{"id":149564,"date":"2025-05-29T18:45:27","date_gmt":"2025-05-29T18:45:27","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/149564\/"},"modified":"2025-05-29T18:45:27","modified_gmt":"2025-05-29T18:45:27","slug":"bisher-ist-der-weg-zur-nofretete-noch-entspannt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/149564\/","title":{"rendered":"\u201eBisher ist der Weg zur Nofretete noch entspannt\u201c"},"content":{"rendered":"<p class=\"tspBYlv tspBYlw\"><strong>Herr Wemhoff, sind Sie weiterhin in Feierlaune angesichts der Sorgen, von denen die Kulturwelt wegen der Sparma\u00dfnahmen gerade erfasst ist?<\/strong><br \/>Uns ist trotzdem zum Feiern zumute. Wir haben uns neu aufgestellt, <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/kultur\/reform-der-stiftung-preussischer-kulturbesitz-grunes-licht-in-letzter-sekunde-13126003.html?icid=in-text-link_13751344\" class=\"link link--internal\" data-gtm-class=\"article-text-link\" data-gtm-val=\"internal\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">die Reformen vorangebracht<\/a> und nun ein eigenes Museumsteam f\u00fcr die Insel. Wir arbeiten st\u00e4rker zusammen &#8211; die Arch\u00e4ologie, die Kunst, die Numismatik und verstehen uns als Gemeinschaft, die wir auch nach au\u00dfen zeigen wollen. Nat\u00fcrlich ist es schwierig. Aber wenn ich darauf schaue, was die Insel in 200 Jahren Geschichte erlebt hat, dann leben wir in einer ziemlich gl\u00fccklichen Zeit. Vieles ist fertig oder geht seiner Vollendung entgegen. Das ist der richtige Zeitpunkt, um darauf aufmerksam zu machen, dass wir uns auf einem guten Weg befinden. <\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/abo.tagesspiegel.de\/tagesspiegel-app?icid=single-topic_13751344___\" data-gtm-class=\"article-mzt-link\" class=\"tspB5mf\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Die Tagesspiegel-App Aktuelle Nachrichten, Hintergr\u00fcnde und Analysen direkt auf Ihr Smartphone. Dazu die digitale Zeitung. Hier gratis herunterladen.  <\/a><\/p>\n<p class=\"tspBYlv\"><strong>Sie feiern \u00fcber f\u00fcnf Jahre hinweg. Ist das nicht Etikettenschwindel f\u00fcr ein Ausstellungsprogramm, das ohnehin laufen w\u00fcrde?<\/strong><br \/>Vor zwei Jahrhunderten dauerte es ebenfalls f\u00fcnf Jahre von der Grundsteinlegung bis zur Er\u00f6ffnung des Alten Museums. In unserem Jahrf\u00fcnft justieren wir jedes Jahr den Fokus neu: 2025 steht das Alte Museum im Mittelpunkt, ein Jahr sp\u00e4ter die Alte Nationalgalerie. 2027 ist die Pergamon-Er\u00f6ffnung der Dreh- und Angelpunkt, 2028 das Neue Museum und 2029 das Bode-Museum. <\/p>\n<blockquote class=\"tspB2l9\">\n<p>Mit der Kolonnadenbar wollen wir die Insel st\u00e4rker in den Herzen der Berliner verankern.<\/p>\n<\/blockquote>\n<p class=\"tspB2ma\">Matthias Wemhoff, Sprecher der Museumsinsel<\/p>\n<p class=\"tspBYlv\"><strong>Stecken nicht eher finanzielle Gr\u00fcnde hinter der Streckung?<\/strong> <br \/>Wir m\u00f6chten die Museumsinsel als Marke st\u00e4rken, als Ziel Nummer eins f\u00fcr Berlin-Besucher. Die Touristiker haben uns gesagt: So etwas braucht Zeit, wenn es kein Strohfeuer sein soll. Zuletzt lie\u00dfen uns die vielen Baustellen ins Hintertreffen geraten. Durch die <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/berlin\/letzte-chance-vor-der-sanierung-sudflugel-des-pergamonmuseums-offnet-drei-tage-fur-besucher-13329484.html?icid=in-text-link_13751344\" class=\"link link--internal\" data-gtm-class=\"article-text-link\" data-gtm-val=\"internal\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">missgl\u00fcckte Kommunikation bei der Pergamon-Schlie\u00dfung<\/a> dachten alle, dass wir erst 2037 wiederer\u00f6ffnen, obwohl der Abschluss des ersten Bauabschnitts unmittelbar bevorsteht. \u00a0<\/p>\n<p class=\"tspBYlv\"><strong>Schmerzt es nicht, dass ausgerechnet zum Jubil\u00e4umsstart das popul\u00e4rste Haus geschlossen ist?