{"id":145648,"date":"2025-05-28T07:05:09","date_gmt":"2025-05-28T07:05:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/145648\/"},"modified":"2025-05-28T07:05:09","modified_gmt":"2025-05-28T07:05:09","slug":"kanzler-merz-empfaengt-den-ukrainischen-praesidenten-selenskyj","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/145648\/","title":{"rendered":"Kanzler Merz empf\u00e4ngt den ukrainischen Pr\u00e4sidenten Selenskyj"},"content":{"rendered":"<p class=\"metatextline\">Stand: 28.05.2025 08:46 Uhr<\/p>\n<p class=\"textabsatz columns twelve  m-ten  m-offset-one l-eight l-offset-two\">\n        <strong>Bundeskanzler Merz hat mit seinen Aussagen zur Reichweitenbeschr\u00e4nkung f\u00fcr Diskussionen gesorgt. Heute wird der ukrainische Pr\u00e4sident Selenskyj in Berlin erwartet &#8211; eine neue &#8222;Taurus&#8220;-Debatte l\u00e4uft bereits.<\/strong>\n    <\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nLange Zeit war es nur Spekulation, jetzt ist es offiziell: Der ukrainische Pr\u00e4sident Wolodymyr Selenskyj will heute nach Berlin reisen und sich dort mit Bundeskanzler Friedrich Merz beraten.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nEines der j\u00fcngsten Treffen der beiden fand vor knapp drei Wochen statt &#8211; in Kiew. Merz war gemeinsam mit Frankreichs Pr\u00e4sident Emmanuel Macron, dem britischen Premierminister Keir Starmer und Polens Regierungschef Donald Tusk in die ukrainische Hauptstadt gereist. Mit dr\u00e4ngenden Forderungen nach einer Waffenruhe und Verhandlungen und lautstarken Drohungen, den Druck auf Russland andernfalls konsequent steigern zu wollen.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nVerhandlungen gab es dann zumindest. In der T\u00fcrkei kamen eine russische und eine ukrainische Delegation zu Gespr\u00e4chen zusammen. <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/europa\/ukraine-russland-verhandlungen-ende-100.html\" title=\"Ukraine und Russland: Gespr\u00e4che beendet - Gefangenenaustausch vereinbart\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Bis auf die Vereinbarung auf einen Gefangenenaustausch blieb ein durchschlagendes Ergebnis jedoch aus. <\/a><\/p>\n<p>    Merz sieht Kriegsende in weiter Ferne<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nUnd so d\u00fcrfte das heutige Treffen auch von Ern\u00fcchterung gepr\u00e4gt sein und sich um bereits bekannte Themen drehen. Die Ukraine sieht sich fortw\u00e4hrend schweren russischen Attacken ausgesetzt. Erst am Sonntag hatte Selenskyj von den schlimmsten Angriffen seit Kriegsbeginn gesprochen, nachdem zw\u00f6lf Menschen durch <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/europa\/angriffe-kiew-moskau-102.html\" title=\"Russischer Angriffskrieg: Viele Tote nach Angriffen auf die Ukraine\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">russische Attacken mit fast 300 Drohnen und fast 70 Raketen<\/a> auf mehrere Regionen des Landes get\u00f6tet worden waren. Hinzu kommt der Kampf der ukrainischen Armee am Boden. Vor allem im Osten und S\u00fcdwesten des Landes geraten die Truppen durch den russischen Vormarsch zunehmend unter Druck.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nEin m\u00f6gliches Kriegsende sieht Bundeskanzler Merz inzwischen offenbar in weiter Ferne. Kriege gingen in der Regel durch wirtschaftliche oder milit\u00e4rische Ersch\u00f6pfung einer der beiden Seiten oder beider Seiten zu Ende, sagte er w\u00e4hrend eines Besuchs in Finnland. &#8222;Davon sind wir in diesem Krieg offensichtlich noch weit entfernt. Deswegen rechne ich damit, dass wir uns m\u00f6glicherweise noch auf eine l\u00e4ngere Dauer einzustellen haben&#8220;, so Merz. Denn auf eine echte Verhandlungsbereitschaft Russland scheint derzeit niemand mehr zu setzen &#8211; weder Merz, noch die EU oder die USA.<\/p>\n<p>    Selenskyj: Brauchen unbemannte und weitreichende Waffen<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDass sich die Ukraine der anhaltenden Unterst\u00fctzung aus Deutschland gewiss sein k\u00f6nne, hat Merz bereits mehrfach betont. Doch wie soll die weiterhin aussehen? Neben der n\u00f6tigen Luftabwehr fehlt es der Ukraine vor allem an &#8222;unbemannten und weitreichenden Waffen&#8220;, wie Selenskyj am Dienstagabend in einer Videobotschaft betonte. Westliche Staaten haben solche Waffen kaum geliefert. Der ukrainische Staatschef dr\u00e4ngt darum darauf, die eigene R\u00fcstungsindustrie weiter auszubauen. Russland m\u00fcsse f\u00fchlen, dass alle seine Untaten gegen die Ukraine beantwortet w\u00fcrden. &#8222;Schl\u00fcsselelemente sind Angriffsdrohnen, Abfangj\u00e4ger, Marschflugk\u00f6rper und ukrainische ballistische Raketen. Wir m\u00fcssen alles produzieren&#8220;, forderte Selenskyj. Doch daf\u00fcr braucht die Ukraine auch Geld und die n\u00f6tigen R\u00fcstungsg\u00fcter.