{"id":143936,"date":"2025-05-27T15:09:08","date_gmt":"2025-05-27T15:09:08","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/143936\/"},"modified":"2025-05-27T15:09:08","modified_gmt":"2025-05-27T15:09:08","slug":"gunnar-schupelius-frueher-war-das-messer-in-der-kueche-und-heute-regional","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/143936\/","title":{"rendered":"Gunnar Schupelius: Fr\u00fcher war das Messer in der K\u00fcche \u2013 und heute? | Regional"},"content":{"rendered":"<p>Berlin \u2013 <b>Fast schon jeden Tag wird eine Messerstecherei gemeldet. Man gew\u00f6hnt sich an die blutigen Berichte, abgebr\u00fcht nehmen wir sie zur Kenntnis. Manche bleiben etwas l\u00e4nger im Ged\u00e4chtnis, wie diese beiden:<\/b><\/p>\n<p>Auch interessant<\/p>\n<p>Anzeige<\/p>\n<p>Auch interessant<\/p>\n<p>Anzeige<\/p>\n<p>Am <a href=\"https:\/\/www.bild.de\/news\/aktuelles\/silvester\/silvester-alle-infos-78626266.bild.html\" class=\"text-link\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Silvestertag 2024<\/a> entwendet ein 30 Jahre alter Syrer in <a href=\"https:\/\/www.bild.de\/regional\/berlin\/berlin-regional\/home-15823246.bild.html\" class=\"text-link\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Berlin<\/a> aus einer Rewe-Filiale nahe dem Mierendorffplatz zwei Messer. Vor dem Supermarkt sticht er um 11.50 Uhr einem 69 Jahre alten Russen, der zuf\u00e4llig vorbeikommt, zehn Mal in den Oberk\u00f6rper, auch als der schon am Boden liegt.<\/p>\n<p>Am 12. Mai sticht ein 43 Jahre alter syrischer Asylbewerber im Bahnhof Sophie-Charlotte-Platz dem 29-j\u00e4hrigen Berliner Steve H., der im Waggon sitzt, mit einem K\u00fcchenmesser ins Herz, Steve stirbt auf dem Bahnsteig. Der M\u00f6rder bedroht oben auf der Schlo\u00dfstra\u00dfe zwei Streifenpolizisten mit seinem Messer, einer schie\u00dft ihn nieder, trifft ihn t\u00f6dlich.<\/p>\n<p><b>War das immer so? Wurden in Berlin auch fr\u00fcher schon Menschen andauernd niedergestochen? Mit Sicherheit nicht, sagt meine Erinnerung. Fr\u00fcher sah man das Messer in der K\u00fcche oder in der Werkstatt, aber nicht auf der Stra\u00dfe und schon gar nicht blutverschmiert.<\/b><\/p>\n<p>Lesen Sie auch<\/p>\n<p>Als ich ein Kind war, gab es noch den Messer- und Scherenschleifer. Er fuhr durch die Wohngegend, die Nachbarn brachten ihre Messer zum Schleifen, sie stachen dabei aber nicht aufeinander ein. Wir bekamen ein Taschenmesser geschenkt, dann ein Fahrtenmesser \u2013 wir haben uns damit nie bedroht.<\/p>\n<p>Tr\u00fcgt diese sch\u00f6ne Erinnerung? Was sagt die Kriminalstatistik? Der Angriff mit dem Messer wird von der Polizei erst seit 2021 gesondert erfasst. Seitdem steigt die Zahl dieser Straftaten kontinuierlich an, von bundesweit 10.101 im Jahr 2021 auf 13.844 im Jahr 2023.<\/p>\n<p>2024 springt die Zahl pl\u00f6tzlich auf 29.000 hoch. Warum? Weil jetzt nicht mehr nur die vollendete K\u00f6rperverletzung mit dem Messer gez\u00e4hlt wurde, sondern auch schon die Bedrohungen mit der Klinge. Etwa die H\u00e4lfte der 29.000 Messer-Delikte im Jahr 2024 sind Bedrohungen.<\/p>\n<p>Warum wird die Polizeistatistik hinsichtlich der Messerkriminalit\u00e4t immer weiter differenziert? Das erschien den Polizeif\u00fchrungen der Bundesl\u00e4nder notwendig, weil die Zahl der Messerstraftaten insgesamt so stark zunimmt.<\/p>\n<p>Lesen Sie auch<\/p>\n<p><b>Dabei ist die Messergewalt eindeutig importiert: In allen Statistiken ist der Anteil der Ausl\u00e4nder an den T\u00e4tern deutlich h\u00f6her als unter Deutschen. Das Messer als Waffe ist durch die <\/b><a href=\"https:\/\/www.bild.de\/politik\/aktuelles\/fluechtlinge\/fluechtlinge-alle-infos-78158144.bild.html\" class=\"text-link\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><b>Einwanderung<\/b><\/a><b> \u2013 vor allem aus dem Nahen Osten, Afghanistan und Nordafrika \u2013 in schrecklicher Weise salonf\u00e4hig geworden.<\/b><\/p>\n<p>Die Reaktion der Beh\u00f6rden reicht l\u00e4ngst nicht aus. In Berlin ist das Mitf\u00fchren von Messern und anderen Waffen in den gro\u00dfen Bahnh\u00f6fen aktuell bis Ende Juni verboten, t\u00e4glich von 14 Uhr bis 4 Uhr. Warum nicht durchgehend, warum nur in den Bahnh\u00f6fen?<\/p>\n<p>Nach dem U-Bahn-Mord am Sophie-Charlotte-Platz k\u00fcndigte Innensenatorin Spranger (SPD) an, es werde ein Messerverbot f\u00fcr den gesamten \u00f6ffentlichen Nahverkehr geben. An einem entsprechenden Gesetz werde gearbeitet.<\/p>\n<p><b>Das wird nicht reichen. Irgendwann wird es n\u00e4chtliche Ausgangsperren geben m\u00fcssen. Wie hat sich diese Stadt ver\u00e4ndert \u2013 in so wenigen Jahren! Traurig ist das, einfach nur traurig.<\/b><\/p>\n<p>Hat Gunnar Schupelius recht? Schreiben Sie an: <a href=\"https:\/\/www.bild.de\/regional\/berlin\/mailto:gunnar.schupelius@axelspringer.de\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\" class=\"text-link--external text-link\">gunnar.schupelius@axelspringer.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Berlin \u2013 Fast schon jeden Tag wird eine Messerstecherei gemeldet. 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