{"id":145589,"date":"2025-05-28T06:32:09","date_gmt":"2025-05-28T06:32:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/145589\/"},"modified":"2025-05-28T06:32:09","modified_gmt":"2025-05-28T06:32:09","slug":"forscher-beobachten-erstmals-gammablitz-auf-der-erde","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/145589\/","title":{"rendered":"Forscher beobachten erstmals Gammablitz auf der Erde"},"content":{"rendered":"<p>Gammablitze entstehen normalerweise im Weltall, etwa wenn ein Stern explodiert. Ein solcher Gammablitz setzt in Sekunden mehr Energie frei als die Sonne w\u00e4hrend ihrer gesamten Lebensdauer. Gammablitze \u2013 wenn auch viel weniger energiereiche \u2013 gibt es auch auf der Erde. Forscher aus Japan haben nach eigenen Angaben erstmals einen solchen beobachtet.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Terrestrischer_Gammablitz\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">Terrestrische Gammablitze (terrestrial gamma-ray flash, TGF)<\/a> sind Ausbr\u00fcche von energiereicher Gammastrahlung in der Erdatmosph\u00e4re. Sie wurden erstmals Mitte der 1990er Jahr von einer Raumsonde in der Erdumlaufbahn entdeckt. 30 Jahre sp\u00e4ter haben Forscher der Universit\u00e4t in Osaka in Japan einen TGF beobachtet und seine Entstehung <a href=\"https:\/\/www.science.org\/doi\/10.1126\/sciadv.ads6906\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">in der Fachzeitschrift Science Advances<\/a> beschrieben.<\/p>\n<p>Das Team um Yuuki Wada hat einen Aufbau mit unterschiedlichen Sensoren an zwei Fernseht\u00fcrmen in Kanazawa errichtet, um TGFs zu beobachten. Die Sensoren k\u00f6nnen ein breites Strahlungsspektrum detektieren, von Radiowellen \u00fcber sichtbares Licht bis zu Gammastrahlung.<\/p>\n<p>Am 30. Januar erfassten die Sensoren einen Blitzeinschlag in einem der T\u00fcrme. Bei einem Blitzeinschlag entstehen zwei Entladungspfade: ein negativ geladener von der Wolke Richtung Boden und ein positiv geladener vom Boden nach oben. Wenn sie sich treffen, kommt es zur Entladung.<\/p>\n<p>Der Gammablitz dauerte 20 Mikrosekunden<\/p>\n<p>Bei diesem bestimmten Blitz fand die Entladung, die eine Stromst\u00e4rke von 56 Kiloampere hatte, in einem knappen Kilometer H\u00f6he statt. Der Gammablitze entstand Bruchteile, bevor sich die Entladungspfade trafen: 31 Mikrosekunden davor erfassten die Sensoren die erste Gammastrahlung. Der gesamte TGF dauerte etwa 20 Mikrosekunden.<\/p>\n<p>&#8222;Die hier durchgef\u00fchrten Multisensor-Beobachtungen sind eine Weltpremiere&#8220;, <a href=\"https:\/\/www.eurekalert.org\/news-releases\/108406\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">sagte Seniorautor Harufumi Tsuchiya<\/a>. &#8222;Obwohl einige Geheimnisse bleiben, hat uns diese Technik dem Verst\u00e4ndnis des Mechanismus dieser faszinierenden Strahlungsausbr\u00fcche n\u00e4her gebracht.&#8220; Sie liefern wichtige Hinweise, wie Blitze gen\u00fcgend Energie erzeugen, dass Gammastrahlen entstehen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Die ersten TGFs wurden aus dem Weltall beobachtet, da Satelliten ein gro\u00dfes Areal \u00fcberblicken und Gammastrahlung nicht absorbiert wird. Allerdings sind diese Beobachtungen ungenau. Im vergangenen Jahr erschienen zwei Aufs\u00e4tze in der Fachzeitschrift Nature \u2013 <a href=\"https:\/\/www.nature.com\/articles\/s41586-024-07936-6\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">hier<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.nature.com\/articles\/s41586-024-07893-0\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">hier<\/a> \u2013, in denen die Autoren Gammablitze in tropischen Gewittern beschrieben. Die Beobachtungen hatten sie aus einem umgebauten Spionageflugzeug gemacht, mit dem sie in die Gewittersysteme hineinflogen.<\/p>\n<p>&#8222;Die j\u00fcngsten Nature-Artikel basieren auf Beobachtungen aus der Luft&#8220;, sagte Hauptautor Wada <a href=\"https:\/\/gizmodo.com\/scientists-just-caught-lightning-firing-off-a-gamma-ray-blast-2000605461\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">dem US-Onlinemagazin Gizmodo<\/a>. &#8222;Sie sind auch sehr interessant, aber bodengest\u00fctzte Beobachtungen k\u00f6nnen viel kosteng\u00fcnstiger durchgef\u00fchrt werden.&#8220;<\/p>\n<p>(<a class=\"redakteurskuerzel__link\" href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/mailto:wpl@heise.de\" title=\"Werner Pluta\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">wpl<\/a>)<\/p>\n<p>\n      Dieser Link ist leider nicht mehr g\u00fcltig.\n    <\/p>\n<p>Links zu verschenkten Artikeln werden ung\u00fcltig,<br \/>\n      wenn diese \u00e4lter als 7\u00a0Tage sind oder zu oft aufgerufen wurden.\n    <\/p>\n<p><strong>Sie ben\u00f6tigen ein heise+ Paket, um diesen Artikel zu lesen. 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