{"id":147872,"date":"2025-05-29T03:14:09","date_gmt":"2025-05-29T03:14:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/147872\/"},"modified":"2025-05-29T03:14:09","modified_gmt":"2025-05-29T03:14:09","slug":"moskau-kreml-schlaegt-der-ukraine-neue-verhandlung-am-montag-vor","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/147872\/","title":{"rendered":"Moskau | Kreml schl\u00e4gt der Ukraine neue Verhandlung am Montag vor"},"content":{"rendered":"<p class=\"bodytext\">Moskau (dpa) &#8211; Im Ringen um ein Ende des Ukraine-Kriegs schl\u00e4gt Russland der Regierung in Kiew eine weitere direkte Gespr\u00e4chsrunde \u00fcber eine Waffenruhe an diesem Montag vor. Die Verhandlungen sollten wieder in Istanbul stattfinden, sagte Au\u00dfenminister Sergej Lawrow nach Angaben der Staatsagentur Tass. Die russische Delegation sei bereit, dort dem ukrainischen Team ein Memorandum vorzustellen. Das Papier lege die russische Position zu \u00aballen Aspekten einer zuverl\u00e4ssigen \u00dcberwindung der Grundursachen der Krise\u00bb dar.<\/p>\n<p>Die Ukraine pochte aber umgehend darauf, das Memorandum sofort zu bekommen. Andrij Sybiha, Au\u00dfenminister des vor mehr als drei Jahren von Russland angegriffenen Landes, schrieb bei X, man erwarte, dass die russische Seite das n\u00e4chste Treffen nicht scheitern lasse und \u00abunverz\u00fcglich\u00bb ihre Vorschl\u00e4ge vorlege, so wie zuvor vereinbart.<\/p>\n<p>Der ukrainische Verteidigungsminister Rustem Umjerow teilte mit, er habe dem russischen Chefverhandler schon ein Dokument mit der ukrainischen Position \u00fcbergeben. \u00abWir sind nicht gegen weitere Treffen mit den Russen und warten auf ihr ?Memorandum?, damit das Treffen nicht ins Leere l\u00e4uft und uns der Beendigung des Krieges wirklich n\u00e4her bringt\u00bb, schrieb er bei X. Umjerow warf Moskau weitere Verz\u00f6gerungen vor und wiederholte die ukrainische Bereitschaft zu einer vollst\u00e4ndigen und bedingungslosen Waffenruhe.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>Der ukrainische Pr\u00e4sident Wolodymyr Selenskyj forderte mehr internationalen Druck auf Russland f\u00fcr ein Ende des Angriffskriegs. Er sehe bei Kremlchef Wladimir Putin noch keine Bereitschaft dazu, sagte Selenskyj bei \u00abRTL Direkt\u00bb. \u00abWir haben nicht genug Druck.\u00bb F\u00fchrende M\u00e4chte setzten sich nicht genug ein. \u00abDie USA sind dabei, aber nicht zu 100 Prozent. Andere Staaten wie China oder andere Staaten des Globalen S\u00fcdens halten sich zur\u00fcck.\u00bb\u00a0<\/p>\n<p>Putin klebe an seinem Sessel, sagte der Pr\u00e4sident. \u00abWir werden einen gerechten Frieden haben, aber wahrscheinlich erst nach Putin.\u00bb Eine Zwischenl\u00f6sung sei aber sofort m\u00f6glich: \u00abDer Frieden aber, der zuerst mit einer Waffenruhe beginnt und dann mit weiteren Schritten f\u00fcr dauerhaften Frieden, der kann morgen beginnen.\u00bb\u00a0<\/p>\n<p>Trump will sich vorerst nicht auf neue Sanktionen festlegen<\/p>\n<p>US-Pr\u00e4sident Donald Trump zeigte sich mit Blick auf neue Sanktionen gegen Russland z\u00f6gerlich &#8211; setzte Putin aber gleichzeitig ein Ultimatum. \u00abWir werden herausfinden, ob er uns an der Nase herumf\u00fchrt oder nicht &#8211; und wenn er es tut, werden wir ein wenig anders reagieren\u00bb, sagte Trump bei einem Auftritt vor der Presse im Wei\u00dfen Haus auf Nachfrage.\u00a0<\/p>\n<p>Auf die Frage, was ihn davon abhalte, neue Sanktion gegen Russland zu verh\u00e4ngen, sagte der Republikaner: \u00abNur die Tatsache, dass ich, wenn ich glaube, dass ich kurz vor einem Deal stehe, das nicht vermasseln m\u00f6chte.\u00bb Trump sagte weiter, er sei \u00absehr entt\u00e4uscht \u00fcber das, was in den vergangenen N\u00e4chten passiert\u00bb sei. Menschen seien get\u00f6tet worden, w\u00e4hrend gerade Verhandlungen stattgefunden h\u00e4tten. \u00abIch bin sehr entt\u00e4uscht dar\u00fcber. Sehr, sehr entt\u00e4uscht\u00bb, sagte Trump.\u00a0<\/p>\n<p>Deutschland hilft Ukraine bei Raketenbau &#8211; Kreml macht Vorw\u00fcrfe<\/p>\n<p>Deutschland sagte der Ukraine Unterst\u00fctzung bei der Produktion weitreichender Raketen zu. Bundeskanzler Friedrich Merz sagte nach einem Treffen mit dem ukrainischen Pr\u00e4sidenten Selenskyj in Berlin: \u00abWir wollen weitreichende Waffen erm\u00f6glichen. Wir wollen auch gemeinsame Produktion erm\u00f6glichen.