{"id":147979,"date":"2025-05-29T04:15:15","date_gmt":"2025-05-29T04:15:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/147979\/"},"modified":"2025-05-29T04:15:15","modified_gmt":"2025-05-29T04:15:15","slug":"seenotrettung-seit-160-jahren-dgzrs-in-kiel-gegruendet-ndr-de-geschichte","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/147979\/","title":{"rendered":"Seenotrettung seit 160 Jahren: DGzRS in Kiel gegr\u00fcndet | NDR.de &#8211; Geschichte"},"content":{"rendered":"<p>\nStand: 29.05.2025 05:00 Uhr\n<\/p>\n<p class=\"preface\">Bis Mitte des 19. Jahrhunderts leben viele K\u00fcstenbewohner vom Strandgut havarierter Schiffe. Hilfe f\u00fcr Seeleute bleibt aus. Das \u00e4ndert sich mit Gr\u00fcndung der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbr\u00fcchiger am 29. Mai 1865 in Kiel.<\/p>\n<p class=\"textauthor\">von Dirk Hempel<\/p>\n<p>J\u00e4hrlich rund 50 Segelschiffe geraten an der deutschen Nordseek\u00fcste Mitte des 19. Jahrhunderts in Seenot. Aber nur ein einziges Rettungsboot ist im Einsatz. Auch mangelt es an Leuchtt\u00fcrmen und Seezeichen, die den Seeleuten den Weg zwischen Sandb\u00e4nken und Untiefen, durch Nebel und Sturm weisen k\u00f6nnten.<\/p>\n<p>Strandgut ist gern gesehenes Zubrot<\/p>\n<p>An den K\u00fcsten h\u00e4lt sich noch immer das \u00fcberlieferte Strandrecht, nach dem der Finder die von ihm geborgenen Teile eines Wracks oder auch der Ladung behalten darf. Zwar w\u00fcnscht niemand Schiffbr\u00fcchigen den Tod &#8211; dennoch ist das Strandgut ein gern gesehenes Zubrot. &#8222;Gott segne den Strand&#8220;, beten Bauern und Fischer in ostfriesischen Kirchen.<\/p>\n<p>Der Untergang der &#8222;Alliance&#8220; l\u00e4utet Wende ein<\/p>\n<p>Den Beginn einer Kehrtwende gibt es 1860. Am Morgen des 10. September strandet die hannoversche Brigg &#8222;Alliance&#8220;, die Kohlen von England nach Geestem\u00fcnde bringen soll, vor Borkum. Melkerinnen h\u00f6ren die Hilferufe der neunk\u00f6pfigen Besatzung. Einige Dorfbewohner geben sie vor den Badeg\u00e4sten als Gespenstergeschrei in den D\u00fcnen aus, w\u00e4hrend andere Insulaner schon am Strand auf Treibgut lauern. Augenzeugen, die trotzdem an den Strand geeilt sind, m\u00fcssen mit ansehen, wie die Seeleute nach und nach von der Brandung \u00fcber Bord gesp\u00fclt werden und ertrinken. Ihre Leichen liegen noch lange am Strand, w\u00e4hrend die Borkumer das Wrack pl\u00fcndern.<\/p>\n<p>29. Mai 1865: Aufger\u00fcttelte B\u00fcrger gr\u00fcnden die DGzRS<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/seenotrettung338_v-contentgross.jpg\" class=\"zoomimage\" title=\"Engagierte B\u00fcrger und Gr\u00fcnder der DGzRS: Adolph Bermpohl, Georg Breusing und Arwed Emminghaus. \u00a9 DGzRS\/Die Seenotretter Foto: DGzRS\"><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/seenotrettung338_v-contentgross.jpg\" alt=\"Die Gr\u00fcnderv\u00e4ter der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbr\u00fcchiger Adolph Bermpohl, Georg Breusing und Arwed Emminghaus. \u00a9 DGzRS\/Die Seenotretter Foto: DGzRS\" title=\"Die Gr\u00fcnderv\u00e4ter der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbr\u00fcchiger Adolph Bermpohl, Georg Breusing und Arwed Emminghaus.\" class=\"responsive\"\/><\/p>\n<p><\/a><br \/>\nEngagierte B\u00fcrger und Gr\u00fcnder der DGzRS: Adolph Bermpohl, Georg Breusing und Arwed Emminghaus.