{"id":143349,"date":"2025-05-27T09:49:08","date_gmt":"2025-05-27T09:49:08","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/143349\/"},"modified":"2025-05-27T09:49:08","modified_gmt":"2025-05-27T09:49:08","slug":"hohe-summen-an-dienstleister-berlin-haelt-fluechtlingszentrum-fuer-zu-teuer","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/143349\/","title":{"rendered":"Hohe Summen an Dienstleister: Berlin h\u00e4lt Fl\u00fcchtlingszentrum f\u00fcr zu teuer"},"content":{"rendered":"<p>                    Hohe Summen an Dienstleister<br \/>\n                Berlin h\u00e4lt Fl\u00fcchtlingszentrum f\u00fcr zu teuer<\/p>\n<p>\t\t\t\t              26.05.2025, 08:24 Uhr<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t       Artikel anh\u00f6ren<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t\t\tDiese Audioversion wurde k\u00fcnstlich generiert. <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/23249898\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Mehr Infos<\/a><\/p>\n<p><strong>Auf dem ehemaligen Berliner Flughafen Tegel befindet sich Deutschlands gr\u00f6\u00dfte Fl\u00fcchtlingsunterkunft. F\u00fcr ihren Betrieb flie\u00dfen hohe Summen an Dienstleister. Die laufenden Kosten sorgen f\u00fcr Unmut, w\u00e4hrend der Personalaufwand hoch erscheint. <\/strong><\/p>\n<p>Deutschlands gr\u00f6\u00dfte Fl\u00fcchtlingsunterkunft auf dem fr\u00fcheren Flughafen Berlin-Tegel steht wegen ihrer Zust\u00e4nde schon l\u00e4nger in der Kritik. Nun legen Recherchen von RTL und &#8222;Stern&#8220; nahe, dass Vertr\u00e4ge zum Betrieb und die Arbeitsorganisation Missst\u00e4nde in der Unterkunft beg\u00fcnstigen.<\/p>\n<p>Demnach kostet der Betrieb der Unterkunft das Land Berlin &#8211; und somit den Steuerzahler &#8211; rund 428 Millionen Euro im Jahr. Eine der rechtlichen Grundlagen ist ein Vertrag zwischen dem Landesamt f\u00fcr Fl\u00fcchtlingsangelegenheiten (LAF) und der Messe Berlin. Dieser sieht vor, dass die Messe einen Verwaltungsaufschlag von 15 Prozent auf alle Ausgaben f\u00fcr die Unterkunft bekommen soll. Ausz\u00fcge des Vertrages liegen dem &#8222;Stern&#8220; und RTL vor. Auch das Deutsche Rote Kreuz (DRK), das als eine Art Generalbetreiber der Unterkunft fungiert, erhebt einen solchen Aufschlag. Wie hoch der ist, offenbarte das DRK auf Anfrage nicht.<\/p>\n<p>Die Vermutung ist, dass die Betreiber ihre Einnahmen steigern, indem sie m\u00f6glichst viel Geld ausgeben. Die Zahl der untergebrachten Gefl\u00fcchteten ist kontinuierlich gesunken, der Einsatz von Betreuungspersonal erscheint dennoch enorm. Auff\u00e4llig in diesem Zusammenhang sind unterschiedliche hohe Summen, die laut den Vertr\u00e4gen gezahlt werden. Zum Beispiel f\u00fcr den Posten Leitung\/Steuerung\/Management an das DRK. Im Jahr 2022 etwa floss demnach rund eine Million Euro an das DRK &#8211; pro Monat wohlgemerkt. Dem &#8222;Stern&#8220; und RTL liegen die Budgets vor, die in den Vertr\u00e4gen mit dem Land Berlin festgesetzt wurden. <\/p>\n<p>Amt und Senat sind unzufrieden<\/p>\n<p>Auch der Personaleinsatz ist trotz stark gesunkener Fl\u00fcchtlingszahlen weiterhin hoch. Rund 1400 M\u00e4nner und Frauen verrichteten im Jahr 2023 in der Tegeler Unterkunft t\u00e4glich Aufgaben. Eine verdeckte Reporterin, die wochenlang &#8211; als Helferin getarnt &#8211; in der Unterkunft arbeitete, beobachtete mehrfach, wie Helfer w\u00e4hrend der Arbeitszeit B\u00fccher lasen, mit Videospielen besch\u00e4ftigt waren und dergleichen mehr. Weil sie sonst nichts zu tun h\u00e4tten, wie sie sagten.