{"id":14724,"date":"2025-04-08T04:04:23","date_gmt":"2025-04-08T04:04:23","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/14724\/"},"modified":"2025-04-08T04:04:23","modified_gmt":"2025-04-08T04:04:23","slug":"wirtschaftsturbulenzen-setzen-union-und-spd-unter-druck-nachrichten-aus-deutschland","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/14724\/","title":{"rendered":"Wirtschaftsturbulenzen setzen Union und SPD unter Druck &#8211; Nachrichten aus Deutschland"},"content":{"rendered":"<p>Berlin (dpa) &#8211; Union und SPD sehen sich angesichts der Turbulenzen in der Weltwirtschaft und an den B\u00f6rsen unter versch\u00e4rftem Einigungsdruck bei ihren Koalitionsverhandlungen. \u00abJetzt m\u00fcssen alle springen\u00bb, sagte Sachsens Ministerpr\u00e4sident Michael Kretschmer (CDU) vor Beginn neuer Verhandlungen in Berlin. Die Entwicklung mache umso deutlicher, \u00abdass wir schnell zu Ende kommen m\u00fcssen\u00bb, sagte Saarlands Regierungschefin Anke Rehlinger (SPD).<\/p>\n<p>In der vergangenen Woche hatte US-Pr\u00e4sident Donald Trump hohe Z\u00f6lle f\u00fcr Importe aus vielen Staaten angek\u00fcndigt. Seitdem st\u00fcrzen weltweit die B\u00f6rsen ab.<\/p>\n<p>Merz sieht Frage der Wettbewerbsf\u00e4higkeit im Zentrum stehen<\/p>\n<p>Die Lage an den internationalen Aktien- und Anleihem\u00e4rkten sei dramatisch und drohe, sich weiter zuzuspitzen, schrieb der m\u00f6gliche neue Bundeskanzler Friedrich Merz auf der Plattform X. \u00abEs ist deshalb dringlicher denn je, dass Deutschland so schnell wie m\u00f6glich seine internationale Wettbewerbsf\u00e4higkeit wiederherstellt. Diese Frage muss jetzt im Zentrum der Koalitionsverhandlungen stehen.\u00bb\u00a0<\/p>\n<p>N\u00f6tig seien Steuersenkungen f\u00fcr Unternehmen und B\u00fcrger, ein sp\u00fcrbarer R\u00fcckbau der l\u00e4hmenden B\u00fcrokratie, die Senkung der Energiepreise und eine Stabilisierung der Kosten f\u00fcr die sozialen Sicherungssysteme, sagte der CDU-Vorsitzende.<\/p>\n<p>S\u00f6der mahnt Fortschritte in den Verhandlungen an<\/p>\n<p>Das gro\u00dfe Ziel sei es jetzt, die Wettbewerbsf\u00e4higkeit der deutschen Wirtschaft zu st\u00e4rken, sagte auch CSU-Chef Markus S\u00f6der vor dem Beginn der Verhandlungsrunde. \u00abWir sagen auch der Wirtschaft zu, dass sie sich auf eine neue Regierung verlassen kann.\u00bb Deswegen seien Ideen wie Steuererh\u00f6hungen v\u00f6llig ausgeschlossen.\u00a0<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/3328255_1_articledetail_CSU-Chef_Soeder_mahnt_Fortschritte_bei_Koalitionsverhandlungen_an..jpeg\" alt=\"Fortsetzung der Koalitionsverhandlungen von Union und SPD\" width=\"670\" height=\"423\"\/> CSU-Chef S\u00f6der mahnt Fortschritte bei Koalitionsverhandlungen an. \u00a9 Michael Kappeler<\/p>\n<p>\u00abWir m\u00fcssen heute und auch in den n\u00e4chsten Tagen angesichts der Internationalit\u00e4t auch vorankommen. Aber wir sind uns alle dieser Verantwortung bewusst. Wir werden gute Ergebnisse bekommen.\u00bb<\/p>\n<p>Kretschmer fordert Ende der \u00abSpielchen\u00bb<\/p>\n<p>Sachsens Ministerpr\u00e4sident Kretschmer sagte: \u00abWichtig ist, dass jetzt Verantwortung \u00fcbernommen wird. Die Spielchen m\u00fcssen aufh\u00f6ren.\u00bb Die Zeiten seien sehr, sehr ernst. \u00abDas, was jetzt gerade passiert, verlangt nach staatsb\u00fcrgerlicher Verantwortung.\u00bb Die Menschen h\u00e4tten ein klares Bewusstsein, ob es wirklich um die Sache wie am Anfang in den Sonderungen gehe oder \u00abob jetzt wieder dieses parteipolitische Kleinklein anf\u00e4ngt\u00bb.<\/p>\n<p>CDU-Pr\u00e4sidiumsmitglied Jens Spahn sagte, die Turbulenzen in der Weltwirtschaft zeigten, wie dringend Deutschland jetzt eine handlungsf\u00e4hige Regierung und vor allem Reformen f\u00fcr mehr Wettbewerbsf\u00e4higkeit brauche. \u00abDas brauchen wir idealerweise bald.\u00bb\u00a0<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/3328258_1_articledetail_CSU-Landesgruppenchef_Dobrindt_haelt_schnelle_Einigung_auf_neue_Regierung_fu.jpeg\" alt=\"Fortsetzung der Koalitionsverhandlungen von Union und SPD\" width=\"670\" height=\"423\"\/> CSU-Landesgruppenchef Dobrindt h\u00e4lt schnelle Einigung auf neue Regierung f\u00fcr n\u00f6tig. \u00a9 Christophe GateauDobrindt sieht noch schwere ungel\u00f6ste Punkte\u00a0<\/p>\n<p>CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt sagte, eines sei sehr klar: \u00abWir brauchen stabile Verh\u00e4ltnisse in Deutschland. Das ist nicht nur f\u00fcr Deutschland, das ist f\u00fcr ganz Europa wichtig.\u00bb Es m\u00fcsse daher sehr schnell eine Regierung gebildet werden, \u00abdie dann als stabilisierender Faktor auf der Welt wirken kann\u00bb.