<\/strong><br \/>Nein, wir haben eine sch\u00f6ne Staffelung mit der Pergamon-Wiederer\u00f6ffnung in der Mitte, sodass die Aufmerksamkeit auch auf die anderen H\u00e4user gelenkt wird. Das Alte Museum hat viel Potenzial durch seine Entstehungsgeschichte und das damalige Bild von Museum, das sich zehn Jahre sp\u00e4ter in der Konzeption des Neuen Museums ganz anders darstellte. W\u00e4hrend im Alten Museum hoch qualit\u00e4tvolle Kunst gezeigt wurde, n\u00e4mliche antike Skulpturen und Gem\u00e4lde, hatte das Neue Museum ab 1840 die Vermittlung einer umfassenden Kulturgeschichte zum Ziel. Diese Aspekte k\u00f6nnen wir nun herausarbeiten und die F\u00fclle der Museumsinsel nach vorne bringen. <\/p>\n<p class=\"tspSdi\">Empfohlener redaktioneller Inhalt<\/p>\n<p> An dieser Stelle finden Sie einen von unseren Redakteuren ausgew\u00e4hlten, externen Inhalt, der den Artikel f\u00fcr Sie mit zus\u00e4tzlichen Informationen anreichert. Sie k\u00f6nnen sich hier den externen Inhalt mit einem Klick anzeigen lassen oder wieder ausblenden. <\/p>\n<p> Externen Inhalt anzeigen <\/p>\n<p class=\"tspSdo\"> Ich bin damit einverstanden, dass mir der externe Inhalt angezeigt wird. Damit k\u00f6nnen personenbezogene Daten an Drittplattformen \u00fcbermittelt werden.  Mehr Informationen dazu erhalten Sie in den Datenschutz-Einstellungen. Diese finden Sie ganz unten auf unserer Seite im Footer, sodass Sie Ihre Einstellungen jederzeit verwalten oder widerrufen k\u00f6nnen. <\/p>\n<p class=\"tspBYlv\"><strong>Sie investieren viel in Programm und Werbung, an 50 Abenden \u00f6ffnet die Kolonnadenbar. Gleichzeitig ist der freie Museumssonntag gestrichen und wurden die \u00d6ffnungszeiten reduziert. W\u00e4re dort nicht eher ein Investment n\u00f6tig?<\/strong><br \/>Die Streichung des Museumssonntags ist ein schwerer Einschnitt. Andererseits haben wir immer noch viele Besucher, die Zahlen steigen. Der Unterhalt eines Weltkulturerbes kostet, und die meisten sind bereit, daf\u00fcr zu zahlen. Gerade zum Jubil\u00e4um gibt es f\u00fcr Berliner g\u00fcnstige Angebote. Mit der Kolonnadenbar wollen wir die Insel st\u00e4rker in den Herzen der Berliner verankern als einen Ort, an dem sich Spree-Athen sp\u00fcren l\u00e4sst. In den ersten Jahren nach der Wende fanden hier Festivals statt, der Garten vor der Alten Nationalgalerie war damals noch nicht gestaltet und von den Touristen \u00fcbernommen. Wir m\u00f6chten ihn zur\u00fcckgeben im Sinne einer Freist\u00e4tte f\u00fcr Kunst und Wissenschaft, wo sich auch die Berliner erholen und auf neue Gedanken kommen k\u00f6nnen. Deshalb werben wir mir dem Inselmotiv: Raus aus dem Alltag, rauf auf die Insel als Kraftort mitten in Berlin. <\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/museumsinsel-altes-museum-foto-spk-stefan-muchler.jpeg\"   alt=\"\" aria-labelledby=\"caption-13770895\" width=\"440\" height=\"330\" loading=\"lazy\" class=\"tspAThr\"\/> Start f\u00fcr die Museumsinsel war vor 200 Jahren mit der Grundsteinlegung f\u00fcr das Alte Museum. Die gro\u00dfe Jubil\u00e4umsausstellung wird dort am 9. Juli er\u00f6ffnet.  <\/p>\n<p class=\"tspADfz\"> \u00a9 SPK \/ Stefan M\u00fcchler <\/p>\n<p class=\"tspBYlv\"><strong>Der Regierende B\u00fcrgermeister Kai Wegner w\u00fcnscht sich, dass in den n\u00e4chsten f\u00fcnf Jahren jede Berliner Schulklasse einmal die Insel besucht. Halten Sie das f\u00fcr realistisch?<\/strong><br \/>Wir gehen offensiv auf die Schulen zu und laden sie ein. F\u00fcr viele Klassen ist es eine Herausforderung angesichts der dichten Lehrpl\u00e4ne, sich Zeit daf\u00fcr zu nehmen. Aber wir organisieren f\u00fcr die Schulen eigene Tage oder f\u00fcr ganze Jahrgangsstufen etwa den Besuch der Afrika-Ausstellung. <\/p>\n<blockquote class=\"tspB2l9\">\n<p>Raus aus dem Alltag, rauf auf die Insel<\/p>\n<\/blockquote>\n<p class=\"tspB2ma\">Motto zum Jubil\u00e4um der Museumsinsel<\/p>\n<p class=\"tspBYlv\"><strong>F\u00fcr das Jubil\u00e4um mussten Sie auf Sponsorensuche gehen. War das schwierig?<\/strong> <br \/>Die Museumsinsel ist eine Marke, die nachgefragt wird. So haben wir mit Flix einen Vertrag geschlossen, inzwischen fahren Busse mit einer Abbildung der Nofretete auf der R\u00fcckseite durch Deutschland. Auch die Tickets sollen mit einem Hinweis auf die Insel versehen werden. Diese Kooperation ist f\u00fcr uns doppelt interessant, denn dadurch erreichen wir ein anderes Publikum. Das sind nicht die klassischen Kultur-Touristen, die mit der Bahn kommen, sondern ein j\u00fcngeres Publikum. Au\u00dferdem starten wir eine Aktion mit DHL. Zum Inseljubil\u00e4um er\u00f6ffnen wir ein Kinderpostamt. Kartenschreiben kommt wieder in Mode. Gleichzeitig fragen immer mehr Unternehmen nach, ob sie ein Mitarbeiterevent bei uns machen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p class=\"tspBYlv\"><strong>Stimmen Sie also Ex-Kultursenator Joe Chialo zu, der den Institutionen empfahl, sich selber um die Finanzierung zu k\u00fcmmern?<\/strong> <br \/>Das Problem der Unterfinanzierung l\u00e4sst sich auf diese Weise gewiss nicht l\u00f6sen. Trotzdem brauchen wir weiterhin ein intensives Kultursponsoring. Wir waren schon vorher auf das Inselkuratorium und \u00e4hnliche Einrichtungen f\u00fcr die Realisierung von Ausstellungen angewiesen. In Berlin ist es schwierig, F\u00f6rderer zu finden. Hier gibt es weniger mittelst\u00e4ndische Unternehmen als in Westfalen, woher ich komme. Die hier eher ans\u00e4ssigen Aktiengesellschaften haben feste Vorgaben, die sie einhalten m\u00fcssen, bevor sie \u00fcberhaupt in Kultur investieren d\u00fcrfen. Ich w\u00fcrde vor zu hohen Erwartungen warnen. <\/p>\n<p class=\"tspBYlv\"><strong>Sie w\u00fcnschen sich mehr Events. Gibt es da eine Grenze f\u00fcr Sie?<\/strong><br \/>Die Formate m\u00fcssen mit der Insel vertr\u00e4glich sein, ein riesiges Rockkonzert geht bei einer gestalteten Anlage nicht. Aber in den Kolonnaden innezuhalten, sich auszutauschen und zu tanzen, das passt. Die Bertelsmann-Stummfilm-N\u00e4chte erweitern sich au\u00dferdem; wir werden noch viele andere Kulturinstitutionen pr\u00e4sentieren, die unterschiedlichen Sparten vernetzen: das Theater, Staatsballett, die Rundfunkch\u00f6re. Und das nicht nur im Sommer, auch im Winter. Aber wir schaffen uns daf\u00fcr gerade erst die Strukturen, um solche Veranstaltungen zu managen und brauchen Verst\u00e4rkung. <\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/museumsinsel.jpeg\" alt=\"\" aria-labelledby=\"caption-13770907\" loading=\"lazy\" class=\"tspAThr\"\/> Flaggschiff Pergamon-Museum: Ausgerechnet zum Jubil\u00e4um ist das bekannteste Haus der Museumsinsel noch Baustelle und geschlossen. 2027 wird der erste Teilabschnitt wiederer\u00f6ffnet. <\/p>\n<p class=\"tspADfz\"> \u00a9 dpa\/Jens Kalaene <\/p>\n<p class=\"tspBYlv\"><strong>Woran fehlt es?