<\/p>\n<p>So berichten Zeitungen in ganz Deutschland und emp\u00f6ren sich \u00fcber diese &#8222;mittelalterliche Barbarei&#8220;. Die Artikel liest auch ein Navigationslehrer an der Seefahrtsschule in Vegesack, Adolph Bermpohl, und fordert in Aufs\u00e4tzen die Einrichtung von Rettungsstationen nach britischem Vorbild. Zwischen Emden und Sylt, Flensburg und Memel setzt nun ein Umdenken ein. Die K\u00fcstenbewohner finden sich endlich bereit, Seeleuten, die in Not geraten sind, zu helfen, und aufger\u00fcttelte B\u00fcrger wie der Zollinspektor Georg Breusing in Emden gr\u00fcnden \u00f6rtliche Vereine.<\/p>\n<p>Die treibende Kraft beim Zusammenschluss der regionalen Stationen am 29. Mai 1865 zur &#8222;Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbr\u00fcchiger&#8220; (DGzRS) in Kiel wird der Bremer Journalist Arwed Emminghaus. Den Vorsitz \u00fcbernimmt der Reeder und Mitbegr\u00fcnder des Norddeutschen Lloyd, Hermann Henrich Meier.<\/p>\n<p>100.000 Taler f\u00fcr 50 Rettungsstationen<\/p>\n<p>Die DGzRS, die ihre Zentrale in Bremen einrichtet, ben\u00f6tigt 100.000 Taler, um zun\u00e4chst 50 Stationen einzurichten, zus\u00e4tzlich j\u00e4hrlich bis zu 15.000 Taler f\u00fcr die laufenden Kosten. Der Vorstand entwickelt schon damals ein zweigleisiges Spendenmodell, das noch heute gilt: W\u00e4hrend Meier auf 1.000-Taler-Spenden setzt, favorisiert Emminghaus den Aufruf zu Klein- und Kleinstspenden, die bald aus ganz Deutschland eintreffen und den Aufbau des Rettungswerks vorantreiben. Seit 1875 gibt es daf\u00fcr das schwarz-wei\u00df-rote Sammelschiffchen, das schon damals sogar in Bayern und \u00d6sterreich aufgestellt wird.<\/p>\n<p>Rettung mit der &#8222;Hosenboje&#8220;<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/hosenboje102_v-contentgross.jpg\" class=\"zoomimage\" title=\"Mithilfe einer &quot;Hosenboje&quot; wurden Schiffbr\u00fcchige an Land gezogen. \u00a9 picture-alliance\/ ZB Foto: Bernd W\u00fcstneck\"><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/hosenboje102_v-contentgross.jpg\" alt=\"Renate Dargatz, Mitarbeiterin des Heimatmuseums von Warnem\u00fcnde, zeigt 1996 eine sogenannte Hosenboje zur Rettung Schiffbr\u00fcchiger. \u00a9 picture-alliance\/ ZB Foto: Bernd W\u00fcstneck\" title=\"Renate Dargatz, Mitarbeiterin des Heimatmuseums von Warnem\u00fcnde, zeigt 1996 eine sogenannte Hosenboje zur Rettung Schiffbr\u00fcchiger.\" class=\"responsive\"\/><\/p>\n<p><\/a><br \/>\nMithilfe einer &#8222;Hosenboje&#8220; wurden Schiffbr\u00fcchige an Land gezogen.<\/p>\n<p>Im Jahr nach der Vereinsgr\u00fcndung retten die M\u00e4nner an Nord- und Ostsee 141 Menschen aus Seenot. Am 14. Januar 1866 etwa birgt das Memeler Rettungsboot 15 Menschen von der preu\u00dfischen Bark &#8222;Marianne&#8220;, am 18. Juni holen Wustrower Rettungsm\u00e4nner vier Seeleute von dem russischen Schoner &#8222;Constantin&#8220;.<\/p>\n<p>Die DGzRS setzt 1866 insgesamt 122 Rettungsboote ein &#8211; und auch 19 Rettungsgesch\u00fctze: Mit Raketen, die das k\u00f6niglich preu\u00dfische Feuerwerkslaboratorium Spandau fertigt, werden dabei Leinen vom Strand aus zu havarierten Schiffen hin\u00fcbergeschossen, bis zu 500 Meter weit. \u00dcber diese Verbindung werden Schiffbr\u00fcchige dann in einem Rettungsring mit angen\u00e4hter Hose, der sogenannten Hosenboje, an Land gezogen.