{"id":14637,"date":"2025-04-08T03:10:46","date_gmt":"2025-04-08T03:10:46","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/14637\/"},"modified":"2025-04-08T03:10:46","modified_gmt":"2025-04-08T03:10:46","slug":"mobilitaet-in-dresden-mehr-wege-zu-fuss-weniger-autos","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/14637\/","title":{"rendered":"Mobilit\u00e4t in Dresden: Mehr Wege zu Fu\u00df, weniger Autos"},"content":{"rendered":"<p>In Dresden ver\u00e4ndert sich die Mobilit\u00e4t deutlich. Das zeigt die Erhebung \u201eMobilit\u00e4t in St\u00e4dten\u201c aus dem Jahr 2023 der TU Dresden. Danach gehen immer mehr Menschen zu Fu\u00df, fahren Fahrrad oder nutzen den \u00f6ffentlichen Nahverkehr. Die mit dem Auto zur\u00fcckgelegte Gesamtstrecke sank seit 2018 um 18 Prozent auf 4,8 Millionen Kilometer. Gleichzeitig stieg die Zahl der Wege zu Fu\u00df, mit dem Rad und dem \u00d6ffentlichen Personennahverkehr (\u00d6PNV).<\/p>\n<p><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/2025-04-04-MehrzuFuss-wenigerPKW2.jpg\" alt=\"Ergebnisse Mobilit\u00e4t in St\u00e4dten SrV 2023 I Landeshauptstadt Dresden I Amt f\u00fcr Stadtplanung und Mobilit\u00e4t I Abt. Verkehrsentwicklungsplanung\" width=\"2373\" height=\"1109\" class=\"size-full wp-image-224829\"  \/>Ergebnisse Mobilit\u00e4t in St\u00e4dten SrV 2023 I Landeshauptstadt Dresden I Amt f\u00fcr Stadtplanung und Mobilit\u00e4t I Abt. Verkehrsentwicklungsplanung<\/p>\n<p>2023 legten die Dresdner 34 Prozent ihrer Wege zu Fu\u00df zur\u00fcck. Der Anteil der Autofahrten lag bei 29 Prozent. \u00d6ffentliche Verkehrsmittel machten 21 Prozent aus, Fahrr\u00e4der 16 Prozent. Der Fu\u00dfverkehr nahm um acht Prozent zu, w\u00e4hrend der Kfz-Verkehr um sieben Prozent zur\u00fcckging. Fu\u00dfwege werden h\u00e4ufiger und k\u00fcrzer.<\/p>\n<p>Steigende Nutzung, auch durch das Deutschlandticket<\/p>\n<p>Im Pendlerverkehr verzeichnete der \u00d6PNV besonders bei l\u00e4ngeren Strecken Zuw\u00e4chse. Das Deutschlandticket trug zur steigenden Nutzung bei, indem es Tarifgrenzen abschafft und ein attraktiveres Angebot schafft.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/2025-04-04-StrabaNeustadt.jpg\" alt=\"Wenn nicht gerade ein Auto im Weg steht, f\u00e4hrt es sich mit der Stra\u00dfenbahn ganz gem\u00fctlich durch die Neustadt - Foto: Archiv Anton Launer\" width=\"2365\" height=\"1330\" class=\"size-full wp-image-224812\"  \/>Wenn nicht gerade ein Auto im Weg steht, f\u00e4hrt es sich mit der Stra\u00dfenbahn ganz gem\u00fctlich durch die Neustadt \u2013 Foto: Archiv Anton Launer<\/p>\n<p>Verkehrsb\u00fcrgermeister Stephan K\u00fchn (Gr\u00fcne) betont, dass der Stadtrat mit dem Mobilit\u00e4tsplan 2035+ den Fokus auf stadtvertr\u00e4gliche und klimafreundliche Mobilit\u00e4t gelegt habe. Die Ergebnisse der Erhebung best\u00e4tigten diese Ausrichtung. Fu\u00df-, Rad- und \u00f6ffentlicher Verkehr gewinnen an Bedeutung. Die Verkehrsplanung setzt daher auf die Umsetzung der Fu\u00dfverkehrsstrategie und des Radverkehrskonzepts. Der \u00d6PNV bleibt zentrale S\u00e4ule des Umweltverbunds. \u201eDresden als eine \u201aStadt der kurzen Wege\u2018 mit hoher Aufenthaltsqualit\u00e4t wird von den Dresdnern gut angenommen\u201c, so K\u00fchn.