\u00bb Eine konkrete Vereinbarung \u00fcber die R\u00fcstungskooperation trafen die Verteidigungsminister beider L\u00e4nder, Boris Pistorius und Rustem Umjerow, w\u00e4hrend des Besuchs.\u00a0<\/p>\n<p>Die Ukraine ben\u00f6tigt die weitreichenden Waffen, um russische Flugpl\u00e4tze oder Nachschublinien weit hinter der Front angreifen zu k\u00f6nnen &#8211; auch auf russischem Territorium. Die Lieferung deutscher Taurus-Marschflugk\u00f6rper in die Ukraine wird mit der deutschen Produktionshilfe f\u00fcr ukrainische Waffen unwahrscheinlicher &#8211; vom Tisch ist sie aber nicht. Im ZDF-\u00abheute journal\u00bb schloss Merz die Lieferung nicht aus. \u00abNat\u00fcrlich ist das im Bereich des M\u00f6glichen\u00bb, antwortete er auf eine entsprechende Frage.\u00a0<\/p>\n<p>Der russische Au\u00dfenminister Lawrow sagte, Deutschland lasse sich mit der Finanzierung der Produktion ukrainischer Raketen geradewegs in diesen Krieg hineinziehen. Der Kreml warf dem Bundeskanzler Kriegstreiberei vor. Merz provoziere mit seinen \u00c4u\u00dferungen die Weiterf\u00fchrung des Kriegs, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow.\u00a0<\/p>\n<p>Wadephul h\u00e4lt gegen Vorw\u00fcrfe aus Russland<\/p>\n<p>Der deutsche Au\u00dfenminister Johann Wadephul wies den Vorwurf scharf zur\u00fcck. \u00abWenn es jemanden gibt, der \u00fcber Kriegstreiberei nicht reden darf, dann ist es (Kremlsprecher Dmitri) Peskow, weil er und sein Regime nicht nur das verbal macht, sondern tats\u00e4chlich einen rechtswidrigen, v\u00f6lkerrechtswidrigen Krieg betreibt\u00bb, sagte der CDU-Politiker nach einem Gespr\u00e4ch mit seinem US-Kollegen Marco Rubio in Washington.\u00a0<\/p>\n<p>Au\u00dferdem warf er Putin vor, nicht bereit f\u00fcr ein Ende des Angriffskriegs zu sein. \u00abAlle sind f\u00fcr Verhandlungen. Alle sind daf\u00fcr, dass die beiden Parteien eine einvernehmliche L\u00f6sung finden. Aber im Moment ist Russland dazu nicht bereit (&#8230;)\u00bb, sagte der CDU-Politiker im Interview mit dem US-Sender Fox News auf Englisch.\u00a0<\/p>\n<p>Kiew f\u00fcrchtet Gro\u00dfangriff im Nordosten<\/p>\n<p>Die Ukraine verteidigt sich seit mehr als drei Jahren mit westlicher Hilfe gegen eine russische Invasion. Bei den ersten russisch-ukrainischen Verhandlungen seit 2022 in Istanbul Mitte Mai blieb ein gro\u00dfer Gefangenenaustausch das einzige Ergebnis.<\/p>\n<p>Kiew hatte einem US-Vorschlag zu einer 30-t\u00e4gigen Waffenruhe zugestimmt. Moskau war dazu bislang nicht bereit und startete am vergangenen Wochenende zudem die wohl st\u00e4rksten Drohnenangriffe seit Kriegsbeginn. Anzeichen f\u00fcr ein Abr\u00fccken von Maximalforderungen sind auf russischer Seite nicht zu erkennen. Dem ukrainischen Pr\u00e4sidenten Selenskyj zufolge zog Russland etwa 50.000 Soldaten f\u00fcr einen m\u00f6glichen Vorsto\u00df in die Region Sumy im Nordosten der Ukraine zusammen.<\/p>\n<p>Ukrainische Drohnen sorgten unterdessen in der Nacht in Moskau f\u00fcr Unruhe. W\u00e4hrend des Anflugs der unbemannten Flugk\u00f6rper wurde der Flugbetrieb auf dem Flughafen Wnukowo vor\u00fcbergehend eingestellt, berichtete Tass. Tr\u00fcmmer einer abgeschossenen Drohne landeten im Stadtgebiet, teilte B\u00fcrgermeister Sergej Sobjanin mit.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Moskau (dpa) &#8211; Im Ringen um ein Ende des Ukraine-Kriegs schl\u00e4gt Russland der Regierung in Kiew eine weitere&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":147873,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[4012],"tags":[331,332,13,8221,4046,14,15,307,12,317],"class_list":{"0":"post-147872","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-ukraine","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-headlines","11":"tag-konflikte","12":"tag-krieg","13":"tag-nachrichten","14":"tag-news","15":"tag-russland","16":"tag-schlagzeilen","17":"tag-ukraine"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114588946568256236","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/147872","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=147872"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/147872\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/147873"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=147872"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=147872"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=147872"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}