<\/p>\n<p>Seenotrettung per Ruderboot<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/seenotrettung270_v-contentgross.jpg\" class=\"zoomimage\" title=\"Die Boote werden oft von Pferdegespannen hunderte Meter weit durch die D\u00fcnen gezogen, bevor die Rettungsm\u00e4nner durch die Brandung hinausrudern. \u00a9 DGzRS\/Die Seenotretter Foto: DGzRS\"><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/seenotrettung270_v-contentgross.jpg\" alt=\"Eine historische Fotografie zeigt ein Ruderrettungsboot auf einem Ablaufwagen. \u00a9 DGzRS\/Die Seenotretter Foto: DGzRS\" title=\"Eine historische Fotografie zeigt ein Ruderrettungsboot auf einem Ablaufwagen.\" class=\"responsive\"\/><\/p>\n<p><\/a><br \/>\nDie Boote werden oft von Pferdegespannen hunderte Meter weit durch die D\u00fcnen gezogen, bevor die Rettungsm\u00e4nner durch die Brandung hinausrudern.<\/p>\n<p>Die M\u00e4nner leisten Schwerstarbeit. Meist ziehen zun\u00e4chst Pferde das Boot vom Schuppen durch den D\u00fcnensand an den Strand, oft Hunderte Meter weit, dann rudern die sechs bis zehn Mann Besatzung unter \u00e4u\u00dferster k\u00f6rperlicher Anstrengung durch die gef\u00e4hrliche Brandung hinaus. Sie tragen \u00d6lzeug mit S\u00fcdwester zum Schutz gegen das kalte Seewasser. Eine dicke, um den Oberk\u00f6rper geschnallte Korkweste soll vor dem Ertrinken sch\u00fctzen. Das eigens entwickelte &#8222;Deutsche Normalrettungsboot&#8220; misst acht Meter L\u00e4nge und zweieinhalb Meter Breite. Es ist aus Stahlblech hergestellt und wiegt nur 1.350 Kilogramm. Mit einem Tiefgang von 35 Zentimetern ist es auch f\u00fcr flache Strandgebiete geeignet.<\/p>\n<p>Ein Einsatz kann viele Stunden dauern. Im November 1880 etwa rudern die Rettungsm\u00e4nner von S\u00fcderh\u00f6ft in Nordfriesland im Gewittersturm zu einem gestrandeten Segelschiff hinaus. Nach 14 Stunden kehren sie zur\u00fcck. Der Einsatzbericht vermerkt: &#8222;Erst nachmittags, 4 Uhr, kamen wir wieder auf der Station an, vollst\u00e4ndig durchgefroren, g\u00e4nzlich ersch\u00f6pft.&#8220;<\/p>\n<p>Viele Helfer sterben im Einsatz<\/p>\n<p>Das Boot kann nicht sinken, weil es au\u00dfen von einem Korkg\u00fcrtel umgeben ist und innen mit Luftk\u00e4sten versehen. Aber die Seeleute k\u00f6nnen etwa \u00fcber Bord gesp\u00fclt werden. Von 1869 bis 1918 sterben 21 Rettungsm\u00e4nner auf See. Bis heute sind 45 Menschen im Einsatz t\u00f6dlich verungl\u00fcckt. Auch wenn die Schiffe mit den Jahrzehnten immer leistungsf\u00e4higer und sicherer werden, sich mittlerweile nach einem Kentern selbst aufrichten k\u00f6nnen, fordert der Dienst noch immer Menschenleben. So etwa 1967, als der Seenotrettungskreuzer &#8222;Adloph Bermpohl&#8220; im Einsatz bei Orkan vor Helgoland verungl\u00fcckt. Die vierk\u00f6pfige Besatzung und drei zuvor gerettete niederl\u00e4ndische Fischer kommen ums Leben. 1995 kentert der Rettungskreuzer &#8222;Alfried Krupp&#8220; im Orkan vor Borkum in hoher See. Vormann und Maschinist werden von den Wellen \u00fcber Bord gesp\u00fclt, ihre Leichen erst lange nach dem Ungl\u00fcck an Land getrieben.