<\/strong> <br \/>Unsere bisherigen Kr\u00e4fte sind nicht ansatzweise vergleichbar mit anderen Teams f\u00fcr solch gro\u00dfe Veranstaltungen. Daher muss die Reform der Stiftung Preu\u00dfischer Kulturbesitz weitergehen. Zum Beispiel flie\u00dfen die Mehreinnahmen aus dem Ticketverkauf nicht direkt an uns zur\u00fcck, die wir eigentlich gut f\u00fcr den Besucherservice nutzen k\u00f6nnten.  <\/p>\n<blockquote class=\"tspB2l9\">\n<p>In Berlin ist es schwierig, F\u00f6rderer zu finden.<\/p>\n<\/blockquote>\n<p class=\"tspB2ma\">Matthias Wemhoff, Sprecher der Museumsinsel<\/p>\n<p class=\"tspBYlv\"><strong>Wie bekommen Sie das wachsende M\u00fcllproblem auf der Insel in den Griff?<\/strong> <br \/>Erst gestern haben wir deswegen wieder zusammengesessen. Seit Corona hat der Respekt vieler Leute gegen\u00fcber ihrer Umwelt abgenommen. Inzwischen laufen mehrere Sicherheitsleute die ganze Nacht Streife, um <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/berlin\/bezirke\/uberall-mull-in-berlin-mitte-jetzt-soll-ein-mullgipfel-es-richten-12575648.html?icid=in-text-link_13751344\" class=\"link link--internal\" data-gtm-class=\"article-text-link\" data-gtm-val=\"internal\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">die gr\u00f6\u00dfte Verm\u00fcllung<\/a> zu verhindern. Die Reinigungsdienste sind permanent unterwegs. W\u00e4hrend der Laufzeit der Kolonnadenbar ist alles geregelt, die Menschen verhalten sich ordentlich &#8211; bis der Getr\u00e4nkeverkauf eingestellt ist, die Toiletten geschlossen sind. Hinterher sieht es oft verwahrlost aus, wie in Berlins Parks. Ich wei\u00df auch nicht, wie wir damit auf Dauer verfahren.<\/p>\n<p> Zur Person <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/matthias-wemhoff-direktor-museum-fur-vor-und-fruhgeschichte-landesarchaologe-von-berlin.jpeg\" alt=\"\" aria-labelledby=\"caption-13770913\" loading=\"lazy\" class=\"tspAThr\"\/> Matthias Wemhoff <\/p>\n<p class=\"tspADfz\"> \u00a9 SPK \/ Photothek \/ Sebastian Rau <\/p>\n<p class=\"tspBYlv\"><strong>Matthias Wemhoff<\/strong>\u00a0(1964\u00a0in\u00a0M\u00fcnster geboren) ist Sprecher der Museumsinsel und Mitglied des Interimsvorstandes der Staatlichen Museen zu Berlin. Der Mittelalter-Arch\u00e4ologe\u00a0leitet als Direktor das\u00a0Museum f\u00fcr Vor- und Fr\u00fchgeschichte und ist Berlins Landesarch\u00e4ologe. Au\u00dferdem lehrt er am Institut f\u00fcr Pr\u00e4historische Arch\u00e4ologie der Freien Universit\u00e4t. <\/p>\n<p class=\"tspBYlv\"><strong>Andere Museen schlie\u00dfen die Z\u00e4une um ihre Einrichtung.<\/strong><br \/>Das wollen wir eigentlich nicht. Fr\u00fcher gab es die Vorstellung, man m\u00fcsse auch nachts rund ums Pergamonmuseum spazieren k\u00f6nnen. Wegen der vielen dunklen Ecken geht das heute aus Sicherheitsgr\u00fcnden nicht mehr. Wir m\u00fcssen deshalb unser Sicherheitskonzept entsprechend anpassen.<\/p>\n<p class=\"tspBYlv\"><strong>Wo stehen Sie im Vergleich mit anderen Weltkulturerbest\u00e4tten: dem Louvre oder dem British Museum?