{"id":149665,"date":"2025-05-29T19:43:14","date_gmt":"2025-05-29T19:43:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/149665\/"},"modified":"2025-05-29T19:43:14","modified_gmt":"2025-05-29T19:43:14","slug":"kultur-fuer-alle-diese-frau-kaempft-fuer-inklusive-angebote","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/149665\/","title":{"rendered":"Kultur f\u00fcr alle: Diese Frau k\u00e4mpft f\u00fcr inklusive Angebote"},"content":{"rendered":"<p class=\"article-toplinewrapper\">\n<p>Standdatum: 29. Mai 2025.<\/p>\n<p>Autorinnen und Autoren:<br \/>\nChrissie Loock und<br \/>\nMaria Klindworth<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"image -image-with-fallback -image-rounded  lazyload\" src=\"data:image\/gif;base64,R0lGODlhEAAJAIAAAP\/\/\/\/\/\/\/yH5BAEKAAEALAAAAAAQAAkAAAIKjI+py+0Po5yUFQA7\"   alt=\"Adelarisa Kedenburg\" data-image-owner=\"Nicole Benewaah\" data-image-title=\"Adelarisa Kedenburg\" data-image-src=\"https:\/\/www.butenunbinnen.de\/bilder\/adelarisa-kedenburg-100~_v-800x450_c-1747903110848.jpg\" data-image-rights-src=\"\/bilder\/adelarisa-kedenburg-100~_v-640x360_c-1747903110848.jpg\"\/><\/p>\n<p>Adelarisa Kedenburg<\/p>\n<p>Bild: Nicole Benewaah<\/p>\n<p class=\"article-intro\">Adelarisa Kedenburg sorgt in Bremen daf\u00fcr, dass Menschen mit Behinderungen an Kultur-Angeboten teilhaben k\u00f6nnen. &#8222;Es gibt noch viel Luft nach oben&#8220;, sagt sie.<\/p>\n<p>&#8222;Kultur sollte man nicht nur als Nice-to-have ansehen&#8220;, ist Adelarisa Kedenburg \u00fcberzeugt. &#8222;Arts on Prescription&#8220; hei\u00dft ein Projekt, das ihr sofort einf\u00e4llt, wenn sie auf ihre Arbeit angesprochen wird. Im Auftrag des Senators f\u00fcr Kultur f\u00f6rdert die Anfang 50-J\u00e4hrige inklusive Kulturprojekte in Bremen und bei diesem VHS-Angebot gibt es seit zwei Jahren &#8222;Kunst auf Rezept&#8220;. Menschen, die unter Depressionen, \u00c4ngsten oder Einsamkeit leiden, k\u00f6nnen dank des Projekts kostenlos an Kunstkursen teilnehmen.<\/p>\n<blockquote class=\"citation -citation-type-simple\">\n<p class=\"citation-text\">Es ist als Menschenrecht verbrieft, dass Menschen mit Behinderungen das Recht auf kulturelle Teilhabe haben.<\/p>\n<p>Adelarisa Kedenburg \u00fcber ihre Aufgaben beim Senator f\u00fcr Kultur<\/p>\n<\/blockquote>\n<p>Bei Museen, Theatern und Veranstaltern sind die Themen Inklusion, Teilhabe und Barrierefreiheit inzwischen angekommen, sagt Kedenburg. Ein weiteres Projekt, das sie f\u00f6rdert, hei\u00dft &#8222;Ischa barrierefrei&#8220; und wurde von den Vereinen Musikszene Bremen, Clubverst\u00e4rker sowie der Breminale\u00a0und der\u00a0jazzahead Clubnight initiiert. Ziel der Initiative ist es, dass die Bremer Innenstadt und \u00f6ffentliche Veranstaltungen f\u00fcr alle Menschen attraktiv werden und k\u00fcnftige Veranstaltungen inklusiver durchgef\u00fchrt werden. &#8222;Es ist als Menschenrecht verbrieft, dass Menschen mit Behinderungen das Recht auf kulturelle Teilhabe haben&#8220;, erkl\u00e4rt Kedenburg ihre Arbeit.<\/p>\n<p>Auch den leisen Stimmen zuh\u00f6ren<\/p>\n<p>Vernetzungsarbeit macht der Bremerin gro\u00dfen Spa\u00df. Privat engagiert sie sich in der Waller Kunst- und Kulturkneipe &#8222;Helga&#8220;, w\u00e4hrend sie sich in der Kulturbeh\u00f6rde auch mal um die sprachliche Vereinfachung von Formularen k\u00fcmmert. Denn nicht immer kommt es auf Rampen f\u00fcr Rollst\u00fchle an. Manche Einschr\u00e4nkungen sind nicht sichtbar, so Kedenburg. Ihr ist es auch wichtig, dass den leisen Stimmen in der Gesellschaft zugeh\u00f6rt wird und zum Beispiel &#8222;Silent Hours&#8220; in Museen oder Ausstellungen mitgedacht werden. Diese stillen Stunden ohne Hintergrundbeschallung und mit weniger Besuchern k\u00f6nnen zum Beispiel neurodivergenten Menschen, denen Musik und Menschenmassen schnell zu viel werden, den Besuch vereinfachen.