{"id":141796,"date":"2025-05-26T19:24:13","date_gmt":"2025-05-26T19:24:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/141796\/"},"modified":"2025-05-26T19:24:13","modified_gmt":"2025-05-26T19:24:13","slug":"weniger-angst-im-dunkeln-so-planen-staedte-in-sh-fuer-mehr-sicherheit-ndr-de-nachrichten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/141796\/","title":{"rendered":"Weniger Angst im Dunkeln: So planen St\u00e4dte in SH f\u00fcr mehr Sicherheit | NDR.de &#8211; Nachrichten"},"content":{"rendered":"<p>\nStand: 26.05.2025 19:03 Uhr\n<\/p>\n<p class=\"preface\">Warum haben Menschen Angst, wenn sie im \u00f6ffentlichen Raum unterwegs sind? Damit besch\u00e4ftigt sich die Stadtplanung. Kieler Studentinnen wollen au\u00dferdem auf das Problem aufmerksam machen und L\u00f6sungen erarbeiten.<\/p>\n<p class=\"textauthor\">von Carlotta Smok<\/p>\n<p>Auf dem n\u00e4chtlichen Heimweg ein fester Griff um den Schl\u00fcsselbund, ein Seitenwechsel zur beleuchteten Stra\u00dfenseite oder Anspannung beim Passieren einer Gruppe M\u00e4nner \u2013 solche Situationen kennen viele Frauen. Auch die Kieler Studentinnen B\u00fc\u015fra, Pauline und Larissa. Sie haben nach eigenen Angaben genug davon, sich im \u00f6ffentlichen Raum unwohl zu f\u00fchlen \u2013 und wollen mit ihrem Projekt Safe and Seen an der Christian-Albrechts-Universit\u00e4t zu <a href=\"https:\/\/www.ndr.de\/nachrichten\/schleswig-holstein\/Kiel-Aktuelle-Nachrichten-News-und-Videos,kiel7262.html\" title=\"Zum Artikel: Kiel: Aktuelle News und Videos\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Kiel<\/a> (CAU) aufkl\u00e4ren und ver\u00e4ndern.<\/p>\n<p>Kielerinnen und Kieler sollen dabei die M\u00f6glichkeit bekommen, auf einer interaktiven Karte anonym unsichere und sichere Orte zu markieren und zu beschreiben. Im Juli und September wollen die Studentinnen dann mit Teilnehmenden die R\u00e4ume begehen, die besonders h\u00e4ufig als unsicher wahrgenommen wurden. Vor Ort soll diskutiert werden, wie sich diese verbessern lassen. Die Ergebnisse will das Projektteam an die Stadt weitergeben \u2013 als konstruktiven Beitrag f\u00fcr eine Stadtplanung, die auf alle R\u00fccksicht nimmt.<\/p>\n<p>Angst im \u00f6ffentlichen Raum: Frauen \u00f6fter als M\u00e4nner betroffen<\/p>\n<p>Dass Handlungsbedarf besteht, macht auch eine aktuelle <a href=\"https:\/\/www.bmi.bund.de\/SharedDocs\/kurzmeldungen\/DE\/2022\/11\/sicherheit-kriminalitaet-in-deutschland.html\" title=\"Link: \" rel=\"noopener nofollow\" target=\"_blank\">BKA-Studie<\/a> deutlich. Demnach meiden knapp 58 Prozent der Frauen bestimmte Stra\u00dfen, Pl\u00e4tze oder Parks \u2013 bei M\u00e4nnern sind es rund 29 Prozent. Auch versuchen etwa 60 Prozent der Frauen und 26 Prozent der M\u00e4nner Fremden nachts auszuweichen. Brigitte Wotha forscht an der Uni Kiel zur geschlechtergerechten Stadtplanung. Sie betont: &#8222;Sich nachts unsicher zu f\u00fchlen, bedeutet nicht zwangsl\u00e4ufig, dass eine reale Gefahr besteht.&#8220; \u00c4ngste k\u00f6nne man unter anderem reduzieren, indem bei der Stadtplanung dichte Begr\u00fcnung, Mauern sowie schwer einsehbare Ecken und Sackgassen vermieden werden.<\/p>\n<p class=\"quote\">\nDas Recht auf Stadt hei\u00dft, dass alle Teilhabe an der Stadt haben. Und wenn man dann eben in unbelebte R\u00e4ume nicht hingeht, weil man sich da unsicher f\u00fchlt, verweigert einem das die Teilnahme.