{"id":144199,"date":"2025-05-27T17:31:09","date_gmt":"2025-05-27T17:31:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/144199\/"},"modified":"2025-05-27T17:31:09","modified_gmt":"2025-05-27T17:31:09","slug":"neuer-trainer-wohl-schon-fix-blitz-aus-fuer-werner-was-wird-nun-aus-werder-bremen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/144199\/","title":{"rendered":"Neuer Trainer wohl schon fix: Blitz-Aus f\u00fcr Werner: Was wird nun aus Werder Bremen?"},"content":{"rendered":"<p>                    Neuer Trainer wohl schon fix<br \/>\n                Blitz-Aus f\u00fcr Werner: Was wird nun aus Werder Bremen?<\/p>\n<p>\t\t\t\t              27.05.2025, 19:09 Uhr<\/p>\n<p><strong>Der norddeutsche Bundesligist reagiert auf die Vertragsabsage von Trainer Ole Werner und trennt sich sofort vom 37-J\u00e4hrigen. Ein Nachfolger soll offenbar schon in dieser Woche pr\u00e4sentiert werden. Aber es bleiben dennoch wichtige Fragen ungekl\u00e4rt.<\/strong><\/p>\n<p>Ole Werner will nicht mehr. Er will nicht mehr Trainer von Werder Bremen sein. Zwar hatte er offenbar erst vor, den Fu\u00dfball-Bundesligisten im Sommer 2026 zu verlassen, aber weil er seinen dann auslaufenden Vertrag nicht vorzeitig verl\u00e4ngern wollte, muss er nun schon gehen. Das findet er wom\u00f6glich selbst nicht ganz so gelungen, in der Konsequenz wird er aber damit leben k\u00f6nnen. Weil er das Szenario einer sofortigen Trennung einkalkuliert haben musste. Das &#8222;Lame Duck&#8220;-Szenario ist bekannt und gef\u00fcrchtet. Und f\u00fcr Werder nicht erstrebenswert.<\/p>\n<p>Werner und Werder, das wirkte in den vergangenen Jahren wie ein gutes Match, wie eine stabile Partnerschaft. In der darf es auch mal knallen, in der darf man auch mal anderer Meinung sein, aber sie funktioniert nur dann, wenn es eine \u00dcbereinkunft gibt, wie man den Weg gemeinsam gehen will. Bei Werner und Werder war das nun offenbar nicht mehr der Fall, beziehungsweise schon l\u00e4ngst nicht mehr. Die gut informierte &#8222;Deichstube&#8220; meldet, dass der 37-j\u00e4hrige Trainer mit dem Transfervorgehen des Klubs nicht einverstanden sei. Werner hatte immer wieder Zug\u00e4nge gefordert und war dadurch mit dem Kaderplaner und auch der Mannschaft aneinandergeraten.<\/p>\n<p>Auf der anderen Seite sieht es aber so aus: Das vorhandene Potenzial bei jungen Spielern konnte er nur selten heben. Mit Eren Dinkci (SC Freiburg), Illa Gruev (Leeds United) und vor allem Nick Woltemade (VfB Stuttgart) spielen Talente anderswo gro\u00df auf. Dinkci und Woltemade hatte Werner sogar relativ viel spielen lassen, aber entweder hatte er sie falsch eingesetzt oder sie passten nicht ins System. Ein anderes Beispiel war dagegen Justin Njinmah, der unter Werner eingeschlagen ist &#8211; dann allerdings den n\u00e4chsten Schritt auch nicht mehr gemacht hat und jetzt wohl auch an Abgang denkt.<\/p>\n<p>&#8222;Wir haben in den letzten Jahren einen Kader zusammengestellt, der absolut konkurrenzf\u00e4hig ist&#8220;, verteidigte Fu\u00dfball-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Clemens Fritz die Arbeit im Klub. &#8222;Ole war jederzeit in all unsere Personal-Entscheidungen eingebunden. Es war alles miteinander abgestimmt&#8220;, sagte der 44-J\u00e4hrige der &#8222;Bild&#8220;.