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDie im November zerbrochene Ampelkoalition hatte sich stets gegen weitreichende Angriffe der Ukraine auf russisches Staatsgebiet mit aus Deutschland erhaltenen Waffen ausgesprochen. Merz \u00e4u\u00dfert sich nun anders. Es gebe keine Reichweitenbeschr\u00e4nkungen mehr, betonte der CDU-Politiker in Finnland. Denn: &#8222;Ein Land, das sich nur im eigenen Territorium einem Angreifer entgegenstellen kann, verteidigt sich nicht ausreichend.&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDer Haken: Deutschland hat bisher keine Waffen an die Ukraine geliefert, die f\u00fcr Angriffe weit in russisches Territorium hinein eingesetzt werden k\u00f6nnten. Die gr\u00f6\u00dfte Reichweite von Waffen, die Deutschland bisher geliefert hat, liegt bei 84 Kilometern beim Raketenwerfer &#8222;Mars II&#8220;. Die Panzerhaubitze 2000 kann Ziele in 56 Kilometern Entfernung treffen.\u00a0<\/p>\n<p>    Erneut Forderungen nach &#8222;Taurus&#8220;-Lieferungen<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDie Vorsitzende des Ausschusses f\u00fcr Sicherheit und Verteidigung im Europaparlament, Marie-Agnes Strack-Zimmermann, begr\u00fc\u00dfte Merz&#8216; Kehrtwende in Sachen Reichweitenbeschr\u00e4nkung ausdr\u00fccklich. Das sei eine &#8222;\u00fcberf\u00e4llige Entscheidung&#8220; gewesen, so die FDP-Politikerin im Interview mit dem Bayerischen Rundfunk. Sie kritisierte jedoch zugleich, dass die bislang von Deutschland gelieferten Waffen &#8222;nicht im Entferntesten&#8220; die Reichweite h\u00e4tten wie etwa die von Gro\u00dfbritannien gelieferten &#8222;Storm Shadow&#8220;-Marschflugk\u00f6rper oder die &#8222;ATACMS&#8220;-Marschflugk\u00f6rper der USA.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDarum sprach sie Strack-Zimmermann daf\u00fcr aus, die bisherigen deutschen Waffenlieferungen um &#8222;Taurus&#8220;-Marschflugk\u00f6rper zu erg\u00e4nzen, damit die Ukraine in der Lage sei, russische Milit\u00e4ranlagen zu treffen und Russland auf Abstand zu halten. &#8222;Taurus sei &#8222;aber keine Wunderwaffe&#8220;, betonte die Verteidigungspolitikerin. Die Warnung, &#8222;der Taurus w\u00fcrde ja Moskau erreichen, ist eine Geschichte, die gerne von Moskau erz\u00e4hlt wird. Wir sollten endlich aufh\u00f6ren, diese Geschichte zu wiederholen&#8220;, so Strack-Zimmermann.<\/p>\n<p>    &#8222;Allerh\u00f6chste Zeit&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nBundeskanzler Merz h\u00e4lt sich bisher betont bedeckt in Sachen &#8222;Taurus&#8220;, will sich \u00f6ffentlich m\u00f6glichst gar nicht dazu \u00e4u\u00dfern. Dabei hatte die Union zu Zeiten der Ampelregierung mehrfach Antr\u00e4ge im Bundestag f\u00fcr eben jene &#8222;Taurus&#8220;-Lieferungen eingebracht.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nAuch jetzt werden erneut Forderungen aus den eigenen Reihen nach einem Umdenken laut. Es sei nun &#8222;allerh\u00f6chste Zeit, endlich an Taurus auszubilden und das System zu liefern&#8220;, forderte der CDU-Au\u00dfenpolitiker Roderich Kiesewetter in der Augsburger Allgemeinen. Die Marschflugk\u00f6rper k\u00f6nnten &#8222;zumindest in Teilen eine Entlastung bringen und somit die Zivilbev\u00f6lkerung in der Ukraine sch\u00fctzen, wenn das System in gr\u00f6\u00dferer Zahl geliefert wird&#8220;.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nAuch die Gr\u00fcnen dr\u00e4ngen auf die deutsche Zustimmung zu &#8222;Taurus&#8220;-Lieferungen. &#8222;Nur &#8218;Taurus&#8216; k\u00f6nnten zentrale milit\u00e4rische Knotenpunkte der russischen Armee in der Grenzregion treffen&#8220;, betonte Anton Hofreiter. Die Kehrtwende des Kanzlers in Sachen Reichweite sei nicht mehr als eine &#8222;Nebelkerze&#8220;, solange die Bundesregierung den &#8222;Taurus&#8220;-Lieferungen nicht zustimme.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 28.05.2025 08:46 Uhr Bundeskanzler Merz hat mit seinen Aussagen zur Reichweitenbeschr\u00e4nkung f\u00fcr Diskussionen gesorgt. Heute wird der&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":145649,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[5],"tags":[331,332,3364,29,30,13,182,14,15,307,12,116,317],"class_list":{"0":"post-145648","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-nachrichten","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-de","11":"tag-deutschland","12":"tag-germany","13":"tag-headlines","14":"tag-merz","15":"tag-nachrichten","16":"tag-news","17":"tag-russland","18":"tag-schlagzeilen","19":"tag-selenskyj","20":"tag-ukraine"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114584192550616451","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/145648","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=145648"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/145648\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/145649"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=145648"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=145648"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=145648"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}