{"id":147918,"date":"2025-05-29T03:39:11","date_gmt":"2025-05-29T03:39:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/147918\/"},"modified":"2025-05-29T03:39:11","modified_gmt":"2025-05-29T03:39:11","slug":"lvb-netzerweiterungen-sind-bis-jetzt-nur-fuer-die-suedsehne-greifbar-%c2%b7-leipziger-zeitung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/147918\/","title":{"rendered":"LVB-Netzerweiterungen sind bis jetzt nur f\u00fcr die \u201eS\u00fcdsehne\u201c greifbar \u00b7 Leipziger Zeitung"},"content":{"rendered":"<p>Eine Stra\u00dfenbahnlinie ist schnell mal eingestellt, eine Gleisinstandhaltung leicht unterlassen, wenn daf\u00fcr einfach die Gelder fehlen. Das Gegenteil ist schwerer: Neue Gleisstrecken zu bauen. Das sp\u00fcren die Leipziger auch bei den durch die LVB geplanten Netzerweiterungen: Allein schon der Planungsvorlauf braucht Jahre. Und da ist noch nicht gekl\u00e4rt, ob dann auch das Geld zum Bauen da ist. Und was ist eigentlich mit den Gleisstrecken, die immer wieder diskutiert wurden, aber nicht geplant? Es war die BSW-Fraktion im Stadtrat, die sich f\u00fcr dieses Thema jetzt interessierte.<\/p>\n<p>Beschlossen sind tats\u00e4chlich bislang nur drei Netzerweiterungen. \u201eAuf Grundlage erster umfangreicher Untersuchungen hat der Stadtrat 2020 mit der <a href=\"http:\/\/ratsinformation.leipzig.de\/allris_leipzig_public\/vo020?VOLFDNR=1015897&amp;refresh=false\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">Vorlage VII-DS-00547-NF-01-DS-01<\/a> den sofortigen Planungsbeginn f\u00fcr drei priorit\u00e4re Netzerweiterungen beschlossen\u201c,<a href=\"http:\/\/ratsinformation.leipzig.de\/allris_leipzig_public\/vo020?VOLFDNR=2025251&amp;refresh=false\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\"> erkl\u00e4rt das Mobilit\u00e4ts- und Tiefbauamt (MTA) in seiner Antwort auf die BSW-Anfrage.<\/a> Das sind: die S\u00fcdsehne inklusive begleitender Einbindungstrassen, die Anbindung zum S-Bahnhof Wahren und die Verl\u00e4ngerung Thekla-S\u00fcd.<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/1fa56a53b32545e4afa9c448c7565e6a.gif\" width=\"https:\/\/www.l-iz.de\/wirtschaft\/mobilitaet\/2025\/05\/1\" height=\"https:\/\/www.l-iz.de\/wirtschaft\/mobilitaet\/2025\/05\/1\" alt=\"\"\/><\/p>\n<p>\u201eDar\u00fcber hinaus wurde die Verwaltung beauftragt, in einem n\u00e4chsten Schritt die weiteren Umsetzungspriorit\u00e4ten (\u201azweite Priorit\u00e4t\u2018) inkl. \u00d6ffentlichkeitsbeteiligung zu untersuchen. Die m\u00f6glichen weiteren Netzerweiterungen, u.a. auch zum Herzzentrum und nach Markkleeberg-West, werden derzeit im Rahmen der zweiten Umsetzungspriorit\u00e4t gepr\u00fcft\u201c, so das MTA.<\/p>\n<p>\u201eZiel ist es, anhand eines einheitlichen Kriterienkatalogs potenzielle Neubaustrecken mit realistischem Nutzen-Kosten-Potenzial herauszufiltern. Anschlie\u00dfend erfolgt eine grobe technische und verkehrliche Absch\u00e4tzung zur Validierung der aussichtsreichsten Korridore. Dies ersetzt jedoch noch keine konkrete Machbarkeitsstudie.<\/p>\n<p>Nach Abschluss der Untersuchung sollen dem Stadtrat mehrere Korridore f\u00fcr eine detailliertere Planung zur Beschlussfassung vorgeschlagen werden. Sollte sich dabei ein hoher verkehrlicher und volkswirtschaftlich sinnvoller Nutzen f\u00fcr die Strecken zum Herzzentrum und in Richtung Markkleeberg ergeben, werden auch diese in die priorit\u00e4ren weiteren Planungen aufgenommen.