{"id":143376,"date":"2025-05-27T10:04:10","date_gmt":"2025-05-27T10:04:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/143376\/"},"modified":"2025-05-27T10:04:10","modified_gmt":"2025-05-27T10:04:10","slug":"jodmangel-in-deutschland-laut-studien-weit-verbreitet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/143376\/","title":{"rendered":"Jodmangel in Deutschland laut Studien weit verbreitet"},"content":{"rendered":"<p class=\"metatextline\">Stand: 27.05.2025 11:05 Uhr<\/p>\n<p class=\"textabsatz columns twelve  m-ten  m-offset-one l-eight l-offset-two\">\n        <strong>Aktuelle Studien zeigen: Jodmangel ist in Deutschland wieder weit verbreitet. Sch\u00e4tzungsweise ein Drittel der Bev\u00f6lkerung k\u00f6nnte von Jodmangel betroffen sein. Fachmediziner warnen vor schweren gesundheitlichen Folgen. <\/strong>\n    <\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nNoch vor rund 20 Jahren schien Jodmangel in Deutschland kein Thema mehr zu sein. Das hat sich ge\u00e4ndert: <a href=\"https:\/\/www.bmel.de\/DE\/themen\/ernaehrung\/gesunde-ernaehrung\/degs-jod-studie.html\" title=\"Studie zur Jodversorgung in Deutschland\" class=\"textlink--extern js-link-dialog\" rel=\"noopener noreferrer nofollow\" target=\"_blank\" data-type=\"external\">Studien<\/a> des Robert-Koch-Instituts zufolge ist die Jodversorgung seit etwa einem Jahrzehnt wieder schlechter geworden. Laut Definition der Weltgesundheitsorganisation WHO gilt Deutschland erneut als Jodmangelgebiet. Die Gr\u00fcnde daf\u00fcr sind ebenso vielf\u00e4ltig wie die m\u00f6glichen Folgen f\u00fcr die Gesundheit.<\/p>\n<p>    Warum Jod f\u00fcr unsere Gesundheit so wichtig ist<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nJod wird vor allem in der Schilddr\u00fcse gebraucht, damit dort bestimmte Hormone produziert werden k\u00f6nnen. Die wirken auf das Herz und den Kreislauf, regeln den Blutdruck und steuern das Gewebewachstum und die Zellteilung. Diese Hormone sorgen auch mit daf\u00fcr, dass Gehirn und Nervensystem gut funktionieren. Und sie beeinflussen auch das K\u00f6rpergewicht.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nWenn es aber an Jod mangelt, k\u00f6nnen sich in der Schilddr\u00fcse Knoten bilden, die in seltenen F\u00e4llen b\u00f6sartig sein und auf Schilddr\u00fcsenkrebs hindeuten k\u00f6nnen. Es kann zu einer Vergr\u00f6\u00dferung der Schilddr\u00fcse kommen, dem sogenannten &#8222;Struma&#8220; oder Kropf. Auch depressive Verstimmungen sowie Lern- und Konzentrationsschwierigkeiten k\u00f6nnen mit Jodmangel zusammenh\u00e4ngen. Und zu wenig Jod in der Schwangerschaft und Stillzeit kann bei Kindern zu lebenslangen Entwicklungs- und Funktionsst\u00f6rungen f\u00fchren.<\/p>\n<p>    Was hinter dem erneuten Jodmangel steckt<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nJod geh\u00f6rt zu den Spurenelementen und muss \u00fcber die Nahrung aufgenommen werden, z.B. \u00fcber jodiertes Speisesalz. Das wurde ungef\u00e4hr in den 1980er-Jahren in Deutschland eingef\u00fchrt, um Jodmangel zu verhindern. Anfang der 2000er-Jahre hatte sich das Problem weitgehend erledigt. Fachleute sagen aber, dass inzwischen immer weniger Menschen jodiertes Speisesalz verwenden und zu sich nehmen k\u00f6nnen, weil auch die Lebensmittelindustrie in den letzten Jahren immer weniger Speisesalz mit Jod verwendet. Das k\u00f6nnte mit den damit verbundenen Kosten zusammenh\u00e4ngen, vermuten Experten wie der Endokrionole Joachim Feldkamp von der Uniklinik Bielefeld.