<\/p>\n<p>Viele Transferflops im vergangenen Sommer<\/p>\n<p>&#8222;Wir bedauern Oles Entscheidung sehr, weil wir uns eine langfristige Zusammenarbeit mit ihm h\u00e4tten vorstellen k\u00f6nnen. Da wir aber auf der Position des Cheftrainers Kontinuit\u00e4t und Klarheit f\u00fcr die Zukunft brauchen, haben wir uns entschieden, Ole freizustellen&#8220;, wurde Fu\u00dfball-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Clemens Fritz in einer Mitteilung zitiert. Die Entscheidung fiel offenbar nach einer Krisensitzung am sp\u00e4ten gestrigen Montagabend. Neben Werner stellten die Bremer auch die Co-Trainer Patrick Kohlmann, Tom Cichon und Hannes Drews frei. <\/p>\n<p>In diesem Sommer steht den Bremern nun ein gr\u00f6\u00dferer Umbruch ins Haus. Sieben Abg\u00e4nge stehen lauf dem Portal transfermarkt.de schon fest, darunter St\u00fcrmer Oliver Burke, der sich nach ganz schweren Jahren an der Weser zuletzt beeindruckend durchgebissen hatte. Werner hatte diesen Umbruch verhindern wollen, er h\u00e4tte den Kader, so hei\u00dft es, gerne weniger radikal umbauen m\u00fcssen. Mit Transfers bereits in der Vergangenheit. Zudem soll er mit dem Scouting unzufrieden gewesen sein, es habe zu wenig interessante Spieler gegeben. Und zu viele &#8222;Flops&#8220;, wie der im Sommer 2024 f\u00fcr knapp f\u00fcnf Millionen Euro verpflichtete Skelly Alvero, der gerade einmal 231 Minuten in der Bundesliga spielte. In der abgelaufenen Saison kamen auch die ausgeliehenen Spieler Issa Kabor\u00e9 (Manchester City) und Andr\u00e9 Silva (RB Leipzig) nur wenig zum Zug. <\/p>\n<p>Nun muss es also in diesem Sommer gelingen, die Mannschaft so neu zu gestalten, dass sie erneut eine gute Rolle in der Bundesliga spielen kann. Werner war in den vergangenen dreieinhalb Jahren daf\u00fcr verantwortlich, dass sich der Verein aus 2. Bundesliga ins sichere Mittelfeld des Oberhauses gek\u00e4mpft hatte. Mehr Spiele an der Seitenlinie haben f\u00fcr die Hanseaten nur die Trainerlegenden Otto Rehhagel und Thomas Schaaf und der am Ende geschasste Florian Kohfeldt absolviert.<\/p>\n<p>In der abgelaufenen Saison war Werder zwischenzeitlich mal ganz nah dran, sich f\u00fcr den Europapokal zu qualifizieren, obwohl &#8222;wir hier drei Jahre bezahlen wie ein Abstiegskandidat&#8220;, sagte Werner vor ein paar Wochen. Den Finanzen h\u00e4tte das Erreichen der europ\u00e4ischen R\u00e4nge sehr gut getan. Auch wenn es nach schwierigen Jahren wieder bergauf geht. &#8222;Wir waren auf der Intensivstation und hatten Long Covid &#8211; jetzt sind wir wieder komplett genesen und performant&#8220;, sagte etwa Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Klaus Filbry im vergangenen Herbst bei der Mitgliederversammlung.<\/p>\n<p>Werder erspart nervt\u00f6tende Debatten<\/p>\n<p>Die Ablehnung des neuen Vertrags begr\u00fcndete Werner gewohnt n\u00fcchtern: &#8222;Ich habe schon h\u00e4ufig gesagt, dass es mir in meiner Arbeit darum geht, einen Verein zu entwickeln. Wenn ein gewisser Punkt erreicht ist, gibt es in der Regel zwei M\u00f6glichkeiten: Entweder man sorgt f\u00fcr Ver\u00e4nderungen um einen Trainer herum oder man \u00e4ndert etwas an der Trainerposition.&#8220; Das ist nun passiert. Dabei schien doch alles so passend mit diesem unterk\u00fchlten Charakter, der mit seinem trockenen Humor die Menschen aber begeistern konnte.<\/p>\n<p>Werder Bremen hatte keine Wahl. Nach der Ablehnung musste das Aus kommen. Werder w\u00e4re st\u00e4ndig Gefahr gelaufen, die Werner-Debatte nicht mehr loszuwerden, vor allem bei Misserfolg. Folgen die Spieler dem Trainer noch? Ist er \u00fcberhaupt noch bei der Sache? So eine Begleitmusik kann einen ganzen Verein ins Dilemma rei\u00dfen. Dieses nervt\u00f6tende Theater erspart sich der Klub nun.