{"id":145290,"date":"2025-05-28T03:41:09","date_gmt":"2025-05-28T03:41:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/145290\/"},"modified":"2025-05-28T03:41:09","modified_gmt":"2025-05-28T03:41:09","slug":"jeder-der-vollzeit-arbeitet-hat-so-viel-geld-dass-er-davon-leben-kann","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/145290\/","title":{"rendered":"\u201eJeder, der Vollzeit arbeitet, hat so viel Geld, dass er davon leben kann\u201c"},"content":{"rendered":"<p>Ricarda Lang wirft Kanzleramtschef Thorsten Frei (CDU) bei \u201eMaischberger\u201c vor, seine Partei rede mit ihrer Kritik an der \u201eWork-Life-Balance\u201c Deutschland faul. Axel-Springer-Vorstandschef Mathias D\u00f6pfner berichtet von einer Begegnung mit Donald Trump und was er von dessen Zoll-Krieg h\u00e4lt.<\/p>\n<p class=\"is-first-paragraph\" data-external=\"Article.FirstParagraph\">Die neuen US-Strafz\u00f6lle in H\u00f6he von 50 Prozent sind vorerst bis zum 9. Juli aufgeschoben. Doch die Europ\u00e4ische Union bleibt aus Sicht von Donald Trump einer der Hauptgegner der Vereinigten Staaten. Immerhin sei diese ausschlie\u00dflich zu dem Zweck gegr\u00fcndet worden, sein Land zu \u201ebeschei\u00dfen\u201c. Am Dienstag betrachtete Sandra Maischberger mit Mathias D\u00f6pfner, Vorstandsvorsitzender der Axel Springer SE, das US-deutsche Verh\u00e4ltnis unter der Trump-Regierung. Mit dem Kanzleramtsminister Thorsten Frei und der Gr\u00fcnen-Politikerin <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/article255947474\/Katy-Perry-und-Jeff-Bezos-Freundin-fliegen-ins-All-und-ernten-Kritik-von-Ricarda-Lang.html\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/article255947474\/Katy-Perry-und-Jeff-Bezos-Freundin-fliegen-ins-All-und-ernten-Kritik-von-Ricarda-Lang.html&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Ricarda Lang <\/a>sprach sie \u00fcber die Politik der schwarz-roten Regierung. Als weitere G\u00e4ste begr\u00fc\u00dfte die ARD-Moderatorin die Journalisten Helene Bubrowski, Cherno Jobatey und Jan Fleischhauer im Panel.<\/p>\n<p>Er sei nach wie vor \u201efasziniert\u201c von den Vereinigten Staaten, sagte Mathias D\u00f6pfner, doch mittlerweile sei er auch \u201everunsichert\u201c. Seit vielen Jahren setze er sich f\u00fcr Freihandel zwischen den demokratischen Staaten ein, die sich nur gegen\u00fcber Nicht-Demokratien mittels Z\u00f6llen abgrenzen sollten. \u201eWas ich gefordert habe, ist ziemlich pr\u00e4zise das Gegenteil dessen, was sich im Moment abzeichnet\u201c, beanstandete er mit Blick auf den drohenden Handelskrieg, der letztlich nur China und Russland st\u00e4rken w\u00fcrde. \u201eDeswegen halte ich das in der Tat f\u00fcr sehr bedrohlich \u2013 nicht nur f\u00fcr die Wirtschaft, sondern auch f\u00fcr die Demokratie an sich.\u201c<\/p>\n<p>Vor eineinhalb Wochen sei er Donald Trump kurz begegnet. \u201eIch glaube, er hat mich nicht erkannt, sonst w\u00e4re es nicht so friedlich und freundlich verlaufen\u201c, berichtete der Verleger im Hinblick auf dessen Angriffe auf die Pressefreiheit. Dem seit 2021 zum Axel Springer Verlag geh\u00f6renden Medium Politico hatte der US-Pr\u00e4sident vorgeworfen, \u201eFake News\u201c zu publizieren, ein \u201elinkes Schundblatt\u201c zu sein und \u201eSchmiergeld angenommen\u201c zu haben, wie Maischberger zitierte. \u201eIch finde das fast am\u00fcsant\u201c, reagierte D\u00f6pfner. \u201eIch bin es gewohnt in Deutschland seit Jahren, sozusagen als Zentrum rechter Verschw\u00f6rung portr\u00e4tiert zu werden. Und jetzt ist Axel Springer in Amerika das Zentrum linker Verschw\u00f6rung.\u201c<\/p>\n<p>National hatte sein Verlag vor einigen Monaten Kritik auf sich gezogen, als die Welt einen Aufruf von Elon Musk ver\u00f6ffentlicht hatte, die AfD zu w\u00e4hlen. Er halte die Entscheidung der Chefredaktion f\u00fcr \u201eabsolut richtig und \u2013 ehrlich gesagt \u2013 auch sehr unspektakul\u00e4r\u201c. Immerhin habe es Nachrichtenwert, wenn sich einer der reichsten und einflussreichsten Menschen der Welt dahingehend \u00e4u\u00dfert, selbst wenn der Beitrag letztlich \u201ed\u00fcnn\u201c ausgefallen sei. Im Meinungsressort k\u00f6nnten auch Wladimir Putin, Ostblock-Kommunisten oder afghanische Terroristen kommentieren. \u201eWenn uns der Pr\u00e4sident des Irans erkl\u00e4rt, wie er Israel vernichten m\u00f6chte, w\u00fcrden wir das sofort drucken \u2013 Sie nicht?\u201c, fragte D\u00f6pfner rhetorisch.