\u00a0<\/p>\n<p>Am vergangenen Samstag habe es in den Verhandlungen \u00abeine hohe Dynamik\u00bb gegeben. \u00abDas hei\u00dft nicht, dass bei weitem alles gel\u00f6st ist, sondern die schweren Punkte liegen heute noch auf der Tagesordnung.\u00bb<\/p>\n<p>Schwesig h\u00e4lt rasche Einigung f\u00fcr m\u00f6glich<\/p>\n<p>Sie sei froh, dass es jetzt weitergehe, sagte Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpr\u00e4sident Manuela Schwesig vor Beginn der Beratungen. \u00abUnd ich bin sehr zuversichtlich, dass es auch gelingen k\u00f6nnte, in dieser Woche fertig zu werden.\u00bb\u00a0<\/p>\n<p>Zu Details wollte sich die SPD-Politikerin nicht \u00e4u\u00dfern. \u00abEs sind nat\u00fcrlich noch offene Punkte, aber alle arbeiten intensiv daran, die auch zu kl\u00e4ren.\u00bb Am wichtigsten sei, dass alles, was man den B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrgern verspreche, auch finanzierbar sei. Man schaue auch noch, was man f\u00fcr die Wirtschaft tun k\u00f6nne.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/3328252_1_articledetail_Mecklenburg-Vorpommerns_Ministerpraesident_Manuela_Schwesig_ist_vorsichtig_o.jpeg\" alt=\"Fortsetzung der Koalitionsverhandlungen von Union und SPD\" width=\"670\" height=\"423\"\/> Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpr\u00e4sident Manuela Schwesig ist vorsichtig optimistisch f\u00fcr eine Einigung bei den Koalitionsverhandlungen in dieser Woche. \u00a9 Michael KappelerForderung nach Unternehmenssteuerreform auch von SPD-Seite<\/p>\n<p>Die Pr\u00e4sidentin des SPD-Wirtschaftsforums, Ines Zenke, verlangte von der k\u00fcnftigen Bundesregierung eine Unternehmensteuerreform, die die Wirtschaft entlastet. \u00abWenn wir unsere Unternehmen im Land halten wollen, dann brauchen wir eine Steuerreform\u00bb, sagte die Chefin des Vereins SPD-naher Unternehmensvertreter im Deutschlandfunk und setzte damit einen \u00e4hnlichen Akzent wie die Union.\u00a0<\/p>\n<p>Die von der SPD in die Koalitionsverhandlungen eingebrachte Anhebung der Reichensteuer sah sie skeptisch: \u00abDa wei\u00df ich nicht, ob das so richtig ist, dass wir uns da verk\u00e4mpfen.\u00bb<\/p>\n<p>Druck auf Verhandler der Union auch von Parteibasis<\/p>\n<p>Nicht nur von der weltwirtschaftlichen Entwicklung geht Druck auf die Koalitionsverhandlungen aus. Die Unterh\u00e4ndler der Union sehen sich auch Forderungen ihrer Parteibasis ausgesetzt, die Versprechen aus dem Wahlkampf umzusetzen.\u00a0<\/p>\n<p>Der Vorsitzende der Jungen Union, Johannes Winkel, sprach im Sender WDR 5 von einer \u00abganz klaren Erwartungshaltung\u00bb der Parteibasis: \u00abWir haben im Wahlkampf f\u00fcr den Politikwechsel gek\u00e4mpft in wesentlichen Themen. Und dieser Politikwechsel f\u00fcr Deutschland muss nat\u00fcrlich jetzt auch kommen.\u00bb Die SPD m\u00fcsse der Union bei den Themen Wirtschaft und Migration ein sehr gro\u00dfes St\u00fcck entgegenkommen. Es k\u00f6nne keinen Koalitionsvertrag geben, \u00abwo wir den Kanzler haben, aber die SPD die Inhalte bekommt\u00bb.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Berlin (dpa) &#8211; Union und SPD sehen sich angesichts der Turbulenzen in der Weltwirtschaft und an den B\u00f6rsen&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":14725,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[2],"tags":[331,3924,332,3922,31,774,3364,29,30,13,44,14,3923,15,3921,2403,16,12,184,2408],"class_list":{"0":"post-14724","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-deutschland","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-nachrichten-aus-deutschland","10":"tag-aktuelle-news","11":"tag-aktuelle-news-aus-deutschland","12":"tag-cdu","13":"tag-csu","14":"tag-de","15":"tag-deutschland","16":"tag-germany","17":"tag-headlines","18":"tag-koalition","19":"tag-nachrichten","20":"tag-nachrichten-aus-deutschland","21":"tag-news","22":"tag-news-aus-deutschland","23":"tag-partei","24":"tag-politik","25":"tag-schlagzeilen","26":"tag-spd","27":"tag-zusammenfassung"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114300365591685864","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/14724","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=14724"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/14724\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/14725"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=14724"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=14724"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=14724"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}