<\/p>\n<p>Spender und Freiwillige werden R\u00fcckgrat der Seenotretter<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/seenotrettung350_v-contentgross.jpg\" class=\"zoomimage\" title=\"Von Anfang an finanziert sich die Gesellschaft durch Spenden. Die Sammelschiffchen gibt es seit 1875. \u00a9 DGzRS\/Die Seenotretter Foto: Sven Junge\"><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/seenotrettung350_v-contentgross.jpg\" alt=\"Ein Sammelschiffchen der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbr\u00fcchiger steht am Hafen auf einem Tau. \u00a9 DGzRS\/Die Seenotretter Foto: Sven Junge\" title=\"Ein Sammelschiffchen der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbr\u00fcchiger steht am Hafen auf einem Tau.\" class=\"responsive\"\/><\/p>\n<p><\/a><br \/>\nVon Anfang an finanziert sich die Gesellschaft durch Spenden. Die Sammelschiffchen gibt es seit 1875.<\/p>\n<p>In der Fr\u00fchzeit der DGzRS bedeuten schon die in den 1870er-Jahren entwickelten Segelrettungsboote einen Fortschritt. Sie sind in <a href=\"https:\/\/www.ndr.de\/ratgeber\/reise\/nordseekueste_sh\/Buesum-Krabben-Hafen-und-Nordseestrand,buesum10.html\" title=\"Zum Artikel: B\u00fcsum: Krabben, Hafen und Nordseestrand\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">B\u00fcsum<\/a>, <a href=\"https:\/\/www.ndr.de\/ratgeber\/reise\/nordseekueste_altesland\/Cuxhaven-Strand-Watt-und-Schiffe,cuxhaven10.html\" title=\"Zum Artikel: Cuxhaven: Strand, Watt und Schiffe\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Cuxhaven<\/a> und Dorumertief stationiert und verf\u00fcgen bereits \u00fcber Schutzr\u00e4ume an Deck. 1890 hat die Gesellschaft 111 Rettungsstationen an Nord- und Ostsee, in denen mehr als 1.000 Freiwillige Dienst tun. Fast 50.000 f\u00f6rdernde Mitglieder unterst\u00fctzen sie mit Geldspenden.<\/p>\n<p>Erstes Motorboot der DGzRS kommt 1911<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/seenotrettung276_v-contentgross.jpg\" class=\"zoomimage\" title=\"Mit Motorrettungsbooten kann die DGzRS ab 1911 auch in weiter Entfernung von der K\u00fcste Seeleute retten. \u00a9 DGzRS Foto: DGzRS\"><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/seenotrettung276_v-contentgross.jpg\" alt=\"Eine historische Fotografie zeigt das Motorrettungsboot &quot;Oberinspector Pfeiffer&quot; auf dem Wasser. \u00a9 DGzRS Foto: DGzRS\" title=\"Eine historische Fotografie zeigt das Motorrettungsboot &quot;Oberinspector Pfeiffer&quot; auf dem Wasser.\" class=\"responsive\"\/><\/p>\n<p><\/a><br \/>\nMit Motorrettungsbooten kann die DGzRS ab 1911 auch in weiter Entfernung von der K\u00fcste Seeleute retten.<\/p>\n<p>Als im M\u00e4rz 1911 vor Laboe in der Ostsee das erste, zehn Meter lange Motorboot nach britischem\u00a0Vorbild f\u00e4hrt, kommt das einer technischen Revolution gleich. Das Einsatzgebiet kann nun weiter ausgedehnt, Menschen auch aus strandfernen Seenotf\u00e4llen gerettet werden. Bei Ausbruch des <a href=\"https:\/\/www.ndr.de\/geschichte\/chronologie\/erster_weltkrieg\/index.html\" title=\"Zum Artikel: Erster Weltkrieg\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Ersten Weltkriegs<\/a> verf\u00fcgt die DGzRS bereits \u00fcber 14 motorisierte Rettungsboote. In den <a href=\"https:\/\/www.ndr.de\/geschichte\/chronologie\/20er-Jahre-Grenzen-Schiffe-Literaten,zwanzigerjahre102.html\" title=\"Zum Artikel: 20er-Jahre: Grenzen, Schiffe, Literaten\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">1920er-Jahren<\/a> folgen zahlreiche weitere, die mit Funk ausgestattet sind und von Land aus dirigiert werden k\u00f6nnen. W\u00e4hrend des <a href=\"https:\/\/www.ndr.de\/geschichte\/chronologie\/zweiter_weltkrieg\/index.html\" title=\"Zum Artikel: Zweiter Weltkrieg\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Zweiten Weltkriegs<\/a> sind die Seenotretter der 34 Nordsee- und 67 Ostsee-Stationen weiterhin im Einsatz. Die Boote sind nun mit einem roten Kreuz versehen, stehen unter dem Schutz der Genfer Konvention und retten weiterhin Seeleute aller Nationen &#8211; sowie auch \u00fcber See abgeschossene Flieger der Kriegsgegner.