<\/strong> <br \/>Die Insel ist viel interessanter als die anderen, denn sie vermittelt einen anderen Zugang zu musealer Geschichte. Durch die f\u00fcnf Geb\u00e4ude aus f\u00fcnf verschiedenen Epochen zeigt sich, wie abh\u00e4ngig die Wahrnehmung vom jeweiligen Zeitempfinden ist. Beim Louvre wurden praktisch nur die Schlosss\u00e4le umgenutzt. Beim British Museum ist es ebenfalls ein gro\u00dfer architektonischer Wurf, nun mit ver\u00e4ndertem Eingangsbereich. Bei uns lassen sich die Objekte in unterschiedlichen Architekturen erleben, was f\u00fcr die Besucher viel angenehmer ist. Diese Vielfalt an R\u00e4umlichkeiten f\u00fchrt zu einer anderen Aufnahmef\u00e4higkeit, einer anderen Erfahrung als bei Saalfluchten. <\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/kultur\/die-reform-der-stiftung-preussischer-kulturbesitz-wir-wollen-aus-den-hausern-das-beste-rausholen-9262995.html?icid=single-topic_13751344___\" data-gtm-class=\"article-mzt-link\" class=\"tspB5mf\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Die Reform der Stiftung Preu\u00dfischer Kulturbesitz \u201eWir wollen aus den H\u00e4usern das Beste rausholen\u201c <\/a><\/p>\n<p class=\"tspBYlv\"><strong>Und wie sieht es bei den Besucherzahlen aus?<\/strong> <br \/>Wir befinden uns im einstelligen Prozentbereich, verglichen mit dem Louvre oder British Museum. Wir k\u00f6nnen uns nicht ansatzweise mit diesen Institutionen messen, allein durch die geringeren Anfl\u00fcge am BER. In Paris oder London landen Fl\u00fcge in gro\u00dfer Zahl aus aller Welt, in Berlin starten vielleicht drei am Tag nach \u00dcbersee. Etwa 70 Prozent unserer Besucher kommen mit der Bahn; wir haben letztlich einen deutschen, ansatzweise europ\u00e4ischen Tourismus und sind mit zwei, drei Millionen Besuchern schon gut aufgestellt. Mehr internationales Publikum h\u00e4tte Konsequenzen f\u00fcr die Erschlie\u00dfung der Museen. Dann g\u00e4be es eine Fastline zu den drei H\u00f6hepunkten, und schon sind die Besucher wieder raus wegen der begrenzten Zeit. Bisher ist der Weg zur Nofretete noch entspannt. <\/p>\n<p class=\"tspBYlv\"><strong>Das Jubil\u00e4um soll durch Events und Ausstellungen Glanz erzeugen. Aber wie ergl\u00e4nzen die Geb\u00e4ude? Was bleibt nach dem Fest?<\/strong><br \/>Tats\u00e4chlich gibt es ein Anliegen. Wir feiern in diesem Jahr das Alte Museum, das Haus ist ein Sanierungsfall mit den Insel-typischen Problemen: schlechte Fundamente und sinkende Baumasse. Die Planung f\u00fcr die Sanierung m\u00fcsste endlich beginnen, Konzepte liegen schon vor. Es w\u00e4re gut, wenn im Laufe dieses Jubil\u00e4umsjahres die Entscheidung f\u00e4llt. Dann w\u00e4ren alle f\u00fcnf H\u00e4user der Insel saniert. Wir beseitigen immer noch die Kriegsfolgen. <\/p>\n<p> Das Insel-Jubil\u00e4um <\/p>\n<p class=\"tspBYlv\">Mit einem <strong>Auftaktwochenende<\/strong> rund um den UNESCO-Welterbetag startet die Museumsinsel in das <strong>Jubil\u00e4umsjahrf\u00fcnft<\/strong>. Das Inselfest vom 30. Mai bis 1. Juni findet in den Museen und rund um die H\u00e4user bis in die Abendstunden hinein statt. Die Veranstaltungen im Au\u00dfenbereich sind kostenfrei. F\u00fcr das Jubil\u00e4um wurden eigens <strong>Tickets<\/strong> neu aufgelegt: W\u00e4hrend das Tagesticket (14 Euro, erm\u00e4\u00dfigt 7 Euro) normalerweise nur f\u00fcr ein Museum gilt, k\u00f6nnen am Festwochenende damit alle sechs H\u00e4user, das Alte Museum, das Neue Museum, die Alte Nationalgalerie, das Bode-Museum, das Panorama Pergamonmuseum und die James-Simon-Galerie, besucht werden. <\/p>\n<p class=\"tspBYlv\">Der <strong>Welterbetag<\/strong> am Sonntag, den 1. Juni, wird mit einem Festakt um 11 Uhr gefeiert, den die neue Stiftungspr\u00e4sidentin <strong>Marion Ackermann <\/strong>an ihrem ersten Arbeitstag er\u00f6ffnet. Anf\u00e4nge der Insel und Anf\u00e4nge der Menschheit sind die Schwerpunkte des ersten Jahres im Jubil\u00e4umsjahrf\u00fcnft. Die Hauptausstellung im Alten Museum als<strong> Keimzelle der Museumsinsel<\/strong> wird am 9. Juli er\u00f6ffnet, an dem <strong>vor 200 Jahren<\/strong> der Grundstein f\u00fcr das von Karl Friedrich Schinkel entworfene Museum im Berliner Lustgarten gelegt wurde. Aber schon jetzt zeigen James-Simon-Galerie, das Neue Museum und das Bode-Museum Sonderausstellungen. Mehr Informationen zum Programm unter: www.mi200.de<\/p>\n<p class=\"tspBYlv\"><strong>Die Museumsinsel soll Ort \u201egelebter Toleranz\u201c sein. Wie l\u00e4sst sich dies umsetzen?