\u201c<\/p>\n<p>Aber die dabei aufkommenden Zeithorizonte d\u00fcrften selbst j\u00fcngere Stadtr\u00e4te verbl\u00fcffen, denn gerade bei diesen Projekten ist an eine Umsetzung nicht vor den 2040er Jahren zu denken: \u201eDabei l\u00e4sst sich allgemein f\u00fcr Netzerweiterungen im Stra\u00dfenbahnnetz konstatieren, dass vom Beginn erster Untersuchungen bis zur Inbetriebnahme einer neuen Stra\u00dfenbahnstrecke, abh\u00e4ngig vom Umfang der Ma\u00dfnahme und den Rahmenbedingungen, 10 bis 15 Jahre vergehen k\u00f6nnen. Umwelt-, Denkmal- und Naturschutz, bauliche Anforderungen sowie dringend notwendige B\u00fcrgerbeteiligung und -information machen langfristige und gut vorbereitete Planungen erforderlich.\u201c<\/p>\n<p>Die Anbindung des Herzzentrums<\/p>\n<p>\u201eF\u00fcr die Strecke zum Herzzentrum gibt es daher noch keine Entscheidung, ob diese Strecke in absehbarer Zeit planerisch begonnen wird und es liegt entsprechend kein Zeitplan zur Umsetzung vor\u201c, stellt das MTA fest. \u201eEine m\u00f6gliche Erschlie\u00dfung aus zwei Richtungen wird im Rahmen der Bewertung ber\u00fccksichtigt. Diese w\u00fcrde u.a. Vorteile wie:<\/p>\n<p>\u2022 bessere Erreichbarkeit des Herzzentrums,<\/p>\n<p>\u2022 Nutzung als Umleitungsstrecke im Stra\u00dfenbahnnetz und<\/p>\n<p>\u2022 m\u00f6gliche st\u00e4dtebauliche Entwicklung n\u00f6rdlich des Herzzentrums<\/p>\n<p>mit sich bringen. Gleichzeitig entstehen durch mehr Gleisl\u00e4nge aber auch h\u00f6here Investitions- und Folgekosten. Die Abw\u00e4gung der Trassenvarianten erfolgt auf Grundlage einer wirtschaftlichen Bewertung im Rahmen der NKU.<\/p>\n<p>Auf Grundlage der seinerzeit erfolgten ersten Absch\u00e4tzung der F\u00f6rderw\u00fcrdigkeit des Vorhabens kann ein volkswirtschaftlich und verkehrlich sinnvoller Nutzen voraussichtlich erst mit der weiteren Entwicklung des Klinikstandortes sowie mit einer weiteren st\u00e4dtebaulichen Entwicklung des Umfeldes erreicht werden.\u201c<\/p>\n<p>Also wird hier vor einer m\u00f6glichen Erweiterung des Klinikstandorts wohl nichts passieren.<\/p>\n<p>Die Netzerweiterung \u201eS\u00fcdsehne inkl. begleitende Einbindungstrassen\u201c<\/p>\n<p>Wesentlich weiter ist die Stadt bei der Netzerweiterung S\u00fcdsehne, die eine leistungsf\u00e4hige Verbindung zwischen Gr\u00fcnau und Schleu\u00dfig, der S\u00fcdvorstadt und dem Leipziger Osten schaffen soll. Die Trasse soll neue Wohn- und Arbeitsgebiete anbinden und die kapazitiv hoch ausgelasteten Innenstadtstrecken entlasten. Nach einer positiven Machbarkeitsstudie hat der Stadtrat 2024 mit der <a href=\"http:\/\/ratsinformation.leipzig.de\/allris_leipzig_public\/vo020?VOLFDNR=2005489&amp;refresh=false\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">Beschlussvorlage VII-DS-07403<\/a> die Ergebnisse zur Kenntnis genommen, den vorgestellten Streckenverlauf best\u00e4tigt und die weiterf\u00fchrende Planung bis zum Abschluss der Phase Null beschlossen.<\/p>\n<p>Aber selbst die aktuell laufenden Untersuchungen sind aufwendig. Aber genau hier wird der Sinn der Streckenf\u00fchrung erst konkret, so bei der konkreten Trassenf\u00fchrung im Bereich Gr\u00fcnau (Teilprojekt \u201eBr\u00fcnner T\u201c), der Trassenf\u00fchrung im Zentrum-S\u00fcdost (Teilprojekt \u201eStra\u00dfe des 18. Oktober\u201c), einer m\u00f6glichen Weiterf\u00fchrung der Trasse bis in den Nordosten der Stadt inklusive der Verkn\u00fcpfung im Stadtteilzentrum Reudnitz im Bereich der Haltestelle \u201eReudnitz, Koehlerstra\u00dfe\u201c (Teilprojekt \u201eHermann-Liebmann-Stra\u00dfe\u201c).<\/p>\n<p>\u201eErst nach Vorliegen dieser vertiefenden Untersuchungen und der sich daraus ergebenden weiteren Trassengrundlagen kann eine Nutzen-Kosten-Untersuchung (NKU) durchgef\u00fchrt werden\u201c, geht das MTA auf den entscheidenden Zeitpunkt ein, wenn es um eine m\u00f6gliche Finanzierung des Riesenprojekts geht.<\/p>\n<p>\u201eDiese ist Voraussetzung zur Feststellung einer f\u00fcr eine Umsetzung relevanten F\u00f6rderw\u00fcrdigkeit durch Bund und Land und somit f\u00fcr eine Entscheidung \u00fcber die Realisierung. Der Abschluss dieser Planungsphase samt NKU ist f\u00fcr Ende 2026 vorgesehen. Bei positivem Ergebnis kann dann in eine konkrete technische Planung eingestiegen werden.