<\/p>\n<p>Innovativer Schiffstyp: Rettungskreuzer richtet sich selbst auf<\/p>\n<p>Nach 1945 ist die DGzRS weiterhin in der Deutschen Bucht und in der westlichen Ostsee im Einsatz. Der Seenotrettungsdienst der <a href=\"https:\/\/www.ndr.de\/geschichte\/chronologie\/DDR-Geschichte-der-sozialistischen-Diktatur,ddr422.html\" title=\"Zum Artikel: DDR: Geschichte der sozialistischen Diktatur\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">DDR<\/a> hingegen wird bis zur <a href=\"https:\/\/www.ndr.de\/geschichte\/chronologie\/wende\/Tag-der-Deutschen-Einheit-Wiedervereinigung-am-3-Oktober-1990,tagderdeutscheneinheit107.html\" title=\"Zum Artikel: Tag der Deutschen Einheit: Wiedervereinigung am 3. Oktober 1990\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Wiedervereinigung 1990<\/a> staatlich organisiert. Danach \u00fcbernimmt die DGzRS wieder die Arbeit auf zun\u00e4chst elf Stationen entlang der K\u00fcste Mecklenburg-Vorpommerns. Heute sind es 17.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/seenotrettung288_v-contentgross.jpg\" class=\"zoomimage\" title=\"Nach ihrer Indienststellung war die &quot;Theodor Heuss&quot; zun\u00e4chst auf Borkum stationiert, sp\u00e4ter dann in Laboe. \u00a9 DGzRS\/Die Seenotretter Foto: DGzRS\"><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/seenotrettung288_v-contentgross.jpg\" alt=\"Eine historische Fotografie zeigt den Seenotkreuzer &quot;Theodor Heuss&quot;. \u00a9 DGzRS\/Die Seenotretter Foto: DGzRS\" title=\"Eine historische Fotografie zeigt den Seenotkreuzer &quot;Theodor Heuss&quot;.\" class=\"responsive\"\/><\/p>\n<p><\/a><br \/>\nNach ihrer Indienststellung war die &#8222;Theodor Heuss&#8220; zun\u00e4chst auf Borkum stationiert, sp\u00e4ter dann in Laboe.<\/p>\n<p>In den <a href=\"https:\/\/www.ndr.de\/geschichte\/50er-Jahre,fuenfzigerjahre140.html\" title=\"Zum Artikel: 50er-Jahre: Marktwirtschaft oder Sozialismus?\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">1950er-Jahren<\/a> baut die Gesellschaft dann einen neuen Seenotrettungskreuzer-Typen mit Tochterboot, das auch im Flachwasser einsetzbar ist.  Das Typschiff &#8222;Theodor Heuss&#8220;, 1957 in Dienst gestellt und bis 1985 f\u00fcr die DGzRS im Einsatz, kann sich unter anderem selbst aufrichten. In der Weiterentwicklung werden die Rettungskreuzer der neuen Typ-Klasse immer vielseitiger und sicherer.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"184\" height=\"104\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/screenshot965350_v-einspaltig.jpg\" alt=\"Seenotrettungskreuzer in Fahrt im Emder Hafen 1961  \" title=\"Seenotrettungskreuzer in Fahrt im Emder Hafen 1961\" class=\"showcopyright\" style=\"display:none\"\/><\/p>\n<p><b>VIDEO:<\/b> Seenotrettungskreuzer &#8222;Theodor Heuss&#8220; im Emder Hafen (10.05.1961) (1 Min)<\/p>\n<p>Seenotretter haben bereits 86.300 Menschen geholfen<\/p>\n<p>Rund 86.826 Menschen (Jahresbericht 2024) verdanken den