{"id":148039,"date":"2025-05-29T04:47:08","date_gmt":"2025-05-29T04:47:08","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/148039\/"},"modified":"2025-05-29T04:47:08","modified_gmt":"2025-05-29T04:47:08","slug":"us-visa-stopp-fuer-studenten-so-reagieren-bayerische-unis","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/148039\/","title":{"rendered":"US-Visa-Stopp f\u00fcr Studenten: So reagieren bayerische Unis"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/www.br.de\/nachrichten\/deutschland-welt\/us-elite-uni-harvard-muss-auslaendische-studierende-abweisen,UlxFM22\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Nach den Harvard-Studierenden <\/a>trifft es nun auch viele weitere: US-Au\u00dfenminister Marco Rubio hat \u00fcberraschend die Vergabe neuer Studenten- und Austauschvisa f\u00fcr die USA gestoppt. Grund sei eine geplante strengere \u00dcberpr\u00fcfung der Online-Aktivit\u00e4ten von Antragstellerinnen und Antragstellern. Auch in Bayern sorgt das f\u00fcr Entsetzen. So haben Universit\u00e4ten reagiert.<\/p>\n<p>TU M\u00fcnchen: Nicht nachvollziehbar, aber Chance f\u00fcr Deutschland<\/p>\n<p>Ein Sprecher der Technischen Universit\u00e4t M\u00fcnchen (TUM) bezeichnete die angek\u00fcndigten Visa-Beschr\u00e4nkungen auf Nachfrage des BR als &#8222;ausgesprochen bedauerliche Entwicklung&#8220;. Viele Studierende h\u00e4tten bereits fest mit einem Auslandsaufenthalt in den USA geplant \u2013 &#8222;jetzt kommt diese Nachricht daher, das wirft schon einige Planungen um.&#8220; Stand jetzt sind rund 100 Studierende von dem Schritt betroffen.<\/p>\n<p>Die TUM unterh\u00e4lt 16 Austauschpartnerschaften mit US-Universit\u00e4ten. &#8222;Das ist eine bew\u00e4hrte Partnerschaft, die jetzt nat\u00fcrlich momentan eingefroren wird.&#8220; Gleichzeitig sieht die Hochschule auch eine Chance f\u00fcr den eigenen Standort: &#8222;Wir sind offen f\u00fcr weitere internationale Studierende, die wom\u00f6glich nicht mehr in die USA gehen k\u00f6nnen. Die sind uns herzlich willkommen.&#8220; <\/p>\n<p>Derzeit haben 45 Prozent der Studierenden an der TUM keinen deutschen Pass. Laut Sprecher bleiben mehr als 75 Prozent der ausl\u00e4ndischen Absolventinnen und Absolventen auch nach dem Studium in Deutschland. &#8222;Wir brauchen diese internationalen Fachkr\u00e4fte \u2013 sie bringen neue Perspektiven, f\u00f6rdern Kreativit\u00e4t und st\u00e4rken den Wissenschafts- und Wirtschaftsstandort Deutschland.&#8220;<\/p>\n<p>FAU informiert Studierende und pr\u00fcft Alternativen <\/p>\n<p>Die Friedrich-Alexander-Universit\u00e4t Erlangen-N\u00fcrnberg (FAU) informierte nach Bekanntwerden der neuen Visa-Politik umgehend alle Studierenden, die im kommenden Wintersemester einen Aufenthalt in den USA geplant haben. Die Universit\u00e4t rate den Betroffenen, m\u00f6glichst bald Visa-Termine bei Konsulaten oder der US-Botschaft zu vereinbaren \u2013 sofern dies noch m\u00f6glich sei, so ein Sprecher. <\/p>\n<p>Wer seine Reise nicht antreten m\u00f6chte, kann innerhalb des \u00dcberseeprogramms das Zielland wechseln oder das Studium regul\u00e4r an der FAU fortsetzen. Die Universit\u00e4t stehe zudem im engen Austausch mit ihren US-Partnerhochschulen, um etwa m\u00f6gliche Verschiebungen der Aufenthalte ins Sommersemester zu kl\u00e4ren. Grunds\u00e4tzlich w\u00fcrden Studierende vor Abreise umfassend \u00fcber die Lage im jeweiligen Zielland informiert, betonte die FAU. <\/p>\n<p>Wissenschaftsminister Blume: Schritt gef\u00e4hrdet Zukunftstr\u00e4ume<\/p>\n<p>Auch aus dem bayerischen Wissenschaftsministerium kam scharfe Kritik: &#8222;Der Visa-Stopp ist ein Fehler! Die Ank\u00fcndigungen der US-Regierung bedeuten nichts weniger als einen Paradigmenwechsel in den transatlantischen Beziehungen&#8220;, erkl\u00e4rte Minister Markus Blume. Der Schritt habe f\u00fcr gro\u00dfe Verunsicherung bei Studierenden auf beiden Seiten des Atlantiks gef\u00fchrt und gef\u00e4hrde Zukunftstr\u00e4ume. <\/p>\n<p>&#8222;Bisher galt in den USA: offene Arme f\u00fcr Talente. Jetzt f\u00fchlen sich unsere Studierenden pauschal unter Verdacht gestellt und nicht willkommen. Misstrauen ersetzt Vertrauen \u2013 das ist fatal&#8220;, so der Minister weiter. Auch er betonte, dass ausl\u00e4ndische Studierende daf\u00fcr in Bayern sehr willkommen seien.<\/p>\n<p>Ausw\u00e4rtiges Amt sieht deutschen Austausch gef\u00e4hrdet<\/p>\n<p>Das Ausw\u00e4rtige Amt bezeichnete den transatlantischen Austausch als grundlegend f\u00fcr Bildung und Wissenschaft. &#8222;Deutschland misst der Freiheit von Forschung und Lehre sowie einem offenen Austausch h\u00f6chste Bedeutung bei&#8220;, so ein Sprecher. Der akademische Dialog mit den USA sei eng und f\u00fcr beide Seiten von Vorteil.<\/p>\n<p>Potenziell seien viele deutsche Studierende von dem Schritt betroffen, die USA gilt als eines der beliebtesten Austauschl\u00e4nder. Im Jahr 2022 etwa w\u00e4hlten laut Statistischem Bundesamt mehr als 8.500 Studentinnen und Studenten die USA als Gastland aus. <\/p>\n<p>Der Deutscher Akademischer Austauschdienst (DAAD) stehe in engem Kontakt mit Betroffenen und unterst\u00fctze sie bei Fragen zum Aufenthalt. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Nach den Harvard-Studierenden trifft es nun auch viele weitere: US-Au\u00dfenminister Marco Rubio hat \u00fcberraschend die Vergabe neuer Studenten-&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":148040,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1837],"tags":[49755,772,3364,29,53070,30,4156,3783,2339,53069,53071,53068],"class_list":{"0":"post-148039","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-nuernberg","8":"tag-austauschprogramm","9":"tag-bayern","10":"tag-de","11":"tag-deutschland","12":"tag-fau-erlangen","13":"tag-germany","14":"tag-mittelfranken","15":"tag-nuernberg","16":"tag-oberbayern","17":"tag-studierende-usa","18":"tag-us-visa","19":"tag-visastopp-usa"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114589312267430627","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/148039","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=148039"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/148039\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/148040"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=148039"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=148039"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=148039"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}