{"id":144909,"date":"2025-05-28T00:04:10","date_gmt":"2025-05-28T00:04:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/144909\/"},"modified":"2025-05-28T00:04:10","modified_gmt":"2025-05-28T00:04:10","slug":"hoehe-der-heuchelei-usa-reagieren-auf-un-kritik-wegen-verteilung-von-hilfsguetern","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/144909\/","title":{"rendered":"\u201eH\u00f6he der Heuchelei\u201c \u2013 USA reagieren auf UN-Kritik wegen Verteilung von Hilfsg\u00fctern"},"content":{"rendered":"<p>Eine private Stiftung damit begonnen, Hilfsg\u00fcter im Gazastreifen zu verteilen. Die Vereinten Nationen und andere NGOs behaupten, sie h\u00e4tten keine Informationen dar\u00fcber, ob tats\u00e4chlich G\u00fcter verteilt wurden und kritisieren, dass sie \u00fcbergangen werden. Die USA reagieren auf die Vorw\u00fcrfe.<\/p>\n<p class=\"is-first-paragraph\" data-external=\"Article.FirstParagraph\">Kurz nachdem die private Hilfsorganisation Gaza Humanitarian Foundation (GHF) erste Hilfsg\u00fcter im Gazastreifen verteilt hat, haben die Vereinten Nationen Kritik an deren Arbeitsweise ge\u00e4u\u00dfert. \u201eEs ist eine Ablenkung von dem, was wir wirklich brauchen\u201c, sagte der Sprecher des UN-B\u00fcros f\u00fcr humanit\u00e4re Angelegenheiten (Ocha), Jens Laerke, am Dienstag in Genf. Die UNO habe keinerlei Informationen dar\u00fcber, ob tats\u00e4chlich Hilfsg\u00fcter durch die GHF verteilt worden seien. Aktuellen Aufnahmen aus dem Gazastreifen zeigen jedoch, dass genau das am Dienstag passiert ist.<\/p>\n<p>Nach Ende einer elfw\u00f6chigen Blockade durch Israel war erstmals wieder <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/ausland\/article256174124\/gazastreifen-us-stiftung-verteilt-erste-hilfsgueter-hamas-ruft-zum-boykott-auf.html\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/politik\/ausland\/article256174124\/gazastreifen-us-stiftung-verteilt-erste-hilfsgueter-hamas-ruft-zum-boykott-auf.html&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">humanit\u00e4re Hilfe in den Gazastreifen gelangt<\/a>. Laut Ocha-Sprecher Laerke braucht es nun vorrangig \u201eein sicheres Umfeld und eine schnellere Erleichterung der Genehmigungen und endg\u00fcltigen Freigaben f\u00fcr all die Hilfsg\u00fcter, die wir direkt vor der Grenze haben und die dort hinein gelangen m\u00fcssen\u201c.<\/p>\n<p>Die von den USA unterst\u00fctzte GHF war im Zuge des zunehmenden internationalen Drucks auf Israel wegen seiner Blockade von Hilfslieferungen in den Gazastreifen gegr\u00fcndet worden. Die UNO und internationale Hilfsorganisationen kritisierten die GHF jedoch wegen der vermeintlichen Umgehung der UNO und erkl\u00e4rten, nicht mit der US-Stiftung zusammenzuarbeiten.<\/p>\n<p>Der neu gegr\u00fcndeten US-Stiftung wurde zudem vorgeworfen, einseitig mit Israel zu kooperieren, ohne Pal\u00e4stinenser an der Verteilung von Hilfsg\u00fctern zu beteiligen. UN-Beamte \u00e4u\u00dferten die Bef\u00fcrchtung, die Hilfsg\u00fcter der GHF k\u00f6nnten \u201eals Waffe eingesetzt\u201c werden, indem eingeschr\u00e4nkt werde, wer diese erhalte.<\/p>\n<p>Die US-Stiftung nahm ihre Arbeit im Gazastreifen nach eigenen Angaben am Montag inmitten von Drohungen seitens der islamistischen Hamas auf. Die Pal\u00e4stinenserorganisation setze alles daran, die Arbeit der Stiftung zu blockieren und der Bev\u00f6lkerung des Gazastreifens den Zugang zu Verteilungsstellen der GHF zu versperren, erkl\u00e4rte die Stiftung.<\/p>\n<p>Auch seit Ende der Blockade ist das Ausma\u00df der Hilfen, die in den Gazastreifen gelangen immer noch \u201esehr, sehr weit\u201c von dem entfernt, was tats\u00e4chlich ben\u00f6tigt werde, erkl\u00e4rte die Sprecherin des UN-Pal\u00e4stinenserhilfswerk (UNRWA), Juliette Touma, am Dienstag. Mindestens 500 bis 600 Lastwagen pro Tag mit Lebensmitteln, medizinischer Hilfe, Kraftstoff, Wasser und anderen grundlegenden Hilfsg\u00fctern seien notwendig, um die katastrophale Situation in dem K\u00fcstenstreifen zu lindern.<\/p>\n<p>Die US-Regierung hingegen begr\u00fc\u00dft die neu angelaufene Verteilung von Hilfsg\u00fctern durch die Stiftung. Man spreche aber nicht f\u00fcr die GHF, betonte die Sprecherin des US-Au\u00dfenministeriums, Tammy Bruce, wiederholt auf Nachfragen in Washington. Zugleich hob sie die Bedeutung der bislang eingetroffenen Hilfslieferungen hervor.<\/p>\n<p>Kritik vonseiten der Vereinten Nationen und internationaler Hilfsorganisationen, die GHF sei nicht unabh\u00e4ngig und agiere im Interesse Israels, bezeichnete Bruce als \u201ebedauerlich\u201c. Es sei \u201edie H\u00f6he der Heuchelei\u201c, sich dar\u00fcber zu beklagen, wer die Hilfe bringe oder wie sie organisiert sei.<\/p>\n<p>Auf Fragen zu m\u00f6glichen politischen Motiven oder einem Zusammenhang mit israelischen Umsiedlungszielen ging Bruce nicht ein. Die Bef\u00fcrchtung, die Logistik k\u00f6nne darauf abzielen, Menschen gezielt aus dem Norden des Gazastreifens in den S\u00fcden zu dr\u00e4ngen, kommentierte sie mit den Worten: \u201eDas ist kein Projekt des US-Au\u00dfenministeriums.\u201c Sie wolle nicht spekulieren, was die Stiftung tun werde, und verwies f\u00fcr weitere Informationen an die GHF.<\/p>\n<p>AFP\/dpa\/saha<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Eine private Stiftung damit begonnen, Hilfsg\u00fcter im Gazastreifen zu verteilen. 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