{"id":148229,"date":"2025-05-29T06:36:24","date_gmt":"2025-05-29T06:36:24","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/148229\/"},"modified":"2025-05-29T06:36:24","modified_gmt":"2025-05-29T06:36:24","slug":"ersatz-fuer-den-taurus-berlin-hilft-kiew-bei-weitreichenden-waffen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/148229\/","title":{"rendered":"Ersatz f\u00fcr den Taurus? Berlin hilft Kiew bei weitreichenden Waffen"},"content":{"rendered":"<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Hubschrauber kreisen, der Nahverkehr kommt teilweise zum Erliegen. Die Hauptstadt ist &#8211; mal wieder &#8211; im Ausnahmezustand. Der ukrainische Pr\u00e4sident <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/wolodymyr-selenskyj\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Wolodymyr Selenskyj<\/a> ist in <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/berlin\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Berlin<\/a>, nach wie vor ein Staatsgast, der die h\u00f6chste Sicherheitsstufe genie\u00dft. Zu gro\u00df ist die Angst vor Anschl\u00e4gen, die <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/ukraine\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Ukraine<\/a> befindet sich immer noch im Krieg mit <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/russland\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Russland<\/a>.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Der Besuch steht unter schlechten Vorzeichen, auch deshalb, weil die Friedensbem\u00fchungen des neuen deutschen Bundeskanzlers <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/friedrich-merz\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Friedrich Merz<\/a> (CDU) und der westlichen Verb\u00fcndeten nicht nur auf der Stelle treten, sondern sich <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/kiew\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Kiew<\/a> so starken Angriffen ausgesetzt sieht, wie seit Beginn des Krieges im Februar 2022 nicht mehr.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Merz tritt seit seinem Amtsantritt vor drei Wochen als starker Unterst\u00fctzer der Ukraine auf. Der CDU-Kanzler hatte kurz nach Beginn seiner Amtszeit Selenskyj in Kiew besucht &#8211; gemeinsam mit Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron, dem britischen Premierminister Keir Starmer und dem polnischen Regierungschef Donald Tusk. Damals hatte man gehofft, auch unter Einbeziehung von US-Pr\u00e4sident Donald Trump, Bewegung in die Friedensbem\u00fchungen zu bekommen.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Doch mittlerweile ist Merz ern\u00fcchtert, die Hoffnung hat sich zerschlagen. Und der deutsche Regierungschef hat sich entschieden, <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/moskau\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Moskau<\/a> deutlicher die Stirn zu bieten, als es sein SPD-Vorg\u00e4nger <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/olaf-scholz\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Olaf Scholz<\/a> getan hat. Er k\u00fcndigt am Mittwoch im Kanzleramt dann an, was zuvor in der Hauptstadt schon geraunt wurde: Deutschland wird die Ukraine im Kampf gegen Russland k\u00fcnftig bei der Produktion weitreichender Waffensysteme unterst\u00fctzen. Dabei werde es \u201ekeine Reichweitenbeschr\u00e4nkungen geben\u201c und \u201edie Ukraine kann sich damit vollumf\u00e4nglich verteidigen auch gegen milit\u00e4rische Ziele au\u00dferhalb des eigenen Staatsgebiets\u201c, betont der Kanzler und f\u00e4hrt fort, die \u201eWeigerung der russischen Seite, einen Waffenstillstand einzugehen\u201c, werde jetzt \u201ewirklich Konsequenzen\u201c haben.