{"id":146487,"date":"2025-05-28T14:42:18","date_gmt":"2025-05-28T14:42:18","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/146487\/"},"modified":"2025-05-28T14:42:18","modified_gmt":"2025-05-28T14:42:18","slug":"der-phoenizische-meisterstreich-mit-wes-anderson-in-schoenheit-fast-sterben","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/146487\/","title":{"rendered":"&#8222;Der ph\u00f6nizische Meisterstreich&#8220;: Mit Wes Anderson in Sch\u00f6nheit (fast) sterben"},"content":{"rendered":"<p><strong>Filme von Wes Anderson bestechen durch skurrile Figuren, absurde Storys und vor allem durch ihren einzigartigen Look. Hier macht auch &#8222;Der ph\u00f6nizische Meisterstreich&#8220; keine Ausnahme. Neben gro\u00dfen Stars trumpft mit Mia Threapleton aber vor allem ein Schauspielneuling auf.<\/strong><\/p>\n<p style=\"\">Ein Film von Wes Anderson ist binnen Sekunden als solcher zu erkennen, denn der heute 56-j\u00e4hrige Regisseur hat es geschafft, mit Filmen wie &#8222;The Royal Tenenbaums&#8220;, &#8222;Moonrise Kingdom&#8220; und &#8222;Grand Budapest Hotel&#8220; eine ganz eigene erz\u00e4hlerische und visuelle Handschrift zu manifestieren. <\/p>\n<p>Nach zuletzt schw\u00e4cheren Werken &#8211; wie dem \u00fcberladenen &#8222;The French Dispatch&#8220; und dem inhaltlich eher blassen &#8222;Asteroid City&#8220; &#8211; kommt unter dem sperrigen Titel &#8222;Der ph\u00f6nizische Meisterstreich&#8220; der n\u00e4chste Film des US-Amerikaners ins Kino. Und wieder bleibt sich Anderson treu, setzt auf eine abstruse Story rund um skurrile Figuren und einen namhaften und aus seinen vorherigen Werken bereits wohlbekannten Cast. <\/p>\n<p>Schwieriges Vater-Tochter-Verh\u00e4ltnis<\/p>\n<p> Wir erfahren von dem Gro\u00dfindustriellen Zsa-Zsa Korda (Benicio del Toro), dem man gerade nach dem Leben trachtet. Nach einem \u00fcberlebten Flugzeugabsturz setzt er seine Tochter Liesl (Mia Threapleton), eine angehende Nonne, als seine Nachfolgerin und Alleinerbin ein. Nur widerwillig l\u00e4sst sie sich darauf ein, ihren Vater und dessen Insekten liebenden Assistenten Bjorn (Michael Cera) auf eine Gesch\u00e4ftsreise zu begleiten.<\/p>\n<p>F\u00fcr Liesl ist diese Reise scheinbar die beste Gelegenheit, endlich herauszufinden, ob Zsa-Zsa Korda f\u00fcr den Tod ihrer Mutter verantwortlich ist, was er vehement abstreitet. Korda hingegen will seine Tochter sowie diverse Investoren f\u00fcr sein neuestes Infrastruktur-Millionenprojekt begeistern, f\u00fcr das ihm noch das n\u00f6tige Kapital fehlt und das von den Chefs der internationalen Finanzm\u00e4rkte, vertreten durch deren Leiter Excalibur (Rupert Friend), auf jede erdenkliche Art torpediert wird. Immer wieder springt Korda dem Tod gerade so von der Schippe.<\/p>\n<p>Exorbitantes Star-Aufgebot  <a href=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/imago820111874.jpg\">     <img decoding=\"async\" alt=\"Benicio del Toro, Bryan Cranston, Tom Hanks und Mia Threapelton (v.l.).\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/imago820111874.jpg\" class=\"lazyload\"\/>  <\/a>  <\/p>\n<p class=\"article__aside__caption\">Benicio del Toro, Bryan Cranston, Tom Hanks und Mia Threapelton (v.l.).