{"id":145884,"date":"2025-05-28T09:13:07","date_gmt":"2025-05-28T09:13:07","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/145884\/"},"modified":"2025-05-28T09:13:07","modified_gmt":"2025-05-28T09:13:07","slug":"so-wie-der-neunte-planet-planeten-mit-extremen-orbits-gar-keine-anomalie","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/145884\/","title":{"rendered":"So wie der neunte Planet? \u2013 Planeten mit extremen Orbits gar keine Anomalie"},"content":{"rendered":"<p>Planeten mit extrem gro\u00dfen Umlaufbahnen \u2013 wie der m\u00f6gliche neunte Planet des Sonnensystems \u2013 sind gar keine Anomalie, sondern ein normales Nebenprodukt der chaotischen Entstehungsphase von Sonnensystemen. Das jedenfalls haben Simulationen eines internationalen Forschungsteams ergeben, das verschiedene Planetensysteme und ihre Entwicklung modelliert hat. Dabei seien immer wieder Planeten in besonders gro\u00dfe und exzentrische Umlaufbahnen katapultiert worden, in denen sie trotzdem stabilisiert wurden. Exoplaneten mit gro\u00dfen Halbachsen der Ellipse zwischen 100 und 10.000 Astronomischen Einheiten (AE) d\u00fcrften deshalb deutlich h\u00e4ufiger sein als angenommen.<\/p>\n<p>Im Sonnensystem gar nicht so unwahrscheinlich<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/news.rice.edu\/news\/2025\/pinballs-cosmic-arcade-new-study-suggests-how-wide-orbit-planets-form-supporting\" rel=\"external noopener\" target=\"_blank\">Wie die Gruppe um Andr\u00e9 Izidoro von der Rice University im US-Bundesstaat Texas erl\u00e4utert<\/a>, war es seit Jahren ein R\u00e4tsel, wie gro\u00dfe Planeten in derart weite Umlaufbahnen gelangen konnten und dass sie teilweise tausendmal so weit von ihnen entfernt unterwegs sind wie die Erde von der Sonne. Auch im Sonnensystem gibt es immer wieder Hinweise auf einen weit entfernt kreisenden Planeten, der als &#8222;Planet 9&#8220; zuletzt mehr Aufmerksamkeit bekommen hat. Die Simulationen h\u00e4tten nun eine m\u00f6gliche Antwort auf die Frage geliefert und nahegelegt, dass solche Planeten ein gar nicht allzu seltener Teil von Planetensystemen sind. <a href=\"https:\/\/www.nature.com\/articles\/s41550-025-02556-0\" rel=\"external noopener\" target=\"_blank\">Vorgestellt wird die Arbeit<\/a> im Wissenschaftsmagazin Nature Astronomy.<\/p>\n<p>Die Simulationen h\u00e4tten nun nahegelegt, dass in der chaotischen Fr\u00fchphase eines Sternsystems regelm\u00e4\u00dfig Planeten in besonders breite Umlaufbahnen gesto\u00dfen werden. In den Sternenhaufen, in denen das normalerweise passiert, w\u00fcrden sie dann oft von anderen Sternen stabilisiert und kreisen abgekoppelt von den Vorg\u00e4ngen im inneren System um ihre Sterne. Sobald sich die Sterne, die gemeinsam entstanden sind, danach weiter voneinander entfernt haben, w\u00fcrden diese Planeten in ihren Orbits gewisserma\u00dfen eingefroren. Nicht stabilisierte Planeten w\u00fcrden stattdessen ihr System ganz verlassen und jene Population aus einsamen Planeten bilden, die wir gerade erst beginnen, zu verstehen.<\/p>\n<p>Im Sonnensystem hat das Forschungsteam zwei Phasen identifiziert, in denen ein gro\u00dfer Planet derma\u00dfen herausgeschleudert werden konnte. Das sei einmal w\u00e4hrend der Entstehung von Uranus und Neptun sowie sp\u00e4ter w\u00e4hrend der Instabilit\u00e4tsphase der Gasriesen der Fall gewesen. Insgesamt sehen sie eine Wahrscheinlichkeit von &#8222;bis zu 40 Prozent&#8220;, dass ein Objekt von der postulierten Gr\u00f6\u00dfe des theoretischen neunten Planeten dabei an den Rand des Sonnensystems katapultiert wurde. Insgesamt meinen sie, dass etwa jedes eintausendste Sternsystem einen solchen extrem fernen Exoplaneten besitzen sollte, wobei unterschiedliche zusammengesetzte Planetensysteme unterschiedlich effizient bei deren Positionierung seien.<\/p>\n<p>Gibt es noch einen gro\u00dfen Planeten \u2013 und wenn ja, wo?<\/p>\n<p>\u00dcber einen weiteren Planeten weit au\u00dfen im Sonnensystem wird schon lange spekuliert. Weil der Pluto seit fast 20 Jahren nicht mehr als Planet z\u00e4hlt, w\u00e4re ein solcher Himmelsk\u00f6rper der neunte Planet. Besonders die Astronomen Mike Brown und Konstantin Batygin vom California Institute of Technology (Caltech) <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/Hypothetischer-neunter-Planet-Astronomen-grenzen-Suchgebiet-deutlich-ein-6228631.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">forschen umfangreich dazu und legen immer wieder Arbeiten dazu vor<\/a>. Erst vor wenigen Tagen hat ein internationales Forschungsteam einen direkten Hinweis auf einen solchen Planeten vorgestellt, der w\u00fcrde aber nicht zu dem passen, den die beiden Kalifornier am Sonnensystem vermuten. Auch <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/Moeglicher-Zwergplanet-Himmelskoerper-mit-extremem-Orbit-hinter-Neptun-entdeckt-10396707.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">ein neu entdeckter Zwergplanet<\/a> mit einem extremen Orbit passt wohl nicht zu den Theorien von Brown und Batygin.<\/p>\n<p>(<a class=\"redakteurskuerzel__link\" href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/mailto:mho@heise.de\" title=\"Martin Holland\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">mho<\/a>)<\/p>\n<p>\n      Dieser Link ist leider nicht mehr g\u00fcltig.\n    <\/p>\n<p>Links zu verschenkten Artikeln werden ung\u00fcltig,<br \/>\n      wenn diese \u00e4lter als 7\u00a0Tage sind oder zu oft aufgerufen wurden.\n    <\/p>\n<p><strong>Sie ben\u00f6tigen ein heise+ Paket, um diesen Artikel zu lesen. Jetzt eine Woche unverbindlich testen \u2013 ohne Verpflichtung!<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Planeten mit extrem gro\u00dfen Umlaufbahnen \u2013 wie der m\u00f6gliche neunte Planet des Sonnensystems \u2013 sind gar keine Anomalie,&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":145885,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[135],"tags":[3251,29,25079,30,52493,190,189,21287,194,191,193,192],"class_list":{"0":"post-145884","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-wissenschaft-technik","8":"tag-astronomie","9":"tag-deutschland","10":"tag-exoplaneten","11":"tag-germany","12":"tag-planet-9","13":"tag-science","14":"tag-science-technology","15":"tag-sonnensystem","16":"tag-technik","17":"tag-technology","18":"tag-wissenschaft","19":"tag-wissenschaft-technik"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114584695978657745","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/145884","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=145884"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/145884\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/145885"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=145884"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=145884"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=145884"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}