{"id":148748,"date":"2025-05-29T11:24:09","date_gmt":"2025-05-29T11:24:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/148748\/"},"modified":"2025-05-29T11:24:09","modified_gmt":"2025-05-29T11:24:09","slug":"israel-kuendigt-22-neue-siedlungen-im-westjordanland-an","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/148748\/","title":{"rendered":"Israel k\u00fcndigt 22 neue Siedlungen im Westjordanland an"},"content":{"rendered":"<p class=\"metatextline\">Stand: 29.05.2025 11:00 Uhr<\/p>\n<p class=\"textabsatz columns twelve  m-ten  m-offset-one l-eight l-offset-two\">\n        <strong>Die israelischen Siedlungen im besetzten Westjordanland werden von einem Gro\u00dfteil der internationalen Gemeinschaft kritisiert. Dennoch treibt die Regierung von Premier Netanjahu den Ausbau voran. Nun sollen 22 weitere Siedlungen entstehen.<\/strong>\n    <\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nIsrael hat die Errichtung neuer Siedlungen im besetzten Westjordanland angek\u00fcndigt. &#8222;Wir haben eine historische Entscheidung f\u00fcr die Entwicklung von Siedlungen getroffen: 22 neue Gemeinden in Jud\u00e4a und Samaria&#8220;, erkl\u00e4rte Finanzminister Bezalel Smotrich im Onlinedienst X, wobei er die israelische Bezeichnung f\u00fcr das Westjordanland benutzte. Die Siedlungen gelten nach internationalem Recht als illegal.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDie Likud-Partei von Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu erkl\u00e4rte im Onlinedienst Telegram, das Vorhaben sei von Smotrich und Verteidigungsminister Israel Katz angef\u00fchrt und vom Sicherheitskabinett genehmigt worden. Darunter fielen der Bau neuer Siedlungen sowie eine Legalisierung bereits bestehender Au\u00dfenposten, die ohne Erlaubnis der Regierung errichtet worden seien. Einer Karte zufolge, die von der Likud-Partei ver\u00f6ffentlicht wurde, sind die geplanten 22 Siedlungen im gesamten Westjordanland verteilt.<\/p>\n<p>    Smotrich: &#8222;Kein fremdes Land eingenommen&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nKatz teilte mit, die Siedlungsentscheidung st\u00e4rke den Einfluss Israels auf das Gebiet, &#8222;verankert unser historisches Recht auf das Land Israel und stellt eine vernichtende Antwort auf den pal\u00e4stinensischen Terrorismus dar&#8220;. Es handele sich zudem um &#8222;einen strategischen Schritt, der die Gr\u00fcndung eines pal\u00e4stinensischen Staates verhindert, der Israel gef\u00e4hrden w\u00fcrde&#8220;.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nZwei der geplanten Siedlungen, Homesh und Sa-Nur, gelten als besonders symboltr\u00e4chtig: Es handelt sich um israelische Wiederansiedlungen im Norden des Westjordanlands. Sie waren im Jahr 2005 im Rahmen eines R\u00fcckzugplans unter dem damaligen israelischen Regierungschef Ariel Sharon ger\u00e4umt worden.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\n&#8222;Wir haben kein fremdes Land eingenommen, sondern das Erbe unserer Vorfahren&#8220;, rechtfertigte Smotrich die neuen Siedlungen. Der n\u00e4chste Schritt sei die Gebietshoheit \u00fcber das Westjordanland.<\/p>\n<p>    Etwa eine halbe Million Siedler<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDurch den angek\u00fcndigten Schritt k\u00f6nnten sich die angespannten Beziehungen Israels zu Teilen der internationalen Gemeinschaft weiter versch\u00e4rfen, denn die meisten Staaten sehen die Aktivit\u00e4ten als illegal an. Der UN-Sicherheitsrat bezeichnete diese 2016 als Verletzung des internationalen Rechts und forderte Israel auf, alle Siedlungsaktivit\u00e4ten zu stoppen.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nTrotz der Proteste aus dem Ausland hat Israel in den vergangenen Jahrzehnten den Ausbau Dutzender Siedlungen im Westjordanland vorangetrieben und bisher weit \u00fcber 100 Siedlungen gebaut, in denen inzwischen etwa 500.000 Menschen mit israelischer Staatsb\u00fcrgerschaft leben. Sie reichen von kleinen Au\u00dfenposten auf H\u00fcgeln bis hin zu voll entwickelten Gemeinden mit Wohnbl\u00f6cken, Einkaufszentren, Fabriken und \u00f6ffentlichen Parks.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nIsrael eroberte das Westjordanland im Sechstagekrieg von 1967 zusammen mit dem Gazastreifen und Ostjerusalem. Die Pal\u00e4stinenser beanspruchen alle drei Gebiete f\u00fcr ihren k\u00fcnftigen Staat und betrachten den Ausbau der Siedlungen als eines der Haupthindernisse f\u00fcr eine Zwei-Staaten-L\u00f6sung, weil sie auf immer kleinere Gebiete im Westjordanland beschr\u00e4nkt werden und die Aussicht auf die Gr\u00fcndung eines lebensf\u00e4higen, unabh\u00e4ngigen Staates in immer weitere Ferne r\u00fcckt.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nEtwa etwa drei Millionen Pal\u00e4stinenser leben dort unter israelischer Milit\u00e4rherrschaft, w\u00e4hrend die vom Westen unterst\u00fctzte Pal\u00e4stinensische Autonomiebeh\u00f6rde die Bev\u00f6lkerungszentren verwaltet.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 29.05.2025 11:00 Uhr Die israelischen Siedlungen im besetzten Westjordanland werden von einem Gro\u00dfteil der internationalen Gemeinschaft kritisiert.&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":148749,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[5],"tags":[331,332,3364,29,30,13,411,14,6000,15,12,12184],"class_list":{"0":"post-148748","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-nachrichten","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-de","11":"tag-deutschland","12":"tag-germany","13":"tag-headlines","14":"tag-israel","15":"tag-nachrichten","16":"tag-nahost","17":"tag-news","18":"tag-schlagzeilen","19":"tag-westjordanland"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114590873255469821","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/148748","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=148748"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/148748\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/148749"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=148748"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=148748"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=148748"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}