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nEine Rolle k\u00f6nnte auch spielen, dass es in vielen L\u00e4ndern unterschiedliche Regeln f\u00fcr den Jodeintrag in Lebensmittel gibt. Hersteller m\u00fcssten also verschiedene Varianten anbieten. Das ist so aufw\u00e4ndig, dass die Unternehmen dann lieber komplett auf Jodzus\u00e4tze verzichten. Und: Das Bewusstsein der Verbraucherinnen und Verbraucher f\u00fcr die Notwendigkeit von Jod und die damit verbundenen gesundheitlichen Folgen sei gesunken, hei\u00dft es. Manche Verbraucherinnen und Verbraucher w\u00fcrden z.B. kein Jodsalz verwenden, weil sie Lebensmittel so nat\u00fcrlich wie m\u00f6glich verzehren wollen.<\/p>\n<p>    Wie man sich vor Jodmangel sch\u00fctzen kann<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nGrunds\u00e4tzlich sollen man nicht soviel Salz konsumieren. Das kann zu Bluthochdruck f\u00fchren. Aber wenn man Salz verwendet, dann sollte es Jodsalz sein. Kein grobes Meer- oder Himalayasalz, weil sich grobes Salz nicht gut mit Jod anreichern l\u00e4sst und deshalb auch entsprechend wenig Jod drin steckt. Man sollte regelm\u00e4\u00dfig Fisch, Meeresfr\u00fcchte und Algen essen, auch da drin steckt viel Jod. Bei Obst und Gem\u00fcse ist das Gegenteil der Fall, weil auch in der Erde nur wenig Jod enthalten ist.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nGerade Veganer m\u00fcssen deshalb unbedingt darauf achten, dass sie gen\u00fcgend Jod zu sich nehmen. Auf jeden Fall sollte man m\u00f6glichst auf Fastfood und Fertignahrung verzichten. Darin steckt zwar jede Menge Salz, aber kein Jod! Also besser selber kochen mit unverarbeiteten Lebensmitteln und dann Jodsalz verwenden. Endokrinologen wie Joachim Feldkamp empfehlen f\u00fcr die meisten Menschen zus\u00e4tzlich 100 Mikrogramm Jod pro Tag in Tablettenform. So kann man dann im besten Fall mit kleinem Aufwand gro\u00dfe Sch\u00e4den f\u00fcr die Gesundheit verhindern.<\/p>\n<p>    Jodsalz auch f\u00fcr Menschen mit Hashimoto<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nAuch Menschen mit einer chronischen Entz\u00fcndung der Schilddr\u00fcse, der sogenannten Hashimoto-Thyreoiditis, k\u00f6nnen laut Endokrinologe Feldkamp bedenkenlos jodiertes Speisesalz verwenden. F\u00e4lschlicherweise werde davor immer noch gewarnt. Sie sollten aber darauf achten, dass die empfohlene Tagesdosis von 200 Mikrogramm nicht \u00fcberschritten wird. Bei anderen Schilddr\u00fcsenerkrankungen wie z.B. Morbus Basedow sollte die Jodaufnahme jedoch begrenzt werden.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nEine \u00dcberversorgung mit Jod ist unter normalen Lebensumst\u00e4nden und bei normaler Ern\u00e4hrung kaum m\u00f6glich, so der Experte. Nur in einigen Algensorten sowie in R\u00f6ntgenkontrastmittel seien so hohe Mengen Jod enthalten, dass sie unter Umst\u00e4nden zu Funktionsst\u00f6rungen der Schilddr\u00fcse f\u00fchren k\u00f6nnen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 27.05.2025 11:05 Uhr Aktuelle Studien zeigen: Jodmangel ist in Deutschland wieder weit verbreitet. 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