<\/p>\n<p>Besagtes Israel beobachte er \u201esehr genau\u201c, versicherte er. Axel Springer pflege eine \u201eunverbr\u00fcchliche Freundschaft\u201c, die sich in dessen f\u00fcnf Grundwerten widerspiegele. \u201eBlinde Gefolgschaft\u201c sei damit jedoch nicht gemeint. \u201eIch bin, wenn ich die Bilder sehe, sprachlos. Es ist kaum ertr\u00e4glich. Es muss aufh\u00f6ren\u201c, kommentierte D\u00f6pfner den Konflikt, der im Gazastreifen ausgefochten wird. Zugleich m\u00fcsse zur Kenntnis genommen werden, dass der Krieg mit dem Terroranschlag vom 7. Oktober 2023 begonnen worden sei, dass er mit der Freilassung der Geiseln h\u00e4tte beendet werden k\u00f6nnen, dass die EU die Hamas indirekt finanziert und dass eben diese die pal\u00e4stinensische Bev\u00f6lkerung in Geiselhaft genommen habe.<\/p>\n<p>\u00dcber die neue Bundesregierung ging es indes nur am Rande. D\u00f6pfner klagte zwar, zwischen der Wahl und der Amtseinf\u00fchrung \u201efast k\u00f6rperliche Schmerzen\u201c erlitten zu haben, doch nun wolle er der Regierung zun\u00e4chst \u201eein bisschen Zeit\u201c geben. Aus dem Merz\u2019schen Kabinett begr\u00fc\u00dfte Maischberger Thorsten Frei, der sich bem\u00fchte, die CDU-Kritik an der mangelnden Leistungsbereitschaft einzuordnen. Bei Caren Miosga hatte Carsten Linnemann angeregt, Rentner mit einer Aktivrente das Weiterarbeiten schmackhaft zu machen. Es sei \u201egar keine pers\u00f6nliche Anklage gegen irgendjemand\u201c, sagte nun der Kanzleramtsminister, sondern \u201eeinfach eine ganz n\u00fcchterne Feststellung, dass die Arbeitszeit pro Kopf\u201c zuletzt \u201ekontinuierlich nach unten gegangen\u201c sei.<\/p>\n<p>\u201eBei Carsten Linnemann mache ich mir Sorgen, dass er morgen sagt, die Kinder im Land m\u00fcssten mehr arbeiten\u201c, erwiderte Ricarda Lang mit gut gelaunter Angriffslust. Mit ihrer Kritik an der \u201eWork-Life-Balance\u201c redeten Merz und seine Regierung Deutschland faul. In Wahrheit sei der Staat mit 683 Millionen unbezahlten \u00dcberstunden europ\u00e4ischer Spitzenreiter. Die Gruppe der 20- bis 24-J\u00e4hrigen arbeite so viel wie zuletzt vor 30 Jahren. Und allgemein gingen vier von f\u00fcnf arbeitsf\u00e4higen Menschen einer Besch\u00e4ftigung nach. Die Regierung m\u00fcsse sich nun um Kitapl\u00e4tze, Pflege-Unterst\u00fctzung und bezahlbare Mieten k\u00fcmmern.<\/p>\n<p>Frei appellierte stattdessen f\u00fcr Arbeitsanreize. 650.000 Menschen h\u00e4tten neben ihrer Vollzeitbesch\u00e4ftigung einen Minijob. \u201eDas haben sie deshalb, weil \u00dcberstunden nicht lukrativ sind. Die werden viel zu stark besteuert\u201c, erl\u00e4uterte er. \u201eSorry\u201c, warf Lang ein, das liege nicht an den \u00dcberstunden, sondern daran, dass \u201edie Person nicht genug verdient, um zu leben\u201c. \u201eNein\u201c, wies der CDU-Politiker zur\u00fcck. \u201eJeder, der Vollzeit arbeitet, hat so viel Geld, dass er davon leben kann.\u201c \u201eDas ist schlichtweg nicht die Wahrheit\u201c, erwiderte die Gr\u00fcnen-Politikerin. 830.000 Menschen erhielten neben der Arbeit als Aufstocker soziale Unterst\u00fctzung. \u201eDer Weg, daran was zu \u00e4ndern, w\u00e4re, nicht nach unten zu treten, sondern f\u00fcr gute L\u00f6hne zu sorgen.\u201c<\/p>\n<p><a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/autor\/dominik-lippe\/\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/autor\/dominik-lippe\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><b>Dominik Lippe <\/b><\/a><b>berichtet f\u00fcr WELT regelm\u00e4\u00dfig \u00fcber die abendlichen Polit-Talkshows. Der studierte Biologe ist Absolvent der Axel Springer FreeTech Academy.<\/b><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Ricarda Lang wirft Kanzleramtschef Thorsten Frei (CDU) bei \u201eMaischberger\u201c vor, seine Partei rede mit ihrer Kritik an der&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":145291,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1773],"tags":[29,52352,214,19932,30,18388,9411,11632,18481,110,18389,12093,471,1780,19933,215],"class_list":{"0":"post-145290","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-serien","8":"tag-deutschland","9":"tag-doepfner","10":"tag-entertainment","11":"tag-frei","12":"tag-germany","13":"tag-lang","14":"tag-lippe-dominik","15":"tag-maischberger","16":"tag-mathias","17":"tag-newsteam","18":"tag-ricarda","19":"tag-sandra","20":"tag-serien","21":"tag-series","22":"tag-thorsten","23":"tag-unterhaltung"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114583390461297501","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/145290","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=145290"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/145290\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/145291"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=145290"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=145290"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=145290"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}