{"id":146850,"date":"2025-05-28T17:58:08","date_gmt":"2025-05-28T17:58:08","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/146850\/"},"modified":"2025-05-28T17:58:08","modified_gmt":"2025-05-28T17:58:08","slug":"kanton-wallis-gletschersturz-zerstoert-teile-von-schweizer-dorf","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/146850\/","title":{"rendered":"Kanton Wallis: Gletschersturz zerst\u00f6rt Teile von Schweizer Dorf"},"content":{"rendered":"<p class=\"paragraph article__item\">Bei einem Gletschersturz ist das Schweizer Dorf Blatten im s\u00fcdlichen Kanton Wallis zu gro\u00dfen Teilen mit Eis und Ger\u00f6ll bedeckt worden. Schweizer Medien zeigten Videos und Bilder von Ger\u00f6llmassen in dem Dorf. Die Kirche in Blatten war nicht mehr zu sehen, die Einwohner d\u00fcrften ihre H\u00e4user verloren haben. In der Nacht zum Dienstag waren bereits gro\u00dfe Mengen an Eis, Schnee, Wasser und Felsen talw\u00e4rts gest\u00fcrzt.\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Nach Einsch\u00e4tzung \u00f6rtlicher Beh\u00f6rden sind dabei mutma\u00dflich keine Menschen verletzt worden. Matthias Ebener, der Informationschef des regionalen F\u00fchrungsstabs, teilte mit, eine Person sei vermisst. Details dazu konnte er nicht sagen. Dem Stab zufolge st\u00fcrzte ein gro\u00dfer Teil des Gletschers um 15.30 Uhr zusammen mit gro\u00dfen Mengen an Schutt ab und erreichte die Siedlung.\u00a0\n<\/p>\n<p>        Bedrohtes Dorf schon vergangene Woche ger\u00e4umt        <\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Der Gletschersturz wurde bereits erwartet, deshalb wurde Blatten<br \/>\nvergangene Woche komplett ger\u00e4umt. Rund 300 Einwohner mussten das Dorf<br \/>\nin der auch bei deutschen Touristen beliebten Region L\u00f6tschental bereits am<br \/>\nvergangenen Montag verlassen.\u00a0Rapha\u00ebl Mayoraz, der Leiter der Dienststelle f\u00fcr Naturgefahren des Kantons Wallis, schloss nicht aus, dass weitere Gebiete des Tals evakuiert werden k\u00f6nnten. Die Situation sei beispiellos, es sei zu einem &#8222;Worst-Case-Szenario&#8220; gekommen, zitierte ihn der Schweizer Sender SRF.\u00a0\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Der Kanton Wallis forderte laut Berichten der Neuen Z\u00fcrcher Zeitung (NZZ) und des SRF die Hilfe der Armee an. Demnach bat man die Streitkr\u00e4fte um Pumpen zur Sicherung eines \u00f6rtlichen Flussbetts, R\u00e4umungsger\u00e4t und Evakuierungsausr\u00fcstung. Auch seien Lufttransporte angefordert worden. Der NZZ zufolge sagte ein Armeesprecher, dass eine Erkundungseinheit in die Region entsandt worden sei.\u00a0\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">&#8222;Es ist eine totale Katastrophe, die weit \u00fcber das hinausgeht, was die Menschen in der Region dachten&#8220;, sagte Franz Ruppen, der f\u00fcr Umwelt zust\u00e4ndige Staatsrat des Kantons Wallis, laut dem SRF. Sicherheitsstaatsrat St\u00e9phane Ganzer sagte: &#8222;Wir hatten uns darauf vorbereitet, wir hatten die richtigen Ma\u00dfnahmen ergriffen.&#8220; Allerdings k\u00f6nne man &#8222;noch so gut antizipieren. Wenn die Ereignisse eintreffen, wird die Natur dominieren.&#8220;\u00a0\n<\/p>\n<p>                            \u00a9\u00a0Lea Dohle<\/p>\n<p>\n                    Newsletter<\/p>\n<p>                    Was jetzt? \u2013 Der t\u00e4gliche Morgen\u00fcberblick<\/p>\n<p class=\"newsletter-signup__text\">Starten Sie mit unserem kurzen Nachrichten-Newsletter in den Tag. 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Wir haben das Dorf verloren, aber nicht das Herz.&#8220;\u00a0\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Mit Albert R\u00f6sti und Martin Pfister nahmen an der Pressekonferenz zwei der sieben Bundesr\u00e4te teil, die in der <a class=\"rtr-entity\" href=\"https:\/\/www.zeit.de\/schweiz\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Schweiz<\/a> gemeinsam die Regierung bilden. Bundesr\u00e4tin und derzeit turnusm\u00e4\u00dfig Bundespr\u00e4sidentin Karin Keller-Stutter schrieb zuvor auf X: &#8222;Es ist schlimm, wenn man seine Heimat verliert. Ich f\u00fchle in diesen Stunden mit den Bewohnerinnen und Bewohnern von Blatten.