<\/p>\n<p>H\u00e4ufig gar kein Auto mehr<\/p>\n<p>Mehr als ein Drittel der Haushalte in Dresden besitzt kein eigenes Auto. Besonders bei jungen Erwachsenen geht der F\u00fchrerscheinbesitz zur\u00fcck. Nur noch etwas mehr als die H\u00e4lfte der 17- bis 25-J\u00e4hrigen hat eine Fahrerlaubnis. Das Fahrrad und Zeitkarten f\u00fcr den Nahverkehr gewinnen dadurch an Bedeutung.<\/p>\n<p>Sharing-Angebote sind zunehmend gefragt. 13 Prozent der Bev\u00f6lkerung nutzen Mobibike, das Bike-Sharing-Angebot der DVB. Elf Prozent greifen auf Car-Sharing zur\u00fcck. Diese Angebote sind fester Bestandteil der st\u00e4dtischen Mobilit\u00e4t geworden. Die Stadt hat dazu Leitlinien entwickelt und umgesetzt. Der Erhalt des Mobibike-Angebotes stand lange auf der Kippe, fand dann aber doch noch einen Platz im frisch beschlossenen Doppel-Haushalt der Stadt.<br \/><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/2020-12-30-Mobipunkt.jpg\" alt=\"Mobilit\u00e4tspunkt am K\u00f6nigsbr\u00fccker Platz - Foto: Archiv Anton Launer\" width=\"2000\" height=\"1125\" class=\"size-full wp-image-160128\"  \/>Mobilit\u00e4tspunkt am K\u00f6nigsbr\u00fccker Platz \u2013 Foto: Archiv Anton Launer<\/p>\n<p>Ein Vergleich zur Erhebung 2018 zeigt die Ver\u00e4nderungen deutlich. Damals lag der Autoanteil noch bei 36 Prozent. Fu\u00dfwege machten 26 Prozent aus, der \u00d6PNV 20 Prozent, das Fahrrad 18 Prozent. Die damals insgesamt zur\u00fcckgelegten Strecken betrugen 10,6 Millionen Kilometer, davon 56 Prozent mit dem Auto. 2023 lag die Gesamtkilometerzahl bei 9,7 Millionen, davon nur noch 49 Prozent mit dem Auto.<\/p>\n<p>Bundesweite Entwicklungen wie Homeoffice, digitale Freizeitangebote, gestiegenes Gesundheitsbewusstsein und die zunehmende Elektrifizierung von Verkehrsmitteln pr\u00e4gen das Mobilit\u00e4tsverhalten. Sharing-Dienste erg\u00e4nzen diesen Wandel.<\/p>\n<p>Die Erhebung \u201eMobilit\u00e4t in St\u00e4dten\u201c basiert auf dem System repr\u00e4sentativer Verkehrsbefragungen der TU Dresden. Diese wissenschaftliche Untersuchung wird seit 1972 regelm\u00e4\u00dfig durchgef\u00fchrt. Sie liefert kommunalen Planungen verl\u00e4ssliche Daten. In der aktuellen Runde wurden bundesweit \u00fcber 280.000 Menschen befragt, darunter mehr als 3300 in Dresden. Die ganze Pr\u00e4sentation des Amtes f\u00fcr Stadtplanung und Mobilit\u00e4t gibt es <a href=\"https:\/\/www.neustadt-ticker.de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/2025-04-04-ErgebnisseSrV.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">hier als PDF<\/a>. Mehr zu der Zeitreihenuntersuchung \u201eMobilit\u00e4t in St\u00e4dten \u2013 SrV\u201c auf der Seite der <a target=\"_blank\" href=\"https:\/\/tu-dresden.de\/bu\/verkehr\/ivs\/srv\/srv-2023\" rel=\"noopener\">TU Dresden<\/a>.