{"id":144169,"date":"2025-05-27T17:15:17","date_gmt":"2025-05-27T17:15:17","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/144169\/"},"modified":"2025-05-27T17:15:17","modified_gmt":"2025-05-27T17:15:17","slug":"kann-sich-die-eu-einen-verzicht-auf-russische-brennstoffimporte-leisten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/144169\/","title":{"rendered":"Kann sich die EU einen Verzicht auf russische Brennstoffimporte leisten?"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" class=\"c-ad__placeholder__logo\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/logo-euronews-grey-6-180x22.svg.svg+xml\" width=\"180\" height=\"22\" alt=\"\" loading=\"lazy\"\/>WERBUNG<\/p>\n<p>Nach dem vollst\u00e4ndigen Einmarsch in die Ukraine im Jahr 2022, der zu einem sprunghaften Anstieg der Energiepreise f\u00fchrte, begann Europa, sich von seiner Abh\u00e4ngigkeit von Russland zu l\u00f6sen.<\/p>\n<p>Sanktionen f\u00fchrten in den vergangenen drei Jahren zu deutlichen Einbr\u00fcchen bei den Importen: Der Anteil von \u00d6l sank von 27 Prozent im Jahr 2022 auf 3 Prozent im Jahr 2025. Beim Gas fiel der Anteil im gleichen Zeitraum von 45 auf 19 Prozent, und Kohle, die damals noch 50 Prozent des EU-Verbrauchs ausmachte, wird inzwischen gar nicht mehr importiert.<\/p>\n<p>Trotzdem tr\u00e4gt die EU weiterhin erheblich zum russischen Staatshaushalt bei: 2024 flossen durch Energieimporte noch 23 Milliarden Euro nach Moskau. Die EU-Kommission will s\u00e4mtliche dieser Importe bis 2027 auslaufen lassen, wie im RepowerEU-Fahrplan festgelegt.<\/p>\n<p>\u201eDie Logik dahinter ist, Handels- und Energiepolitik zu nutzen, die keine Einstimmigkeit wie bei Sanktionen erfordert\u201c, erkl\u00e4rt Euronews-Reporter Jorge Liboreiro, der die Entwicklungen begleitet.<\/p>\n<p>Die EU setzt auf eine Strategie der Diversifizierung ihrer Lieferanten, und mehr Gasimporte aus den USA k\u00f6nnten eine Option sein. Allerdings hat der derzeitige Zollstreit mit den USA die EU vorsichtig werden lassen, eine Abh\u00e4ngigkeit durch eine andere zu ersetzen.<\/p>\n<p>\u201eDas ist eine der Fallen, in die wir nicht tappen d\u00fcrfen. Diversifizierung und Risikominderung bedeuten, dass wir wirklich viel mehr Lieferanten brauchen und nicht alles auf eine Karte setzen d\u00fcrfen\u201c, betont Svetelina Penkova, sozialistische Europaabgeordnete aus Bulgarien und stellvertretende Vorsitzende des Industrie-, Forschungs- und Energieausschusses (ITRE).<\/p>\n<p>\u201eIch m\u00f6chte das Beispiel eines aufgeschlossenen Landes nennen: Aserbaidschan. Es war das erste Land, das proaktiv zus\u00e4tzliche Erdgaslieferungen angeboten und seine Produktion erh\u00f6ht hat, um die wachsende Nachfrage aus der EU zu bedienen\u201c, sagt sie.<\/p>\n<p>Risiken f\u00fcr Unternehmen und die Rolle der Kernenergie<\/p>\n<p>Der Fahrplan sieht ein Verbot neuer kurzfristiger Vertr\u00e4ge f\u00fcr Pipelinegas und LNG bis Ende 2025 vor sowie ein Einfuhrverbot dieser Gase im Rahmen bestehender Langfristvertr\u00e4ge bis Ende 2027. Zudem werden neue Beschr\u00e4nkungen f\u00fcr die schrittweise Abschaffung von Kernmaterialien wie angereichertem Uran eingef\u00fchrt.\u00a0<\/p>\n<p>Marktanalysten warnen, dass die erzwungene Beendigung von Importvertr\u00e4gen zu Rechtsstreitigkeiten und hohen Strafzahlungen f\u00fchren k\u00f6nnte. \u201eDie Kommission sagt jedoch, dass sich Unternehmen auf h\u00f6here Gewalt berufen k\u00f6nnen\u201c, so der Euronews-Reporter.<\/p>\n<p>\u201eDieses Argument w\u00fcrde es einem Unternehmen erm\u00f6glichen, den Vertrag ohne Strafzahlungen zu k\u00fcndigen, da es sich um einen Umstand handelt, der au\u00dferhalb seiner Kontrolle liegt\u201c, f\u00fcgt er hinzu.<\/p>\n<p>Die stellvertretende Vorsitzende des ITRE-Ausschusses ist \u00fcberzeugt, dass auch die Einbeziehung der Kernenergie in den Energiemix den Ausstiegsprozess unterst\u00fctzen kann.<\/p>\n<p>\u201eEin ausgewogener Energiemix bedeutet erneuerbare Energiequellen und Grundlastenergie. Ich freue mich, dass sich die Haltung gegen\u00fcber der Kernenergie in der EU positiv ver\u00e4ndert, denn die Union sollte k\u00fcnftig in die Kernenergie investieren\u201c, so die Europaabgeordnete Penkova.<\/p>\n<p><strong>Sehen Sie sich das Video hier an!<\/strong><\/p>\n<p><strong>Journalistin: Isabel Marques da Silva<\/strong><\/p>\n<p><strong>Inhaltsproduktion: Pilar Montero L\u00f3pez<\/strong><\/p>\n<p><strong>Videoproduktion: Zacharia Vigneron<\/strong><\/p>\n<p><strong>Grafiken: Loredana Dumitru<\/strong><\/p>\n<p><strong>Redaktionelle Koordination: Ana L\u00e1zaro Bosch und Jeremy Fleming-Jones<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"WERBUNG Nach dem vollst\u00e4ndigen Einmarsch in die Ukraine im Jahr 2022, der zu einem sprunghaften Anstieg der Energiepreise&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":144170,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3933],"tags":[331,332,9700,548,51993,663,49500,158,3934,3935,51992,13,51991,14,15,51990,12],"class_list":{"0":"post-144169","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-eu","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-erneuerbare-energien","11":"tag-eu","12":"tag-eu-russland","13":"tag-europa","14":"tag-europaeische-politik","15":"tag-europaeische-union","16":"tag-europe","17":"tag-european-union","18":"tag-fossile-energien","19":"tag-headlines","20":"tag-nachhaltige-entwicklung","21":"tag-nachrichten","22":"tag-news","23":"tag-nuklearenergie","24":"tag-schlagzeilen"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114580929535718766","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/144169","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=144169"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/144169\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/144170"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=144169"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=144169"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=144169"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}