&#8220;\u00a0\n<\/p>\n<p>                        Ursachen des Gletschersturzes noch unbekannt        <\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Ausl\u00f6ser der Naturkatastrophe ist ein langsam verlaufender Bergsturz am Kleinen Nesthorn oberhalb des abgest\u00fcrzten Gletschers. Bereits Anfang vergangener Woche teilten die \u00f6rtlichen Beh\u00f6rden mit, dass sich die Geschwindigkeit des Gletschers von 0,8 Metern pro Tag auf 1,5 bis zwei Meter erh\u00f6ht habe. Dadurch war Blatten in die Gefahrenzone geraten.\u00a0\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Zu dem Zeitpunkt waren nach Sch\u00e4tzungen bereits bis zu drei Millionen Kubikmeter an Felsbrocken abgebrochen und auf den Gletscher gerollt. Die Ursachen des Bergsturzes sind noch nicht ganz gekl\u00e4rt. Der Geologe Fabian Reist sagte vergangene Woche, der Klimawandel, <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/wissen\/umwelt\/2025-03\/vereinte-nationen-wasserbericht-gletscherschmelze-folgen\" class=\"\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">der weltweit zu schmelzenden Gletschern f\u00fchrt<\/a>, sei dabei mutma\u00dflich nur ein Faktor. Auch andere geologische Prozesse sowie Wetterereignisse k\u00f6nnten dabei eine Rolle gespielt haben.\n<\/p>\n<p>            Gletscher        <\/p>\n<p>Mehr zum Thema<\/p>\n<p>                <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/2025\/12\/gletscher-eis-klimakrise-groenland-antarktis\" data-ct-label=\"Gletscher: Wie der S\u00fc\u00dfwasservorrat der Welt langsam verloren geht\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><\/p>\n<p>        Z+ (abopflichtiger Inhalt);<\/p>\n<p>    Gletscher:<br \/>\n                        Wie der S\u00fc\u00dfwasservorrat der Welt langsam verloren geht<\/p>\n<p>                <\/a><\/p>\n<p>                <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/zeit-wissen\/2025\/03\/ferienhaus-alpen-berger-familie-generationen-urlaub\" data-ct-label=\"Ferienhaus in den Alpen: Wenn der Klimawandel pl\u00f6tzlich sehr real wird\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><\/p>\n<p>        Z+ (abopflichtiger Inhalt);<\/p>\n<p>    Ferienhaus in den Alpen:<br \/>\n                        Wenn der Klimawandel pl\u00f6tzlich sehr real wird<\/p>\n<p>                <\/a><\/p>\n<p>                <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/wissen\/umwelt\/2024-10\/schweiz-gletscher-messungen-volumen-schnee-sommer\" data-ct-label=\"Schweiz: Volumen der Schweizer Gletscher schwindet deutlich\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><\/p>\n<p>                        Schweiz:<br \/>\n                        Volumen der Schweizer Gletscher schwindet deutlich<\/p>\n<p>                <\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Bei einem Gletschersturz ist das Schweizer Dorf Blatten im s\u00fcdlichen Kanton Wallis zu gro\u00dfen Teilen mit Eis und&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":146851,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[5],"tags":[331,332,3364,29,6308,30,1724,13,52750,14,25,15,12,293,4951],"class_list":{"0":"post-146850","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-nachrichten","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-de","11":"tag-deutschland","12":"tag-evakuierung","13":"tag-germany","14":"tag-gesellschaft","15":"tag-headlines","16":"tag-kanton-wallis","17":"tag-nachrichten","18":"tag-naturkatastrophe","19":"tag-news","20":"tag-schlagzeilen","21":"tag-schweiz","22":"tag-winter"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114586760529411212","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/146850","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=146850"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/146850\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/146851"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=146850"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=146850"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=146850"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}