<\/p>\n<p>Engagiert f\u00fcr die Zukunft<\/p>\n<p>Sie kann auch mal faul sein und das Leben auf sich zukommen lassen, sagt Adelarisa Kedenburg \u00fcber sich selbst. Aber die H\u00e4nde in den Schoss legt sie trotzdem selten. Mit Mitte 40 hat sie zum Beispiel noch ein Studium angefangen und \u00f6ffentliches Management studiert. Auch in politischen Fragen, will sie nicht still bleiben: &#8222;Wir sollten alles daransetzen, dass wir eine bessere Zukunft haben werden&#8220; sagt sie mit Blick auf den Rechtsruck bei den j\u00fcngsten Wahlergebnissen. Da, wo sie Diskriminierung wahrnimmt, spricht sie es an, so die Bremerin. <\/p>\n<blockquote class=\"citation -citation-type-simple\">\n<p class=\"citation-text\">Ich habe Angst um unsere Demokratie.<\/p>\n<p>Warum Adelarisa Kedenburg immer wieder gegen Diskriminierung die Stimme erhebt<\/p>\n<\/blockquote>\n<p>Mit Sorge blickt sie nach Amerika, wo das Thema Inklusion im \u00f6ffentlichen Diskurs zur\u00fcckgedr\u00e4ngt wird und Diversity-Programme zur\u00fcckgebaut werden. Dies k\u00f6nne auch in Deutschland passieren. &#8222;Die Angst habe ich schon&#8220;, so Kedenburg. &#8222;Ich habe Angst um unsere Demokratie. Und damit auch um unsere Gesellschaft und um unsere diverse Gesellschaft.&#8220;<\/p>\n<p>Von ihrer Adoption erfuhr sie erst sp\u00e4t<\/p>\n<p>Adelarisa Kedenburg ist auch pers\u00f6nlich krisenerprobt. Geboren ist die Bremerin in Nordost-Indien, im Bundesstaat Meghalaya. Erst mit 13 erfuhr sie von ihrer indisch-st\u00e4mmigen Mutter und ihrem deutschen Vater, dass sie adoptiert wurde. &#8222;Ich h\u00e4tte es gerne fr\u00fcher oder von Anfang an erfahren&#8220;, sagt Adelarisa Kedenburg r\u00fcckblickend. Denn als Teenager rutschte sie in eine schwere Identit\u00e4tskrise, verweigerte den Schulbesuch und entwickelte Angstst\u00f6rungen. Ihre Geschichte hat sie dank einer Therapie aufgearbeitet: &#8222;Geblieben ist, glaube ich, dieses Gef\u00fchl von der Suche nach Heimat. Was bei mir sehr stark verankert ist, ist das Gef\u00fchl nach Zugeh\u00f6rigkeit oder Dazugeh\u00f6ren-Wollen. Und das war in der Teenie-Zeit sehr stark ausgepr\u00e4gt.&#8220;<\/p>\n<blockquote class=\"citation -citation-type-simple\">\n<p class=\"citation-text\">Ich habe nie die Sehnsucht versp\u00fcrt, dass ich mir ein anderes Leben gew\u00fcnscht h\u00e4tte.<\/p>\n<p>Adelarisa Kedenburg \u00fcber ihre globale Identit\u00e4t und ihre Adoption<\/p>\n<\/blockquote>\n<p>Blo\u00df nicht auffallen und sich anpassen \u2013 das war der jungen Adelarisa wichtig. \u00dcber ihre leiblichen Eltern wei\u00df sie auch heute noch sehr wenig: ihre leibliche Mutter war die Nichte ihrer Adoptivmutter und sie hat mehrere Geschwister in Indien. Aber trotz gelegentlicher Ratlosigkeit und einer nicht besonders tiefen Bindung zu ihren Adoptiveltern, ist Adelarisa Kedenburg im Frieden mit ihrer Lebensgeschichte: &#8222;Ich habe nie die Sehnsucht versp\u00fcrt, dass ich mir ein anderes Leben gew\u00fcnscht h\u00e4tte.&#8220;<\/p>\n<p>Mehr zum Thema:<\/p>\n<p class=\"article-legal-broadcast-reference\"><strong>Dieses Thema im Programm:<\/strong><br \/>\nBremen Zwei, Gespr\u00e4chszeit, 27. Mai 2025, 18:05 Uhr<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Standdatum: 29. Mai 2025. 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