<\/p>\n<p>Das Landesamt f\u00fcr Fl\u00fcchtlingsangelegenheiten gab auf Anfrage zu, mit der Situation in Tegel unzufrieden zu sein. &#8222;Es ist richtig, dass die Unterbringung der Gefl\u00fcchteten nicht der sonstigen Praxis in Unterk\u00fcnften des LAF entspricht. Auch erachten sowohl der Senat als auch das LAF die laufenden Kosten als zu hoch&#8220;, hie\u00df es. <\/p>\n<p>Der Senat sei sich bewusst, &#8222;dass die Notunterbringung in Tegel nicht nur teuer ist&#8220;, sie sei &#8222;auch nicht geeignet, um Menschen ankommen und sich in die Stadt integrieren zu lassen&#8220;. Trotzdem sei die Unterkunft erforderlich, um Gefl\u00fcchtete vor der Obdachlosigkeit zu bewahren. &#8222;Der Personaleinsatz richtet sich flexibel nach Belegung, Schichtzeit und den geltenden Sicherheitsvorgaben&#8220;, vor allem mit Blick auf Evakuierungs- und Notpl\u00e4ne, antwortete der Arbeiter-Samariter-Bund auf Anfrage.<\/p>\n<p>Unterkunft bleibt noch Jahre erhalten<\/p>\n<p>Und die hohen Budgets, jene rund eine Million Euro monatlich, die auch f\u00fcr die &#8222;Leitung&#8220; in Tegel budgetiert waren? Das Rote Kreuz wies m\u00f6gliche Profitinteressen zur\u00fcck. &#8222;Das DRK Sozialwerk handelt im Auftrag des Landes Berlin und rechnet die tats\u00e4chlich erbrachten Leistungen ab.&#8220; \u00dcbersch\u00fcsse verblieben nicht bei ihm. Sie w\u00fcrden verrechnet oder zur\u00fcckgezahlt. Das DRK verwies auch an das Landesamt. Dieses schrieb auf Anfrage, dass &#8222;auch externe Dienstleistungen kurzfristig einzusetzen waren&#8220;. Es wies zudem auf die hohen Zahlen Gefl\u00fcchteter hin.<\/p>\n<p>Die Fl\u00fcchtlingsunterkunft soll nach aktuellen Pl\u00e4nen des Senats mindestens weitere f\u00fcnf Jahre bestehen bleiben und als Ankunftszentrum f\u00fcr alle in Berlin ankommenden Asylbewerber dienen.<\/p>\n<p>Ab sofort steht die Sendung auf <a href=\"https:\/\/plus.rtl.de\/video-tv\/shows\/wallraffen-1025670\" rel=\"Follow nofollow noopener\" target=\"_blank\">RTL+<\/a> zur Verf\u00fcgung.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Hohe Summen an Dienstleister Berlin h\u00e4lt Fl\u00fcchtlingszentrum f\u00fcr zu teuer 26.05.2025, 08:24 Uhr Artikel anh\u00f6ren Diese Audioversion wurde&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":143350,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1825],"tags":[296,29,5249,30,929,16],"class_list":{"0":"post-143349","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-berlin","8":"tag-berlin","9":"tag-deutschland","10":"tag-fluechtlinge","11":"tag-germany","12":"tag-kriege-und-konflikte","13":"tag-politik"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114579175142720275","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/143349","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=143349"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/143349\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/143350"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=143349"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=143349"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=143349"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}