{"id":147417,"date":"2025-05-28T23:07:10","date_gmt":"2025-05-28T23:07:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/147417\/"},"modified":"2025-05-28T23:07:10","modified_gmt":"2025-05-28T23:07:10","slug":"82-jaehriger-buerger-aus-elberfeld-berichtet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/147417\/","title":{"rendered":"82-j\u00e4hriger B\u00fcrger aus Elberfeld berichtet"},"content":{"rendered":"<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">\u201eIch war mein ganzes Leben gesund. Die Probleme mit den Augen und dem schlechten Sehen kamen dann aber ganz pl\u00f6tzlich &#8211; von heute auf morgen. Vor drei Jahren war ich deshalb in einer Augenklinik und habe erfahren, dass ich unter einer altersbedingten trockenen Makuladegeneration leider. Diese Erkrankung ist unheilbar und schreitet rasant voran. Lag meine Sehst\u00e4rke vor gut einem halben Jahr noch bei 40 Prozent, bin ich inzwischen bei f\u00fcnf bzw. zehn Prozent angekommen, das bringt gravierende Einschr\u00e4nkungen mit sich\u201d, berichtet ein 82-j\u00e4hriger Wuppertaler, der anonym bleiben m\u00f6chte.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Das liegt auch daran, dass er immer wieder im Alltag auf Unverst\u00e4ndnis st\u00f6\u00dft, was von mitleidigen Bemerkungen bis zu Spott und H\u00e4me reicht, die er nicht ertragen kann. \u201eAber ich bei\u00dfe mich durch und gehe weiter aus dem Haus. Auf das Auto muss ich dabei seit gut zwei Jahren komplett verzichten. Oft wird es bei der Nutzung von \u00f6ffentlichen Verkehrsmitteln ziemlich schwierig, zum Beispiel, wenn ich einen Ausflug zum Unterbacher See in D\u00fcsseldorf machen m\u00f6chte.\u201d<\/p>\n<p>Ein Alltag, der einige<br \/>H\u00fcrden mit sich bringt      <\/p>\n<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Schon das Erkennen der Liniennummer bei den Bussen wird zur Herausforderung. Auch die digitalen Anzeigen sind f\u00fcr Menschen mit so einer gravierenden Sehbehinderung nicht mehr lesbar. \u201eWenn eine Gleis\u00e4nderung am Bahnhof nur angezeigt, aber nicht angesagt wird, bekommt es mein Partner nicht mehr mit\u201d, berichtet seine Partnerin, die ihm, so gut es geht, hilft, seinen Alltag zu bew\u00e4ltigen. \u201eAuch beim Einkaufen habe ich gro\u00dfe Probleme, weil ich zum Beispiel die Preise nicht mehr erkennen kann. Beim kleinen Supermarkt um die Ecke kenne ich mich aus, aber bei gr\u00f6\u00dferen M\u00e4rkten bin ich auf Hilfe angewiesen. Neulich habe ich in einem Drogeriemarkt an der Kasse gefragt, da kam direkt jemand und hat mir die Sachen, die ich gebraucht habe, zusammengesucht und mir gebracht. Das ist aber nicht immer so.\u201d <\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Um auf sein Handicap beim Sehen aufmerksam zu machen, tr\u00e4gt der Wuppertaler oft das Sehbehindertenabzeichen \u2013 eine gelbe Anstecknadel mit drei schwarzen Punkten. \u201eDiese gibt es f\u00fcr zehn Euro beim Optiker. Das Problem ist, dass viele Menschen die Bedeutung dieses Abzeichens nicht kennen, das die Sicherheit von Betroffenen erh\u00f6hen und das zu mehr R\u00fccksichtnahme auffordern soll. Viele wissen auch nicht, dass dieses Abzeichen nicht Blinde tragen, sondern Menschen, die wie ich eine Sehbehinderung haben, die aber trotzdem noch etwas Erkennen k\u00f6nnen.\u201d <\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Die gr\u00f6\u00dften Probleme bereitet dem 82-J\u00e4hrigen die Tatsache, dass er oft andere Menschen nicht mehr erkennen kann. \u201eSteht jemand direkt vor mir, ist das kein Problem. Geht er aber ein paar Meter weg von mir, ist es schon sehr schwer, das Gesicht klar zu sehen. Das kommt nicht gut bei anderen Leuten an, die nichts von meiner Sehbehinderung wissen. Denn rein \u00e4u\u00dferlich sieht man mir davon nichts an.\u201d<\/p>\n<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Zu den Orten, an denen er sein Abzeichen bewusst nicht tr\u00e4gt, geh\u00f6rt zum Beispiel seine Stammkneipe. \u201eDa bekommt man schon mal Bemerkungen, dass man es mit den drei Punkten auf gelben Grund schon \u00fcbertreibt und \u00c4hnliches. Das kann ich nicht ertragen.\u201d <\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Zu Hause hat der Wuppertaler rund 2000 Euro in eine helle Beleuchtung investiert und nutzt auch beleuchtete Leselupen. \u201eDas helle Licht ist zentral, damit ich zu Hause zurechtkomme. Meine Zeitung lese ich als E-Paper, weil ich so das Ganze vergr\u00f6\u00dfern oder mir einen Artikel auch vorlesen lassen kann\u201d, berichtet der WZ-Leser.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"\u201eIch war mein ganzes Leben gesund. 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