<\/p>\n<p class=\"article__aside__copy\">(Foto: IMAGO\/ZUMA Press)<\/p>\n<p> So folgt man dem ungleichen Trio beim Abklappern einzelner Stationen, die vorab anhand von neun Schuhkartons durchdekliniert wurden, und trifft auf allerhand bekannte Gesichter. Tom Hanks, Bryan Cranston, Scarlett Johansson, Benedict Cumberbatch, Jeffery Wright und Riz Ahmed begegnen einem wie bei Anderson \u00fcblich in den komischsten Rollen. In den aus dem optischen Rahmen fallenden schwarz-wei\u00dfen Bibelszenen, die mehrere Nahtoderfahrungen Kordas repr\u00e4sentieren, verdingen sich zudem Bill Murray, Charlotte Gainsbourg und Willem Dafoe, die allerdings nicht allzu viel zu tun haben. <\/p>\n<p>\u00dcberhaupt wirkt &#8222;Der ph\u00f6nizische Meisterstreich&#8220; mehr wie die Aneinanderreihung m\u00f6glichst skurriler Momente als eine stringente Heist-Geschichte. Aber im Grunde ist das alles sowieso nur die Blaupause, auf der sich Vater und Tochter nach Jahren der Entfremdung wieder ann\u00e4hern. Und dem alten Hasen Benicio del Toro sowie Newbie Mia Threapleton &#8211; \u00fcbrigens die Tochter von Kate Winslet &#8211; beim Spielen zuzuschauen, ist ein gro\u00dfes Vergn\u00fcgen. Der raubeinige Zsa-Zsa und die gl\u00e4ubige Liesl bilden das Zentrum des Geschehens, womit sich der Film erz\u00e4hlerisch von seinen beiden bereits erw\u00e4hnten Vorg\u00e4ngern erfrischend abhebt, die \u00fcber parallel erz\u00e4hlte Einzelgeschichten mehr oder weniger gut funktionierten.<\/p>\n<p>&#8222;Function follows form&#8220;  <a href=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/imago820415370.jpg\">     <img decoding=\"async\" alt=\"Vater Zsa-Zsa, Assistent Bjorn und Novizin Liesl auf Reisen.\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/imago820415370.jpg\" class=\"lazyload\"\/>  <\/a>  <\/p>\n<p class=\"article__aside__caption\">Vater Zsa-Zsa, Assistent Bjorn und Novizin Liesl auf Reisen.<\/p>\n<p class=\"article__aside__copy\">(Foto: IMAGO\/Landmark Media)<\/p>\n<p> Unn\u00f6tig zu erw\u00e4hnen, dass &#8222;Der ph\u00f6nizische Meisterstreich&#8220; nat\u00fcrlich auch wieder ein visueller Anderson-Meisterstreich im 50er-Retro-Look mit vielen wahnwitzigen Gestaltungsideen ist, an denen sich die Fans des Filmemachers kaum sattsehen k\u00f6nnen. F\u00fcr alle anderen wird es an der Stelle langsam allerdings etwas redundant, denn hier gilt auf jeden Fall mal wieder &#8222;function follows form&#8220;. Das mag \u00fcber erz\u00e4hlerische Schwachstellen erstmal hinwegtr\u00f6sten, sorgt aber auch daf\u00fcr, dass nicht allzu viel von diesem Film h\u00e4ngen bleibt, hat man das Kino erstmal wieder verlassen. Kurzweilige 100 Minuten sind aber trotzdem garantiert, und das ist ja auch schon was.<\/p>\n<p>&#8222;Der ph\u00f6nizische Meisterstreich&#8220; l\u00e4uft ab dem 29. Mai in den deutschen Kinos.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Filme von Wes Anderson bestechen durch skurrile Figuren, absurde Storys und vor allem durch ihren einzigartigen Look. 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