<br \/>\nBrigitte Wotha, Professorin f\u00fcr Raumplanung Universit\u00e4t Kiel\n<\/p>\n<p>Unterschiedliche Wege durch die Stadt<\/p>\n<p>Geschlechtergerechte Stadtplanung geht laut Wotha aber auch \u00fcber die Frage hinaus, wie sich Menschen im \u00f6ffentlichen Raum sicher f\u00fchlen k\u00f6nnen. Ziel sei es, die unterschiedlichen Bed\u00fcrfnisse von Bev\u00f6lkerungsgruppen in die Planung und Gestaltung einzubeziehen. Wie Menschen St\u00e4dte nutzen, h\u00e4nge n\u00e4mlich stark vom Alltag ab. Erwerbst\u00e4tige fahren meist direkt zur Arbeit und zur\u00fcck. Wer aber Care-Arbeit leistet \u2013 etwa Kinder zur Kita bringt, einkauft oder Angeh\u00f6rige pflegt \u2013 legt komplexere Wegeketten zur\u00fcck. Das trifft laut Statistischem Bundesamt vor allem Frauen: Sie verbrachten 2022 rund 30 Stunden pro Woche mit unbezahlter Arbeit, M\u00e4nner rund 21.<\/p>\n<p>Nah statt fern \u2013 die Stadt der kurzen Wege<\/p>\n<p>Ein Ansatz, der diesen unterschiedlichen Wegen gerecht wird, ist das Konzept der \u201eStadt der kurzen Wege\u201c. Ziel ist es, Wohnen, Arbeiten, Bildung und Versorgung r\u00e4umlich zu b\u00fcndeln, so dass Menschen alles, was sie zum Leben brauchen, m\u00f6glichst in ihrer direkten Umgebung finden. So k\u00f6nnen viele Wege zu Fu\u00df oder mit dem Rad erledigt werden. St\u00e4dte wie Paris oder Barcelona setzen dieses Prinzip bereits um \u2013 f\u00fcr mehr Nachhaltigkeit, Lebensqualit\u00e4t und Teilhabe.<\/p>\n<p>Was Kiel f\u00fcr mehr Sicherheit plant<\/p>\n<p>Auch die Stadt Kiel will den \u00f6ffentlichen Raum nach eigenen Angaben sicherer und inklusiver gestalten \u2013 besonders in Gr\u00fcnanlagen. Laut Stadtverwaltung stehen \u00dcbersichtlichkeit, gezielte Beleuchtung und klare Wegef\u00fchrung im Fokus. Geschlechtergerechte Planung soll demnach auf allen Ebenen mitgedacht werden \u2013 von der Bauleitplanung bis zur Umsetzung. \u00c4mter\u00fcbergreifende Zusammenarbeit soll dabei die Qualit\u00e4t sichern \u2013 und langfristig zu einer Stadt beitragen, die sich an den Bed\u00fcrfnissen aller Menschen orientiert.<\/p>\n<p>Weitere Informationen<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/fussfessel258_v-contentgross.jpg\" alt=\"Ein Mann tr\u00e4gt eine elektronische Fu\u00dffessel. \u00a9 dpa Foto: Julian Stratenschulte\" title=\"Ein Mann tr\u00e4gt eine elektronische Fu\u00dffessel.\" class=\"responsive\"\/><\/p>\n<p>\nEin neues Gesetz erm\u00f6glicht den Einsatz der elektronischen Fu\u00dffessel auch bei h\u00e4uslicher und partnerschaftlicher Gewalt.<br \/>\n<a title=\"Zum Artikel: H\u00e4usliche Gewalt: Landtag m\u00f6chte Frauen besser sch\u00fctzen\" href=\"https:\/\/www.ndr.de\/nachrichten\/schleswig-holstein\/Haeusliche-Gewalt-Landtag-moechte-Frauen-besser-schuetzen,fussfessel290.html\" class=\"cta \" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">mehr<\/a>\n<\/p>\n<p><a title=\"Zur Startseite: Schleswig-Holstein Magazin\" href=\"https:\/\/www.ndr.de\/schleswigholsteinmagazin\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p>Schleswig-Holstein Magazin<\/p>\n<p><\/a><\/p>\n<p>Dieses Thema im Programm:<\/p>\n<p>Schleswig-Holstein Magazin |<br \/>\n27.05.2025 | 19:30 Uhr<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/ndr_printlogo.gif\" alt=\"NDR Logo\" title=\"NDR Logo\"\/><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 26.05.2025 19:03 Uhr Warum haben Menschen Angst, wenn sie im \u00f6ffentlichen Raum unterwegs sind? 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