{"id":142935,"date":"2025-05-27T06:02:09","date_gmt":"2025-05-27T06:02:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/142935\/"},"modified":"2025-05-27T06:02:09","modified_gmt":"2025-05-27T06:02:09","slug":"beschwerden-ueber-die-telekom-wegen-langsamen-internets","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/142935\/","title":{"rendered":"Beschwerden \u00fcber die Telekom wegen langsamen Internets"},"content":{"rendered":"<p class=\"metatextline\">Stand: 27.05.2025 07:14 Uhr<\/p>\n<p class=\"textabsatz columns twelve  m-ten  m-offset-one l-eight l-offset-two\">\n        <strong>Verbrauchersch\u00fctzer werfen der Telekom vor, bewusst Engp\u00e4sse im Internet zu schaffen, um zus\u00e4tzlich Geld f\u00fcr schnellere Zug\u00e4nge zu kassieren. Sie sehen darin eine Verletzung von EU-Recht. Die Telekom widerspricht.<\/strong>\n    <\/p>\n<p>                                        <a class=\"authorline__link\" href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/korrespondenten\/markus-reher-102.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><br \/>\n                                            <img decoding=\"async\" class=\"authorline__img\" alt=\"Markus Reher\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/markus-reher-100.jpg\"\/><br \/>\n                                        <\/a><\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\n&#8222;F\u00fcr den Kunden f\u00fchlt es sich so an, als ob unsere Seite und unser Service nicht richtig laden w\u00fcrde, als ob unser Server langsam w\u00e4re. Die Anfrage kommt bei unserem Server langsamer an, als sie m\u00fcsste&#8220;, erz\u00e4hlt Peter M\u00fcller. Er hei\u00dft eigentlich anders, bittet aber darum, dass wir keine genaueren Angaben \u00fcber ihn ver\u00f6ffentlichen &#8211; er f\u00fcrchtet Nachteile f\u00fcr sein Gesch\u00e4ft.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nM\u00fcller f\u00fchrt ein kleines Start-up-Unternehmen irgendwo in Deutschland. Er bietet Softwarel\u00f6sungen f\u00fcr Dienstleister in der Gesundheitsbranche an. F\u00fcr L\u00e4den also, die Kompressionsstr\u00fcmpfe verkaufen k\u00f6nnten oder Bandagen, Brillen, H\u00f6rger\u00e4te oder Inhalatoren. Seine Kunden m\u00fcssen \u00fcber das Internet auf seine Software zugreifen, viele tun das mit der Telekom als Netzanbieter.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nF\u00fcr M\u00fcller ein Problem: &#8222;Wenn (\u2026) unser Kunde auf unsere Server zugreifen will, dann wird die Anfrage letztendlich \u00fcber das Telekom-Netz an unseren Server gestellt. Und die Telekom drosselt absichtlich &#8211; (\u2026) sie sagen es nicht so, aber es ist letztendlich so &#8211; die Geschwindigkeit dieser Anfrage herunter&#8220;, sagt er.<\/p>\n<p>    Schnelles Internet nur gegen Aufpreis?<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDas Problem trete vor allem zu &#8222;gewissen Lastzeiten&#8220; auf. Dass es an der Telekom liege, habe man technisch nachgepr\u00fcft &#8211; und sich deshalb mit dem Problem an Deutschlands gr\u00f6\u00dften Netzanbieter gewandt. Die Telekom habe ihm dann auch eine &#8222;direktere Anbindung&#8220; angeboten, allerdings kostenpflichtig &#8211; &#8222;ein hoher vierstelliger bis niedriger f\u00fcnfstelliger Betrag&#8220; pro Monat, erz\u00e4hlt M\u00fcller. F\u00fcr ihn nicht rentabel.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nSchnellerer Internetzugang gegen Extrazahlung von Online-Diensten? Genau das wirft ein B\u00fcndnis von NGOs, die sich f\u00fcr Grund- und Freiheitsrechte in Digitalisierung und Internet stark machen, und der Verbraucherzentrale Bundesverband der Telekom vor. Was Start-up-Unternehmer M\u00fcller beschreibe, sei nur einer von vielen \u00e4hnlichen F\u00e4llen. Hunderte Beispiele habe man zusammengetragen, so das B\u00fcndnis, und Beschwerde gegen die Telekom bei der Bundesnetzagentur eingelegt.<\/p>\n<p>    Versto\u00df gegen das Gebot der Netzneutralit\u00e4t?<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDas B\u00fcndnis wirft der Telekom vor, &#8222;quasi an den Zug\u00e4ngen zu ihrem Netz k\u00fcnstlich Engp\u00e4sse zu schaffen und diese Engp\u00e4sse dann quasi zu nutzen, um von Online-Diensten Geld zu verlangen, damit sozusagen der ungehinderte Zugang zu den Diensten gew\u00e4hrt wird&#8220;, wie Lina Ehrig sagt, Digitalexpertin beim Verbraucherzentrale Bundesverband. Das B\u00fcndnis warnt vor einer &#8222;Zweiklassengesellschaft im Internet&#8220;. Die Wahlfreiheit der Verbraucherinnen und Verbraucher sei eingeschr\u00e4nkt, so Verbrauchersch\u00fctzerin Ehrig, &#8222;weil nicht jeder Onlinedienst in der Lage ist, diese zus\u00e4tzlichen Geb\u00fchren zu bezahlen&#8220;.