte Feuer durchbrechen konnte, erweckt wird, war mit ihrem hochdramatischen Sopran die kongeniale Partnerin und Gef\u00e4hrtin des jungen Helden Siegfried. Sie ist nach Erdas Aussage diejenige, die sp\u00e4ter das Drama beenden wird, das aus Gier und Machtsucht entstanden ist. M\u00fcthers jubelnde Spitzent\u00f6ne und die differenzierte Darstellung der ihrer G\u00f6ttlichkeit beraubten Frau, die sich einem Mann, Siegfried, hingibt und ausliefert, hat mich zutiefst ger\u00fchrt.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/opernmagazin.de\/siegfried-in-dortmund-als-teil-des-konwitschny-rings-gefeiert\/siegfried\/\" rel=\"attachment wp-att-30570 noopener\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-30570\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/Siegfried_OHP_1020-300x200.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"200\"  \/><\/a>Theater Dortmund\/SIEGFRIED\/Daniel Frank, St\u00e9phanie M\u00fcther\/Foto:(c) Thomas M. Jauk<\/p>\n<p><strong>Daniel Frank<\/strong> als Siegfried, der praktisch die ganze Zeit auf der B\u00fchne stand, hat eine sehr sch\u00f6n timbrierte Stimme und hat bereits Tannh\u00e4user, Lohengrin, Parsifal und Siegmund gestaltet. Er machte den pubertierenden Knaben, der seinen Ziehvater \u00fcber seine Herkunft ausfragt, glaubhaft, aber auch den in Liebe zu Br\u00fcnnhilde entflammten jugendlichen Helden. Das Schlussduett war reine Magie, denn dort verschmolzen zwei starke Stimmen zum optimistischen Aufbruch in die Zukunft. <strong>Melissa Zgouridi<\/strong> mit profundem Alt als Erda, <strong>KS Morgan Moody<\/strong> als autorit\u00e4rer Alberich sowie <strong>Denis Velev<\/strong> als bassgewaltiger Fafner, der vermutlich auch ohne Verst\u00e4rkung bedrohlich geklungen h\u00e4tte, komplettierten das Ensemble.<\/p>\n<p>Die <strong>Dortmunder Philharmoniker<\/strong> unter <strong>Gabriel Feltz<\/strong>, mittlerweile GMD in Kiel, gl\u00e4nzten in opulentem Wagner-Klang. Die von Wagner notierten sechs Harfen standen demonstrativ auf der B\u00fchne. Solo-Hornist<strong> Jan Golebiowski<\/strong> bekam f\u00fcr seine Unterst\u00fctzung Siegfrieds beim Intonieren des Siegfried-Motivs auf der B\u00fchne verdienten Szenenapplaus, aber auch die anderen Solisten, die Siegfrieds Kr\u00e4chzen auf dem abgerissenen Regenrohr intonierten, hatten die Lacher auf ihrer Seite. Wie in allen normalen Opernh\u00e4usern mit offenem Orchestergraben ergibt sich das Problem, dass die Stimmen sich gegen das Orchester, auch wenn es versucht, leise zu spielen, schlecht durchsetzen k\u00f6nnen, wenn sie nicht an der Rampe singen. Konwitschny als alter Hase platzierte sie meist vorteilhaft, so dass alle in der Regel auch vom Text her im Zuschauerraum gut verst\u00e4ndlich waren. Trotzdem waren die \u00dcbertitel hilfreich.<\/p>\n<p>Obwohl \u201eSiegfried\u201c im Wald spielt, kam wenig Wald-Romantik r\u00fcber, sondern eher massive Kapitalismuskritik im Bild Fafners. Der Weltesche setzte man schon am Anfang ein Denkmal, als der gr\u00fcne Ast vor dem geschlossenen Vorhang krachend auf die B\u00fchne st\u00fcrzte. Konwitschny zeichnet hier eine Dystopie einer herrschaftslosen Gesellschaft, deren Insignien der Macht sich in der Hand eines unerzogenen und ungebildeten, aber sympathischen Anarchisten befinden, der geltende Vertr\u00e4ge zerschl\u00e4gt. Sollte das ein Modell der Gegenwart sein?<\/p>\n<p>Abweichend von Wagners Plan setzt Konwitschny das \u201eRheingold\u201c, das die Vorgeschichte erz\u00e4hlt, hinter \u201eSiegfried\u201c, vor die \u201eG\u00f6tterd\u00e4mmerung\u201c als echten Cliffhanger ein. Mit dem Bild Fafners im goldenen Luxus ist die Motivation der Beteiligten evident. Mit dem gehetzten Siegmund am Anfang der \u201eWalk\u00fcre\u201c beginnt ein Spannungsbogen, der sich \u00fcber Siegmunds Tod zur Ermordung Fafners durch Siegfried hin steigert. Jetzt wei\u00df man, worum es geht, und dann will man auch wissen, wie Fafner an diesen Schatz gekommen ist. Es macht also dramaturgisch Sinn, das \u201eRheingold\u201c erst zwischen \u201eSiegfried\u201c und der \u201eG\u00f6tterd\u00e4mmerung\u201c zu zeigen, weil der Zuschauer dann wissen will, wie Fafner an diesen obsz\u00f6nen Reichtum gekommen ist. Die \u201eG\u00f6tterd\u00e4mmerung\u201c wird den Spannungsbogen abschlie\u00dfen.<\/p>\n<p>Es gab im nahezu ausverkauften Haus lebhaften Applaus f\u00fcr Ensemble und Orchester, aber auch einige Buhrufe f\u00fcr den Regisseur der ersten Staffel des \u201eRing des Nibelungen\u201c von Anh\u00e4ngern des \u201ewerktreuen\u201c Theaters.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<ul>\n<li><strong>Rezension von Ursula Hartlapp-Lindemeyer \/ Red. DAS OPERNMAGAZIN<\/strong><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.theaterdo.de\/produktionen\/detail\/siegfried\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Oper Dortmund \/ St\u00fcckeseite<\/a><\/li>\n<li>Titelfoto: Theater Dortmund\/SIEGFRIED\/Daniel Frank, St\u00e9phanie M\u00fcther\/Foto: (c) Thomas M. Jauk<\/li>\n<\/ul>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>\n\t\u00c4hnliche Beitr\u00e4ge<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Theater Dortmund\/SIEGFRIED\/Jan Golebiowski, Daniel Frank\/Foto:(c) Thomas M. 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