<\/strong> <br \/>Beim Multaka-Programm im Museum f\u00fcr Islamische Kunst bieten Menschen aus den Herkunftscommunitys F\u00fchrungen an und erkl\u00e4ren, was ihnen bestimmte Objekte bedeuten. Das Angebot wird mit der Pergamon-Wiederer\u00f6ffnung weiter ausgebaut. <\/p>\n<blockquote class=\"tspB2l9\">\n<p>Wir beseitigen immer noch die Kriegsfolgen.<\/p>\n<\/blockquote>\n<p class=\"tspB2ma\">Matthias Wemhoff, Sprecher der Museumsinsel<\/p>\n<p> Mehr zum Thema Museen in Berlin <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/berlin\/live-musik-und-kostenlose-fuhrungen-berliner-museumsinsel-feiert-200-jahriges-bestehen-13749328.html?icid=topic-list_13751344___\" data-gtm-class=\"article-mzt-link\" class=\"tspB5mf\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Live-Musik und kostenlose F\u00fchrungen Berliner Museumsinsel feiert 200-j\u00e4hriges Bestehen <\/a><a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/gesellschaft\/genuss\/gute-kunst-und-guter-kuchen-in-diesen-berliner-museumscafes-gibt-es-nicht-nur-fertigtorte-13353319.html?icid=topic-list_13751344___\" data-gtm-class=\"article-mzt-link\" class=\"tspB5mf\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Fertigtorte in Plastik f\u00fcr 6,50 Euro Warum Berliner Museumscaf\u00e9s oft so schlecht sind <\/a><a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/kultur\/totalitar-und-starr-den-neuen-vierten-flugel-des-pergamonmuseums-bitte-uberarbeiten-13333675.html?icid=topic-list_13751344___\" data-gtm-class=\"article-mzt-link\" class=\"tspB5mf\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Totalit\u00e4r und starr Den neuen vierten Fl\u00fcgel des Pergamonmuseums bitte \u00fcberarbeiten <\/a><\/p>\n<p class=\"tspBYlv\"><strong>Werden Sie mit Ausl\u00e4ufern des Nahost-Konflikts konfrontiert?<\/strong><br \/>Das ist bei uns noch nicht so ausgepr\u00e4gt. Aber es herrscht eine gewisse Vorsicht, denn unsere Museen arbeiten direkt mit den L\u00e4ndern zusammen. Bisher mussten wir unser Programm nicht gro\u00df einschr\u00e4nken. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Herr Wemhoff, sind Sie weiterhin in Feierlaune angesichts der Sorgen, von denen die Kulturwelt wegen der Sparma\u00dfnahmen gerade&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":149565,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1825],"tags":[296,29,30,525],"class_list":{"0":"post-149564","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-berlin","8":"tag-berlin","9":"tag-deutschland","10":"tag-germany","11":"tag-mitte"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114592607417273549","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/149564","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=149564"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/149564\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/149565"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=149564"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=149564"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=149564"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}