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDas B\u00fcndnis sieht in der Gesch\u00e4ftspraxis der Telekom eine Verletzung der sogenannten Netzneutralit\u00e4t, die die EU Ende 2015 als Grundprinzip verordnet hat. Alle Daten sollen im Internet grunds\u00e4tzlich unabh\u00e4ngig von Herkunft, Inhalt, Anwendung, Absender oder Empf\u00e4nger gleich behandelt werden. Kein Drosseln, kein Blocken, keine Diskriminierung oder Priorisierung.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nSeit 2016 \u00fcberwacht die Bundesnetzagentur die Netzneutralit\u00e4t in Deutschland &#8211; und kann bei Verletzung Zwangsgelder sowie Bu\u00dfgelder verh\u00e4ngen. Die Netzneutralit\u00e4t sei &#8222;ein Grundpfeiler unserer freien Gesellschaft, weil es hier auch in um die Integrations- und Meinungsfreiheit im Netz geht, weil es um Zugang zu Inhalten geht&#8220;, sagt Ehrig.<\/p>\n<p>    Telekom widerspricht<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDie Telekom widerspricht den Vorw\u00fcrfen. Man verletze die Netzneutralit\u00e4t nicht, antwortet Konzernsprecherin Nicole Schmidt auf Anfrage des rbb f\u00fcr tageschau.de. &#8222;Wir verlangsamen weder Netzverkehre, noch schaffen wir k\u00fcnstliche Engp\u00e4sse. Es gibt keine Strategien zur k\u00fcnstlichen \u00dcberlastung von Verbindungsstellen.&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDie Vorw\u00fcrfe zeugten von rechtlichem und technischem Unverst\u00e4ndnis. In bestimmten F\u00e4llen seien kostenpflichtige Direktverbindungen &#8222;weltweit branchen\u00fcbliches Vorgehen&#8220;, so Schmidt. Vor allem mit Content-Anbietern &#8211; Unternehmen also, die Inhalte etwa f\u00fcr Streamingdienste, Videoplattformen oder Social Media bereitstellen. Diese Inhalte machen laut Telekom den &#8222;L\u00f6wenanteil der Daten&#8220; aus, die im Internet transportiert werden, auch im Netz der Telekom. Mit den erzielten Entgelten aus solchen Datentransporten w\u00fcrde man den Ausbau der Netze mitfinanzieren, so der Konzern, und so digitale Teilhabe sicherstellen.<\/p>\n<p>    Bundesnetzagentur pr\u00fcft<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDie Telekom sieht der \u00dcberpr\u00fcfung der Beschwerde der Verbrauchersch\u00fctzer durch die Bundesnetzagentur gelassen entgegen, so die Konzernsprecherin. Wie lange die Pr\u00fcfung der Beschwerde dauert, sei &#8222;nicht seri\u00f6s vorhersehbar&#8220;, hei\u00dft es von der Bundesnetzagentur.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nStart-up-Unternehmer M\u00fcller hofft auf eine Entscheidung in seinem Sinne. Seinen Kunden in der Gesundheitsbranche, die mit der Telekom ins Internet gehen, um auf seine Software zuzugreifen, empfiehlt er inzwischen, sich \u00fcber einen zus\u00e4tzlichen VPN-Dienst einzuw\u00e4hlen. Das koste seine Kunden zwar zus\u00e4tzlich Geld, doch sie k\u00e4men dann ohne Verz\u00f6gerung auf seine Server.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 27.05.2025 07:14 Uhr Verbrauchersch\u00fctzer werfen der Telekom vor, bewusst Engp\u00e4sse im Internet zu schaffen, um zus\u00e4tzlich Geld&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":142936,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[134],"tags":[175,170,169,29,30,198,171,174,8932,173,172],"class_list":{"0":"post-142935","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-unternehmen-maerkte","8":"tag-business","9":"tag-companies","10":"tag-companies-markets","11":"tag-deutschland","12":"tag-germany","13":"tag-internet","14":"tag-markets","15":"tag-maerkte","16":"tag-telekom","17":"tag-unternehmen","18":"tag-unternehmen-maerkte"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114578282661848073","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/142935","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=142935"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/142935\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/142936"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=142935"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=142935"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=142935"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}