<\/p>\n<p>Neben den planerischen Themen, die im Rahmen der genannten Untersuchungen vertiefend betrachtet werden, liegen die aktuellen Herausforderungen vor allem im aktuellen Haushaltsansatz, der deutlich hinter den Bedarfen zur\u00fcckbleibt und wodurch entsprechende F\u00f6rdermittel \u2013 mit bisher unklarem Ausgang \u2013 akquiriert werden m\u00fcssen. Auch die ausgelasteten personellen Kapazit\u00e4ten stellen immer wieder eine Herausforderung dar.\u201c<\/p>\n<p>In der Informationsvorlage von 2024 hatte das MTA auch erste Sch\u00e4tzungen f\u00fcr die Projektkosten angegeben: \u201eDie Gesamtkosten der Hauptvariante 1 belaufen sich auf 168,8 Mio. \u20ac f\u00fcr eine F\u00fchrung im separaten Bahnk\u00f6rper bzw. 178,8 Mio. \u20ac f\u00fcr eine F\u00fchrung im Mischverkehr. In Kombination mit den weiteren Kosten gem\u00e4\u00df der Variante mit separatem Bahnk\u00f6rper ergeben sich f\u00fcr die gesamte Variante 2 Gesamtkosten von 184,4 Mio. \u20ac. Bei Kombination mit der Variante stra\u00dfenb\u00fcndige F\u00fchrung ab Antonienstra\u00dfe resultieren voraussichtliche Gesamtkosten von 192,9 Mio. \u20ac.\u201c<\/p>\n<p>Mit einem Baubeginn rechnete das Mobilit\u00e4ts- und Tiefbauamt ab 2029.<\/p>\n<p>Netzerweiterung Markkleeberg-West\/Cospudener See<\/p>\n<p>F\u00fcr heftige Diskussionen sorgte 2015 die Einstellung der Linie 9 vom Connewitzer Kreuz nach Markkleeberg. Diese Stecke \u00fcbernahm die verl\u00e4ngerte Buslinie 70. Aber schon damals wurden Forderungen laut, eine neue Stra\u00dfenbahnlinie bis zum Cospudener See zu projektieren. Aber auch daf\u00fcr gibt es noch keine Planungen, betont das MTA: \u201eAuch f\u00fcr eine m\u00f6gliche Trasse nach Markkleeberg-West gibt es noch keine Entscheidung, ob diese Strecke in absehbarer Zeit planerisch begonnen wird und es liegt entsprechend noch kein Zeitplan zur Umsetzung vor.<\/p>\n<p>Es werden derzeit mehrere Trassenvarianten untersucht, u.a. auch eine Verbindung \u00fcber die Koburger Stra\u00dfe zum Cospudener See. Dies entspricht den Pr\u00fcfauftr\u00e4gen in den Nahverkehrspl\u00e4nen der Stadt sowie des Landkreises Leipzig als zust\u00e4ndigem Aufgabentr\u00e4ger f\u00fcr den \u00d6PNV in Markkleeberg. F\u00fcr eine Trasse zum Cospudener See ist neben dem notwendigen verkehrlichen Potenzial insbesondere die Lage im sensiblen Naturraum f\u00fcr eine eventuelle sp\u00e4tere Umsetzung zu beachten.\u201c<\/p>\n<p>Stattdessen empfiehlt das MTA hier die Nutzung der Buslinien: \u201eDer Cospudener See ist aktuell im Nordbereich mit mehreren Haltestellen durch die Buslinie 65 im Halbstundentakt angebunden. Zus\u00e4tzlich f\u00e4hrt von Mai bis September die Buslinie 79 an Wochenenden verl\u00e4ngert ab S-Bahnhof Connewitz zum Cospudener See, sowie t\u00e4glich w\u00e4hrend der Sommerferien.<\/p>\n<p>Beide Linien haben an mehreren Punkten attraktive \u00dcbergangsm\u00f6glichkeiten zu Stra\u00dfenbahn und S-Bahn aus\/in Richtung Innenstadt. Zudem stellt auch die Buslinie 70 ab der Endstelle Markkleeberg-West mit einem Fu\u00dfweg zum Oststrand des Cospudener Sees eine attraktive Verbindung f\u00fcr Badeg\u00e4ste dar.\u201c<\/p>\n<p><strong>Fazit:<\/strong> Lediglich die \u201eS\u00fcdsehne\u201c zeichnet sich in Konturen ab und ein Baubeginn ab 2029 scheint zumindest auf Teilabschnitten m\u00f6glich.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Eine Stra\u00dfenbahnlinie ist schnell mal eingestellt, eine Gleisinstandhaltung leicht unterlassen, wenn daf\u00fcr einfach die Gelder fehlen. 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