{"id":149574,"date":"2025-05-29T18:50:14","date_gmt":"2025-05-29T18:50:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/149574\/"},"modified":"2025-05-29T18:50:14","modified_gmt":"2025-05-29T18:50:14","slug":"kuenstler-leon-kahane-was-lesen-sie","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/149574\/","title":{"rendered":"K\u00fcnstler Leon Kahane: Was lesen Sie?"},"content":{"rendered":"<p>Was lesen Sie?<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-e9f390a5=\"\" data-v-d588441d=\"\">Ich kann das gar nicht so einfach beantworten. Ich lese st\u00e4ndig alles kreuz und quer. und meine Arbeit besteht dann darin, f\u00fcr mich selbst eine Ordnung in das Durcheinander zu bringen. Nach dem 7. Oktober habe ich eine ganze Weile nur noch Zeitung gelesen oder mich wie ein Wahnsinniger durch die sozialen Medien gew\u00fchlt. Damit habe ich irgendwann aufgeh\u00f6rt, zumindest mit der Plattform X. Das hat mir sehr gutgetan. Dann habe ich mich an Lion Feuchtwanger erinnert und daran, wie sehr mir mal seine Josephus-Trilogie, \u201eDie J\u00fcdin von Toledo\u201c, und \u201eDie F\u00fcchse im Weinberg\u201c geholfen haben, etwas \u00fcber die Geschichte, die auch meine ist, aber auch \u00fcber die Gegenwart zu verstehen. Die Wartesaal-Trilogie war mir damals zu nah dran, aber jetzt scheint die richtige Zeit daf\u00fcr zu sein. Und dann ist da noch Ji\u0159\u00ed Weils \u201eLeben mit dem Stern\u201c, von dem ich inzwischen schon zwei Ausgaben besitze, die ich mich bis jetzt nicht zu lesen getraut habe. Aber nun ist Maxim Billers Novelle \u201eDer unsterbliche Weil\u201c erschienen, und jetzt habe ich beide B\u00fccher auf eine Reise mitgenommen, um sie zu lesen.<\/p>\n<p>Welches Buch haben Sie im B\u00fccherschrank, das Sie bestimmt nie lesen werden?<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-e9f390a5=\"\" data-v-d588441d=\"\">Vermutlich werde ich die meisten nie lesen. Zumindest nicht bis zum Ende. Ich kaufe st\u00e4ndig B\u00fccher, die ich nicht zu Ende lese. Gerade wenn ich B\u00fccher bestelle, passiert es immer wieder, dass sie erst einmal wochenlang auf einem Stapel landen. Ich habe auch schon B\u00fccher doppelt gekauft, weil ich mich nicht erinnern konnte, dass das Buch l\u00e4ngst in meinem Schrank steht oder unter einem dieser Stapel aus anderen B\u00fcchern vergraben ist. Fr\u00fcher bin ich manchmal an einem Buch h\u00e4ngen geblieben und habe es nicht mehr weggelegt, bis ich es durch hatte, aber das passiert mir kaum noch. Als Kind ging es mir komischerweise \u00e4hnlich. Ich war schlecht in der Schule und f\u00fchlte mich st\u00e4ndig unter Druck, irgendwas machen zu m\u00fcssen, was ich nicht wollte oder was mir gar nicht lag. Im Moment geht es mir \u00e4hnlich. Ich muss \u00fcber viele Dinge nachdenken, die mir nicht gefallen, die mich aber auch nicht in Ruhe lassen. In diesen Lebenslagen f\u00e4llt mir das Lesen besonders schwer.<\/p>\n<p><strong>Der K\u00fcnstler Leon Kahane<\/strong>, geboren in Berlin, studierte an der UdK bei Hito Steyerl. In <a href=\"https:\/\/nagel-draxler.de\/exhibition\/42715\/\" title=\"seiner neuen Ausstellung \u201eDialog, Dialog, Dialog\u201c\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">seiner neuen Ausstellung \u201eDialog, Dialog, Dialog\u201c<\/a> (bis 22. August in der Galerie Nagel Draxler, K\u00f6ln) setzt der Neununddrei\u00dfigj\u00e4hrige sich unter anderem mit der Pr\u00e4sentation eines Werks von Gerhard Richter in Auschwitz auseinander.<\/p>\n<p><strong>In der Sonntagszeitung vom 1. Juni<\/strong> finden sich zus\u00e4tzlich die Antworten von Leon Kahane auf die Fragen, was er sieht, was er h\u00f6rt \u2013 und wann er zuletzt seine Meinung ge\u00e4ndert hat.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Was lesen Sie? Ich kann das gar nicht so einfach beantworten. 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