<\/p>\n<p>Reaktion vom Allgemeinen Deutschen Fahrradclub (ADFC)<\/p>\n<p>Der Anteil des Radverkehrs lag im Jahr 2023 bei 16 Prozent und damit leicht unter dem Wert von 2018 (18 Prozent). \u201eEs haben sich die Mobilit\u00e4tsmuster ver\u00e4ndert \u2013 insbesondere durch mehr Homeoffice. Dadurch fallen viele kurze Wege weg, die bisher typischerweise mit dem Fahrrad zur\u00fcckgelegt wurden. Zudem herrschten 2023 ung\u00fcnstigere Witterungsbedingungen f\u00fcr den Radverkehr als 2018\u201c, erl\u00e4utert Nils Larsen, Vorstandsmitglied des ADFC Dresden. Dass der Radverkehrsanteil trotzdem relativ stabil geblieben ist, zeige, dass das Fahrrad weiterhin einen festen Platz in der st\u00e4dtischen Mobilit\u00e4t einnehme. <\/p>\n<p>Reaktion der SPD<\/p>\n<p>Stefan Engel, verkehrspolitischer Sprecher der SPD-Fraktion sagt: \u201eDie verkehrspolitische Steinzeit muss bei allen Fraktionen ein Ende haben. Wenn nicht mal jeder dritte Weg mit dem Auto zur\u00fcckgelegt wird, muss das doch auch politische Konsequenzen haben\u201c. Eine autozentrierte Politik verbietee sich bei diesen Werten. Bei diesen Zahlen w\u00e4re es ein Schildb\u00fcrgerstreich gewesen, drastisch am Angebot der DVB zu sparen. \u201eZum Gl\u00fcck konnten wir das im beschlossenen Haushaltskompromiss verhindern\u201c, so Engel. <\/p>\n<p>Reaktion der Gr\u00fcnen<\/p>\n<p>Ulrike Caspary, Sprecherin f\u00fcr Mobilit\u00e4t, sagt, dass der zunehmende Umstieg der Dresdner*innen auf den Umweltverbund f\u00fcr die gesamte Stadt viele Vorteile mit sich bringe. \u201eWir machen Fortschritte beim Klimaschutz, die Aufenthaltsqualit\u00e4t in der Stadt steigt, die Luftverschmutzung und die L\u00e4rmbelastung sinkt, Platz kann f\u00fcr andere Zwecke genutzt werden, wie zum Beispiel Parklets f\u00fcr mehr Platz vor Kneipen und Kaffees\u201c, so Caspary.<\/p>\n<p>Spannend sei, dass im Gegensatz zu anderen Bereichen bei den Wegen zur Arbeit der Radverkehrsanteil gestiegen ist. Menschen, die zur Arbeit pendeln, w\u00fcrden daher durchg\u00e4ngige Verbindungen ben\u00f6tigen, auf denen sie z\u00fcgig von A nach B kommen. \u201eF\u00fcr den Ausbau der Chipindustrie im Dresdner Norden brauchen wir nicht nur eine Verl\u00e4ngerung der Linie 8, wir setzen uns auch daf\u00fcr ein, dass die Radschnellverbindung in den Dresdner Norden bald gebaut wird\u201c, so die Gr\u00fcnen-Stadtr\u00e4tin.<\/p>\n<p>\u00c4hnliche Beitr\u00e4ge vergangener Tage<\/p>\n<ul>\n<li>\n<a href=\"https:\/\/www.neustadt-ticker.de\/4909\/aktuell\/geruechte\/radlager-dresden\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Radlager Dresden<\/a><\/p>\n<p>Der unl\u00e4ngst er\u00f6ffnete Fahrradladen (siehe Bericht) Elbcycles er\u00f6ffnet in K\u00fcrze schr\u00e4g gegen\u00fcber auf der B\u00f6hmischen\u2026<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<a href=\"https:\/\/www.neustadt-ticker.de\/3479\/aktuell\/nachrichten\/rockcity-dresden\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Rockcity Dresden<\/a><\/p>\n<p>Soeben in der D\u00f6nerei fiel mir das wunderbar schwarz-wei\u00dfe Magazin Rockcity Dresden erst ins Auge,\u2026<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"In Dresden ver\u00e4ndert sich die Mobilit\u00e4t deutlich. 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