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Es handele sich um den \u201eEinstieg in eine neue Form der milit\u00e4risch industriellen Zusammenarbeit\u201c, betont Merz. \u201eWir wollen auch gemeinsame Produktionen erm\u00f6glichen.\u201c \u00dcber weitere Details werde er nicht sprechen. Das Verteidigungsministerium teilt sp\u00e4ter mit, dass es sich um ein rund f\u00fcnf Milliarden Euro gro\u00dfes Unterst\u00fctzungspaket handle, das durch Mittel erfolge, die der Bundestag bereits bewilligt habe. <\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Selenskyj, der insgesamt sehr ersch\u00f6pft wirkt, begr\u00fc\u00dft die Absprachen zu \u201eneuen gemeinsamen Projekten\u201c zur Produktion von Waffen, betont aber auch, sein Land setze in der Diskussion \u00fcber eine deutsche Unterst\u00fctzung bei weitreichenden Waffen auch weiterhin auf den Marschflugk\u00f6rper Taurus.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">In Deutschland l\u00e4uft seit langem eine Debatte \u00fcber eine m\u00f6gliche Lieferung von jenen Taurus-Marschflugk\u00f6rpern mit einer Reichweite von 500 Kilometern. Scholz hatte die Lieferung immer abgelehnt und das auch mit Sicherheitsbedenken begr\u00fcndet. Moskau hatte Berlin vor einem solchen Schritt gewarnt.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Merz hatte zuletzt angek\u00fcndigt, sich zu einzelnen Waffenlieferungen nicht mehr \u00f6ffentlich zu positionieren, um Russland \u00fcber die deutschen \u00dcberlegungen im Unklaren zu lassen. Mit seiner \u00c4u\u00dferung vom Montag, es gebe \u201ekeinerlei Reichweitenbeschr\u00e4nkungen mehr f\u00fcr Waffen\u201c, hatte Merz die Diskussion um Taurus jedoch neu entfacht.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">In den mehr als drei Jahren Krieg fehlen der Ukraine bislang Waffen mit gro\u00dfer Reichweite und hoher Sprengkraft, um auch weit hinter der Front russische Milit\u00e4rziele und Versorgungswege anzugreifen. Zwar lieferten Gro\u00dfbritannien und Frankreich ihre Marschflugk\u00f6rper Storm Shadow\/Scalp, sp\u00e4ter steuerten die USA auch Artillerieraketen vom Typ ATACMS bei. Doch die St\u00fcckzahlen waren gering und es gab Beschr\u00e4nkungen f\u00fcr ihren Einsatz, die sp\u00e4ter gelockert wurden. Inzwischen baut die Ukraine notgedrungen ihre eigenen Raketenkapazit\u00e4ten aus und erh\u00e4lt dabei nun eben st\u00e4rkere Hilfe aus Deutschland.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Merz hat seit Amtsantritt deutlich gemacht, wie wichtig ihm die Unterst\u00fctzung der Ukraine ist. Als Oppositionsf\u00fchrer hatte er sich immer f\u00fcr die Lieferung des Taurus ausgesprochen. Eine Journalistin aus der Ukraine spricht ihn darauf im Kanzleramt an. In Kiew kann man sich noch sehr gut an die Aussagen aus dem Wahlkampf erinnern. Eine klare Antwort gibt es von Merz dazu jedoch nicht, er verweist auf die jetzt getroffenen Vereinbarungen.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\"> Doch in Moskau wird der deutsche Kanzler sehr wohl geh\u00f6rt. Der Kreml reagiert schnell auf die Pressekonferenz in Berlin. Dies sei \u201esehr unverantwortlich\u201c und stelle eine weitere Provokation dar, hei\u00dft es. Und dann folgt noch der Hinweis, eine n\u00e4chste Verhandlungsrunde zwischen Russland und der Ukraine k\u00f6nnte erneut in Istanbul stattfinden. Von Selenskyj gibt es am Vormittag eher beunruhigende Neuigkeiten: Russland habe nach seinen Informationen 50.000 Soldaten f\u00fcr einen m\u00f6glichen Vorsto\u00df in die Region Sumy im Nordosten der Ukraine zusammengezogen. Ein Ende des Krieges erscheint in weiter Ferne.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Hubschrauber kreisen, der Nahverkehr kommt teilweise zum Erliegen. Die Hauptstadt ist &#8211; mal wieder &#8211; im Ausnahmezustand. 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