{"id":144605,"date":"2025-05-27T21:13:27","date_gmt":"2025-05-27T21:13:27","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/144605\/"},"modified":"2025-05-27T21:13:27","modified_gmt":"2025-05-27T21:13:27","slug":"baustoffe-ressourcenschonender-herstellen-und-einsetzen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/144605\/","title":{"rendered":"Baustoffe ressourcenschonender herstellen und einsetzen"},"content":{"rendered":"<p>Der Bausektor in Deutschland ist f\u00fcr rund 40 Prozent des Rohstoffverbrauchs verantwortlich und verursacht dabei erhebliche CO2-Emissionen. Zudem fallen bei Neu- und Umbauten sowie beim Abriss von Geb\u00e4uden erhebliche Mengen an Abbruchmaterial an, die in Deutschland etwa 55 Prozent des gesamten Abfallaufkommens ausmachen. Obwohl mineralischer Bauschutt bereits zu rund 90 Prozent recycelt wird, geschieht dies oft nicht gleichwertig zur Erstnutzung, zum Beispiel f\u00fcr Tragschichten im Stra\u00dfenbau. Das Potenzial f\u00fcr gleich- oder h\u00f6herwertige Wiederverwertungen wird dabei nicht ausgesch\u00f6pft.<\/p>\n<p>Wer den Bausektor in Deutschland nachhaltig aufstellen will, muss Klima- und Ressourcenschutz an vorderste Stelle setzen. Das ist das Kernergebnis der Studie &#8222;Nachhaltige Baustoffwende&#8220;, die das Wuppertal Institut in Zusammenarbeit mit Butterfly Effect Consulting im Auftrag von Holcim Deutschland erstellt hat. Die Transformation ist zudem notwendig, um die Ziele des Pariser Klimaabkommens, des European Green Deals, der Nationalen Kreislaufwirtschaftsstrategie (NKWS) und des Klimaschutzgesetzes zu erreichen, hei\u00dft es in der Studie. Kreislaufwirtschaft bietet dar\u00fcber hinaus aber auch Chancen f\u00fcr Innovation, Wachstum und Besch\u00e4ftigung und st\u00e4rkt zudem, etwa durch Urban Mining oder die Produktion zirkul\u00e4rer Baustoffe, regionale Wertsch\u00f6pfungsketten.<\/p>\n<p>&#8222;Wir haben in der Studie viele Potenziale herausgearbeitet, wie Baustoffe ressourcenschonender hergestellt und genutzt werden k\u00f6nnten&#8220;, sagt Dr. Monika Dittrich, Leiterin des Forschungsbereichs Zirkul\u00e4re Systeme am Wuppertal Institut. &#8222;F\u00fcr eine erfolgreiche Umsetzung braucht es entschlossenes politisches Handeln. Durch ihre immense Nachfrage haben es insbesondere Bund, L\u00e4nder und Gemeinden in der Hand, die Transformation anzusto\u00dfen und die M\u00f6glichkeiten, die Wende \u00fcber regulatorische Vorgaben voranzutreiben.&#8220;<\/p>\n<p><strong>\u00d6kologisch geboten, technisch machbar: Warum die Baustoffwende dennoch lahmt<\/strong><\/p>\n<p>Trotz der \u00f6kologischen Notwendigkeit und vorhandener rechtlicher Rahmenbedingungen \u2013 wie der EU-Taxonomie, der NKWS oder der Mantelverordnung f\u00fcr mineralische Ersatzbaustoffe \u2013 zeigen sich bei der Umsetzung der Baustoffwende noch Defizite und Hemmnisse.<\/p>\n<p>So macht die Studie etwa auf die unzureichende Integration der Kreislaufwirtschaft im Bauwesen aufmerksam, wie etwa fehlende digitale Tools, unklare Standards f\u00fcr recycelte Materialien, komplexe Zulassungsverfahren und unzureichende Datenbanken f\u00fcr Sekund\u00e4rrohstoffe. Zudem werden Umweltkosten nicht vollst\u00e4ndig ber\u00fccksichtigt, die F\u00f6rderanreize sind ausbauf\u00e4hig und es fehlt an verbindlichen Rezyklatquoten.<\/p>\n<p>Die Studie &#8222;Nachhaltige Baustoffwende&#8220; steht \u00fcber den folgenden Link kostenfrei zum Download bereit.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Der Bausektor in Deutschland ist f\u00fcr rund 40 Prozent des Rohstoffverbrauchs verantwortlich und verursacht dabei erhebliche CO2-Emissionen. 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