<\/p>\n<p>Und dennoch muss er sich hinterfragen, ob die eigene Strategie, bei all den begrenzten finanziellen M\u00f6glichkeiten, die richtige ist. Werner war erfolgreich, unter ihm ging es immer weiter nach oben. Der n\u00e4chste Schritt w\u00e4re dann tats\u00e4chlich der Angriff auf Europa gewesen. Daf\u00fcr br\u00e4uchte es Investitionen in den Kader.<\/p>\n<p>Gibt es einen Top-Kandidaten?<\/p>\n<p>Aber scheut Werder weiter das Risiko, mit Transfers aus dem h\u00f6heren Regal eine Bruchlandung zu erleben? In j\u00fcngster Vergangenheit gab es ja einen prominenten Fall: Naby Keita. Der Mittelfeldspieler kam vom FC Liverpool, war st\u00e4ndig verletzt und provozierte den Klub dann auch noch mit arrogantem Verhalten. Auch da blieb der Verein konsequent. Wie nun bei Werner. Aber was ist das f\u00fcr ein Weg, der nicht nach oben geht? Der so devot ist, dass ein gro\u00dfes Trainertalent freiwillig Platz macht, wenn auch geplant erst im Sommer 2026.<\/p>\n<p>F\u00fcr Werder kommt der Knockout zur Unzeit. Der Umbruch muss gestaltet werden, aber welcher Spieler kommt denn, wenn er nicht wei\u00df, auf welchen Trainer, auf welches System er sich einl\u00e4sst. Wenn er nicht wei\u00df, wie mit ihm geplant wird. Angeblich hat Werder bereits mehrere Gespr\u00e4che gef\u00fchrt: Mit Marco Rose (zuletzt RB), mit Lukas Kwasniok (zuletzt Paderborn), der allerdings erstmal eine Pause einlegen will, oder auch mit Horst Steffen, der gerade auf bittere Weise mit dem SV Elversberg an der Bundesliga-Aufstiegssensation gescheitert ist. Der Elversberger, der unter anderem Woltemade in die Spur geholfen hatte, soll der Top-Kandidat sein. Mit ihm gebe es eine Beinahe-Einigung, berichtete die &#8222;Bild&#8220;-Zeitung wenige Stunden nach dem Werner-Rauswurf. <\/p>\n<p>Steffen soll Werder sogar schon seine Zusage gegeben haben. W\u00fcrden die Gespr\u00e4che wie geplant laufen, k\u00f6nnte Steffen schon am Donnerstag an der Weser vorgestellt werden, hie\u00df es weiter. Und das so nur kurz nach dem bitteren Relegations-Knockout. Eine durchaus fragw\u00fcrdige Verhandlungsstrategie.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Neuer Trainer wohl schon fix Blitz-Aus f\u00fcr Werner: Was wird nun aus Werder Bremen? 27.05.2025, 19:09 Uhr Der&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":144200,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1824],"tags":[2420,3364,29,347,485,30,537],"class_list":{"0":"post-144199","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-bremen","8":"tag-bremen","9":"tag-de","10":"tag-deutschland","11":"tag-fussball","12":"tag-fussball-bundesliga","13":"tag-germany","14":"tag-werder-bremen"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114580992002069454","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/144199","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=144199"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/144199\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/144200"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=144199"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=144199"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=144199"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}