Mitarbeitern der DGzRS in fast 160 Jahren seit ihrer Gr\u00fcndung Rettung und schnelle Hilfe. Allein <a href=\"https:\/\/www.ndr.de\/nachrichten\/niedersachsen\/oldenburg_ostfriesland\/Seenotretter-ziehen-Bilanz-2024-knapp-3000-Menschen-geholfen,dgzrs376.html\" title=\"Zum Artikel: Seenotretter ziehen Bilanz: 2024 knapp 3.000 Menschen geholfen\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">2024 waren die Seenotretter in 1.775 F\u00e4llen<\/a> auf Nord- und Ostsee im Einsatz und haben eigenen Angaben zufolge rund 3.000 Menschen Hilfe geleistet. Fast 500 von ihnen wurden demnach aus Seenot oder anderen Gefahren befreit.<\/p>\n<p>Heute sind die Seenotretter mit rund 60 Booten im Einsatz. Die private Initiative, die 1865 zur Gr\u00fcndung der <a href=\"https:\/\/www.seenotretter.de\/die-seenotretter\/unsere-aufgabe\" title=\"Link: Link zur Homepage der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbr\u00fcchiger\" rel=\"noopener\" target=\"_blank\">DGzRS<\/a> f\u00fchrte, ist bis heute ihre Grundlage. Auch wenn der Bundespr\u00e4sident traditionell als Schirmherr auftritt, liegt die Organisation noch immer in den H\u00e4nden der ausschlie\u00dflich aus Spenden finanzierten Gesellschaft, ihrer rund 180 festangestellten und mehr als 800 freiwilligen Rettungsm\u00e4nner und -frauen.<\/p>\n<p>Weitere Informationen<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/seebrueckebinz101_v-contentgross.jpg\" alt=\"Ansicht der Binzer Seebr\u00fccke von 1910 \u00a9 dpa Foto: Sammlung Dr. Harald Jatzke\" title=\"Ansicht der Binzer Seebr\u00fccke von 1910\" class=\"responsive\"\/><\/p>\n<p>\nDie Gr\u00fcndung der DLRG geht auf ein tragisches Ungl\u00fcck zur\u00fcck: Bei einem Unfall ertranken 1912 auf der Insel R\u00fcgen 16 Menschen.<br \/>\n<a title=\"Zum Artikel: Seebr\u00fccke Binz: Wie ein Ungl\u00fcck zur Gr\u00fcndung der DLRG f\u00fchrte\" href=\"https:\/\/www.ndr.de\/geschichte\/chronologie\/Seebruecke-Binz-Wie-ein-Unglueck-zur-Gruendung-der-DLRG-fuehrte,seebrueckenunglueck101.html\" class=\"cta \" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">mehr<\/a>\n<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/bermpohl100_v-contentgross.jpg\" alt=\"50 Jahre Seenotrettungskreuzer ADOLPH BERMPOHL. Adolph Bermpohl nach dem Ungl\u00fcck. \u00a9 DGzRS - Die Seenotretter Foto: Peter Neumann\" title=\"50 Jahre Seenotrettungskreuzer ADOLPH BERMPOHL. Adolph Bermpohl nach dem Ungl\u00fcck.\" class=\"responsive\"\/><\/p>\n<p>\nIm Sturm verliert der Seenotkreuzer am 23. Februar 1967 bei einer Rettung vor Helgoland die Besatzung. Sieben Seeleute sterben.<br \/>\n<a title=\"Zum Artikel: Das Ungl\u00fcck des Seenotrettungskreuzers &quot;Adolph Bermpohl&quot;\" href=\"https:\/\/www.ndr.de\/geschichte\/chronologie\/Das-Unglueck-des-Seenotrettungskreuzers-Adolph-Bermpohl,bermpohl128.html\" class=\"cta \" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">mehr<\/a>\n<\/p>\n<p>Dieses Thema im Programm:<\/p>\n<p>NDR 1 Niedersachsen |<br \/>\nAktuell |<br \/>\n28.01.2025 | 19:00 Uhr<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/ndr_printlogo.gif\" alt=\"NDR Logo\" title=\"NDR Logo\"\/><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 29.05.2025 05:00 Uhr Bis Mitte des 19. Jahrhunderts leben viele K\u00fcstenbewohner vom Strandgut havarierter Schiffe. 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