{"id":142795,"date":"2025-05-27T04:41:08","date_gmt":"2025-05-27T04:41:08","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/142795\/"},"modified":"2025-05-27T04:41:08","modified_gmt":"2025-05-27T04:41:08","slug":"us-stiftung-verteilt-erste-hilfsgueter-hamas-ruft-zum-boykott-auf","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/142795\/","title":{"rendered":"US-Stiftung verteilt erste Hilfsg\u00fcter \u2013 Hamas ruft zum Boykott auf"},"content":{"rendered":"<p class=\"is-first-paragraph\" data-external=\"Article.FirstParagraph\">Eine von Israel und den USA unterst\u00fctzte Stiftung hat eigenen Angaben zufolge erste Hilfsg\u00fcter an Pal\u00e4stinenser im Gazastreifen verteilt. Das berichteten mehrere israelische und internationale Medien unter Berufung auf eine Mitteilung der vor wenigen Monaten neu gegr\u00fcndeten Gaza Humanitarian Foundation (GHF) Stiftung. Die Hilfe soll demnach t\u00e4glich gesteigert werden. Das von der islamistischen Hamas kontrollierte Innenministerium rief die Einwohner des Gazastreifens dazu auf, den neuen Verteilmechanismus zu boykottieren.<\/p>\n<p>Mit der von den USA unterst\u00fctzten Verteilstrategie will die israelische Regierung nach eigenen Angaben verhindern, dass die Hamas Lieferungen stiehlt und Geld damit macht. UN-Vertreter sagen, Israel habe keine Beweise daf\u00fcr vorgelegt. Die vier GHF-Verteilungszentren im S\u00fcden und im Zentrum des Gazastreifens sollen von US-Sicherheitsfirmen betrieben werden. Israel will so Hilfsorganisationen der UN und anderer internationaler Helfer umgehen. Aus der Mitteilung der GHF ging nicht hervor, wie viele der vier vorgesehenen Zentren nun ihren Betrieb aufnahmen.<\/p>\n<p>Ein Vertreter jeder pal\u00e4stinensischen Familie solle alle f\u00fcnf Tage zu einem der Zentren gehen, um ein Hilfspaket abzuholen, hie\u00df es. Die Vereinten Nationen und Hilfsorganisationen, die eine Beteiligung an dem Plan abgelehnten, halten dies f\u00fcr zu gef\u00e4hrlich und wenig effektiv. Denn der Plan verlange von den Pal\u00e4stinensern, dass sie auf dem weiten Weg zu den Verteilungszentren durch gef\u00e4hrliche Kampfgebiete m\u00fcssen. F\u00fcr Alte und Kranke k\u00f6nnte der Weg unm\u00f6glich sein. Israels Armee hatte zudem am Montag eine beispiellose Offensive angek\u00fcndigt und die Bewohner der meisten Orte im s\u00fcdlichen Gazastreifens <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/ausland\/article256152510\/Hilfsgueter-Netanjahu-will-im-Gazastreifen-sterile-Zone-fuer-Hunderttausende.html\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/politik\/ausland\/article256152510\/Hilfsgueter-Netanjahu-will-im-Gazastreifen-sterile-Zone-fuer-Hunderttausende.html&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">dazu aufgerufen, diese zu verlassen<\/a>.<\/p>\n<p>Am Montag noch hatte es in Israel Medienberichte dar\u00fcber gegeben, dass sich die Er\u00f6ffnung eines Verteilzentrums wegen logistischer Schwierigkeiten verz\u00f6gere. Nun hie\u00df es unter anderem in der \u201eTimes of Israel\u201c und der \u201eJerusalem Post\u201c, die GHF habe zwar keine Angaben dazu gemacht, wie viel verteilt worden sei, sie habe allerdings Fotos von Bewohnern ver\u00f6ffentlicht, die mit Paketen davongingen. Es wird erwartet, dass das GHF in den ersten Wochen nur 60 Prozent der Bev\u00f6lkerung ern\u00e4hren kann, wie der Sender CNN berichtete.<\/p>\n<p>Die Stiftung teilte weiter mit, heute sollten weitere Lastwagen mit Nahrungsmitteln und anderen Hilfsg\u00fctern ankommen. Die GHF kritisierte auch den Boykottaufruf der Hamas gegen die Verteilzentren: \u201eEs ist klar, dass sich die Hamas durch dieses neue Betriebsmodell bedroht f\u00fchlt und alles in ihrer Macht Stehende tun wird, um es scheitern zu lassen\u201c, hie\u00df es.<\/p>\n<p>Die Hamas hatte behauptet, der neue Mechanismus sei eine nachrichtendienstliche Operation, die darauf abziele, Informationen zu sammeln und eine interne Spaltung herbeizuf\u00fchren. Israel setze Lebensmittel als Kriegswaffe ein.<\/p>\n<p>170 Lkw mit Hilfslieferungen in Gaza<\/p>\n<p>Israel hatte im M\u00e4rz s\u00e4mtliche Hilfslieferungen nach Gaza blockiert und kurz darauf auch die Waffenruhe mit der Hamas beendet. Damit sollte der Druck auf die Hamas erh\u00f6ht werden, die letzten Geiseln freizulassen. An Israels Vorgehen in dem K\u00fcstengebiet, wo rund zwei Millionen Pal\u00e4stinenser leben und t\u00e4glich Dutzende Tote gemeldet werden, gibt es international massive Kritik. Seit einigen Tagen l\u00e4sst Israel zwar wieder einige Hilfsg\u00fcter in das Kriegsgebiet, die jedoch nach UN-Angaben l\u00e4ngst nicht ausreichen.