{"id":147940,"date":"2025-05-29T03:52:09","date_gmt":"2025-05-29T03:52:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/147940\/"},"modified":"2025-05-29T03:52:09","modified_gmt":"2025-05-29T03:52:09","slug":"hamburg-schleswig-holstein-viele-ermittlungsverfahren-in-hamburg-unerledigt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/147940\/","title":{"rendered":"Hamburg &#038; Schleswig-Holstein: Viele Ermittlungsverfahren in Hamburg unerledigt"},"content":{"rendered":"<p>                    Hamburg &amp; Schleswig-Holstein<br \/>\n                Viele Ermittlungsverfahren in Hamburg unerledigt<\/p>\n<p>\t\t\t\t              29.05.2025, 05:33 Uhr<\/p>\n<p><strong>Nirgendwo sonst bei deutschen Staatsanwaltschaften wachsen die Aktenberge so sehr wie in Hamburg. In bestimmten Deliktbereichen hat sich die Zahl unerledigter F\u00e4lle vervielfacht.<\/strong><\/p>\n<p>Hamburg (dpa\/lno) &#8211; Bei der Hamburger Staatsanwaltschaft steigt die Zahl unerledigter Ermittlungsverfahren vor allem in den Deliktbereichen Diebstahl und Unterschlagung, Kinderpornografie und Geldw\u00e4sche. Auch bei Verst\u00f6\u00dfen gegen das Ausl\u00e4nder- und das Bet\u00e4ubungsmittelgesetz hat sich die Zahl der unerledigten Verfahren besonders stark erh\u00f6ht, wie aus der Senatsantwort auf eine Gro\u00dfe Anfrage der AfD-Fraktion hervorgeht.<\/p>\n<p>Als Grund f\u00fcr den besonders deutlichen Anstieg gab der Senat unter anderem steigende Eingangszahlen bei der Staatsanwaltschaft an. &#8222;Ein Anstieg von Neueing\u00e4ngen ist vielfach wiederum durch eine h\u00f6here Kontrolldichte bedingt&#8220;, hei\u00dft es weiter.<\/p>\n<p>Auch Dauer der Ermittlungsverfahren nimmt deutlich zu<\/p>\n<p>Am deutlichsten war der Anstieg bei der Kinderpornografie: Gab es laut Senat im Jahr 2020 noch 387 unerledigte F\u00e4lle, stieg die Zahl im vergangenen Jahr auf 1.473. In fast gleichem Umfang (391\/1.473) stieg die Zahl bei der Geldw\u00e4sche. Im Deliktbereich Diebstahl und Unterschlagung gab es in diesem Zeitraum mehr als eine Verdopplung von 2.757 auf 5.638 F\u00e4lle, ebenso bei den Verst\u00f6\u00dfen gegen das Ausl\u00e4nder- und das Bet\u00e4ubungsmittelgesetz, dort allerdings auf niedrigerem Niveau.<\/p>\n<p>Zugleich erh\u00f6hte sich den Angaben zufolge die durchschnittliche Bearbeitungsdauer der Verfahren von 2,2 Monaten im Jahr 2020 auf 2,9 Monate im vergangenen Jahr.<\/p>\n<p>Erst im M\u00e4rz hatte eine Umfrage der &#8222;Deutschen Richterzeitung&#8220; bei den Justizministerien der L\u00e4nder ergeben, dass die Zahl unerledigter Ermittlungsverfahren in Hamburg insgesamt so stark wie in keinem anderen Bundesland gestiegen ist: von 22.900 F\u00e4llen im Jahr 2021 auf 47.953 offene Verfahren im vergangenen Jahr.<\/p>\n<p>Nockemann nennt Entwicklung dramatisch<\/p>\n<p>&#8222;Diese Entwicklung ist dramatisch&#8220;, sagte der Justizexperte und Vorsitzende der AfD-Fraktion, Dirk Nockemann. &#8222;Sie gef\u00e4hrdet das Vertrauen in einen funktionierenden Rechtsstaat.&#8220; Zugleich bem\u00e4ngelte er, dass trotz wiederholter Stellenoffensiven viele Planstellen in der Hamburger Justiz unbesetzt seien.<\/p>\n<p>Laut Senatsantwort sind derzeit mehr als 45 Stellen bei der Staatsanwaltschaft vakant \u2013 darunter 17 f\u00fcr Staatsanw\u00e4ltinnen und Staatsanw\u00e4lte und fast ein Dutzend in den Gesch\u00e4ftsstellen.\u00a0<\/p>\n<p>&#8222;Der Senat verwaltet das Problem, statt es zu l\u00f6sen&#8220;, sagte Nockemann und forderte &#8222;strukturelle Reformen, eine echte Entlastung durch konsequente Digitalisierung und neue Formen der Arbeitsteilung innerhalb der Justizbeh\u00f6rden.&#8220;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Hamburg &amp; Schleswig-Holstein Viele Ermittlungsverfahren in Hamburg unerledigt 29.05.2025, 05:33 Uhr Nirgendwo sonst bei deutschen Staatsanwaltschaften wachsen die&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":147941,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1826],"tags":[29,6212,30,692,1971,26454],"class_list":{"0":"post-147940","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-hamburg","8":"tag-deutschland","9":"tag-ermittlungsverfahren","10":"tag-germany","11":"tag-hamburg","12":"tag-schleswig-holstein","13":"tag-viele"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114589095935853319","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/147940","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=147940"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/147940\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/147941"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=147940"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=147940"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=147940"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}