{"id":142941,"date":"2025-05-27T06:05:09","date_gmt":"2025-05-27T06:05:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/142941\/"},"modified":"2025-05-27T06:05:09","modified_gmt":"2025-05-27T06:05:09","slug":"immer-zuerst-zum-hausarzt-lob-und-kritik-fuer-warken-plan","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/142941\/","title":{"rendered":"Immer zuerst zum Hausarzt &#8211; Lob und Kritik f\u00fcr Warken-Plan"},"content":{"rendered":"<p class=\"metatextline\">Stand: 27.05.2025 07:10 Uhr<\/p>\n<p class=\"textabsatz columns twelve  m-ten  m-offset-one l-eight l-offset-two\">\n        <strong>Ministerin Warken will mehr Effizienz im Gesundheitssystem. Patienten mit unklaren Beschwerden sollen k\u00fcnftig immer zuerst zum Hausarzt, der dann an Fach\u00e4rzte verweist. Der Plan ist umstritten.<\/strong>\n    <\/p>\n<p>                                        <a class=\"authorline__link\" href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/korrespondenten\/dietrich-karl-maeurer-101.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><br \/>\n                                            <img decoding=\"async\" class=\"authorline__img\" alt=\"Dietrich Karl M\u00e4urer\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/dietrich-karl-maeurer-105.jpg\"\/><br \/>\n                                        <\/a><\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nBeim Deutschen \u00c4rztetag, der heute in Leipzig beginnt, steht ein gro\u00dfes Reformprojekt der neuen Bundesregierung auf dem Programm: das sogenannte Prim\u00e4rarztsystem. Es soll helfen, das \u00fcberlastete Gesundheitssystem effizienter zu machen.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDie neue Bundesgesundheitsministerin Nina Warken will in Leipzig f\u00fcr das Vorhaben werben. Es der erster \u00f6ffentlicher Auftritt der CDU-Ministerin vor der \u00c4rzteschaft. F\u00fcr Warken ist das neue System ein wichtiger Schritt: Patientinnen und Patienten sollen sich k\u00fcnftig mit unklaren Beschwerden zuerst an eine Haus\u00e4rztin oder einen Hausarzt wenden.<\/p>\n<p>    Warken erwartet &#8222;passgenaue Behandlung&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\n&#8222;Die kennen die Menschen ja sowieso immer am besten&#8220;, sagte Warken dem ARD-Hauptstadtstudio. Dort werde dann entschieden, ob eine Weiterbehandlung beim Facharzt notwendig ist. Doch es soll auch Ausnahmen vom Hausarztprinzip geben &#8211; etwa f\u00fcr Fachrichtungen wie Augenheilkunde oder Gyn\u00e4kologie.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nZiel der Reform ist es, Behandlungen gezielter zu steuern, Wartezeiten zu verk\u00fcrzen und die medizinische Versorgung insgesamt besser zu organisieren durch eine &#8222;passgenaue Diagnose und eine passgenaue Behandlung&#8220;, so Warken.<\/p>\n<p>    R\u00fcckenwind von \u00c4rzteschaft<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nUnterst\u00fctzung erh\u00e4lt Warken schon vorab von der Bundes\u00e4rztekammer. Pr\u00e4sident Klaus Reinhardt lobte das Modell: Viele Menschen w\u00fcrden heute an der falschen Stelle im System landen, was Zeit und Ressourcen koste. Das Prim\u00e4rarztsystem k\u00f6nne unn\u00f6tige Arztbesuche vermeiden und damit den Weg freimachen f\u00fcr jene, die wirklich Hilfe brauchen.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nReinhardt bringt zudem ein gestuftes Versicherungssystem ins Spiel, wie es in D\u00e4nemark existiert. Ein Tarif k\u00f6nnte die Hausarztbindung vorschreiben &#8211; ein anderer, teurerer Tarif, freie Arztwahl bieten. So h\u00e4tten Patientinnen und Patienten weiterhin Wahlfreiheit, m\u00fcssten aber f\u00fcr mehr Flexibilit\u00e4t auch mehr zahlen.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nSkeptisch ist er allerdings gegen\u00fcber einer &#8222;Termingarantie&#8220; beim Facharzt, die als Anreiz f\u00fcr das neue System diskutiert wird. Garantien seien f\u00fcr einen Arzt ein &#8222;schwieriges Thema&#8220;, sagt der Pr\u00e4sident der Bundes\u00e4rztekammer dem ARD-Hauptstadtstudio.<\/p>\n<p>    Praxisgeb\u00fchr sollte \u00e4hnlichen Effekt haben<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDoch nicht alle sehen die Reformpl\u00e4ne positiv. Die Deutsche Stiftung Patientenschutz warnt davor, dass schon jetzt viele Hausarztpraxen am Limit seien und bereits Neupatienten abweisen. Es fehle &#8222;zuallererst eine effiziente Steuerung der ambulanten medizinischen Praxen&#8220; kritisierte Stiftungsvorstand Eugen Brysch. Darunter litten vor allem f\u00fcr alte, immobile oder pflegebed\u00fcrftige Menschen.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDie Stiftung kritisierte zudem, dass die Politik nicht genug \u00fcber Verf\u00fcgbarkeit und Erreichbarkeit der Vertrags\u00e4rzte spricht. Hinzu kommt das Misstrauen vieler Menschen. Zwei Drittel der Bev\u00f6lkerung stehen dem Konzept laut Stiftung kritisch gegen\u00fcber.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDer Plan f\u00fcr ein Prim\u00e4rarztsystem weckt Erinnerungen an die ungeliebte Praxisgeb\u00fchr, die von 2004 bis 2012 erhoben wurde: Damals mussten Patientinnen und Patienten pro Quartal zehn Euro zahlen &#8211; beim Hausarzt ebenso wie beim Facharzt, wenn sie ohne \u00dcberweisung dorthin gingen. Ziel war es, den Hausarzt als erste Anlaufstelle zu st\u00e4rken. Tats\u00e4chlich sorgte die Geb\u00fchr aber vor allem f\u00fcr B\u00fcrokratie und wurde schlie\u00dflich nach breiter Kritik wieder abgeschafft.<\/p>\n<p>    Ministerin spricht von Schritt nach vorn<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nBundesgesundheitsministerin Warken betont, dass das neue System mit der alten Praxisgeb\u00fchr nichts gemein habe. Es gehe nicht um zus\u00e4tzliche Belastungen, sondern um eine bessere Steuerung. Das Prim\u00e4rarztsystem bezeichnet sie als einen &#8222;Schritt nach vorne&#8220; hin &#8222;zu mehr Zielgenauigkeit und auch zu einer besseren und schnelleren Versorgung&#8220;.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nAuch die angespannte Finanzlage des Gesundheitswesens spielt bei der Reform eine Rolle. Die Ministerin stellt klar: Neue Belastungen f\u00fcr Versicherte oder h\u00f6here Beitr\u00e4ge solle es nicht geben.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nWie das Prim\u00e4rarztsystem am Ende konkret ausgestaltet wird, ist noch offen. Auf dem Deutschen \u00c4rztetag in Leipzig d\u00fcrfte dar\u00fcber diskutiert werden, wie das Konzept gleicherma\u00dfen patienten- und praxis-freundlich gestaltet werden kann.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 27.05.2025 07:10 Uhr Ministerin Warken will mehr Effizienz im Gesundheitssystem. 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