<\/p>\n<p>Nach Angaben der israelischen Armee fuhren am Montag 170 weitere Lastwagen mit internationalen Hilfsg\u00fctern nach strenger Kontrolle \u00fcber den \u00dcbergang Kerem Schalom in das abgeriegelte K\u00fcstengebiet. N\u00f6tig w\u00e4ren jedoch nach UN-Angaben t\u00e4glich mindestens 500 bis 600 Lastwagenladungen.<\/p>\n<p>Israelische Bodentruppen r\u00fccken im Libanon vor<\/p>\n<p>Derweil drangen israelische Bodentruppen nach einem Medienbericht mehrere Hundert Meter tief auf libanesisches Gebiet vor. Der israelische Armeesender berichtete unter Berufung auf libanesische Angaben, die Truppen seien im Bereich der Ortschaft Mais al-Dschabal vorger\u00fcckt. Die israelische Armee \u00e4u\u00dferte sich zun\u00e4chst nicht zu dem Bericht.<\/p>\n<p>Israel und die proiranische Hisbollah-Miliz hatten im November eine Waffenruhe vereinbart. Nach monatelanger Pr\u00e4senz hatte Israel dann im Februar einen Gro\u00dfteil seiner Stellungen in dem n\u00f6rdlichen Nachbarland ger\u00e4umt. Die libanesische F\u00fchrung wertete den Verbleib israelischer Truppen an f\u00fcnf strategischen Punkten jedoch als Versto\u00df gegen die Waffenruhe-Vereinbarung. Israels Luftwaffe greift trotz der Waffenruhe fast t\u00e4glich Ziele in dem Nachbarland an.<\/p>\n<p>Die Hisbollah sollte sich laut der Vereinbarung hinter den etwa 30 Kilometer n\u00f6rdlich der Landesgrenze gelegenen Litani-Flusses zur\u00fcckziehen. Israel wirft der Miliz vor, immer wieder gegen diese Vorgabe zu versto\u00dfen.<\/p>\n<p>Zweifel an Hamas-Zustimmung zu Waffenruhe-Plan<\/p>\n<p>Es gab unterdessen Anzeichen f\u00fcr m\u00f6gliche Bewegung bei den indirekten Verhandlungen zwischen Israel und der Hamas \u00fcber eine neue Waffenruhe. Aus Hamas-Kreisen verlautete, die Organisation habe einem Waffenruhe-Vorschlag des US-Sondergesandten Steve Witkoff zugestimmt. Dieser wies dies jedoch umgehend zur\u00fcck. Was er von der Hamas gesehen habe, sei \u201eentt\u00e4uschend und v\u00f6llig inakzeptabel\u201c, zitierte Barak Ravid, ein gut vernetzter Korrespondent der US-Nachrichtenseite Axios, aus einem Gespr\u00e4ch mit Witkoff.<\/p>\n<p>Den Hamas-Angaben zufolge geht es unter anderem um eine Waffenruhe von 60 Tagen, die Freilassung von zehn Geiseln und die Einfahrt von 1.000 Lastwagen w\u00e4hrend der Waffenruhe.<\/p>\n<p>Nach israelischen Angaben werden derzeit noch mindestens 20 Geiseln lebend im Gazastreifen festgehalten. Bei drei weiteren Entf\u00fchrten ist unklar, ob sie noch leben. Zudem befinden sich die sterblichen \u00dcberreste von 35 Verschleppten dort. Ministerpr\u00e4sident Benjamin Netanjahu sagte am Montag, er hoffe auf Neuigkeiten bez\u00fcglich der Geiseln m\u00f6glicherweise schon heute oder am Mittwoch.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Eine von Israel und den USA unterst\u00fctzte Stiftung hat eigenen Angaben zufolge erste Hilfsg\u00fcter an Pal\u00e4stinenser im Gazastreifen&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":142796,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3],"tags":[926,2547,410,13,411,4750,14,15,110,12,10,8,9,11,103,104],"class_list":{"0":"post-142795","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-welt","8":"tag-7-oktober-2023","9":"tag-gaza-streifen","10":"tag-hamas","11":"tag-headlines","12":"tag-israel","13":"tag-israel-hamas-angriff-auf-israel","14":"tag-nachrichten","15":"tag-news","16":"tag-newsteam","17":"tag-schlagzeilen","18":"tag-top-news","19":"tag-top-meldungen","20":"tag-topmeldungen","21":"tag-topnews","22":"tag-welt","23":"tag-world"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114577964082135109","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/142795","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=142795"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/142795\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/142796"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=142795"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=142795"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=142795"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}